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EnergieberaterIn

Berufsbereiche: Elektrotechnik, Elektronik und Telekommunikation
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 1.820,- bis € 2.570,- * Arbeitsmarkttrend: gleichbleibend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

EnergieberaterInnen beraten KundInnen in Bezug auf die Nutzung von Energie, z.B. für die Bereitstellung von Warmwasser und den Antrieb von Maschinen in Produktionsbetrieben.

Im Rahmen des Energiemanagementsystems ermitteln sie geeignete Kennzahlen um Vergleiche vornehmen zu können. Auf Basis dieser Vergleiche können sie Schlussfolgerungen ableiten und Maßnahmen treffen, die zur Verbesserung des Energienutzung führen.

EnergieberaterInnen beraten Unternehmen, Gemeinden, Behörden und BesitzerInnen oder VerwalterInnen privater Wohngebäude. Im Mittelpunkt steht eine ganzheitliche Betrachtungsweise des gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes oder einer Anlage. EnergieberaterInnen informieren über Methoden und Materialien zur Wärmedämmmung, über alternative Heizmöglichkeiten oder Energierückgewinnung.

Für die Gebäudetechnik erarbeiten sie Lösungen zur umweltschonenden Deckung des Energiebedarfes in Bezug auf Heizung, Lüftung, Klimatisierung und Kühlung.

Im Bereich Gebäudesanierung sind sie oft mit der Beratung zur nachhaltigen Sanierung bestehender Bausubstanzen und Infrastrukturen beauftragt. Sie berücksichtigen die Verfolgung der Klimaschutzziele auf dem Gebäudesektor. Darüber hinaus setzen sie sich mit der Nutzung von erneuerbaren Energieträgern (Alternativenergie) auseinander.

Wichtige Themen sind zum Beispiel:

  • Nachhaltigkeit: Bauchemikalien, Innenraumschadstoffe, Sozioökonomie
  • Bauphysik: Wärmebrücken, Brandschutz, Kondensation und Schimmel
  • Gebäudetechnik: Baumängel, Erdbebensicherheit, Historische Baukonstruktionen
  • Bauökonomie: Amortisationsrechnung, Lebenszykluskosten
  • Immobilienwirtschaft: Immobilienbewertung, Projektanalyse
  • Energetische Sanierung: Altbausanierung, Denkmalpflege und Recht
  • u.v.a.

 

Siehe auch die Berufsbilder Verfahrenstechnik (Energie), Bautechnik (Haus-, Gebäude-, Klima- und Heizungstechnik) und Ökosystemwissenschaften.

  • Analytisches Denkvermögen
  • Technisches Verständnis
  • Gutes sprachliches Ausdrucksvermögen
  • Gutes Auftreten
  • Verhandlungskompetenz
  • Regelmäßige Weiterbildungsbereitschaft: Neue Technologien und neue Erkenntnisse

EnergieberaterInnen können selbstständig oder angestellt tätig sein. Sie arbeiten als Energieverantwortliche in Unternehmen wo sie Messungen durchführen und auf die Einhaltung der Kennzahlen achten. Gebäudeverantwortliche, Abfall- und Umweltbeauftragte, im Facility Management oder als Verantwortliche im Qualitäts- und Umweltmanagement.

Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen in Umweltberatungsstellen, in Konsumentenberatungsstellen, in Industriebetrieben und öffentlichen Behörden sowie in Recyclingfimen und Abfallverbänden.

Auch in Verkauf, Vertrieb und Marketing sowie Beratung und Service eröffnen sich berufliche Tätigkeitsfelder. Entwicklungsmöglichkeiten erschließen sich z.B. im Qualitätsmanagement oder in der (Gebäude)Sicherheitstechnik.

Da österreichische Energieeffizienzgesetz sieht vor, dass kleinere Unternehmen eine Energieberatung durchführen und Energieeffizienzmaßnahmen umsetzen. Größere Unternehmen müssen entweder ein Energiemanagementsystem einführen oder alle vier Jahre ein Energieaudit (Untersuchung) durchführen. Nähere Infos dazu bietet das österr. Rechtsinformationssystem - RIS.

In Bezug auf Energieeffizienz, Klimawandel und Smart Cities ist der Bereich Elektrotechnik stark von Trendentwicklungen geprägt: Einen Schlüsselmarkt stellen hier vor allem die Elektromobilität und Embedded Systems dar. Hier geht es vor allem um Fahrzeuge mit Elektroantrieben, Fahrassistenzsysteme sowie Neuerungen beim Carsharing (GetAuto) - auch im Bereich Telekommunikation (Wireless Driving).

Bei den erneuerbaren Energien stellen Smart Grids (Intelligente Stromnetze) einen Trend dar.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "EnergieberaterIn", dem der Beruf "EnergieberaterIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Energie-FachberaterInnen müssen über bauphysikalische Zusammenhänge bescheid wissen sowie über Grundlagen des energiesparenden Bauens (Wärmeschutz, Luftdichtheit, Energiesparverordnungen).

Die Fachhochschulen bieten verschiedene Studiengänge, z.B. Energie- und Umweltmanagement, Energietechnik und Energiewirtschaft, Regenerative Energie-Systeme & technisches Energie-Management (MSc), Ökoenergietechnik.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Es gibt Kurse und Schulungen der technischen Universitäten sowie Veranstaltungen der Ingenieursvereinigungen. Auch Fachmessen und Fachzeitschriften sind für die Weiterbildung von Bedeutung. Wichtig sind zudem Kenntnisse im Projektmanagement sowie im Umgang mit spezifischen EDV-Systemen, Statistik- und Qulitätsmanagement-Tools. Infos bietet z.B. auch die NÖ Energie- & Umweltagentur.

Aufstiegsmöglichkeiten bestehen in der Leitung von Bereichen wie z.B. Technologiemanagement, Qualitätsmanagement, Vertrieb und Marketing sowie Beratung und Service. Infos zu Forschungs- und Entwicklungsprojekten im Bereich Energie in Österreich bietet z.B. die Invent Austria auf invent austria.at.

EnergieberaterInnen können - je nach Interesse und Engagement - eine Tätigkeit in der Industriellen Forschungsabteilungen, Entwicklungslaboren von Instituten oder bei der Erstellung von Produktdatenblättern anstreben. Produktprüfungen finden in sämtlichen Bereichen statt (Unterhaltungselektronik, Haushaltsgeräte, Fahrassistenzgeräte, Robotik).

Für AbsolventInnen bestimmter Studienrichtungen besteht die Möglichkeit zur selbstständigen Tätigkeit als ZiviltechnikerIn.

Es besteht die Möglichkeit zur selbstständigen Berufsausübung im Rahmen des reglementierten Gewerbes der Handwerke in Ingenieurbüros (Beratende IngenieurInnen) oder Unternehmensberatung und Unternehmensorganisation. Nähere Infos bietet z.B. Wirtschaftskammer Österreich WKO.

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