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CAM-TechnikerIn

Berufsbereiche: Maschinen, Kfz und Metall
Ausbildungsform: Schule
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

CAM bedeudet Computer Aided Manufacturing und bezeichnet die computergestützte Fertigung unter Verwendung einer CNC-Maschine*.

CAM ist die Ergänzung zu CAD: Durch CAD hergestellte Konstruktionen werden durch Anschluss an computergesteuerte Fertigungsmaschinen automatisch in die Produktion umgesetzt.

CAM TechnikerInnen befassen sich mit der Konzeption, Realisation und Weiterentwicklung von CAM Lösungen bzw. individuellen Lösungen für die Entwicklungs- und Automatisierungsprozesskette eines (Produktions)Betriebes. Sie verfügen dazu über fundierte Kenntnisse im Umgang mit spezifischer CAM Software (Alpha Cam, Top Solid) und den nötigen Schnittstellen zu AutoCAD, CATIA, OneSpace Designer, Pro/ENGINEER, STEP o.a.

CADCAM wird in fast allen Bereichen der Technik genutzt: In der Architektur, im Bauingenieurwesen, Maschinenbau, Elektrotechnik, Implantatprothetik etc.

Beispiel: In der digitalen Medizin, insbesondere in der Zahnrekonstruktion, wird das Modell des präparierten Zahns mit einem Laserscanner digital gescannt. Am Computer modellieren ZahntechnikerInnen das zahntechnische Gerüst. Unter Einsatz der CADCAM Technologie kann dann ein präzises, stabiles, passgenaues Implantat hergestellt werden.

Typische Tätigkeiten von CAM TechnikerInnen:

  • Implementierung und Sicherstellung der Funktionsfähigkeit des CAM Systems
  • Wartung bestehender CAM Versionen
  • Erstellen optimaler Maschinenprogramme in einer CAM Umgebung
  • Erstellen von CNC Programmen für die Einzelteil- und Kleinserienproduktion
  • Optimierung von Programmen
  • Überprüfung und Verbesserung der CAD/CAM Prozesse in der Produktion
  • Mitarbeiterschulung für CAM Anwendungen
  • u.v.a.

 

Siehe auch die Berufe MaschinenbautechnikerIn, BionikerIn, FertigungstechnikerIn sowie den Lehrberuf MechatronikerIn - Hauptmodul Elektromaschinentechnik.

 

*CNC (Computerized Numerical Control): Computergesteuerte programmierbare Maschine, die Werkstücke automatisiert bearbeitet.
Eine Liste mit CAD-Programmen findet sich auf Wikipedia.

Selbstständiges Arbeiten, zuverlässige und gewissenhafter, hohe Kundenorientierung, sehr gute kommunikative Kompetenz, Bereitschaft zu Dienstreisen (meist in regionale Gebiete).

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten sich im Bereich der Produktions- und Fertigungstechnik, bei gewerblichen und technisch-industriellen Produktionsbetrieben, weiters in EDV-Systemhäusern.

EinsteigerInnnen können oft als Junior CAM TechnikerIn beginnen und können betriebsintern Ausbildungsprogramme absolvieren.

 

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "ProduktionstechnikerIn", dem der Beruf "CAM-TechnikerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Von CAM-TechnikerInnen wird meist eine abgeschlossene technisch orientierte Ausbildung erwartet, z.B. ZerspanungstechnikerIn, WerkzeugmacherIn, NC- ProgrammiererIn, ArbeitsvorbereiterIn  oder in einem verwandten Metallberuf mit CAM- und CAD- Systemkenntnissen.

In Jobausschreibungen wird eine mehrjährige Berufspraxis im CNC-Fertigungsbereich (z.B. Fräsen, Drehen) bzw. in der CAM-Programmierung als vorteilhaft bezeichnet.

Für Berufe im Produktionsbereich ist üblicherweise eine fundierte technische Ausbildung (wie vor allem HTL für Maschinen- und Anlagenbau, Wirtschaftsingenieurwesen usw.) erforderlich.

