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UhrmacherIn - ZeitmesstechnikerIn

Berufsbereiche: Maschinen, Kfz und Metall
Ausbildungsform: Lehre
Infos zur Lehrlingsentschädigung
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

Ältere Berufsbezeichnung(en): UhrmacherIn

 

Tätigkeitsmerkmale

Uhren werden heute fast ausnahmslos industriell hergestellt. Mit feinsten Werkzeugen und Geräten warten, reparieren, reinigen, justieren und prüfen die UhrmacherInnen - ZeitmesstechnikerInnen mechanische und elektronische Uhrenwerke unterschiedlichster Uhren und Zeitmessgeräte: Kleinuhren (z.B. Armband- und Taschenuhren), Großuhren (z.B. Wand-, Pendel-, Stand-, Tisch-, Turm- und Außenuhren), Wecker, Quarzuhren, Zeitmessgeräte für den Sport oder Spezialuhren für die Wissenschaft. Besonders anspruchsvoll ist die Reparatur von antiken und kostbaren Uhren.

UhrmacherInnen - ZeitmesstechnikerInnen verwenden bei ihrer Arbeit elektronische Mess- und Präzisionsprüfgeräte. Der Umgang mit kleinsten Werkzeugen ist ausgesprochene Feinmechanikerarbeit.

Neben der Wartung und Reparatur von Groß- und Kleinuhren erbringen die UhrmacherInnen - ZeitmesstechnikerInnen auch verschiedene Serviceleistungen, etwa den Batteriewechsel und Gläsertausch, das Umstellen auf die Sommerzeit oder das Montieren von Armbändern. Wenn die Uhrmacherwerkstatt an einen Einzelhandelsbetrieb angeschlossen ist, gehören auch die Kundenberatung und der Verkauf von Uhren zu ihren Aufgaben.

Bei der Reparatur einer mechanischen Uhr (z.B. eines mechanischen Weckers) öffnen die UhrmacherInnen - ZeitmesstechnikerInnen das Gehäuse mit einem speziellen Werkzeug (Gehäuseöffner). Sie nehmen die Zeiger und das Zifferblatt ab und bauen das Uhrwerk aus. Dann kontrollieren sie die Abnützung der Lager und der Wellen sowie die Verzahnung der Räder. Anschließend zerlegen sie das Uhrwerk mit Schraubenzieher und Pinzette. Sie reinigen die verschmutzten Einzelteile und tauschen fehlerhafte bzw. abgenutzte Bestandteile (z.B. Zahnräder) aus. Danach bauen sie das Uhrwerk wieder zusammen, wobei sie die Leichtgängigkeit aller beweglichen Teile prüfen. Sie ziehen die Uhr auf und prüfen die Ganggenauigkeit. Abschließend setzen sie das gereinigte Zifferblatt und die Zeiger ein und bauen das Uhrwerk in das Gehäuse ein.

Ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit von UhrmacherInnen - ZeitmesstechnikerInnen stellt heute die Anwendung der Elektronik bei Uhrbestandteilen wie auch bei den verwendeten Mess- und Prüfgeräten dar. Bei der Reparatur einer Quarz-Armbanduhr mit Zifferblatt (Analoguhr) prüfen sie nach Öffnen des Gehäuses zunächst die Batterie mit einem Voltmeter. Mit elektronischen Messgeräten kontrollieren sie die komplizierten Schaltvorgänge im elektronischen Block und stellen anhand der Messdaten (Spannung, Widerstand und Stromverbrauch des Werkes) den möglichen Fehler fest. Erweist sich ein Bauteil als nicht funktionsfähig, tauschen sie das ganze Werk aus. Sie überprüfen auch den mechanischen Teil der Uhr, der aus dem sogenannten "Rotor" und dem Räder- und Zeigerwerk besteht und reinigen ihn in der Reinigungsmaschine.

Abschließend setzen sie den elektronischen Block und die mechanischen Teile in das vorher gereinigte Gehäuse ein und überprüfen die Ganggenauigkeit mit einem elektronischen Messgerät.

 

Uhren werden heute fast ausnahmslos industriell hergestellt. Mit feinsten Werkzeugen und Geräten warten, reparieren, reinigen, justieren und prüfen die UhrmacherInnen - ZeitmesstechnikerInnen mechanische und elektronische Uhrenwerke unterschiedlichster Uhren und Zeitmessgeräte: Kleinuhren (z.B. Armband- und Taschenuhren), Großuhren (z.B. Wand-, Pendel-, Stand-, Tisch-, Turm- und Außenuhren), Wecker, Quarzuhren, Zeitmessgeräte für den Sport oder Spezialuhren für die Wissenschaft. Besonders anspruchsvoll ist die Reparatur von antiken und kostbaren Uhren.

