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BootbauerIn

Berufsbereiche: Bau, Baunebengewerbe und Holz / Chemie, Kunststoffe, Rohstoffe und Bergbau
Ausbildungsform: Lehre
Infos zur Lehrlingsentschädigung
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

BootbauerInnen stellen verschiedene Arten von Booten aus Holz oder Kunststoff her, z.B. Ruderboote, Paddelboote, Segelboote, Motorboote und Arbeitsboote; außerdem fertigen sie auch einzelne Bootsteile, wie z.B. Masten oder Kiele an. Ein wichtiger Aufgabenbereich der BootbauerInnen ist die Reparatur- und Servicearbeiten (Wartung) an Booten wie z.B. das regelmäßige Aufbringen von speziellen Unterwasseranstrichen. Zur Herstellung eines Bootes benötigen die BootbauerInnen zunächst verschiedene Konstruktions- und Baupläne, welche zum Teil auch selbst angefertigt werden. Sie besprechen mit dem Auftraggeber alle Einzelheiten des Herstellungsverfahrens und der Ausfertigung. Vor Beginn der eigentlichen Arbeit wählen sie die benötigten Hölzer bzw. Fasern und Kunststoffe aus. Zur Herstellung eines Holzbootes schneiden sie die erforderlichen Teile mit der Säge aus und bearbeiten diese unter Anwendung verschiedener Holzbearbeitungstechniken (z.B. Hobeln oder Fräsen). Ein Großteil der Fertigung geschieht in Handarbeit. Die BootbauerInnen errichten eine Hilfskonstruktion, auf der die Planken zur Rohform des Bootes zusammengefügt werden. Die Einzelteile des Bootes verkleben bzw. verschrauben sie. Sie müssen das Boot mehrmals abschleifen und mit mehreren Schichten aus wasser- und korrosionsbeständigen Bootslack aus Kunstharz versehen. Kunststoffboote bauen sie zumeist in Negativformen. In einem Stück verarbeiten sie im Handauflegeverfahren technische Fasern wie z.B. Glas-, Aramid- oder Kohlefasern mit duroplastischen Kunststoffen wie z.B. Polyesterharz, Venylesterharz oder Epoxydharz zu einzelnen Bauteilen wie z.B. Rumpf oder Deck. Die Negativform stellen sie zumeist mit Hilfe eines Holzmodells her, das dem späteren Bootsteil entspricht und auf die gleiche Weise wie die Rohform eines Holzbootes angefertigt wird. Zuletzt bringen die BootbauerInnen am fertigen Boot verschiedene Beschläge aus Metall oder Kunststoff an (z.B. Rudergabeln, Beschläge zum Befestigen des Riggs oder Tauwerk).
BootbauerInnen stellen verschiedene Arten von Booten aus Holz oder Kunststoff her, z.B. Ruderboote, Paddelboote, Segelboote, Motorboote und Arbeitsboote; außerdem fertigen sie auch einzelne Bootsteile, wie z.B. Masten oder Kiele an. Ein wichtiger Aufgabenbereich der BootbauerInnen ist die Reparatur- und Servicearbeiten (Wartung) an Booten wie z.B. das regelmäßige Aufbringen von speziellen Unterwasseranstrichen. Zur Herstellung eines Bootes benötigen die BootbauerInnen zunächst verschiedene Konstruktions- und Baupläne, welche zum Teil auch selbst angefertigt werden. Sie besprechen mit dem Auftraggeber alle Einzelheiten des Herstellungsverfahrens und der Ausfertigung. Vor Beginn der eigentlichen Arbeit wählen sie die benötigten Hölzer bzw. Fasern und Kunststoffe aus. Zur Herstellung eines Holzbootes schneiden sie die erforderlichen Teile mit der Säge aus und bearbeiten diese unter Anwendung verschiedener Holzbearbeitungstechniken (z.B. Hobeln oder Fräsen). Ein Großteil der Fertigung geschieht in Handarbeit. Die BootbauerInnen errichten eine Hilfskonstruktion, auf der die Planken zur Rohform des Bootes zusammengefügt werden. Die Einzelteile des Bootes verkleben bzw. verschrauben sie. Sie müssen das Boot mehrmals abschleifen und mit mehreren Schichten aus wasser- und korrosionsbeständigen Bootslack aus Kunstharz versehen. Kunststoffboote bauen sie zumeist in Negativformen. In einem Stück verarbeiten sie im Handauflegeverfahren technische Fasern wie z.B. Glas-, Aramid- oder Kohlefasern mit duroplastischen Kunststoffen wie z.B. Polyesterharz, Venylesterharz oder Epoxydharz zu einzelnen Bauteilen wie z.B. Rumpf oder Deck. Die Negativform stellen sie zumeist mit Hilfe eines Holzmodells her, das dem späteren Bootsteil entspricht und auf die gleiche Weise wie die Rohform eines Holzbootes angefertigt wird. Zuletzt bringen die BootbauerInnen am fertigen Boot verschiedene Beschläge aus Metall oder Kunststoff an (z.B. Rudergabeln, Beschläge zum Befestigen d ...
  • Kräftiger Körperbau: Transportieren schwerer Materialien und Bootsteile
  • körperliche Wendigkeit: Arbeiten im Bootsrumpf
  • Handgeschicklichkeit: maßgenaues Zuschneiden, Ausarbeiten und Zusammenfügen der Bootsteile
  • Sehvermögen: Überprüfen der Materialqualität, genaues Ausarbeiten und Zusammenfügen der Bootsteile, Oberflächenbearbeitung
  • Unempfindlichkeit der Haut: Arbeiten mit Isoliermaterialien, Lacken und Kunststoffen
  • räumliche Vorstellungsfähigkeit: Anfertigen der Bootsteile und des Bootsrumpfes, Arbeiten nach Werkskizzen
  • Fähigkeit zur Zusammenarbeit: Zusammenarbeiten mit anderen Facharbeitern und Helfern
BootbauerInnen werden vor allem in den Kleinbetrieben des Bootbauergewerbes beschäftigt, die hauptsächlich rund um die großen Seen Österreichs (v.a. in Oberösterreich, Salzburg, Kärnten) und an der Donau (v.a. in Wien und Linz) angesiedelt sind. Beschäftigungsmöglichkeiten bieten weiters auch Betriebe, die Kunststoffboote herstellen. Bei den Kleinbetrieben handelt es sich meist um Familienbetriebe, die größtenteils Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten an Booten durchführen. Im Kunststoffbootbau werden vor allem angelernte Arbeitskräfte beschäftigt. Da es in Österreich nur sehr wenige Bootbauerbetriebe gibt, ist die Zahl freier Arbeitsplätze und Lehrstellen für diesen Beruf gering. Der Beruf wird zum Großteil von Männern ausgeübt. Frauen werden vorwiegend als angelernte Arbeiterinnen und Hilfskräfte beschäftigt.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "Boot- und SchiffbauerIn", dem der Beruf "BootbauerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:
In folgenden Bundesländern befinden sich Berufsschulen für den Lehrberuf:
Quelle: Berufsschulverzeichnis des BMB (Bundesministerium für Bildung)

