Das Berufslexikon informiert über Aufgaben und Tätigkeiten in den Berufen, über Berufsanforderungen, Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Beschäftigungsmöglichkeiten, Berufsaussichten, Anfangseinkommen und vieles mehr.
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MusikinstrumentenerzeugerInnen entwerfen und bauen Musikinstrumente aus unterschiedlichen Materialien, z.B. aus Holz, Metall oder Blech. Sie fertigen zunächst Skizzen und Konstruktionszeichnungen an und verarbeiten anschließend die benötigten Werkstoffe, z.B. Hölzer für Streich-, Zupf- und Tasteninstrumente. Die Formgebung der einzelnen Instrumententeile erfolgt dabei unter anderem durch Drechseln, Bohren, Schleifen und Fräsen sowie durch Schmieden, Biegen, Drehen und Löten bei Metallwerkstücken.
Beim Bau der Instrumente müssen MusikinstrumentenerzeugerInnen stets die Klangqualität und Stimmung der einzelnen Töne überprüfen. Gegebenenfalls passen sie die Musikinstrumente, wie z.B. Kirchenorgeln, vor Ort an räumliche und akustische Bedingungen an. Auf Wunsch ihrer KundInnen nehmen sie die Feinabstimmung eines Instruments vor. Weiters führen sie auch Wartungs- und Reparaturarbeiten durch. Zudem wirken sie beim Restaurieren alter und historischer Instrumente mit oder stellen Nachbauten her.
Zu ihrem Aufgabenbereich gehören auch die Beratung ihrer KundInnen sowie der Verkauf von Instrumenten und passendem Zubehör. MusikinstrumentenerzeugerInnen sind in der Regel auf bestimmte Instrumente spezialisiert, z.B. Blasinstrumente, Streich- oder Zupfinstrumente, Schlag- und Rhythmusinstrumente oder Tasteninstrumente.
Typische Tätigkeiten sind z.B.:
Beschäftigungsmöglichkeiten bieten z.B. folgende Unternehmen und Branchen:
Die Kunsthandwerksbranche hat mit einer zunehmenden Konkurrenz durch günstig produzierte Produkten aus dem Ausland zu kämpfen. Zudem wirken sich auch die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise auf viele Bereiche dieser Branche aus, da durch die hohe Arbeitslosigkeit von einer sinkenden Kaufkraft ausgegangen wird.
Im Bereich Instrumentenbau wurde vor der Corona-Krise besonders in Nischenbereichen, wie z.B. in der Herstellung von Instrumenten für Alte Musik, gute Arbeitsmarktchancen prognostiziert, jedoch werden sich die Folgen der Krise voraussichtlich noch länger negativ auf diese Branche auswirken. Die Berufsaussichten für MusikinstrumentenerzeugerInnen sind somit stark eingeschränkt. Zusätzliche Kompetenzen in den Bereichen Kundenbetreuung und Verkauf erhöhen die Chancen auf dem Arbeitsmarkt.
Stellenangebote in "alle jobs" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):
Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular in "alle jobs". Im Formular können Sie dann noch weitere Filter setzen.
Eine gute Basis für diesen Beruf bildet die 4-jährige Ausbildung an der Fachschule für Kunsthandwerk und Design mit dem Schwerpunkt Streich- und Saiteninstrumentenerzeugung in Hallstatt. Die Ausbildung vermittelt neben der Erstellung von Konstruktionsplänen, Fachzeichnen und traditionellen Fertigungstechniken auch musiktheoretisches Wissen, wie z.B. musikalische Akustik, Harmonielehre und Instrumentenkunde. Im Rahmen von schuleigenen Werkstätten wird das Wissen praktisch angewandt. Die Ausbildung wird durch eine umfassende Projektarbeit abgeschlossen.
Ebenso bietet eine Lehre im Bereich Instrumentenerzeugung eine Zugangsmöglichkeit, siehe z.B. die Berufe BlechblasinstrumentenerzeugerIn (Lehre) oder KlavierbauerIn (Lehre).
Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:| Fachschule für Instrumentenbau (öffnen) Berufsbildende mittlere Schule (BMS) |
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Höhere Technische Bundeslehranstalt Hallstatt (öffnen) 4830 Hallstatt, Lahnstraße 69 Tel.: +43 (0)6134 / 82 14 -0, https://www.htl-hallstatt.at/ |
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| Meisterschule für Instrumentenbau (öffnen) Berufsbildende mittlere Schule (BMS) |
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Höhere Technische Bundeslehranstalt Hallstatt (öffnen) 4830 Hallstatt, Lahnstraße 69 Tel.: +43 (0)6134 / 82 14 -0, https://www.htl-hallstatt.at/ |
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| Meisterprüfung für das Handwerk der BlechblasinstrumentenerzeugerInnen (öffnen) Meisterprüfung/Befähigungsprüfung |
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Meisterprüfungsstelle der Wirtschaftskammer Tirol (öffnen) 6020 Innsbruck, Egger-Lienz-Straße 118 Tel.: +43 (0)5 90 905 -7317, https://www.wko.at/tirol/personal/pruefungsservice-wktirol |
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Es besteht die Möglichkeit, eine Meisterprüfung abzulegen. Zudem können Weiterbildungen bei Erwachsenenbildungseinrichtungen wie BFI und WIFI sowie bei privaten Aus- und Weiterbildungsinstituten absolviert werden, z.B. für folgende Bereiche:
Seit Herbst 2023 können an Universitäten, Fachhochschulen, Pädagogische Hochschulen sowie Privatuniversitäten zusätzlich zum bisherigen Studienangebot auch berufsbegleitende Weiterbildungsstudien absolviert werden. Diese bieten auch Personen, die keine Hochschulreife (Matura, Berufsreife- oder Studienberechtigungsprüfung) besitzen, die Möglichkeit den akademischen Titel „Bachelor Professional (BPr)" oder „Master Professional (MPr)" zu erwerben.
Für die Zulassung zu einem Bachelor Professional-Studium ist ein einschlägiger beruflicher Ausbildungsabschluss (z.B. Lehre, BMS-Abschluss) oder eine mehrjährige Berufserfahrung im Studienbereich erforderlich.
Personen, die einen Master Professional abgeschlossen haben, können in der Folge dann auch ein Doktoratsstudium absolvieren.
Mehr Infos zu Weiterbildungen in der Weiterbildungsdatenbank
Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten bestehen bei entsprechender Qualifikation z.B. als Instrumenten- bzw. OrchesterwartIn an Opernhäusern, Theatern oder Musikuniversitäten.
Eine selbstständige Berufsausübung ist z.B. im Rahmen der reglementierten Gewerbe "Handwerk der OrgelbauerIn; HarmonikamacherIn; KlaviermacherIn; Streich- und SaiteninstrumenteerzeugerIn; HolzblasinstrumenteerzeugerIn; BlechblasinstrumenteerzeugerIn" möglich. Für reglementierte Gewerbe muss bei der Gewerbeanmeldung der jeweils vorgeschriebene Befähigungsnachweis z.B. in Form einer Befähigungsprüfung, eines bestimmten Schul- oder Studienabschlusses oder einer fachlichen Tätigkeit, erbracht werden.
Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Wirtschaftskammer Österreich sowie in der Liste der reglementierten Gewerbe.