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Berufsfeuerwehrmann/-frau

Berufsbereiche: Sicherheitsdienste
Ausbildungsform: Kurz-/Spezialausbildung
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Berufsfeuerwehrleute löschen Brände, dämmen Unfallgefahren ein und bekämpfen die Auswirkungen von Störfällen und Naturkatastrophen. Sie bergen gefährdete Menschen und Tiere aus brennenden Gebäuden, verunglückten Fahrzeugen oder überschwemmten Gebieten und verhindern, dass gefährliche Stoffe bei Unfällen in das Erdreich oder Grundwasser eindringen oder explodieren. Im Zivil- und Katastrophenschutz errichten sie Schutzwälle und Dämme und beseitigen Hochwasser- und Unwetterschäden. Im Brandfall sichern Berufsfeuerwehrleute die Feuerstelle und setzen gezielt die passenden Löschmittel und -techniken ein. Berufsfeuerwehrleute leisten im Bedarfsfall auch Erste Hilfe und medizinische Notfallversorgung, informieren die Bevölkerung über Brand- und Unfallvermeidung oder unterstützen die Polizei bei der Sicherung von Großevents.
 

  • Bereitschaft am Wochenende zu arbeiten
  • Bereitschaft in den Abendstunden zu arbeiten
  • Gutes räumliches Vorstellungsvermögen
  • Körperliche Fitness
  • Problemlösungsfähigkeit
  • Psychische Belastbarkeit
  • Reaktionsfähigkeit
  • Schwindelfreiheit
  • Unempfindlich gegenüber Hitze sein
  • Verantwortungsbewusstsein

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten z.B.:

  • Berufsfeuerwehren im öffentlichen Dienst, vor allem in größeren Städten (in kleineren Gemeinden sind hingegen freiwillige Feuerwehren weit verbreitet)
  • Großunternehmen mit einem eigenen betriebsinternen Feuerwehrdienst, z.B. Erdölraffinerien oder Flughäfen

Die Anzahl der Berufsfeuerwehrleute entwickelt sich seit Jahren konstant mit leichten Schwankungen. In der Berufsfeuerwehr ist daher auch für die kommenden Jahre von einer stabilen Beschäftigungslage auszugehen. Allerdings gibt es Berufsfeuerwehren nur in großen Städten, während auf dem Land großteils freiwillige Feuerwehren mit ehrenamtlichen MitarbeiterInnen tätig sind.

Berufsfeuerwehrleute können sich beruflich z.B. als TaucherIn, HöhenretterIn und SchiffsführerIn spezialisieren. Regelmäßige Weiterbildungen, etwa im Bereich neue Löschverfahren oder im Krisen- oder Katastrophenmanagement, sind für die berufliche Weiterentwicklung von Berufsfeuerwehrleuten unerlässlich.
 

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "Berufsfeuerwehrmann/-frau", dem der Beruf "Berufsfeuerwehrmann/-frau" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Die Ausbildung erfolgt betriebsintern. BewerberInnen müssen ein Aufnahmeverfahren durchlaufen, wobei die Aufnahmekriterien je nach Bundesland unterschiedlich sind.

Folgende Einstellungsvoraussetzungen müssen zum Beispiel bei der Wiener Berufsfeuerwehr erfüllt werden:

  • Abgeschlossene Berufsausbildung
  • EU-Staatsbürgerschaft
  • Vorstrafenfreiheit
  • Führerschein Gruppen B und C
  • Positiver Abschluss von Tests zur geistigen oder körperlichen Eignung

 

Die Ausbildung zum/zur Berufsfeuerwehrmann/-feuerwehrfrau gliedert sich in eine Grundausbildung und eine weiterführende Ausbildung. Die Grundausbildung dauert 100 Tage, wird mit einer schriftlichen und praktischen Prüfung abgeschlossen und umfasst die Ausbildung in den grundlegenden Feuerwehreinsatzbereichen Branddienst, Technischer Hilfsdienst und Schadstoffdienst. In der weiterführenden Ausbildung wird das bereits angeeignete Wissen und Können weiter vertieft und der Umgang mit den Gerätschaften der Sonderfahrzeuge erlernt. Die Ausbildungsinhalte werden sowohl in theoretischen Ausbildungseinheiten als auch bei laufenden Einsätzen vermittelt.

Jungfeuerwehrleute müssen innerhalb der ersten 4 Jahre ihrer Dienstzeit einen 4-monatigen Branddienstkurs, einen jeweils 8-monatigen technischen Hilfsdienstkurs sowie Schadstoffkurs mit den entsprechenden Prüfungen absolvieren.
 

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Berufe mit Kurz- oder Spezialausbildung (Broschüre)
Reihe: Berufe ...
Fundstelle: SICHERHEIT UND RECHT - Sicherheit und Recht, Seite 68
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