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MusikinstrumentenbauerIn

Berufsbereiche: Bau, Baunebengewerbe und Holz
Ausbildungsform: Schule
Einstiegsgehalt lt. KV: ab € 1.680,- bis k.A. * Arbeitsmarkttrend: gleichbleibend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

MusikinstrumentenbauerInnen entwerfen, erzeugen, warten, reparieren und restaurieren verschiedene Musikinstrumente. 

Sie übernehmen die Konstruktion und den Zusammenbau der Instrumente bis hin zu Beratung und Verkauf. Sie zeichnen Skizzen und Konstruktionszeichnungen oder fertigen Schablonen nach bereits vorliegenden Entwürfen an. Dann bereiten sie die benötigten Werkstoffe (Natur- oder Kunststoffe) vor. Sie verarbeiten z.B. Schilfrohr für den Bau von Panflöten, Hölzer für Streich-, Zupf- und Tasteninstrumente, exotische Hölzer für Klarinetten, Metalle für Rhythmusinstrumente, Bronzelegierungen für Schlagzeugbecken oder Kupfer-Zink Legierungen (Messing) für Metallblasinstrumente.

Zu den handwerklichen Tätigkeiten gehört das Messen und Zuschneiden der Werkstücke und die Formgebung der einzelnen Instrumententeile durch drechseln, bohren, schleifen und fräsen der Teile; bei Metallen auch durch schmieden, biegen, drehen und löten des Rohstückes. Zur Oberflächenveredlung galvanisieren, lackieren und polieren sie die gefertigten Instrumente.

Dabei nutzen sie Werkzeuge wie Bohrmaschinen und Spannungsprüfer und wenden Verfahren und Techniken z.B. zur Trocknung, Lackierung, Warmbearbeitung an.

MusikinstrumentenbauerInnen bespannen Trommeln und Perkussionsinstrumente mit Fellen oder Metall, Bögen von Violinen und Geigen bespannen sie mit Rosshaar. Sie setzen das Griffsystem in Blasinstrumente und die Ventilmechanik in Trompeten ein und statten Pfeifenorgeln mit einer mechanischen, elektropneumatischen bzw. elektrischen Steuerung (Traktur) aus. Sie prüfen die Klangqualität und die Stimmung der einzelnen Töne.

MusikinstrumentenbauerInnen passen Musikinstrumente (z.B. Kirchenorgeln) vor Ort an räumliche und akustische Gegebenheiten an. Zudem nehmen sie die Feinabstimmung eines Instruments nach KundInnenwunsch vor.

MusikinstrumentenbauerInnen warten Instrumente, reinigen die einzelnen Teile, bessern Beschädigungen und Unebenheiten aus und ersetzen Verschleißteile (z.B. Ventilfedern, Anschlagklappen).

Sie reparieren auch mechanische Teile, wie z.B. die Bassmechanik von Harmonikas. Zudem wirken sie beim Restaurieren alter und historischer Instrumente mit oder stellen Nachbauten her. Dazu verfügen sie über Kenntnisse alter Handwerkstechniken.

Spezialisierung erfolgt üblicherweise auf eine bestimmte Kategorie: Blasinstrumente (Holz- oder Blechblasinstrumente), Streich- oder Zupfinstrumente (Instrumente mit Saiten), Schlag- und Rhythmusinstrumente, Tasteninstrumente oder elektronische Instrumente, z.B. Elektrogitarren; Sie können auch auf bestimmte Bauteile spezialisieren oder auf die Herstellung von Musikinstrumenten für Kleinkinder oder für therapeutische Zwecke.

Siehe auch die Lehrberufe HarmonikamacherIn, Streich- und SaiteninstrumentenbauerIn, OrgelbauerIn, KlavierbauerIn, Holzblas- oder BlechblasinstrumentenerzeugerIn.

MusikinstrumentenbauerInnen entwerfen, erzeugen, warten, reparieren und restaurieren verschiedene Musikinstrumente. 

