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Bautechnisch(er/e) ZeichnerIn

Berufsbereiche: Bau, Baunebengewerbe und Holz
Ausbildungsform: Lehre
Infos zur Lehrlingsentschädigung
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Bautechnische ZeichnerInnen erstellen die zeichnerischen Unterlagen für Bauprojekte (Wohn- und Bürohäuser, Betriebsgebäude, Straßen, Brücken, Tunnel usw.). Sie fertigen vor allem Bauzeichnungen und Ausführungszeichnungen an, aber auch Lagepläne und verschiedene Ansichten von Gebäuden und Grundstücken (Grundrisse, Schnitte), Entwurfszeichnungen von Bauwerken, Polierpläne, Einreichpläne zur Vorlage bei Bauämtern sowie Detailzeichnungen und Konstruktionspläne (z.B. Schalungs- und Bewährungszeichnungen). Die Entwurfsskizzen und die erforderlichen Maße und sonstigen Angaben zu Funktion, Form, Lage und Größe eines Bauobjektes werden in der Regel von ArchitektInnen oder BauingenieurInnen bereitgestellt. Teilweise müssen aber auch die Bautechnischen ZeichnerInnen selbst auf der Baustelle Messungen an Bauteilen und an Bauobjekten und deren Umgebung durchführen und auswerten. Die Erstellung der bautechnischen Zeichnungen erfolgt größtenteils elektronisch am Computer, wobei eigene Zeichenprogramme bzw. CAD-Programme (CAD = Computer Aided Design) für den bautechnischen Bereich verwendet werden. Händische Zeichenarbeiten auf dem Reißbrett (mit Bleistift und Linealen) kommen nur mehr selten vor.

Bautechnische ZeichnerInnen fertigen die Baupläne meist in verschiedenen Darstellungsarten an. Um die Einzelteile bzw. den Aufbau eines Baukörpers deutlicher zu machen, "schneiden" sie diesen waagrecht oder senkrecht; durch einen waagrechten Schnitt ("Grundriss") stellen sie z.B. alle Wände und wichtige Einzelheiten wie Türen und Fenster dar. Durch senkrechte Schnitte ("Aufriss") erfassen sie vor allem wichtige Konstruktionsteile wie Dach oder Treppe. Weiters zeichnen sie auch Ansichtsdarstellungen, die im Gegensatz zu Grundriss- und Aufrissdarstellungen nicht den inneren Aufbau eines Bauwerkes zeigen, sondern seinen fertigen Zustand. Um ein Gebäude besser zu veranschaulichen, stellen sie es vielfach auch durch Schrägbilder aus verschiedenen Blickpunkten räumlich dar.

Ein wichtiger Bestandteil bautechnischer Zeichnungen sind die Angaben zur sogenannten Haus- und Installationstechnik. Darunter sind alle Anlagen und Leitungen zur Versorgung eines Gebäudes mit elektrischem Strom, Wasser, Wärme, Frischluft usw. sowie zur Entsorgung von Abwasser zu verstehen. Weiters müssen die Zeichnungen auch mit den erforderlichen Maßangaben und schriftlichen Hinweisen (Maßlinien, Maßhilfslinien, Maßzahlen, Beschriftungen, Symbole) versehen werden ("Bemaßen").

Die fertigen Zeichnungen werden gemeinsam mit allen sonstigen Dokumenten, die für ein Bauprojekt von Bedeutung sind (z.B. Material- und Stücklisten, Dokumentationen, Kostenberechnungen) elektronisch gespeichert und archiviert.

Bautechnische ZeichnerInnen benötigen für ihre Arbeit neben den Kenntnissen und Fertigen zur Herstellung von bautechnischen Plänen und Zeichnungen auch gute Kenntnisse in folgenden Bereichen:

  • Bautechnische Vorschriften, Normen und Qualitätsstandards;
  • facheinschlägige Berechnungen mit Formeln, Tabellen und Rechengeräten (Maßumwandlungen, Prozentrechnungen, Massen und Volumen, Flächen, Winkelfunktionen, Festigkeit);
  • Ermittlung von Mengen, Massen und Eigenlasten der Baustoffe und Bauteile;
  • am Bau verwendete Werk- und Hilfsstoffe und ihre Eigenschaften und Verwendungsmöglichkeiten;
  • Arbeitsabläufe und Zusammenhänge bei Bauprojekten;
  • betriebliche Leistungsbeschreibung und Kostenberechnung;
  • baubezogene Umweltschutzbestimmungen;
  • Schutzmaßnahmen zur Vermeidung von Personen- und Sachschäden.

