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InnenausbauerIn

Berufsbereiche: Bau, Baunebengewerbe und Holz
Ausbildungsform: Schule
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.220,- bis € 2.400,- * Arbeitsmarkttrend: gleichbleibend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

InnenausbauerInnen planen, organisieren und überwachen den Innenausbau von Massiv- und Fertigteilhäusern, Wohnungen, Büro- und Geschäftsräumen, Feucht- und Reinräumen im Rahmen von Neubau- und Umbauprojekten, Adaptierungen und Sanierungen nichttragender Wände und Elemente im inneren Gebäude- und Dachgeschossausbau.

InnenausbauerInnen holen Offerte ein, berücksichtigen die Wünsche der KundInnen und beraten diese vor der Umsetzung über die technischen Möglichkeiten. Bei der Planung von Aus- und Umbauten müssen sie zusätzlich rechtliche Aspekte berücksichtigen.

Neben dem Trockenausbau sind InnenausbauerInnen mit der Planung und Realisierung von Elektroinstallationen, Sanitärinstallationen, Glas-, Fliesen-, Tischler- und Malerarbeiten befasst. Der Trockenausbau umfasst: Wand- und Bodensysteme, Deckenverkleidungen, Zwischenwände zur Raumabtrennung, Unterkonstruktionen für Einbauten (Leuchten, Akustik, Lüftung), Dämmungen und Isolierungen.

InnenausbauerInnen ermitteln die Anforderungen und baulichen Gegebenheiten und fertigen Skizzen an. Sie fertigen die Entwurfs- und Detailplanung für das jeweilige Projekt sowie die Konstruktionszeichnungen. Dann erstellen sie Werkpläne und Materiallisten und kalkulieren die Kosten.

Fachleute und ProjektplanerInnen im Innenausbau müssen verschiedene Materialien (Hölzer, Naturstoff- und Kunststoffplatten, Mineralfaser, Metalle, Textilien, Glas) und deren Eigenschaften kennen.

Spezialisierungsmöglichkeiten: Kreativer Innenausbau (Möbel, Wandverkleidungen), technischer Innenausbau (Bauphysik und Baubiologie, Statik, Haustechnik, Schall-, Wärme- und Brandschutz, Raumakustik, Bautischlerarbeiten, Stiegen und Raumtrennungen), Möbeldesign (Gestalten von Möbeln), Raumgestaltung (Raumfunktion und Raumorganisation, Materialkunde, Stilkunde, Licht und Farbe) u.a.

Sie auch die Berufe HolztechnikerIn, LadenbauplanerIn, SanierungstechnikerIn und den Lehrberuf TischlereitechnikerIn.

Materialkundliches Wissen und handwerkliches Geschick, Kenntnisse in perspektivischem Zeichnen und Geometrie (Umsetzung von Entwurf- in Konstruktionszeichnungen), Empathie und Beratungskompetenz.

Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen bei großen Baubetrieben, Planungsgesellschaften, Planungsbüros der Industrie und bei öffentlichen Bauträgern, in der holzverarbeitenden Industrie (von der Rohstoff- bis zur Endproduktindustrie) in der Möbelproduktion, tlw. in Architekturbüros und im Fachjournalismus.

Weitere berufliche Möglichkeiten bestehen z.B. in Bereichen wie Geschäftsraum- und Auslagengestaltung, Regalbau und Messebau.

 

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "StuckateurIn und TrockenausbauerIn", dem der Beruf "InnenausbauerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

InnenausbauerInnen können vor der Berufsausübung eine technische Ausbildung mit Schwerpunkt Trockenbau, Holzbau oder Hochbau absolvieren.

Es gibt Fachschulen (z.B. für Tischlerei), Höhere Lehranstalten für Innenraumgestaltung und Holztechnik oder für Kunst und Design. Darüber hinaus ist eine bautechnische Ausbildung (z.B. HTL für Bautechnik oder Gebäudetechnik) von Vorteil.

Im Innenausbau überschneiden sich grundsätzlich die Eigenschaften unterschiedlicher Gewerke.

 

 

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Weiterbildungsangebote bieten Kurse, Lehrgänge, Universitäts- und Fachhochschulstudiengänge im Bereich Innenarchitektur, Ladenbau, Bautechnik, Design, Möbelbau, Produktmanagement, Projektmanagement, Arbeitssicherheit u.ä.

Spezielle Aus- und Weiterbildungsangebote für EinrichtungsberaterInnen gibt es z.B. an Wirtschaftsförderungsinstituten (WIFI). Der Abschluss als Fachwirt/in ersetzt zugleich die gewerberechtliche UnternehmerInnenprüfung. Darüber hinaus gibt es verschiedene Ausbildungen für Interior Design bei div. Schulungsträgern.

Berufliche Aufstiegsmöglichkeiten bestehen z.B. als VertriebsleiterIn, ProjektmanagerIn, ProduktmanagerIn, AbnahmetechnikerIn oder BauleiterIn im Bereich Innenausbau.

BauleiterInnen sind für die komplette Projektabwicklung des Innenausbaues verantwortlich (von der Marktrecherche, Akquisition, Angebotseinholung, über die Vermessung, Materialbestellung, Koordination und Begleitung der Durchführung bis hin zur Endkontrolle und Abrechnung).

Fachleute im Innenausbau oder Trockenbau können sich auf die technische Ausarbeitung und Berechnung für spezifische Projekte spezialisieren z,B. Sanierung von Wasserschäden, Verlegung von Brandschutzplatten oder auf die Beratung von EinrichtungsplanerInnen, technische Isolierunternehmen etc.

InnenausbauerInnen können selbstständig im Rahmen eines Gewerbes tätig sein, z.B. im reglementierten Gewerbe „Stuckateure und Trockenausbauer (Handwerk)“. Die Liste der reglementierten Gewerbe ist auf der Website der WKO einsehbar.

Zum freien Gewerbe zählt z.B. die Beratung über Lichteffekte und Ausleuchtungen, sowie Erstellung von Lichtkonzepten im Zusammenhang mit der Durchführung von Veranstaltungen unter Ausschluss der den Elektrotechnikern vorbehaltenen Tätigkeiten. Die bundeseinheitliche Liste der freien Gewerbe ist auf dem Unternehmensserviceportal USP abrufbar.

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