Sie übernehmen die Konstruktion und den Zusammenbau der Instrumente bis hin zu Beratung und Verkauf. Sie zeichnen Skizzen und Konstruktionszeichnungen oder fertigen Schablonen nach bereits vorliegenden Entwürfen an. Dann bereiten sie die benötigten Werkstoffe (Natur- oder Kunststoffe) vor. Sie verarbeiten z.B. Schilfrohr für den Bau von Panflöten, Hölzer für Streich-, Zupf- und Tasteninstrumente, exotische Hölzer für Klarinetten, Metalle für Rhythmusinstrumente, Bronzelegierungen für Schlagzeugbecken oder Kupfer-Zink Legierungen (Messing) für Metallblasinstrumente.

Zu den handwerklichen Tätigkeiten gehört das Messen und Zuschneiden der Werkstücke und die Formgebung der einzelnen Instrumententeile durch drechseln, bohren, schleifen und fräsen der Teile; bei Metallen auch durch schmieden, biegen, drehen und löten des Rohstückes. Zur Oberflächenveredlung galvanisieren, lackieren und polieren sie die gefertigten Instrumente.

Dabei nutzen sie Werkzeuge wie Bohrmaschinen und Spannungsprüfer und wenden Verfahren und Techniken z.B. zur Trocknung, Lackierung, Warmbearbeitung an.

MusikinstrumentenbauerInnen bespannen Trommeln und Perkussionsinstrumente mit Fellen oder Metall, Bögen von Violinen und Geigen bespannen sie mit Rosshaar. Sie setzen das Griffsystem in Blasinstrumente und die Ventilmechanik in Trompeten ein und statten Pfeifenorgeln mit einer mechanischen, elektropneumatischen bzw. elektrischen Steuerung (Traktur) aus. Sie prüfen die Klangqualität und die Stimmung der einzelnen Töne.

MusikinstrumentenbauerInnen passen Musikinstrumente (z.B. Kirchenorgeln) vor Ort an räumliche und akustische Gegebenheiten an. Zudem nehmen sie die Feinabstimmung eines Instruments nach KundInnenwunsch vor.

MusikinstrumentenbauerInnen warten Instrumente, reinigen die einzelnen Teile, bessern Beschädigungen und Unebenheiten aus und ersetzen Verschleißteile (z.B. Ventilfedern, ...

Technisches Grundverständnis, Beherrschung eines Musikinstrumentes bzw. die nötige musiktheoretische Basis und ein feines Gehör sowie:

  • Kontaktfähigkeit und Geduld (Beraten unterschiedlicher KundInnen, Betreuen von ProfimusikerInnen
  • handwerkliches Geschick, Genauigkeit und Fingerspitzengefühl (kleinste Fehler bei der Holzbearbeitung können den Ton verfälschen
  • Tasten müssen auf einen hundertstel Millimeter genau ausgerichtet werden)
  • Beim Bau und Aufstellen von schweren Instrumenten (Orgeln, Klaviere etc.) ist zusätzlich körperliche Belastbarkeit gefordert

MusikinstrumentenbauerInnen arbeiten in Betrieben, die auf die Erzeugung der jeweiligen Instrumente spezialisiert sind oder in Wartungs- und Reparaturbetrieben. OrgelbauerInnen arbeiten vorwiegend in gewerblichen Kleinbetrieben.

MusikinstrumentenbauerInnen können eine Beschäftigung als Instrumenten- bzw. OrchesterwartIn an Opernhäusern, Theatern oder Musikuniversitäten anstreben.
Sie können sich auf die Herstellung verschiedener Instrumente innerhalb einer, auf Instrumente mit speziellen Konstruktionen (Konzertgitarren, Westerngitarren) oder auf ausgefallene z.B. Resonatorgitarren spezialisieren.

Sie können in der Fertigung von elektronischen Instrumenten (bei denen der Ton mechanisch erzeugt und elektrisch verstärkt wird, z.B. Elektrogitarren) oder auf semiakustische Instrumente, wie Jazzgitarren tätig sein.

MusikinstrumenbauerInnen können auch in Betrieben, die mit der Erzeugung von Zubehör (Plectren, Schlegel für Xylophone, ganze Bausätze für Instrumente) beschäftigt sind. Zudem sind sie auch im Handel tätig, v.a. in Musikalienhandlungen, denen meistens eine entsprechende Reparaturwerkstätte angeschlossen ist.

In Zukunft könnten musiktherapeutische Maßnahmen eine besondere Rolle einnehmen - das ist auch mit dem Vertrieb und somit mit der Erzeugung, Wartung und Reparatur von Musikinstrumenten verbunden. Die Bandbreite umfasst den Einsatz von Schlaginstrumenten und Therapieschlegeln bis hin zu Glockenspielen.

