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KartonagewarenerzeugerIn

Berufsbereiche: Grafik, Druck, Papier und Fotografie
Ausbildungsform: Lehre
Infos zur Lehrlingsentschädigung
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

KartonagewarenerzeugerInnen stellen Verpackungen und Schachteln aus Pappe und Karton her. Sie sind dabei vor allem mit der Einstellung, Bedienung und Wartung von Maschinen und Anlagen zur Packmittelherstellung befasst. Probemuster sowie bestimmte Kartonagen fertigen sie jedoch auch in Handarbeit an. KartonagewarenerzeugerInnen stellen Fein- und Luxuskartonagen (Geschenkverpackungen, Schachteln für Schmuck, Parfümeriewaren usw.), Rohkartonagen (Versandverpackungen aus Voll- oder Wellpappe), Faltschachteln, flexible Packmittel wie Säcke und Beutel sowie Klarsichtverpackungen (z.B. Skin- und Blisterunterlagen, Klarsichtdeckel für Schachteln) her. Zunächst fertigen die KartonagewarenerzeugerInnen Skizzen und Werkzeichnungen an, wobei die Merkmale des Packgutes (z.B. Zerbrechlichkeit), Lager- und Transportmöglichkeiten der Verpackung usw. berücksichtigt werden. Anschließend stellen sie ein Probemuster - meist in Handarbeit - her. Nach diesen Vorarbeiten, die hauptsächlich bei der Erstellung neuer Verpackungsmodelle erforderlich sind, berechnen sie den Zuschnitt (Nutzen) für ein Einzelstück und kalkulieren den für die Produktion einer Serie erforderlichen Gesamtnutzen, wobei die Anzahl der Zuschnitte pro Kartonbogen bei möglichst geringem Verschnitt festgelegt und der Materialbedarf ermittelt wird. Sie wählen den geeigneten Werkstoff (z.B. Karton verschiedener Stärke, Holz-Wellpappe) aus und schneiden die großen Kartonbögen mit der Schnellschneidemaschine auf ein kleineres Format zu. Die so zugeschnittenen Kartonteile legen sie in eine andere Schneidemaschine - meist in die Radelschere - oder auch in eine Stanzmaschine, wo der eigentliche Zuschnitt erfolgt. Eine wichtige Tätigkeit ist dabei das Einstellen der Zuschneidemaschine: Die Radelmaschine, bei der Messer und "Roller" auf einer Welle fixiert sind, richten sie mit Hilfe von Maßstab und Kreuzschlüsseln auf die gewünschten Schnittmaße ein. Heute werden auch bereits computergesteuerte Schneidemaschinen eingesetzt, bei denen die Einstellung nach Eingabe der entsprechenden Daten automatisch erfolgt. Auf der Radelschere werden während des Schneidevorganges auch die Biegekanten eingeritzt bzw. gerillt, die für die Formung und Aufrichtung der Schachtel erforderlich sind. Die weitere Bearbeitung der zugeschnittenen Kartonstücke wie etwa Kleben, Heften, Etikettieren, Prägen oder Überziehen erfolgt meist durch angelernte Arbeitskräfte. Die KartonagewarenerzeugerInnen stellen Fein- und Luxuskartonagen teilweise noch in Handarbeit her. Einfache standardisierte Schachteltypen erzeugen sie hingegen mit halb- oder vollautomatischen Maschinen. Die wichtigsten Aufgaben der KartonagewarenerzeugerInnen sind dabei das Einstellen und Beschicken der Maschinen, das Überwachen des Produktionsablaufes und das Beheben von Maschinenstörungen.
KartonagewarenerzeugerInnen stellen Verpackungen und Schachteln aus Pappe und Karton her. Sie sind dabei vor allem mit der Einstellung, Bedienung und Wartung von Maschinen und Anlagen zur Packmittelherstellung befasst. Probemuster sowie bestimmte Kartonagen fertigen sie jedoch auch in Handarbeit an. KartonagewarenerzeugerInnen stellen Fein- und Luxuskartonagen (Geschenkverpackungen, Schachteln für Schmuck, Parfümeriewaren usw.), Rohkartonagen (Versandverpackungen aus Voll- oder Wellpappe), Faltschachteln, flexible Packmittel wie Säcke und Beutel sowie Klarsichtverpackungen (z.B. Skin- und Blisterunterlagen, Klarsichtdeckel für Schachteln) her. Zunächst fertigen die KartonagewarenerzeugerInnen Skizzen und Werkzeichnungen an, wobei die Merkmale des Packgutes (z.B. Zerbrechlichkeit), Lager- und Transportmöglichkeiten der Verpackung usw. berücksichtigt werden. Anschließend stellen sie ein Probemuster - meist in Handarbeit - her. Nach diesen Vorarbeiten, die hauptsächlich bei der Erstellung neuer Verpackungsmodelle erforderlich sind, berechnen sie den Zuschnitt (Nutzen) für ein Einzelstück und kalkulieren den für die Produktion einer Serie erforderlichen Gesamtnutzen, wobei die Anzahl der Zuschnitte pro Kartonbogen bei möglichst geringem Verschnitt festgelegt und der Materialbedarf ermittelt wird. Sie wählen den geeigneten Werkstoff (z.B. Karton verschiedener Stärke, Holz-Wellpappe) aus und schneiden die großen Kartonbögen mit der Schnellschneidemaschine auf ein kleineres Format zu. Die so zugeschnittenen Kartonteile legen sie in eine andere Schneidemaschine - meist in die Radelschere - oder auch in eine Stanzmaschine, wo der eigentliche Zuschnitt erfolgt. Eine wichtige Tätigkeit ist dabei das Einstellen der Zuschneidemaschine: Die Radelmaschine, bei der Messer und "Roller" auf einer Welle fixiert sind, richten sie mit Hilfe von Maßstab und Kreuzschlüsseln auf die gewünschten Schnittmaße ein. Heute werden auch bereits computergesteuerte Schneidem ...
  • Handgeschicklichkeit: Einstellen der Maschinen, Erzeugen von Feinkartonagen in Handarbeit
  • Fingerfertigkeit: Bedienen der Tastatur bei computergesteuerten Maschinen
  • Auge-Hand-Koordination: Einstell- und Kontrollarbeiten
  • Sehvermögen: Prüfen der Maschineneinstellung, Anfertigen von Werkzeichnungen
  • räumliche Vorstellungsfähigkeit: Arbeiten nach Werkzeichnungen, Anfertigen von Mustern
  • mathematisch-rechnerische Fähigkeit: Berechnen des Zuschnittes
  • technisches Verständnis: Einstellen und Bedienen der Maschinen, kleinere Reparaturarbeiten

