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FeinwerktechnikerIn

Berufsbereiche: Maschinen, Kfz und Metall
Ausbildungsform: Schule
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.130,- bis € 2.160,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

FeinwerktechnikerInnen beschäftigen sich mit der Herstellung, Montage und Wartung von Signal verarbeitenden Geräten. Das umfasst z.B. Präzisionsmessgeräte, Apparate und medizinische Instrumente. Diese sind meist durch sehr kleine Maßstäbe und sehr hoher Präzision gekennzeichnet.

FeinwerktechnikerInnen montieren und warten Laborgeräte, Bauteile, Vorrichtungen und Anlagen und Systeme einschließlich der Steuerungs- und Regeleinrichtungen. Sie justieren optische Komponenten und führen Lötarbeiten an elektrischen oder elektronischen Baugruppen durch.

Die Feinwerktechnik beinhaltet verschiedene Fachrichtungen, in denen Fachleute unterschiedliche Aufgaben lösen. Im Bereich des optischen Gerätebaus entwickeln und fertigen sie Präzisionsinstrumente wie Ferngläser, Mikroskope, Objektive. Zudem fertigen sie elektrische, elektronische und mechanische Messgeräte, wie Briefwaagen, Uhren und elektromedizinische Geräte. Ebenso fertigen sie Einheiten der Mikroelektronik, wie Microcontroller oder Navigationssysteme.

FeinwerktechnikerInnen entscheiden auch über die Verwendung entsprechender Materialien und die Möglichkeiten der Herstellung. Sie überwachen den Fertigungsprozess und überprüfen (testen) die Qualität der Produkte.

Sie arbeiten außerdem laufend an technischen Verbesserungsmöglichkeiten der Herstellungsverfahren. Oft geht es um neue, innovative Umform- und Fügetechniken (Löten, Schweißen, Kleben).

Feinwerktechnik wird zunehmend synonym zu Mikrotechnik verwendet, wobei laufend neue Anwendungsgebiete hinzukommen. Siehe auch die Berufe MedizintechnikerIn, MikrosystemtechnikerIn und NanotechnikerIn.

Es ist wichtig, dass man bereits vor der Ausbildung mathematisches und naturwissenschaftlich-technisches Verständnis aufweisen kann (Mechanik, Optik, Hydraulik, Pneumatik, Strömungstechnik, Messtechnik usw.) sowie

  • Analytisches Denkvermögen
  • Handgeschicklichkeit, gute Feinmotorik
  • Unempfindlichkeit: Geräusche von Getrieben und Fertigungsmaschinen sind oft laut
  • Teamkompetenz
  • Interesse für Informatik: Programmieren der logischen Elemente für signalverarbeitende Geräte
  • Weiterbildungsbereitschaft: Neue Techniken
  • Englischkenntnisse: Für das Lesen von Plänen und Fachliteratur

 

Die beruflichen Anforderungen sind je nach Unternehmen und Anwendungsgebiet (z.B. Medizintechnik, Lichttechnik, Optoelektronik) unterschiedlich.

Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen vor allem in Bereichen der gewerblichen und industriellen Produktentwicklung, Konstruktion, Produktion oder Montage.

Wichtige Beschäftigungsmöglichkeiten bietet z.B. der medizintechnische Sektor. FeinwerktechnikerInnen finden berufliche Möglichkeiten in Entwicklungsabteilungen und -labors für Feinwerkmechanik und Optik, in Ingenieurbüros, bei Herstellern von Antriebselementen des Maschinenbaus und in Konstruktionsabteilungen und -büros des Flugzeug- und Schiffbaus.

MikrosystemtechnikerInnen arbeiten in Gewerbe- und Industriebetrieben, die mittels hochautomatisierter Fertigungsanlagen mikrotechnische Produkte (z.B. Chips, Leiterplatten) herstellen und montieren. In der Branche gibt es gleichermaßen Groß- wie Kleinbetriebe.

Nach wie vor besteht große Nachfrage an MechatronikerInnen und PräzisionstechnikerInnen, vor allem in der facheinschlägigen Industrie, z.B. als FeinwerkmechanikermeisterIn, TechnischeR FachwirtIn, CNC-Fachkraft, KonstrukteurIn oder AusbilderIn.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "FeinmechanikerIn", dem der Beruf "FeinwerktechnikerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Von FeinwertechnikerInnen wird üblicherweise eine Ausbildung z.B. im Bereich Feinwerktechnik, wie etwa Zahntechnik, Uhrmacher, Hörgerätetechnik oder Mechatronik, Industriemechanik, Fertigungstechnik, Maschinenbau-Produktionstechnik erwartet.

Feinwerktechnik wird oft dem Fachgebiet Maschinenbau bzw. Werkzeugbau und Mikrotechnik zugeordnet.

Die Feinwerktechnik ist sehr interdisziplinär und verbindet grundlegendes Wissen aus den Bereichen Chemie, Physik (Mikromechanik, Mikrooptik), Informatik, Elektrotechnik, Mathematik und Materialwissenschaften.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Krse, Lehrgänge und Masterprogramme werden angeboten, z.B. Sicherheitsmanagement, Werkstoffwissenschaft, Steuerungs- und Regelungstechnik, Digitalisierung von Prozessen in der Fertigung und Industrielogistik, Manufacturing Execution Systeme (MES), 3D-Druck in der Fertigung von Produkten oder Data Science.

Durch die neuen Entwicklungen im Bereich der Elektronik, Pneumatik und Steuerungstechnik ist für FeinwerktechnikerInnen Weiterbildung unbedingt notwendig.

Fachmessen und Fachzeitschriften informieren über aktuelle Trends und Entwicklungen. Für die Karriere sind üblicherweise gute Englischkenntnisse nötig (Fachliteratur, Handbücher und internationale Projekte).

Aufstiegsmöglichkeiten bestehen unter anderem als DetailkonstrukteurIn, IndustriemechanikerIn, LeiterIn der Produktion und Fertigung. Funktionen sind z.B. ProduktmanagerIn, QualitätsmanagerIn, InnovationsmanagerIn, ProjektleiterIn oder eine Position in der technischen Vertriebsleitung.

Als QualitätsmanagerIn führen sie z.B. Wirbelstromprüfungen, Rauigkeitsmessungen und Ultraschallanalysen durch.

Engagierte TechnikerInnen können eine Position als EntwicklungsingenieurIn oder ProduktprüferIn anstreben. Diese sind in der Industrie oder im Forschungs- und Entwicklungslabor eines Institutes mit der Erstellung von Produktdatenblättern betraut. Produktprüfungen finden in sämtlichen Bereichen statt (Unterhaltungselektronik, Haushaltsgeräte, Fahrassistenzgeräte, Robotik etc.)

Es besteht die Möglichkeit zur selbstständigen Berufsausübung im Rahmen eines Gewerbes oder in der Unternehmensberatung und -organisation. Nähere Infos bietet z.B. Wirtschaftskammer Österreich WKO.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Schule oder Lehre? 2 Wege zum Wunschberuf (Broschüre)
Reihe: Berufswahl
Fundstelle: Gesundheit, Schönheitspflege, Seite 64
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