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Das Berufslexikon informiert über Aufgaben und Tätigkeiten in den Berufen, über Berufsanforderungen, Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Beschäftigungsmöglichkeiten, Berufsaussichten, Anfangseinkommen und vieles mehr.

Start | Stadt- und RegionalmanagerIn

* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Stadt- und RegionalmanagerInnen fördern und koordinieren durch verschiedene Maßnahmen die Entwicklung und das Wachstum von Städten, Gemeinden und Regionen. Ihr Ziel ist es, das Wohlbefinden der Menschen in ihrem Lebensumfeld zu erhalten und nachhaltig zu verbessern. Dazu entwerfen sie umfassende Entwicklungsstrategien zur Stärkung der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Strukturen in einem bestimmten Gebiet. 

Stadt- und RegionalmanagerInnen erarbeiten Konzepte, etwa zur Verbesserung der Mobilität oder des Klimaschutzes, die anschließend in konkreten Projekten umgesetzt werden. Dazu erheben sie alle relevanten Daten, tauschen sich mit ExpertInnen aus den jeweiligen Fachbereichen aus und ermitteln potenzielle ProjektpartnerInnen. Darüber hinaus akquirieren sie Fördermittel und begleiten die Projekte von der Planung bis zur Umsetzung.

Mit ihrer Arbeit leisten Stadt- und RegionalmanagerInnen einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Standortentwicklung und fördern umweltfreundliche Maßnahmen, um die Lebensqualität in der Stadt oder Region langfristig zu erhalten. Weiters unterstützen sie die Schaffung von leistbarem Wohnraum, sozialen Einrichtungen und kulturellen Veranstaltungsorten. Dabei berücksichtigen sie stets die Bedürfnisse und Meinungen der Bevölkerung und initiieren dafür Diskussionsrunden und Befragungen. Stadt- und RegionalmanagerInnen arbeiten eng mit Behörden, Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen zusammen.

Typische Tätigkeiten sind z.B.:

  • Konzepte für Stadt- und Regionalentwicklungsprojekte entwickeln
  • Maßnahmen für mehr Lebensqualität entwickeln
  • Projektbezogene Daten erheben, z.B. durch Standortanalysen
  • Stadt- und Regionalprojekte planen und begleiten
  • Diskussionsrunden veranstalten
  • Fördermittel akquirieren
Siehe auch:
  • Begeisterungsfähigkeit
  • EDV-Anwendungskenntnisse
  • Englischkenntnisse
  • Freude am Kontakt mit Menschen
  • Interesse für Soziales
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Organisationstalent
  • Problemlösungsfähigkeit
  • Selbstständiges Arbeiten
  • Verantwortungsbewusstsein

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten z.B. folgende Unternehmen und Branchen:

  • Stadt- und Regionalplanungsbüros
  • Öffentliche Verwaltung, z.B. Bezirks- und Landesbehörden, Ministerien
  • Regionale Entwicklungsorganisationen, z.B. LEADER-Regionen
  • Beratungsunternehmen im Bereich Regionalentwicklung
  • Non-Profit-Organisationen
  • Forschungseinrichtungen und Hochschulen

Das Planungswesen übernimmt eine Schlüsselrolle bei der Bewältigung des ökologischen und digitalen Wandels. Der Bereich entwickelt sich weg von der rein baulichen Gestaltung hin zu einer ganzheitlichen, datenbasierten Modellierung von Lebensräumen. Angesichts knapper werdender Flächen und strenger Klimaschutzvorgaben stehen komplexe Konzepte für die Stadt- und Raumplanung sowie eine effiziente Wasser- und Infrastrukturbewirtschaftung im Vordergrund. Die Planung von Projekten findet dabei immer häufiger in einem digitalen Zwilling statt, was die gesamte Prozesskette von der ersten Vermessung bis zum fertigen Bauentwurf präziser und ressourcenschonender macht. Da fundierte Planungsleistungen das Fundament für jedes nachhaltige Bauvorhaben bilden, bleibt dieser Bereich krisenresistent und bietet gute Aussichten für Fachkräfte.