Bautechnische ZeichnerInnen erstellen die zeichnerischen Unterlagen für Bauprojekte (Wohn- und Bürohäuser, Betriebsgebäude, Straßen, Brücken, Tunnel usw.). Sie fertigen vor allem Bauzeichnungen und Ausführungszeichnungen an, aber auch Lagepläne und verschiedene Ansichten von Gebäuden und Grundstücken (Grundrisse, Schnitte), Entwurfszeichnungen von Bauwerken, Polierpläne, Einreichpläne zur Vorlage bei Bauämtern sowie Detailzeichnungen und Konstruktionspläne (z.B. Schalungs- und Bewährungszeichnungen). Die Entwurfsskizzen und die erforderlichen Maße und sonstigen Angaben zu Funktion, Form, Lage und Größe eines Bauobjektes werden in der Regel von ArchitektInnen oder BauingenieurInnen bereitgestellt. Teilweise müssen aber auch die Bautechnischen ZeichnerInnen selbst auf der Baustelle Messungen an Bauteilen und an Bauobjekten und deren Umgebung durchführen und auswerten. Die Erstellung der bautechnischen Zeichnungen erfolgt größtenteils elektronisch am Computer, wobei eigene Zeichenprogramme bzw. CAD-Programme (CAD = Computer Aided Design) für den bautechnischen Bereich verwendet werden. Händische Zeichenarbeiten auf dem Reißbrett (mit Bleistift und Linealen) kommen nur mehr selten vor.

Bautechnische ZeichnerInnen fertigen die Baupläne meist in verschiedenen Darstellungsarten an. Um die Einzelteile bzw. den Aufbau eines Baukörpers deutlicher zu machen, "schneiden" sie diesen waagrecht oder senkrecht; durch einen waagrechten Schnitt ("Grundriss") stellen sie z.B. alle Wände und wichtige Einzelheiten wie Türen und Fenster dar. Durch senkrechte Schnitte ("Aufriss") erfassen sie vor allem wichtige Konstruktionsteile wie Dach oder Treppe. Weiters zeichnen sie auch Ansichtsdarstellungen, die im Gegensatz zu Grundriss- und Aufrissdarstellungen nicht den inneren Aufbau eines Bauwerkes zeigen, sondern seinen fertigen Zustand. Um ein Gebäude besser zu veranschaulichen, stellen sie es vielfach auch durch Schrägbilder aus verschiedenen Blickpunkten räumlich dar.

Ein wichtiger Bestandt ...

  • Handgeschicklichkeit: maßgenaues Zeichnen
  • Fingerfertigkeit: Bedienen der Computertastatur elektronischer Zeichengeräte
  • Auge-Hand-Koordination: Zeichnen von Plänen
  • Sehvermögen: maßgenaues Zeichnen, Bildschirmarbeit
  • räumliche Vorstellungsfähigkeit: Zeichnen von dreidimensionalen Baudarstellungen
  • technisches Verständnis: Zeichnen von Plänen aufgrund bautechnischer Angaben
  • Fähigkeit zur Zusammenarbeit: mit Architekten, Bauleitern usw.
  • logisch-analytisches Denken: Umsetzen von bautechnischen Erfordernissen und Angaben in Konstruktionszeichnungen, Aufbereiten der Maße und Daten für das computerunterstützte Zeichnen
  • Merkfähigkeit: Merken von Baunormen und -maßen
  • generelle Lernfähigkeit: Erwerben von Kenntnissen über neue bautechnische Entwicklungen und neue Zeichentechniken, z.B. Computeranwendung

Bautechnische ZeichnerInnen arbeiten im Planungsbereich von Unternehmen des Baugewerbes und der Bauindustrie, in Baumeisterbetrieben, bei ArchitektInnen und in Ziviltechnikerbüros (Fachgebiete Bauplanung und Baumanagement, Bauwesen ua.). Auch in öffentlichen Bauämtern gibt es Beschäftigungsmöglichkeiten.

Auf dem Arbeitsmarkt stehen die Bautechnischen ZeichnerInnen mit Lehrabschluss in starker Konkurrenz zu den BautechnikerInnen mit Fachschul- oder HTL-Ausbildung, die häufig den LehrabsolventInnen vorgezogen werden. Die Berufsaussichten der Bautechnischen ZeichnerInnen hängen daher stark vom Erwerb zusätzlicher Qualifikationen und von ständiger Weiterbildung ab.

