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Das Berufslexikon informiert über Aufgaben und Tätigkeiten in den Berufen, über Berufsanforderungen, Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Beschäftigungsmöglichkeiten, Berufsaussichten, Anfangseinkommen und vieles mehr.

Start | Boot- und SchiffbauerIn

* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Boot- und SchiffbauerInnen befassen sich mit der Planung und dem Bau sowie der Wartung und Reparatur von Wasserfahrzeugen jeglicher Art. Beispiele dafür sind Schiffe, Jachten, Ruder- oder Motorboote. Zudem konstruieren sie Schiffsmaschinen, Motoren, Docks und schwimmende Brücken. Sie arbeiten mit unterschiedlichen Materialien wie Holz, Kunststoff oder Metall.

Zunächst entwerfen Boot- und SchiffbauerInnen die verschiedenen Bauteile und Ausrüstungen eines Wasserfahrzeugs und arbeiten detaillierte Konstruktionspläne aus. Sie erstellen Auflistungen zu den Maßen und berechnen den Materialbedarf sowie die Personal- und Materialkosten. Sie fertigen Schiffs- oder Stahlbauteile, z.B. Rumpf, Masten oder Deck, und montieren diese. Für Tätigkeiten in der Montage und für die Bearbeitung der Werkstoffe nutzen sie computergesteuerte Maschinen und Anlagen sowie Transport- und Hebeeinrichtungen.

Boot- und SchiffbauerInnen nehmen das Wasserfahrzeug in Betrieb, prüfen dessen Funktionalität und führen verschiedene Qualitätskontrollen durch. Sie warten Boote und Schiffe, beheben Fehler und reparieren einzelne Bauteile. Im Bereich der Forschung arbeiten Boot- und SchiffbauerInnen an der technischen Weiterentwicklung und Verbesserung von Wasserfahrzeugen, Schiffsmaschinen und bordtechnischen Anlagen.

Typische Tätigkeiten sind z.B.:

  • Konstruktionspläne- und entwürfe zeichnen
  • Berechnungen durchführen
  • Baugruppen montieren
  • Materialien bearbeiten, z.B. schweißen oder schleifen
  • Maschinen bedienen
  • Funktions- und Qualitätskontrollen durchführen
  • Boote und Schiffe warten und reparieren
  • KundInnen informieren und beraten
Siehe auch:
  • Gute Kenntnisse in Mathematik
  • Gutes räumliches Vorstellungsvermögen
  • Handwerkliche Geschicklichkeit
  • Interesse für Maschinenbau
  • Logisch-analytisches Denken
  • Organisationstalent
  • Physische Ausdauer
  • Problemlösungsfähigkeit
  • Sinn für Formen
  • Technisches Verständnis

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten z.B. folgende Unternehmen und Branchen:

  • Werften
  • Reedereien
  • Konstruktionsbüros
  • Ingenieurbüros
  • Betriebe im Bereich Maschinenbau

Die Holzbranche erlebt einen Aufschwung, da Holz als nachwachsender und nachhaltiger Rohstoff immer beliebter wird. Der Bereich profitiert vom Trend zum ökologischen Bauen und der steigenden Nachfrage nach klimafreundlichen Alternativen zu Beton und Stahl. Insbesondere im mehrgeschossigen Wohnbau und bei der thermischen Sanierung gewinnt die holzbasierte Bauweise an Bedeutung, was zu einer hohen Auslastung in der technischen Planung und der betrieblichen Umsetzung führt. Gleichzeitig verschmelzen durch moderne Fertigungsverfahren und digitale Designmethoden traditionelles Handwerk und industrielle Präzision. Ob in der spezialisierten Nischenfertigung oder der effizienten Serienproduktion – die Verbindung aus ökologischem Image und technologischer Innovation sorgt für eine stabile Entwicklung und macht diese Branche zu einem vielversprechenden Bereich der heimischen Wirtschaft.

Boot- und SchiffbauerInnen benötigen je nach Tätigkeitsbereich fundierte Kenntnisse in der Bedienung computergesteuerter Maschinen und Anlagen, insbesondere von CNC-Maschinen, sowie im Umgang mit CAD-Programmen zur Erstellung von Konstruktionsplänen. Zusätzliche Kompetenzen in der Oberflächenbearbeitung, Holzveredelung, Verarbeitung von Verbundwerkstoffen und Kunststoffen können die Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen.