Betriebe/Lehrbetriebe: KartonagewarenerzeugerInnen arbeiten vor allem in Klein- und Mittelbetrieben des Kartonagewarengewerbes. Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen auch in der Verpackungsmittelindustrie.

Lehrstellensituation: Mit insgesamt weniger als 10 Lehrlingen pro Jahr ist der Beruf KartonagewarenerzeugerIn sehr klein. Nach dem Tiefstand mit nur einem Lehrling im Jahr 2011 stieg die Zahl der Lehrlinge in den Folgejahren aber wieder an. In Österreich gibt es insgesamt nur sehr wenige Lehrbetriebe, die KartonagewarenerzeugerInnen ausbilden.

Unterschiede nach Geschlecht: Der Beruf wird sowohl von Frauen als auch von Männern erlernt. Bei den Arbeits- und Fachkräften, z.B. im Bereich Herstellung von Papier, Karton und Pappe sowie Wellpappe, sind aber Männer wesentlich stärker vertreten als Frauen.

Berufsaussichten: Im Vergleich zum Kartonagewarengewerbe bietet die Verpackungsmittelindustrie mehr Arbeitsplätze. In diesem Bereich werden aber oft speziell ausgebildete VerpackungsmitteltechnikerInnen gegenüber KartonagewarenerzeugerInnen bevorzugt eingestellt.

Beschäftigungsaussichten: Die Beschäftigungsaussichten sind sowohl im Kartonagewarengewerbe als auch in der Verpackungsmittelindustrie relativ stabil.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "VerpackungstechnikerIn", dem der Beruf "KartonagewarenerzeugerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

KartonagewarenerzeugerIn
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Papier und Pappe verarbeitendes Gewerbe (Arbeiter) 01.04.2018
Produkte aus Papier und Karton Industrie (PROPAK) (Arbeiter) 01.03.2018
KartonagewarenerzeugerIn (inkl. Doppellehren)
Anz./Jahr 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
männlich 3 4 2 1 1 1 3 4 5 4
weiblich 5 3 3 0 1 1 1 2 1 3
gesamt 8 7 5 1 2 2 4 6 6 7
Frauenanteil 62,5% 42,9% 60,0% 0,0% 50,0% 50,0% 25,0% 33,3% 16,7% 42,9%
Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich
KartonagewarenerzeugerIn
Verwandte Lehrberufe LAP-Ersatz *
BuchbinderIn nein
VerpackungstechnikerIn nein
* LAP-Ersatz = Lehrabschlussprüfungs-Ersatz
Kein Eintrag
Weiterbildungsmöglichkeiten für KartonagewarenerzeugerInnen werden vom Schulverein des Fachverbandes der Papier und Pappe verarbeitenden Industrie (PPV, 1041 Wien) angeboten. Der Schulverein veranstaltet auch als zweite Bildungsstufe nach der Lehre einen Lehrgang "Verpackungstechniker" (acht einwöchige Kurse innerhalb von 2 Jahren). Weiters bieten das Berufsförderungsinstitut (bfi) und das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) Kurse für grafische Berufe an (z.B. Desktop-Publishing-Programme, CAD), die für eine umfassende Berufsausbildung und einen beruflichen Aufstieg von Bedeutung sind.

Aufstiegsmöglichkeiten:

KartonagewarenerzeugerInnen können zu VorarbeiterInnen, WerkmeisterInnen, AbteilungsleiterInnen und BetriebsleiterInnen aufsteigen. Die Möglichkeit eines beruflichen Aufstiegs ist vorwiegend in größeren Betrieben gegeben.

Selbstständige Berufsausübung:

Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung (als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschäftsführerIn) besteht für KartonagewarenerzeugerInnen im reglementierten Gewerbe "BuchbinderIn, Etui- und Kassettenerzeugung, Kartonagewarenerzeugung" (verbundenes Handwerk, Befähigungsnachweis erforderlich).

Weiters können KartonagewarenerzeugerInnen das freie Gewerbe "Erzeugung von Papierwaren" ausüben.

Ein freies Gewerbe erfordert keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Lehrberufe in Österreich - Ausbildungen mit Zukunft (Broschüre)
Reihe: Publikation des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) und der Wirtschaftskammer (WKÖ)
Fundstelle: Papiererzeugung, Papierverarbeitung, Druck, Seite 129
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