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Das Berufslexikon informiert über Aufgaben und Tätigkeiten in den Berufen, über Berufsanforderungen, Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Beschäftigungsmöglichkeiten, Berufsaussichten, Anfangseinkommen und vieles mehr.

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* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Revenue-ManagerInnen befassen sich in Hotels oder anderen Unternehmen der Tourismus- und Freizeitbranche mit der Entwicklung und Optimierung von Umsätzen. "Revenue Management" bedeutet übersetzt "Ertragsmanagement". Im Mittelpunkt steht dabei die Maximierung der Umsätze durch die gezielte Gestaltung und Steuerung von Preisen und Angeboten. Dazu entwickeln Revenue-ManagerInnen Strategien und Konzepte, um über das gesamte Jahr hinweg eine optimale Buchungsauslastung zu erreichen. Ein wichtiger Teil ihrer Arbeit ist die Analyse von Beleg- und Buchungszahlen sowie von Branchentrends und Marktentwicklungen. 

Neben der Prüfung der Auslastung erstellen Revenue-ManagerInnen Berichte und Prognosen für die Nachfrage, um Kapazitäten abschätzen und effizient planen zu können. Auf Basis der gesammelten und analysierten Daten legen sie Preise fest, die sie kontinuierlich anpassen – etwa je nach Saison. Das sogenannte "Dynamic Pricing" spielt hier eine besonders wichtige Rolle. Dabei werden durch den Einsatz spezieller digitaler Tools Preise und Hotelraten mithilfe von Algorithmen tagesaktuell angepasst. In die dynamische Preisgestaltung fließen beispielsweise Faktoren wie konkrete Nachfrage, Veranstaltungen und sogar Wetterprognosen ein. Ziel ist es, damit sowohl in der Haupt- als auch in der Nebensaison Umsätze und Erträge durch eine angemessene und wettbewerbsfähige Preisgestaltung zu optimieren. 

Revenue-ManagerInnen arbeiten eng mit anderen Abteilungen wie Reservierung, Marketing, Vertrieb und Controlling zusammen, um etwa geeignete Vertriebswege wie Websites oder Buchungsplattformen festzulegen, Verkaufsaktionen zu planen und den Erfolg der gesetzten Maßnahmen zu überprüfen. Ein weiterer zentraler Aufgabenbereich ist die kontinuierliche Pflege von Daten mithilfe verschiedener Software. Diese Daten sind die Grundlage für eine erfolgreiche langfristige Preisstrategie.

Typische Tätigkeiten sind z.B.:

  • Preise festlegen 
  • Buchungskapazitäten steuern
  • Beleg- und Buchungszahlen analysieren
  • Daten erfassen und auswerten
  • Marktanalysen erstellen und Branchentrends beobachten
  • Prognosen und Berichte erstellen
  • Software zur dynamischen Preisgestaltung verwenden
  • Vertriebswege festlegen
  • Verkaufsaktionen planen
Siehe auch:
  • EDV-Anwendungskenntnisse
  • Englischkenntnisse
  • Interesse für Tourismus
  • Interesse für wirtschaftliche Themen
  • Logisch-analytisches Denken
  • Problemlösungsfähigkeit
  • Selbstständiges Arbeiten
  • Sinn für genaues Arbeiten
  • Sinn für Zahlen
  • Unternehmerisches Denken

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten z.B. folgende Unternehmen und Institutionen:

  • Große Hotels und Hotelketten
  • Reisebuchungsplattformen
  • Reiseveranstalter
  • Flugliniengesellschaften
  • Autovermietungen
  • Bahn- und Busunternehmen
  • Freizeitunternehmen

Die österreichische Hotellerie blickt auf eine lange Tradition zurück und ist gleichzeitig stark von der fortschreitenden Digitalisierung geprägt. Unterkünfte werden heute vorwiegend online gebucht, wobei die Nachfrage insbesondere in der gehobenen 4- und 5-Stern-Kategorie sowie bei Ferienwohnungen stetig zunimmt. Gleichzeitig sind Hotelbetriebe mit Herausforderungen wie steigenden Kosten und akutem Personalmangel konfrontiert. Ausbildungen im Bereich der Hotellerie in Österreich genießen weltweit einen ausgezeichneten Ruf, weshalb sich für engagierte Fachkräfte attraktive Karrierechancen ergeben können.

