Ausbildungsform auswählen

ArbeitstechnikerIn

Berufsbereiche: Büro, Wirtschaft, Finanzwesen und Recht
Ausbildungsform: Schule
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

ArbeitstechnikerInnen beschäftigen sich mit Fragen der Optimierung von Arbeitsprozessen und Fertigungsprozessen.

Sie erstellen Planungs- und Ausführungs- und Ablaufanalysen der kompletten Fertigungslinie und wirken bei der Gestaltung von Prozessen und der Auswahl von Betriebsmittel mit. ArbeitstechnikerInnen befassen sich grundsätzlich mit folgenden Tätigkeiten:

  • Analyse von verfahrenstechnischen Prozessen hinsichtlich Produktqualität, Ergebnistreue, Durchlaufzeit und Kosten
  • Leitung und Koordination von Projekten zur Prozessoptimierung
  • Weiterentwicklung, Optimierung und Implementierung von verfahrenstechnischen Prozessen
  • Materialflussplanung, Disposition und Optimierung des Lagerbestandes
  • Stammdatenmanagement und Werkzeugverwaltung
  • Ergonomische Arbeitsplatzgestaltung
  • Klärung technischer Details mit Lieferanten
  • u.v.a.

 

Für die Beurteilung und zur Gestaltung von Hand- und Montagearbeitsplätzen erstellen ArbeitstechnikerInnen je nach Branche auch Ablauf- und Zeitanalysen. Diese dienen der Ermittlung von Plan- und Vorgabezeiten nach verschiedenen Methoden (z.B. REFA oder MTM)*.

Ziel ist die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit durch aktive Beobachtung von technologischen Entwicklungen und der angemessenen Weiterentwicklung der betriebsinternen Fertigungsprozesse.

Siehe auch den Beruf UnternehmensberaterIn, den Lehrberuf Betriebslogistkaufmann/-frau und den akademischen Beruf ArbeitswissenschafterIn.

 

Die *REFA-Methodenlehre umfasst prozessorientierte Methoden sowie Steuerungs- und Organisationsmethoden zur Optimierung innerbetrieblicher Abläufe.

*Methods-Time Measurement: Methode zur Planung manueller Arbeitsabläufe (durch Zerlegung in Grundbewegungen wie Greifen, Loslassen, Gehen usw.)

Gute analytische Fähigkeiten, Durchsetzungsstärke, Koordinationsfähigkeit, Kommunikationskompetenz, Verantwortungsbewusstsein, strukturierte und zielorientierte Arbeitsweise, gute Allgemeinbildung, gutes mündliches und schriftliches Ausdrucksvermögen.

Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen vor allem in industriellen Betrieben in den verschiedenen Abteilungen, aber auch in Stabsstellen, Mitarbeit in Ingenieurbüros, Unterricht an technischen (Hoch )Schulen, Mitarbeit in technischen Verlagen u.a.m.

Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen in Form beratender Tätigkeit, als Teilbereich der Unternehmensberatung (selbständig oder in entsprechenden Unternehmen angestellt) sowie als KonsulentIn, GutachterIn u.ä.

AbsolventInnen einer HTL kann die Standesbezeichnung Ingenieur / Ingenieurin verliehen werden (Nachweis über Ausbildung und Praxis erforderlich!). Zuständig für die Verleihung ist das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "WirtschaftsingenieurIn", dem der Beruf "ArbeitstechnikerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Von ArbeitstechnikerInnen wird üblicherweise eine abgeschlossene technische Ausbildung (z.B. Produktionstechnik, Maschinenbau, Bauwesen, Informatik) erwartet. Sehr gefragt ist auch eine REFA-Ausbildung* und Erfahrung im Bereich der Optimierung von Produktionsprozessen.

Die *REFA-Methodenlehre umfasst prozessorientierte Methoden zur Arbeitsgestaltung, Betriebsorganisation und Unternehmensentwicklung, Infolink Refa. Das WIFI bietet Infos und Kurse zur REFA-Ausbildung.

Weitereführende Ausbildungsinformationen

Berufsgruppe: "Technische Angestellte - Ingenieurberufe"

Fachschulen
  • Fachschule für Mechatronik  (mit Betriebspraktikum) (Dauer: 4 Jahre; Standorte: Haslach; Klagenfurt; Lienz).
  • Fachschule für Berufstätige für Mechatronik (Dauer: 3,5 Jahre; Standorte: Graz-Gösting; 1200 Wien).
  • Fachschule für Mikroelektronik (Dauer: 4 Jahre; Standort: Karlstein).
  • Fachschule für Maschinenbau - Fertigungstechnik (mit Betriebspraktikum) (Dauer: 4 Jahre; Standorte: Kapfenberg; Weiz).
  • Fachschule für Maschinenbau, Ausbildungszweig Fertigungstechnik (Dauer: 4 Jahre; Standort: St. Pölten).

 

Berufsbildende höhere Schulen
  • Höhere Lehranstalt für Wirtschaftsingenieurwesen, Ausbildungsschwerpunkt Sporttechnik (Dauer: 5 Jahre; Standort: 1200 Wien).
  • Höhere Lehranstalt für Wirtschaftsingenieurwesen, Ausbildungszweig Textiltechnik (Dauer: 5 Jahre; Standort: Dornbirn).
  • Höhere Lehranstalt für Berufstätige für Wirtschaftsingenieurwesen,Ausbildungsschwerpunkt Betriebsmanagement (Dauer: 5 Jahre; Standort: Kapfenberg).
  • Höhere Lehranstalt für Berufstätige für Wirtschaftsingenieurwesen, Ausbildungsschwerpunkt Qualitätsmanagement (Dauer: 4 Jahre Standort: Graz-Gösting).

