Angebote im AMS Berufslexikon

Das Berufslexikon informiert über Aufgaben und Tätigkeiten in den Berufen, über Berufsanforderungen, Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Beschäftigungsmöglichkeiten, Berufsaussichten, Anfangseinkommen und vieles mehr.

Start | RegionalmanagerIn im Tourismus

* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

RegionalmanagerInnen im Tourismus haben die Aufgabe, touristische Angebote in einer bestimmten Region zu entwickeln, zu steuern und zu erhalten. Sie betreuen etwa Imagekampagnen, Veranstaltungen, Plattformen zur Vermarktung von regionalen Produkten oder Projekte zur Vernetzung lokaler Betriebe. Darüber hinaus agieren sie als zentrale Schnittstelle zwischen Gemeinden, Behörden und unterschiedlichen regionalen AkteurInnen. Sie begleiten Projekte von der ersten Idee bis hin zum ausgereiften, einreichfähigen Konzept und unterstützen bei der Akquise von Fördermitteln.

Gemeinsam mit den Beteiligten entwickeln sie regionale Strategien, analysieren Zielgruppen und identifizieren touristische Potenziale. Außerdem wirken sie an der Konzeption neuer Angebote mit, beraten Gemeinden und Betriebe und liefern relevante Informationen, beispielsweise zu Fördermöglichkeiten oder rechtlichen Rahmenbedingungen. RegionalmanagerInnen im Tourismus sind auch Ansprechpersonen für Anliegen der regionalen Bevölkerung und koordinieren die jeweiligen AkteurInnen aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Hotellerie. Auch bei der Einführung von Nachhaltigkeitskonzepten sowie der Optimierung des Qualitätsmanagements stehen sie touristischen Anbietern und Gemeinden beratend zur Seite, etwa durch die Implementierung von Qualitätsstandards, Zertifizierungen oder Gästebefragungen.

Typische Tätigkeiten sind z.B.:

  • Tourismusstrategien entwickeln
  • Touristische Angebote planen
  • Tourismusprojekte begleiten
  • Regionale Potenziale identifizieren
  • Zielgruppen analysieren
  • Anliegen der Bevölkerung berücksichtigen
  • Gemeinden und Betriebe beraten
  • Begeisterungsfähigkeit
  • EDV-Anwendungskenntnisse
  • Englischkenntnisse
  • Freude am Kontakt mit Menschen
  • Interesse für Tourismus
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Organisationstalent
  • Problemlösungsfähigkeit
  • Reisebereitschaft

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten z.B. folgende Unternehmen und Branchen:

  • Tourismusverbände
  • Regionalverbände
  • Stadt- und Regionalverwaltungen

Österreich zählt zu den meistbesuchten Ländern der Welt. Umgekehrt ist auch die Reiselust der österreichischen Bevölkerung sehr groß. Während die Digitalisierung einfache Buchungsprozesse übernimmt, steigt der Wert einer individuellen Reiseplanung und regionalen Steuerung massiv an. Es besteht ein starker Trend hin zu maßgeschneiderten, authentischen Erlebnissen, die eine tiefe Ortskenntnis und professionelles Management auf regionaler Ebene erfordern. Gleichzeitig ist nicht zuletzt aufgrund des gestiegenen Sicherheitsbedürfnisses die Nachfrage nach Pauschalreisen weiterhin groß. Daher werden gut ausgebildete und spezialisierte Tourismusprofis gebraucht, die für jedes Reisebedürfnis das passende Angebot finden.

RegionalmanagerInnen im Tourismus haben die Aufgabe, die Erwartungen und Wünsche der Gäste mit den regionalen Rahmenbedingungen, Interessen und Potenzialen in Einklang zu bringen. Dafür benötigen sie insbesondere Kompetenzen in den Bereichen Projektmanagement, Destinationsentwicklung, Marketing und Nachhaltigkeitsmanagement. Zusätzliche Qualifikationen, z.B. im Green Tourism oder Erlebnistourismus, können die Chancen auf dem Arbeitsmarkt weiter verbessern.

Unter dem folgenden Link gelangen Sie zum AMS-JobBarometer. Dort finden Sie weiterführende Informationen zu den Arbeitsmarktaussichten für das Berufsbündel "TourismusmanagerIn", dem der Beruf "RegionalmanagerIn im Tourismus" zugeordnet ist, wie z.B. Informationen zu Trends, Anzahl der Inserate oder häufig nachgefragten Kompetenzen:

AMS-JobBarometer

Stellenangebote in "alle jobs" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular in "alle jobs". Im Formular können Sie dann noch weitere Filter setzen.

offene Job-Angebote

Eine gute Basis für diesen Beruf bilden Bachelor- und Masterstudiengänge an Universitäten oder Fachhochschulen in den Bereichen Tourismusmanagement und Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt  Tourismus. Ebenso besteht die Möglichkeit, ein Doktoratsstudium zu absolvieren.

Bachelorstudien im Bereich Tourismusmanagement umfassen meist Ausbildungsinhalte wie Marketing, Kommunikation, Nachhaltigkeit, Betriebswirtschaft, Personalmanagement, Projektmanagement, Digitalisierung und Destinationsmanagement. Im Rahmen von aufbauenden Masterstudien werden die Kompetenzen im jeweiligen Fachgebiet nochmals vertieft, spezialisiert und erweitert. 

Voraussetzung für ein Bachelorstudium ist die Hochschulreife, die entweder durch eine erfolgreich abgeschlossene Matura, eine Studienberechtigungsprüfung oder eine Berufsreifeprüfung erlangt werden kann. An Fachhochschulen ist es teilweise auch Personen ohne Hochschulreife möglich, ein Studium zu beginnen, sofern sie über eine einschlägige berufliche Qualifikation verfügen und Zusatzprüfungen in bestimmten Fächern ablegen. 

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen insbesondere an Universitäten und Fachhochschulen z.B. in Form von Lehrgängen sowie Seminaren in Bereichen wie Veranstaltungsmanagement, Nachhaltigkeitsmanagement sowie Tourismus und Recht.

Weiterbildungsmöglichkeiten können auch bei Erwachsenenbildungseinrichtungen wie BFI oder WIFI sowie bei privaten Aus- und Weiterbildungsinstituten absolviert werden, z.B. in den Bereichen Social Media Marketing, Innovationsmanagement, Künstliche Intelligenz und Fremdsprachen.

Aufstiegsmöglichkeiten bestehen in Leitungsfunktionen im gesamten Tourismusbereich, beispielsweise in die Team- oder Abteilungsleitung. 

Eine selbstständige Berufsausübung ist z.B. im Rahmen des reglementierten Gewerbes "Unternehmensberatung einschließlich der Unternehmensorganisation" möglich.

Für reglementierte Gewerbe muss bei der Gewerbeanmeldung der jeweils vorgeschriebene Befähigungsnachweis, z.B. in Form einer Befähigungsprüfung, eines bestimmten Schul- oder Studienabschlusses oder einer fachlichen Tätigkeit, erbracht werden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Wirtschaftskammer Österreich sowie in der Liste der reglementierten Gewerbe.

* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

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