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

BootbauerIn
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Holz und Kunststoff verarbeitendes Gewerbe, Lohnschema für das Tischlergewerbe (Arbeiter) 01.05.2017
BootbauerIn (inkl. Doppellehren)
Anz./Jahr 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
männlich 9 15 12 13 11 14 15 15 16 16
weiblich 0 0 0 0 0 0 0 1 2 2
gesamt 9 15 12 13 11 14 15 16 18 18
Frauenanteil 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% 6,3% 11,1% 11,1%
Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich
BootbauerIn
Verwandte Lehrberufe LAP-Ersatz *
Kunststoffformgeber/in nein
Kunststofftechniker/in nein
Leichtflugzeugbauer/in nein
Skibautechniker/in nein
Tischler/in nein
Tischlereitechniker/in - Produktion nein
Zimmereitechniker/in nein
Zimmerer/Zimmerin nein
* LAP-Ersatz = Lehrabschlussprüfungs-Ersatz
Kein Eintrag
Als Weiterbildungsmöglichkeiten für BootbauerInnen bieten sich Kurse des Berufsförderungsinstitutes (bfi) und des Wirtschaftsförderungsinstitutes (WIFI) für Holz- und Kunststoff verarbeitende Berufe an, z.B. Kurse über neue Holzbearbeitungsmaschinen und -techniken für TischlerInnen, über Oberflächenbehandlung von Holz, über Kunststofftechnik und Kunststoffschweißen sowie über Umweltschutzfragen in Tischlereibetrieben. Eine weiterführende Bildungsmöglichkeit zur Erreichung eines höheren Bildungsabschlusses bzw. zur Höherqualifizierung für AbsolventInnen dieses Lehrberufs ist vor allem die Werkmeisterschule für Berufstätige der Fachrichtung "Kunststofftechnik" (2 Jahre, Abendunterricht).
BootbauerInnen können zu VorarbeiterInnen bzw. WerkmeisterInnen aufsteigen; diese Aufstiegsmöglichkeiten bestehen aber meist nur in den wenigen Betrieben, die Kunststoffboote herstellen. Die Möglichkeit einer selbständigen Berufsausübung (als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschäftsführerIn) besteht für BootbauerInnen in den Handwerken "Bootbauer", "Kunststoffverarbeitung" oder "Tischler" (Voraussetzung: Meisterprüfung) oder im Gewerbe "Wagner", das als "freies Gewerbe" eingestuft ist (kein Befähigungsnachweis erforderlich!). Weiters können BootbauerInnen folgendes Teilgewerbe (Voraussetzung: Lehrabschlussprüfung) ausüben: "Zusammenbau von Möbelbausätzen".

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Verkehrs- und Transportwesen (Folder)
Reihe: Jobchancen Lehre
Fundstelle: Eher selten ausgebildete Lehrberufe im Bereich Verkehr
Lehrberufe in Österreich - Ausbildungen mit Zukunft (Broschüre)
Reihe: Publikation des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) und der Wirtschaftskammer (WKÖ)
Fundstelle: Holz, Glas, Ton, Seite 82
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