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WasserbautechnikerIn

Berufsbereiche: Bau, Baunebengewerbe und Holz
Ausbildungsform: Schule
Einstiegsgehalt lt. KV: € 1.820,- bis € 2.570,- * Arbeitsmarkttrend: gleichbleibend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

Während sich die Hydrotechnik mit der Erhebung und Analyse von Messdaten befasst, beschäftigt sich der Wasserbau vorwiegend mit der Konstruktion von Bauwerken.

Tätigkeitsmerkmale

WasserbautechnikerInnen sind TiefbautechnikerInnen, die insbesondere mit Bauvorhaben in das Oberflächen-, Grundwasser und Meeresküsten befasst sind.

Dazu gehören Flussbauten, Talsperren, Schutzbauten, Wasserkraftanlagen, Kanäle, Staudämme, Wildbäche, Deiche, Kaianlagen (Uferdämme), Schiffshebewerke sowie Projekte, die auf Wasserver- und -entsorgung, Abwasserreinigung, Be- und Entwässerung oder Verkehrswegebau spezialisiert sind.

WasserbautechnikerInnen planen Projekte im Bereich Wasserbau, Flussbau, Hochwasserschutz etc. und sorgen für die technische Abwicklung. Ihr Aufgabenbereich umfasst auch die Berechnung von Entwässerungsnetzen. Dazu verfügen sie über Kenntnisse in der Stadthydrologie. Ebenso pflegen sie den Umgang mit Software zur hydraulischen/hydrologischen Berechnung (z.B. HYSTEM/EXTRAN). Zur graphischen Bearbeitung nutzen sie CAD-Programme (z.B. AutoCAD).

WasserbautechnikerInnen erstellen zudem liegenschaftsbezogene Abwasserkonzepte für Betriebswässer (Kühlwasser, Löschwasser u.a). Sie erstellen auch Kostenkalkulation und sind in der Kontrolle der Bauarbeiten tätig.

Siehe auch die Berufe TiefbautechnikerIn, VermessungstechnikerIn, SpezialtiefbautechnikerIn, HydrotechnikerIn.

 

Naturwissenschaftlich-mathematisches Verständnis, Freude an Physik (Thermodynamik, Fluiddynamik), hohes Verantwortungsbewusstsein, räumliches Vorstellungsvermögen, Ausdauer und Belastbarkeit (Arbeiten tlw. unter Tag, Problemlösungsfähigkeit, Entscheidungsfreudigkeit, Kreativität, Kontaktfähigkeit, Bereitschaft zur Mobilität.

Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen bei Baufirmen, in der Bauindustrie, in Planungs- und Zivilingenieurbüros, bei Gebäude-, Stadt- und Landesverwaltung im Bundesdienst, in Planungsbüros der Industrie und bei den Bauämtern der öffentlichen Bauträger. Möglichkeiten zu selbständiger Berufstätigkeit bestehen z.B. als KonsulentIn.

 

Die Bereiche Energieeffizienz, klimaaktives Bauen, Passivhaus, Bauökologie, Gebäudetechnik, Klimatechnik, Solartechnik und erneuerbare Energieformen bieten gute Grundlagen für eine Karriere.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "KulturtechnikerIn", dem der Beruf "WasserbautechnikerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Üblicherweise wird eine Ausbildung im Bereich Kulturtechnik und Wasserwirtschaft, Bauingenieurwesen, Umwelttechnik bzw. Ressourcenmanagement erwartet.

Darüber hinaus werden zunehmend duale Ausbildungen angeboten - Unternehmen übernehmen meist die Studienkosten ihrer dualen StudentInnen. Infos über Hochschulen, die duale Studiengänge anbieten, finden sich auf www.studieren.at.

Ausbildungsangebote in Form von Kursen bieten insbesondere die Bauakademien (Lehrbauhöfe: http://www.bauakademie.at) mit Bildungsangeboten in Bereichen wie Arbeitssicherheit, Bauleitung, Baurecht, Bauphysik, Projektmanagement und Sprengtechnik.

AbsolventInnen einer HTL kann die Standesbezeichnung Ingenieur/Ingenieurin verliehen werden (Nachweis über Ausbildung und Praxis erforderlich!).

Mit einem Beschluss im Nationalrat wird der Titel "Ingenieur" für HTL-AbsolventInnen nun dem Bachelor gleichgestellt. Infos bieten die Websites des Parlaments und der WKO.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Weiterbildungsangebote: Z.B. computergestütze Konstruktionsverfahren, Baurecht und Baunormen, Baubiologie und Bauphysik, Baukalkulation, Bauleitung, Bauvermessung, Sicherheits- und Gesundheitsschutz auf Baustellen. Holzbau sowie Metall- und Glasbau bieten ebenfalls attraktive Spezialisierungsmöglichkeiten.

Universitätslehrgänge: Z.B. Sanierungsmanagement, nachhaltige Entwicklung im Städtebau oder International Construction Law, Life Cycle Management-Bau, Building Science, Urban Strategies, Smart Cities, Nachhaltiges Bauen, Future Building Solutions.

FH: Z.B. Nachhaltiges Ressourcenmanagement (BSc), FH-Campus Wien.

Aufstiegsmöglichkeiten bestehen in Funktionen wie Projektleitung und Projektmanagement, Abteilungsleitungen, Bauleitung, Mitarbeiterführung und Baumanagement.

 

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