Unter dem folgenden Link gelangen Sie zum AMS-JobBarometer. Dort finden Sie weiterführende Informationen zu den Arbeitsmarktaussichten für den Beruf "Boot- und SchiffbauerIn", wie z.B. Informationen zu Trends, Anzahl der Inserate oder häufig nachgefragten Kompetenzen:

AMS-JobBarometer

Stellenangebote in "alle jobs" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular in "alle jobs". Im Formular können Sie dann noch weitere Filter setzen.

offene Job-Angebote

Eine gute Basis für diesen Beruf bildet eine technische Ausbildung an Fachschulen und höheren technischen Lehranstalten, z.B. im Bereich Maschinenbau. Maschinenbautechnische Ausbildungen umfassen meist Fächer wie Konstruktion und Projektmanagement, Technische Mechanik und Berechnung, Fertigungs- und Produktionstechnik, Neue Technologien, Maschinen und Anlagen sowie Elektrotechnik und Automatisierungstechnik. Zudem werden an vielen Schulen Kenntnisse in den Bereichen Robotik, Smart Engineering, Produktdesign und Informationstechnologie vermittelt. Weiters werden praktische Erfahrungen in schuleigenen Werkstätten und Laboratorien sowie im Rahmen von mehrwöchigen betrieblichen Pflichtpraktika erworben.

Die höhere technische Lehranstalt in Hallstatt bietet auch eine 4-jährige Fachschulausbildung mit dem Schwerpunkt Bootsbau an, die eine vollwertige Tischlereiausbildung beinhaltet. Zudem kann dieser Beruf auch im Rahmen einer Lehrausbildung erlernt werden, sie den Beruf BootbauerIn (Lehre).

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Weiterbildungsmöglichkeiten für AbsolventInnen von Fachschulen bieten beispielsweise Aufbaulehrgänge, die zur Matura führen, sowie eine Studienberechtigungsprüfung oder die Berufsreifeprüfung. Diese ermöglichen den Zugang zu Kollegs und Universitäten, z.B. im Bereich Maschinenbau. Auch einschlägige Fachhochschul-Studiengänge bieten für berufserfahrene FachschulabsolventInnen sowie für BHS-AbsolventInnen eine Weiterbildungsperspektive. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit zur Ablegung einer Werkmeisterprüfung.

Aus- und Weiterbildungsangebote im Baubereich bieten die Bauakademien mit Bildungsangeboten in Bereichen wie Arbeitssicherheit, Bauleitung, Bauphysik oder Projektmanagement.

Zudem können Weiterbildungen bei Erwachsenenbildungseinrichtungen wie BFI und WIFI sowie bei privaten Aus- und Weiterbildungsinstituten absolviert werden, z.B. für folgende Bereiche:

  • Mechatronik
  • Kunststofftechnik
  • Qualitätsmanagement
  • Holzveredelung
  • CNC-Technik (Computerized Numerical Control)
  • Navigationssysteme
  • Elektronik
  • Verbundstoffe

Personen mit technischer Ausbildung und mehrjähriger Berufstätigkeit können den Berufstitel "IngenieurIn" erwerben. Es handelt sich dabei um einen international vergleichbaren Bildungsabschluss, der seit Inkrafttreten des Ingenieurgesetzes 2017 als berufliche Qualifikation, entsprechend dem Bachelor-Niveau (NQR 6), anerkannt ist.

Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Website des Verbands Österreichischer Ingenieure sowie auf der Website des Bundesministeriums für Arbeit und Wirtschaft.

Seit Herbst 2023 können an Universitäten, Fachhochschulen, Pädagogische Hochschulen sowie Privatuniversitäten zusätzlich zum bisherigen Studienangebot auch berufsbegleitende Weiterbildungsstudien absolviert werden. Diese bieten auch Personen, die keine Hochschulreife (Matura, Berufsreife- oder Studienberechtigungsprüfung) besitzen, die Möglichkeit den akademischen Titel „Bachelor Professional (BPr)" oder „Master Professional (MPr)" zu erwerben.

Für die Zulassung zu einem Bachelor Professional-Studium ist ein einschlägiger beruflicher Ausbildungsabschluss (z.B. Lehre, BMS-Abschluss) oder eine mehrjährige Berufserfahrung im Studienbereich erforderlich.

Personen, die einen Master Professional abgeschlossen haben, können in der Folge dann auch ein Doktoratsstudium absolvieren.

Aufstiegsmöglichkeiten bestehen in leitenden Funktionen im Entwicklungs- und Konstruktionsbereich, z.B. als ChefkonstrukteurIn oder LeiterIn der entwicklungstechnischen Abteilung.

Eine selbstständige Berufsausübung ist z.B. im Rahmen der reglementierten Gewerbe "TischlerIn; ModellbauerIn; BootbauerIn; BinderIn; DrechslerIn; BildhauerIn (verbundenes Handwerk)", "Kraftfahrzeugtechnik" oder "Technisches Büro - Ingenieurbüros (Beratende IngenieurInnen)" sowie des freien Gewerbes "Wartung und Pflege von Booten" möglich.

Für reglementierte Gewerbe muss bei der Gewerbeanmeldung der jeweils vorgeschriebene Befähigungsnachweis, z.B. in Form einer Befähigungsprüfung, eines bestimmten Schul- oder Studienabschlusses oder einer fachlichen Tätigkeit, erbracht werden. Ein freies Gewerbe erfordert keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich die Erfüllung der allgemeinen Voraussetzungen zur Anmeldung eines Gewerbes.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Wirtschaftskammer Österreich sowie in der Liste der reglementierten Gewerbe und der Liste der freien Gewerbe.

* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

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