AbsolventInnen einer HTL kann nach 3-jähriger einschlägiger Berufsausübung die Standesbezeichnung Ingenieur/Ingenieurin verliehen werden. Zuständig für die Verleihung ist das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Weitereführende Ausbildungsinformationen

Berufsgruppe: "Produktionstechnik, Fertigungstechnik, Verfahrenstechnik"

Fachschulen

 

  • Fachschule für Maschinenbau, Ausbildungszweig Allgemeiner Maschinenbau (Dauer: 4 Jahre; Standorte: Eisenstadt; Linz).
  • Fachschule für Maschinenbau - Fertigungstechnik (mit Betriebspraktikum) (Dauer: 4 Jahre; Standorte: Kapfenberg; Weiz).
  • Fachschule für Maschinenbau, Ausbildungszweig Fertigungstechnik (Dauer: 4 Jahre; Standort: St. Pölten).
  • Fachschule für Sehbehinderte und -Blinde, Ausbildungszweig Metallbearbeitung und Fertigungstechnik (Dauer: 4 Jahre; Standort: Graz).
  • Fachschule für Berufstätige für Maschinenbau - Produktionstechnik (Dauer: 4 Jahre; Standort: Innsbruck).

 

Berufsbildende höhere Schulen

 

  • Handelsakademie, Ausbildungsschwerpunkt Produktions-, Logistik- und Umweltmanagement (Dauer: 5 Jahre; Standort: Gmunden).
  • Höhere Lehranstalt für Landwirtschaft, Ausbildungsschwerpunkt Betriebs- und Produktionsmanagement (Dauer: 5 Jahre; Standort: St. Florian).
  • Höhere Lehranstalt für Maschineningenieurwesen, Ausbildungsschwerpunkt Fertigungstechnik (Dauer: 5 Jahre; Standorte: Ferlach; Fulpmes; Graz-Gösting; Ried im Innkreis; Zeltweg).
  • Höhere Lehranstalt für Maschineningenieurwesen, Ausbildungsschwerpunkt Fertigungstechnik (Dauer: 5 Jahre; Standorte: Ferlach; Ried im Innkreis; Graz-Gösting; Zeltweg; Fulpmes).
  • Höhere Lehranstalt für Mode, Ausbildungsschwerpunkt Mode und Produktionstechniken (Dauer: 5 Jahre; Standort: Graz; 1090 Wien).
  • Höhere Lehranstalt für Wirtschaftsingenieurwesen, Ausbildungsschwerpunkt Logistik, schulautonome Vertiefung: Produktionsmanagement (Dauer: 5 Jahre; Standort: Graz-Gösting).
  • Höhere Lehranstalt für Berufstätige für Maschineningenieurwesen, Ausbildungsschwerpunkt Allgemeiner Maschinenbau (Dauer: 4 Jahre; Standort: Klagenfurt).

 

Kollegs

 

  • Kolleg/Aufbaulehrgang für Chemie, Ausbildungszweig Technische Chemie (Dauer: 2 Jahre; Standort: Graz).
  • Kolleg/Aufbaulehrgang für Chemie, Ausbildungszweig Technische Chemie - Instrumentelle Analytik (Dauer: 2 Jahre; Standort: 1170 Wien).

 

Werkmeisterschulen

 

  • Werkmeisterschule für Berufstätige für die Papierindustrie (Dauer: 2 Jahre; Standort: Steyrermühl).
  • Werkmeisterschule für Berufstätige für Technische Chemie (Dauer: 2 Jahre; Standort: 1180 Wien).
  • Werkmeisterschule für Berufstätige für Technische Chemie und Umwelttechnik (Dauer: 2 Jahre; Standorte: Kundl; Linz; St. Pölten; 1170 Wien).

 

Weitere Ausbildungsmöglichkeiten

 

  • Schulen im Bereich „Chemie“ (mit zahlreichen Fachrichtungen)
  • Schulen im Bereich „Maschinenbau“ (mit zahlreichen Fachrichtungen)

 

Es gibt Studiengänge und Lehrgänge in verschiedenen Bereichen: Z.B. Verfahrenstechnik, Verfahrenstechnische Produktion, Umwelt-, Verfahrens- und Biotechnik sowie Umwelt-, Verfahrens- und Reglungstechnik, Produktionstechnik und Organisation sowie Verfahrenstechnische Produktio u.v.a.

Darüber hinaus kommen auch Studien in den Bereichen Anlagentechnik, Apparate-, Anlagen- und Prozesstechnik, Chemieingenieurwesen, Biotechnische Verfahren, Papier- und Zellstofftechnik, Industrieller Umweltschutz, Wirtschaftsingenieurwesen - Maschinenbau o.Ä. in Betracht.

Nach mehrjähriger Erfahrung bestehen berufliche Aufstiegsmöglichkeiten in übergeordnete Funktionen wie z.B. Leitung der Produktionslogistik: Diese Position ist verantwortlich für die Abteilungen Einkauf, EDV sowie die Material- und Zeitwirtschaft.

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