Revenue-ManagerInnen tragen wesentlich zum wirtschaftlichen Erfolg von Hotelbetrieben bei. Neben betriebswirtschaftlichem Know-how sind auf dem Arbeitsmarkt Kenntnisse im Bereich Datenanalyse sowie ein sicherer Umgang mit Revenue- und Buchungssystemen besonders stark nachgefragt.

Unter dem folgenden Link gelangen Sie zum AMS-JobBarometer. Dort finden Sie weiterführende Informationen zu den Arbeitsmarktaussichten für das Berufsbündel "HoteldirektorIn", dem der Beruf "Revenue-ManagerIn" zugeordnet ist, wie z.B. Informationen zu Trends, Anzahl der Inserate oder häufig nachgefragten Kompetenzen:

JobBarometer

Stellenangebote in "alle jobs" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular in "alle jobs". Im Formular können Sie dann noch weitere Filter setzen.

offene Job-Angebote

Eine gute Basis für diesen Beruf bilden Bachelor- und Masterstudiengänge an Universitäten oder Fachhochschulen in den Bereichen Tourismusmanagement und Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt auf Tourismus oder Hotelmanagement. Ebenso besteht die Möglichkeit, ein Doktoratsstudium zu absolvieren.

Bachelorstudien im Bereich Tourismusmanagement umfassen meist Ausbildungsinhalte wie Marketing, Kommunikation, Nachhaltigkeit, Betriebswirtschaft, Personalmanagement, Projektmanagement, Digitalisierung und Destinationsmanagement. Im Rahmen von aufbauenden Masterstudien werden die Kompetenzen im jeweiligen Fachgebiet nochmals vertieft, spezialisiert und erweitert. 

Voraussetzung für ein Bachelorstudium ist die Hochschulreife, die entweder durch eine erfolgreich abgeschlossene Matura, eine Studienberechtigungsprüfung oder eine Berufsreifeprüfung erlangt werden kann. An Fachhochschulen ist es teilweise auch Personen ohne Hochschulreife möglich, ein Studium zu beginnen, sofern sie über eine einschlägige berufliche Qualifikation verfügen und Zusatzprüfungen in bestimmten Fächern ablegen.

Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen insbesondere an Universitäten und Fachhochschulen, z.B. in Form von Lehrgängen sowie Seminaren in Bereichen wie Künstliche Intelligenz, Leadership im Tourismus, Marketing oder Business Informatics.

Die Österreichische Hotelvereinigung bietet verschiedene Weiterbildungen in Form von Seminaren oder Lehrgängen im Bereich Hotel- und Gastgewerbe an, z.B. Lehrgänge zu Preisgestaltung und Vertrieb sowie Online-Marketing.

Weiterbildungen können auch bei Erwachsenenbildungseinrichtungen wie BFI oder WIFI sowie bei privaten Aus- und Weiterbildungsinstituten absolviert werden, z.B. in den Bereichen Social Media Marketing und Fremdsprachen.

Revenue-ManagerInnen können in leitende Positionen wie z.B. Senior Revenue-ManagerIn oder in die Hotelleitung aufsteigen. Weiters bestehen Entwicklungsmöglichkeiten in den Bereichen Vertrieb, Marketing, Controlling oder E-Commerce.

Eine selbstständige Berufsausübung ist z.B. im Rahmen des reglementierten Gewerbes "Unternehmensberatung einschließlich der Unternehmensorganisation" möglich. Für reglementierte Gewerbe muss bei der Gewerbeanmeldung der jeweils vorgeschriebene Befähigungsnachweis, z.B. in Form einer Befähigungsprüfung, eines bestimmten Schul- oder Studienabschlusses oder einer fachlichen Tätigkeit, erbracht werden. 

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Wirtschaftskammer Österreich sowie in der Liste der reglementierten Gewerbe.

* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

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