UhrmacherInnen - ZeitmesstechnikerInnen verwenden bei ihrer Arbeit elektronische Mess- und Präzisionsprüfgeräte. Der Umgang mit kleinsten Werkzeugen ist ausgesprochene Feinmechanikerarbeit.

Neben der Wartung und Reparatur von Groß- und Kleinuhren erbringen die UhrmacherInnen - ZeitmesstechnikerInnen auch verschiedene Serviceleistungen, etwa den Batteriewechsel und Gläsertausch, das Umstellen auf die Sommerzeit oder das Montieren von Armbändern. Wenn die Uhrmacherwerkstatt an einen Einzelhandelsbetrieb angeschlossen ist, gehören auch die Kundenberatung und der Verkauf von Uhren zu ihren Aufgaben.

Bei der Reparatur einer mechanischen Uhr (z.B. eines mechanischen Weckers) öffnen die UhrmacherInnen - ZeitmesstechnikerInnen das Gehäuse mit einem speziellen Werkzeug (Gehäuseöffner). Sie nehmen die Zeiger und das Zifferblatt ab und bauen das Uhrwerk aus. Dann kontrollieren sie die Abnützung der Lager und der Wellen sowie die Verzahnung der Räder. Anschließend zerlegen sie das Uhrwerk mit Schraubenzieher und Pinzette. Sie reinigen die verschmutzten Einzelteile und tauschen fehlerhafte bzw. abgenutzte Bestandteile (z.B. Zahnräder) aus. Danach bauen sie das Uhrwerk wieder zusammen, wobei sie die Leichtgängigkeit aller beweglichen Teile prüfen. Sie ziehen die Uhr auf und prüfen die Ganggenauigkeit. Abschließend setzen sie das gereinigte Zifferblatt und die Zeiger ein und bauen das Uhrwerk in das Gehäuse ein.

Ein wesentlicher Bestand ...

  • Handgeschicklichkeit: Zerlegen und Zusammensetzen der Uhren
  • Fingerfertigkeit: Arbeiten mit kleinen Teilen im Uhrwerk
  • Auge-Hand-Koordination: Reparaturarbeiten am Uhrwerk
  • Sehvermögen: Fehlersuche, Kontrolle, Ablesen von Messgeräten
  • Hörvermögen: Fehlersuche bei mechanischen Uhren, Einstellarbeiten
  • technisches Verständnis: Fehlersuche und Reparatur
  • Kontaktfähigkeit: Arbeiten im Verkauf, Kundenberatung
  • Sprachfertigkeit mündlich: Verkauf, Kundenberatung
  • logisch-analytisches Denken: Fehlersuche bei defekten Uhren
  • Merkfähigkeit: Zusammenbauen von Uhren
  • generelle Lernfähigkeit: Neuerungen im Bereich der Elektronik

UhrmacherInnen - ZeitmesstechnikerInnen sind vorwiegend in Klein- und Mittelbetrieben des Uhrmachergewerbes mit angegliedertem Uhren- und Schmuckhandel beschäftigt. Es gibt aber auch Beschäftigungsmöglichkeiten in einigen Unternehmen, die selbst Uhren produzieren; hier sind vor allem Hersteller von Designer- und Luxusuhren (Kleinserien und Einzelstücke), Großuhren (öffentliche Uhren, Kirchturmuhren), Industrieuhren, Zeitschaltsystemen, Sportuhren (z.B. Stoppuhren) usw. zu nennen.

Obwohl die Zahl der Uhrmacherbetriebe bzw. der Betriebe des Uhren- und Schmuckhandels zurückgeht, sind die Berufsaussichten für UhrmacherInnen - ZeitmesstechnikerInnen derzeit gut, weil ein Mangel an ausgebildeten Nachwuchskräften besteht. Denn jährlich beginnen in ganz Österreich nur ca. 8 bis 13 Jugendliche eine Lehre in diesem Lehrberuf; die Gesamtzahl der Lehrlinge liegt seit vielen Jahren stabil bei nur ca. 45 bis 55 Lehrlingen. Die Nachfrage nach hochqualifizierten Fachkräften wird auch durch den anhaltenden Trend zu Qualitätsuhren verstärkt.