 

Kollegs
  • Kolleg für Berufstätige für Wirtschaftsingenieurwesen, Ausbildungsmodul Qualitätsmanagement (Dauer: 2 Jahre; Standort: Graz-Gösting).
  • Kolleg für Wirtschaftsingenieurwesen, Ausbildungsmodul Betriebsinformatik (Dauer: 2 Jahre; Standort: Weiz; Wiener Neustadt).
  • Kolleg/Aufbaulehrgang für Wirtschaftsingenieurwesen, Ausbildungszweig Facility Management (Dauer: 2 Jahre; Standorte: Linz; Pinkafeld).
  • Kolleg/Aufbaulehrgang für Wirtschaftsingenieurwesen, Ausbildungsschwerpunkt Betriebsinformatik (Dauer: 2 Jahre; Standort: Weiz).
  • Kolleg/Aufbaulehrgang für Wirtschaftsingenieurwesen, Ausbildungszweig Facility Management (Dauer: 2 Jahre; Standort: Pinkafeld).

 

Berufsbildende höhere Schulen (einschließlich Kollegs) für Berufstätige
  • Höhere Lehranstalt für Mechatronik, Ausbildungsschwerpunkt Automatisierung (Dauer: 5 Jahre; Standorte: Braunau am Inn; Eisenstadt; Kaindorf; Karlstein; Klagenfurt; Lienz; Linz; Wels; 1030 Wien; 1100 Wien).
  • (Dauer: 4 bzw. 3 Jahre; Standort: 1200 Wien).
  • Höhere Lehranstalt (einschließlich Kolleg) für Berufstätige für Wirtschaftsingenieurwesen, Ausbildungsschwerpunkt Betriebsmanagement (Dauer: 4 bzw. 3 Jahre; Standorte: Linz; Weiz; 1200 Wien; Wolfsberg).
  • Höhere Lehranstalt (einschließlich Kolleg) für Berufstätige für Wirtschaftsingenieurwesen, Ausbildungsschwerpunkt Qualitätsmanagement (Dauer: 4 bzw. 3 Jahre; Standort: Linz; 1200 Wien).

 

Werkmeisterschulen
  • Werkmeisterschule für Berufstätige für Maschinenbau - Betriebstechnik (Dauer: 2 Jahre; Standorte: Bad Ischl; Braunau am Inn; Dornbirn; Graz; Kirchdorf an der Krems; Köflach; Leibnitz; Linz; Oberwart; Perg; Ried im Innkreis; Schärding; Steyr; Vöcklabruck; Weiz; Wels; Graz; Dornbirn; 1200 Wien).
  • Werkmeisterschule für Berufstätige für Maschinenbau - Betriebstechnik, Vertiefung Fertigung und Montage (Dauer: 2 Jahre; Standort: Weiz).

 

Weiterbildungsmöglichkeiten für AbsolventInnen von Fachschulen bieten z.B. Aufbaulehrgänge, Studienberechtigungsprüfungen, Meister- und Werkmeisterprüfungen. Darüber hinaus besteht - je nach Bildungsabschluss die Möglichkeit für Berufstätige - einer Höhere Lehranstalt für Berufstätige oder ein Kolleg für Berufstätige zu besuchen.

Ein spezielles Beispiel ist auch die sogenannte REFA-Ausbildung: REFA umfasst ein umfangreiches Ausbildungsprogramm, wobei jeder Qualifikationsschritt mit einer international anerkannten und einheitlichen Urkunde (REFA-Schein) bestätigt wird. Je nach erreichter Qualifikation sind bestimmte Aufgabenbereiche möglich, die durch folgende Berufsbezeichnungen charakterisiert sind: REFA-SachbearbeiterInnen, REFA-Fachmann/ frau, REFA-TechnikerInnen für Industrial Engineering, REFA-OrganisationsassistentInnen, REFA-OrganisatorInnen, REFA-Ingenieur(e)innen für Industrial Engineering, Infolink Refa.

 

Formale Aufstiegsmöglichkeiten in industriellen und gewerblichen Betrieben sind z.B. Funktionen wie kaufmännische LeiterIn, VerkaufsleiterIn oder AbteilungsleiterIn (z.B. für Produktionslogistik).

Branchenerfahrung bzw. Erfahrung in vergleichbaren Funktionen ist für solche Karriereschritte üblicherweise grundsätzlich erforderlich.

Für Tätigkeiten im Ausland ist die Berufsbezeichnung EURO-IngenieurIn von Bedeutung: Es handelt sich dabei um einen europaweit einheitlich anerkannten Berufstitel für Personen mit technischer Ausbildung und mehrjähriger Berufserfahrung; obwohl es sich hier eher um einen Formalismus handelt, wird die Berufsbezeichnung EURO-IngenieurIn in Zukunft voraussichtlich für Tätigkeiten bei internationalen Ausschreibungen und Projekten im technischen Bereich von Bedeutung sein, Infolink.  

Weitere berufliche Entwicklungsperspektiven bieten auch die Berufsbilder von Auditors, Industrial Engineers, Clinical Engineers u.a.m.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Mode, Textil, Leder (Folder)
Reihe: Jobchancen Schule
Diese Berufe könnten Sie auch interessieren ...
Weitere Berufe aus dem Bereich "Büro, Wirtschaft, Finanzwesen und Recht" anzeigen