Stadt- und RegionalmanagerInnen spielen eine wichtige Rolle bei der Planung von Städten und Regionen und tragen mit nachhaltigen und klimafreundlichen Lösungen dazu bei, die Lebensqualität von BewohnerInnen zu erhalten und zu verbessern. Neben fundierten Kenntnissen der Regional- und Tourismusentwicklung sowie in der Umweltplanung sind Kompetenzen im Umgang mit softwaregestützten Planungs- und Analysewerkzeugen wie CAD-Programmen und Geoinformationssystemen (GIS) wichtig. Zusätzliche Kenntnisse im Projektmanagement können die Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern.

Unter dem folgenden Link gelangen Sie zum AMS-JobBarometer. Dort finden Sie weiterführende Informationen zu den Arbeitsmarktaussichten für das Berufsbündel "RaumplanerIn", dem der Beruf "Stadt- und RegionalmanagerIn" zugeordnet ist, wie z.B. Informationen zu Trends, Anzahl der Inserate oder häufig nachgefragten Kompetenzen:

AMS-JobBarometer

Stellenangebote in "alle jobs" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular in "alle jobs". Im Formular können Sie dann noch weitere Filter setzen.

offene Job-Angebote

Eine gute Basis für diesen Beruf bilden Bachelor- und Masterstudiengänge an Universitäten und Fachhochschulen, z.B. in den Bereichen Raumplanung, Geografie und Soziologie. Ebenso besteht die Möglichkeit, ein Doktoratsstudium zu absolvieren.

Die Universität Graz bietet das Masterstudium "Nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung" an, das  Ausbildungsinhalte wie z.B. Regionalentwicklung, Geospatial Technologies, Mensch-Umwelt-Beziehungen, Humangeographie, Kommunikations- und Partizipationsprozesse vermittelt.

Voraussetzung für ein Bachelorstudium ist die Hochschulreife, die entweder durch eine erfolgreich abgeschlossene Matura, eine Studienberechtigungsprüfung oder eine Berufsreifeprüfung erlangt werden kann. An Fachhochschulen ist es teilweise auch Personen ohne Hochschulreife möglich, ein Studium zu beginnen, sofern sie über eine einschlägige berufliche Qualifikation verfügen und Zusatzprüfungen in bestimmten Fächern ablegen. 

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen an Universitäten und Fachhochschulen z.B. in Form von Lehrgängen sowie Seminaren in Bereichen wie Kulturmanagement, Tourismusmanagement, Regionalmarketing, Stadtplanung und -entwicklung, Migration, Umweltschutz und Smart Cities.

Die Österreichische Gesellschaft für Raumplanung bietet Veranstaltungen zu fachspezifischen Themen im Planungsbereich an. 

Weiterbildungen können auch bei Erwachsenenbildungseinrichtungen wie BFI und WIFI sowie bei privaten Aus- und Weiterbildungsinstituten absolviert werden, z.B. im Bereich Projektmanagement.

Stadt- und RegionalmanagerInnen können in leitende Positionen aufsteigen, z.B. zum/zur ProjektleiterIn, AbteilungsleiterIn oder ReferatsleiterIn. Zudem besteht die Möglichkeit, an Hochschulen in der Forschung tätig zu sein. 

Eine selbstständige Berufsausübung ist z.B. im Rahmen der reglementierten Gewerbe "Unternehmensberatung einschließlich der Unternehmensorganisation" und "Ingenieurbüros (Beratende IngenieurInnen)" möglich.

Für reglementierte Gewerbe muss bei der Gewerbeanmeldung der jeweils vorgeschriebene Befähigungsnachweis, z.B. in Form einer Befähigungsprüfung, eines bestimmten Schul- oder Studienabschlusses oder einer fachlichen Tätigkeit, erbracht werden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Wirtschaftskammer Österreich sowie in der Liste der reglementierten Gewerbe.

Die Ablegung der Ziviltechnikerprüfung ermöglicht eine selbstständige Tätigkeit als ZiviltechnikerIn (IngenieurkonsulentIn). Nähere Informationen zur Ziviltechnikerprüfung finden Sie auf der Website der Kammer der ZiviltechnikerInnen, ArchitektInnen und IngenieurInnen.

* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

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