Frauen haben in diesem Beruf zwar grundsätzlich gleiche Chancen und Möglichkeiten wie Männer; der Anteil der Männer überwiegt jedoch noch stark. Derzeit wird der Beruf von mehr als doppelt so vielen Burschen wie Mädchen erlernt.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "BautechnischeR ZeichnerIn", dem der Beruf "Bautechnisch(er/e) ZeichnerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:
In folgenden Bundesländern befinden sich Berufsschulen für den Lehrberuf:
Quelle: Berufsschulverzeichnis des BMB (Bundesministerium für Bildung)

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

Bautechnisch(er/e) ZeichnerIn
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Baugewerbe und Bauindustrie (Angestellte) 01.05.2017
Architekten, Ingenieurkonsulenten, Ziviltechniker (Angestellte) 01.01.2018
Gemeinde WIEN (gemäß Dienstvorschrift für Lehrlinge); die angeführten Werte enthalten die monatliche Pauschalabgeltung für Nebengebühren (Gemeindebedienstete) 01.11.2017
INNSBRUCK: Innsbrucker Kommunalbetriebe Aktiengesellschaft (IKB-AG) (Angestellte+Arbeiter) 01.01.2017
Bautechnisch(er/e) ZeichnerIn (inkl. Doppellehren)
Anz./Jahr 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
männlich 244 264 273 252 243 238 234 210 210 209
weiblich 98 103 110 109 111 120 109 112 99 97
gesamt 342 367 383 361 354 358 343 322 309 306
Frauenanteil 28,7% 28,1% 28,7% 30,2% 31,4% 33,5% 31,8% 34,8% 32,0% 31,7%
Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich
Bautechnisch(er/e) ZeichnerIn
Verwandte Lehrberufe LAP-Ersatz *
Geoinformationstechniker/in nein
Konstrukteur/in - Werkzeugbautechnik nein
Technische/r Zeichner/in nein
Vermessungstechniker/in nein
* LAP-Ersatz = Lehrabschlussprüfungs-Ersatz

Folgende berufsbildende Schulen bieten teilweise eine ähnliche Ausbildung wie der Lehrberuf:

Normalformen (für 14-Jährige):

Sonderformen (für Erwachsene), die auch als Weiterbildung für LehrabsolventInnen geeignet sind:

Bautechnische ZeichnerInnen müssen sich auf dem Gebiet der Bautechnik und des CAD regelmäßig weiterbilden. Möglichkeiten dazu bieten Weiterbildungskurse des Berufsförderungsinstitutes (bfi) und des Wirtschaftsförderungsinstitutes (WIFI). Die Lehrwerkstätten "Jugend am Werk" in Wien bieten ebenfalls Weiterbildungskurse im Bereich des CAD.

Weiterführende Bildungsmöglichkeiten zur Erreichung höherer Bildungsabschlüsse bzw. zur Höherqualifizierung für AbsolventInnen dieses Lehrberufs sind vor allem die Werkmeisterschule für Berufstätige mit den Fachrichtungen "Bauwesen" und "Holztechnik" (2 Jahre, Abendunterricht) und die folgenden zur Reife- und Diplomprüfung führenden Schulen: Aufbaulehrgang für Bautechnik, Farbe und Gestaltung (2 Jahre); Höhere Lehranstalt für Berufstätige für Bautechnik, Ausbildungsschwerpunkte "Hochbau" oder "Bauwirtschaft" (4 Jahre).

Bautechnische ZeichnerInnen können in größeren Betrieben zu KonstrukteurInnen, SachbearbeiterInnen, ProjektleiterInnen oder AbteilungsleiterInnen aufsteigen.

Die Möglichkeit einer selbständigen Berufsausübung besteht für Bautechnische ZeichnerInnen im Rahmen eines Zeichenbüros, das als "freies Gewerbe", also ohne Befähigungsnachweis, betrieben werden kann. Zeichenbüros dürfen nur technische Zeichenarbeiten, aber keine Planungsarbeiten durchführen; diese sind dem gebundenen Gewerbe "Ingenieurbüros (Beratende Ingenieure)" vorbehalten, wobei die Zulassung zur Befähigungsprüfung für dieses Gewerbe mindestens an den Abschluss einer höheren technischen Lehranstalt und eine mehrjährige Berufspraxis gebunden ist.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Frauen mit Zukunft - Berufliche Einstiege, Umstiege und Aufstiege mit Unterstützung des AMS (Broschüre)
Reihe: Einzelbroschüre
Seite 52
Bau (Folder)
Reihe: Jobchancen Lehre
Fundstelle: Bauausführung
Lehrberufe in Österreich - Ausbildungen mit Zukunft (Broschüre)
Reihe: Publikation des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) und der Wirtschaftskammer (WKÖ)
Fundstelle: Bau und Gebäudeservice, Seite 30
Schule oder Lehre? 2 Wege zum Wunschberuf (Broschüre)
Reihe: Berufswahl
Fundstelle: Bau, Holz, Gebäudetechnik, Seite 16
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