Der Frauenanteil liegt zwar etwas höher als bei vielen anderen technischen Lehrberufen, stagniert aber seit Jahren auf relativ niedrigem Niveau, obwohl für die Berufsausübung von Frauen keine Einschränkungen bestehen.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "UhrmacherIn", dem der Beruf "UhrmacherIn - ZeitmesstechnikerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:
In folgenden Bundesländern befinden sich Berufsschulen für den Lehrberuf:
Quelle: Berufsschulverzeichnis des BMB (Bundesministerium für Bildung)

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

UhrmacherIn - ZeitmesstechnikerIn
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Metall- und Elektrogewerbe (Arbeiter) 01.01.2018
Metallindustrie (Arbeiter) 01.11.2017
UhrmacherIn - ZeitmesstechnikerIn (inkl. Doppellehren)
In den angeführten Werten sind auch die Lehrlingszahlen des Vorläufer-Lehrberufs "UhrmacherIn" enthalten!
Anz./Jahr 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
männlich 43 33 40 31 21 39 25 20 17 18
weiblich 13 14 15 12 11 9 7 9 10 16
gesamt 56 47 55 43 32 48 32 29 27 34
Frauenanteil 23,2% 29,8% 27,3% 27,9% 34,4% 18,8% 21,9% 31,0% 37,0% 47,1%
Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich
UhrmacherIn - ZeitmesstechnikerIn
Verwandte Lehrberufe LAP-Ersatz *
Konstrukteur/in - Werkzeugbautechnik nein
Metalltechniker/in - Zerspanungstechnik nein
* LAP-Ersatz = Lehrabschlussprüfungs-Ersatz

Folgende berufsbildende Schule bietet eine ähnliche Ausbildung wie der Lehrberuf:

Fachschule für Präzisions- und Uhrentechnik (4 Jahre; Karlstein/Niederösterreich)

Da sich die Tätigkeiten der UhrmacherInnen - ZeitmesstechnikerInnen häufig nicht auf die Arbeit in der Werkstätte beschränken, ist Weiterbildung vor allem in den Bereichen Kundenberatung und Verkauf von Uhren und Schmuck notwendig. Möglichkeiten hiezu bieten Kurse des Wirtschaftsförderungsinstitutes (WIFI). Hinsichtlich der Technik elektronischer Uhren können sich UhrmacherInnen - ZeitmesstechnikerInnen in Kursen verschiedener Herstellerfirmen weiterbilden. Die Höhere technische Bundeslehranstalt Karlstein an der Thaya in Niederösterreich (Standort der Berufsschule für UhrmacherInnen und der Fachschule für Präzisions- und Uhrentechnik) und das WIFI bieten darüber hinaus Vorbereitungskurse für die Meisterprüfung an.

Weiterführende Bildungsmöglichkeiten zur Erreichung höherer Bildungsabschlüsse bzw. zur Höherqualifizierung für AbsolventInnen dieses Lehrberufs:

  • Werkmeisterschule für Berufstätige (2 Jahre, Abendunterricht), Fachrichtungen Maschinenbau, Maschinenbau - Automatisierungstechnik, Maschinenbau - Betriebstechnik, Maschinenbau - Kraftfahrzeugtechnik, Mechatronik.
  • Höhere Lehranstalt für Berufstätige (3 bis 4 Jahre), Fachrichtungen Maschinenbau, Maschinenbau - Allgemeiner Maschinenbau, Maschinenbau - Anlagentechnik, Maschineningenieurwesen - Automatisierungstechnik, Maschineningenieurwesen - Maschinen- und Anlagentechnik, Wirtschaftsingenieure - Maschinenwesen.
  • Aufbaulehrgang (3 bis 4 Jahre), Fachrichtungen Maschinenbau- Automatisierungstechnik, Maschineningenieurwesen - Automatisierungstechnik.

ACHTUNG: LehrabsolventInnen benötigen zur Aufnahme in Höhere Lehranstalten für Berufstätige und Aufbaulehrgänge eine Aufnahmeprüfung oder einen Vorbereitungslehrgang!

UhrmacherInnen - ZeitmesstechnikerInnen können zu WerkstättenleiterInnen und MeisterInnen aufsteigen.

Die Möglichkeit einer selbständigen Berufsausübung (als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschäftsführerIn) besteht für UhrmacherInnen - ZeitmesstechnikerInnen in den Handwerken "Uhrmacher" oder "Mechatroniker für Maschinen- und Fertigungstechnik" (Voraussetzung: Meisterprüfung). Weiters können UhrmacherInnen - ZeitmesstechnikerInnen folgende Teilgewerbe (Voraussetzung: Lehrabschlussprüfung) ausüben: "Fahrradtechnik", "Nähmaschinentechnik".

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Elektronik, Elektrotechnik, Mechatronik (Folder)
Reihe: Jobchancen Lehre
Fundstelle: Eher selten ausgebildete Lehrberufe in diesem Bereich
Lehrberufe in Österreich - Ausbildungen mit Zukunft (Broschüre)
Reihe: Publikation des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) und der Wirtschaftskammer (WKÖ)
Fundstelle: Kunst und Kunsthandwerk, Seite 95
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