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GeografIn (Kartografie)

Berufsbereiche: Büro, Wirtschaft, Finanzwesen und Recht / Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

KartografInnen befassen sich mit der Vermessung, Analyse, Auswertung und Darstellung raumbezogener Daten der Erdoberfläche (Gewässer, Berge, Verkehrswege).

KartografInnen berücksichtigen je nach Zielsetzung physische, klimatologische, wirtschaftliche oder humangeografische Aspekte. Sie kennen und nutzen verschiedene Messinstrumente (Tachymeter*, Navigationssatellitensysteme) sowie Messmethoden, wie z.B. die terrestrische Photogrammetrie (Erdbildmessung) und Aerophotogrammetrie (Luftbildmessung). Die Grundlagen für die Karten werden auch von VermessungsingenieurInnen und TopografInnen bereitgestellt.

KartografInnen werten verschiedene Geodaten (z.B. Vermessungsdaten, Luftaufnahmen, Satellitenbilder, Statistikdaten) mittels spezialisierter EDV-Software aus. Sie wählen dazu verschiedene Veranschaulichungsmedien zur visuellen Darstellung, wie etwa gedruckte oder digitale Landkarten, Seekarten, Reliefs (Geländedarstellung) oder interaktive dreidimensionale Modelle.

Siehe auch die Berufe VermessungstechnikerIn (Höhere Geodäsie), RaumplanerIn und den Lehrberuf GeoinformationstechnikerIn.

 

*Tachymeter: Vermessungsinstrument zur räumlichen Aufnahme von Zielpunkten (Koordinaten).

Genauigkeit, Sorgfalt, analytisches Denkvermögen, mathematische Begabung, naturwissenschaftlich-technisches Verständnis, räumliches Vorstellungsvermögen, Teamfähigkeit, Ausdauer für Projekte (Vermessungen im Freien).

Im Beruf ist die Bereitschaft zu interdisziplinärer Arbeit nötig, Englischkenntnisse und der Umgang mit GIS- und CAD-Systemen.

GeografInnen finden in unterschiedlichen Bereichen Beschäftigung: In kartografischen Anstalten und Verlagen. Ebenso bei öffentlichen und privatwirtschaftlichen Einrichtungen, die GIS oder digitale kartografische Darstellungen verwenden. Im Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen. In Institutionen/Dienststellen der Landesplanung und des Städtebaus, im Rahmen statistischer Dienste und Militärgeographie.

Auch Institutionen und Organisationen im internationalen und EU-Bereich bieten Aufgabenfelder, etwa in sozialwissenschaftlichen Bereichen wie Demoskopie, Demografie und Marktforschung.

Möglichkeiten bieten sich im Bereich der Raumplanung, etwa in der Regional-, Stadt-, Orts-, Standort-, Vertriebs-, Verkehrs- und Tourismusplanung. Fachspezifische Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen auch im Bereich Umweltschutz (Großklima, Monitoring vom Schadstoffemissionen) sowie Naturschutz (Mikroklima, Karten für Ökosysteme). Sie können in der Fachberatung in Medien tätig sein, im Fachjournalismus oder bei kartografischen Verlagen.

Aussichten bestehen im Rahmen der Entwicklung geografischer Technologien wie etwa geografische Informationssysteme und Fernerkundung. AbsolventInnen sollten daher über Kenntnisse im Bereich digitale Erfassung und Verarbeitung von Geodaten verfügen.

Geoinformationssysteme liefern präzise und zeitnahe Informationen, die dazu beitragen, die begrenzten Ressourcen der Welt schützen und besser zu nutzen zu können. Forschungen beziehen sich unter anderem auf: Kategorientheorie und ihrer Bedeutung für die Behandlung räumlicher Daten, Genauigkeit und Präzision räumlicher Daten und deren Auswirkung auf Berechnungen, Berechnungsmodelle für zeitabhängige räumliche Phänomene sowie Probleme der räumlichen Optimierung und ihre Lösung. Vgl. Fachschaft für Vermessung und Geoinformation.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "GeowissenschafterIn", dem der Beruf "GeografIn (Kartografie)" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

FH: Z.B. Geoinformation und Umwelt (räumliche Wissensverarbeitung, Geographische Informationssysteme - GIS).