Musiktherapie wird bei Menschen mit Behinderung (im Besonderen mit schwerer und mehrfacher Behinderung) und verstärkt bei Demenz-PatientInnen und Parkinson PatientInnen angewendet.

Sogar Alzheimer- und Parkinson-PatientInnen erinnern sich an komplizierte Musikstücke, können nach wie vor meisterlich Klavier spielen und singen – und sogar einen Chor dirigieren. Vgl. Sacks Oliver, 2008, Der einarmige Pianist, Kapitel 15, Rowohlt Verlag GmbH.

"Musik" ist sogar als Stichwort in den Registern moderner neurologischer und physiologischer Fachbücher zu finden. ForscherInnen gelang es, das Phänomen zu erklären, wobei sie dabei auch erstmals den Speicherort des Musikgedächtnisses eindeutig lokalisierten. Vgl. Artikel vom 29.01.2016 auf www.spektrum.de.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "MusikinstrumentenerzeugerIn", dem der Beruf "MusikinstrumentenbauerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Es gibt Schulen für den Instrumentenbau, wie die HTBLA Hallstatt: Fachschule für Kunsthandwerk, Ausbildungszweig Streich- & Saiteninstrumentenerzeuger.

Die HTBLA Hallstatt führt auch eine Meisterklasse (1 Jahr, mit Meisterprüfung) für Streich- und Saiteninstrumentenerzeugung (beinhaltet auch Module zur Herstellung historischer und zeitgenössischer Instrumente, Reparatur- und Restaurierungsarbeiten).

 

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Relevante Weiterbildungen beziehen sich auch auf rechtliche Belange, z.B.  artenhandelsrechtliche Regelungen (CITES) beim Handel von Musikinstrumenten, die aus bestimmten Teilen und Materialen gefertigt sind (Elfenbein, Echsenleder, Rio-Palisander, Ramin etc.); siehe Hinweisblatt Musikinstrumente.

Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen an Universitäten und Fachhochschulen als Studien oder Lehrgänge z.B. in den Bereichen Kunstgeschichte, Restaurierung und Konservierung, Musikalische Akustik und Hörwahrnehmung, Musik und Sprache (Linguistik), Projektmanagement, Musiktherapie.

Musiktherapie wird als eigenständige, wissenschaftlich-künstlerisch-kreative Therapieform bezeichnet und steht in enger Beziehung zu anderen verwandten Wissenschaftsdisziplinen wie Psychotherapie, Musikwissenschaft und Pädagogik.

Siehe den Beruf MusiktherapeutIn im Berufslexikon. Der Österreichische Berufsverband der MusiktherapeutInnen ÖBM organisiert rund 290 ausgebildete MusiktherapeutInnen, einschlägige Vereine und an der Musiktherapie interessierte Personen (Stand: 2018).

Der ÖBM führt auch eine Liste über Ausbildungsstätten. Die älteste Buchhandlung Österreichs (Buchhandlung Höllrigl in der Stadt Salzburg) führt Musikliteratur und Musikfachbücher.

Die industrielle Fertigung verlagert sich zunehmend nach Asien. Die Fertigung von hochwertigen Instrumenten für MusikerInnen sowie Reparaturarbeiten werden aber im Inland durchgeführt. Betriebe nehmen hier teilweise eine sehr exklusive Marktposition ein.

Die selbstständige Berufsausübung ist im Rahmen eines Handwerkes möglich: „Streich- und Saiteninstrumentenerzeuger“, "Orgelbauer", „Klavierbauer“, "Harmonikamacher", „Holzblasinstrumentenerzeuger“ oder „Blechblasinstrumentenerzeuger“ möglich.

Voraussetzung ist die Meisterprüfung; Nähere Infos zu den Befähigungsnachweisen für die einzelnen Handwerke bieten die WKO und die Bundesinnung der Kunsthandwerke.

Für die musiktherapeutische Arbeit mit Menschen mit Behinderung können sie einfach zu bedienende und gut zu platzierende Instrumente erzeugen oder einen (Online)Shop betreiben. Ein Aspekt liegt hier auch auf der Auswahl von ungiftigen und naturbelassenen Materialien (nach CE Bestimmungen).

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