UNI: Z.B. Geographie (BSc, MSc), Cartography (MSc). Beispiele für Uni-Masterstudien:

Kartographie und Geoinformation: Das Studium vermittelt Kompetenzen der Kartographie und der raumbezogenen Informationsverarbeitung: Z.B. Visualisierung von Geodaten, Datenverarbeitung für unterschiedliche Medien, Nutzung graphischer Hard- und Softwarekomponenten.

Gebirgs- und Klimageographie: Masterstudium mit Spezialisierung der Schwerpunkte Klimatologie und Klimageographie, Hydrologie und Hydrogeographie sowie Geomorphologie und Naturgefahrenforschung mit räumlichem Fokus auf (Hoch-)Gebirge und methodischem Fokus auf Geographische Technologie.

Nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung: Das Masterstudium vermittelt Kenntnisse im Bereich Tourismusgeographie und die der Anwendung geographischer Technologien (geographische Informationssysteme, Fernerkundung, Kartographie, Geostatistik).

Umweltsystemwissenschaften – Geographie: Masterstudium zur Spezialisierung in Gebirgs- und Klimageographie oder Nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung.

Geographie und Regionalforschung: Das Masterstudium beschäftigt sich mit Prozessen in der Stadt- und Regionalentwicklung und Veränderungen der natürlichen Umwelt. sowie Ansätze der Natur- und Sozialwissenschaften zur Anwendung auf geographische Fragestellungen.

Geografie, Globaler Wandel – regionale Nachhaltigkeit: An der Schnittstellen zwischen Gesellschaft und Umwelt vermittelt das Masterstudium unter anderem Aspekte der Mensch-Umwelt-Beziehung, Theorien und Strategien räumlicher Entwicklung, Geographische Arbeitsmethoden.

Geosciences: Masterstudium zur Erweiterung und Vertiefung in Geologie, Paläontologie und Stratigraphie, Petrologie und Geochemie, Mineralogie und Hydrochemie, Hydrogeologie und Ingenieurgeologie.

Computational Geosciences: Das Studium vermittelt Kenntnisse zur Prozessmodellierung und Simulation als Werkzeuge erdwissenschaftlicher Forschung.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen werden zum Teil betriebsintern angeboten, auch im Rahmen von Kursen und Schulungen der großen Berufsbildungsinstitute. Universitätslehrgänge gibt es in unterschiedlichen Bereichen, z.B. Softwaredesign, Qualitätsmanagement, Data Science, Business-Intelligence, Business Process Management.

Es existieren verschiedene Universitätslehrgänge und Masterprogramme, z.B. Angewandte Geoinformatik, Geodäsie und Geoinformation, Integrative Stadtentwicklung – Smart City, Smart Buildings in Smart Cities - Energieinfrastruktur und Quartierserneuerung.

Darüber hinaus gibt es verschiedene Weiterbildungsveranstaltungen der Ingenieursvereinigungen und ähnlicher Berufsvertretungen.

Fachleute mit spezialisierten Kenntnissen können an den Schnittstellen zu anderen Bereichen des Fachs Geographie und den Nachbarfächern durch wissenschaftliches Arbeiten und innovatives Lösen von Problemen tätig sein. Diesbezüglich finden sich Möglichkeiten in der Stadt- und Kommunalmarketing, im Tourismus, Raumforschung und Raumordnung, in der Regionalentwicklung - auch in und für Entwicklungsländer.

Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten bestehen in unterschiedlichen Bereichen: Z.B. Stadt- und Regionalforschung, Entwicklungsforschung, Klima- und Kryosphärenforschung sowie Naturgefahrenforschung, Umweltplanung und Entsorgungswirtschaft.

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, nach einer Praxiszeit die Ziviltechnikerprüfung zu absolvieren und damit selbstständig als IngenieurkonsulentIn für Geografie zu arbeiten.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Naturwissenschaften (Broschüre)
Reihe: Jobchancen Studium
Fundstelle: Geografie
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