Angebote im AMS Berufslexikon

Das Berufslexikon informiert über Aufgaben und Tätigkeiten in den Berufen, über Berufsanforderungen, Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Beschäftigungsmöglichkeiten, Berufsaussichten, Anfangseinkommen und vieles mehr.

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* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

ReiseberaterInnen vermitteln und verkaufen Nah- und Fernreisen in den Bereichen Flug-, Bahn-, Bus- und Schiffsverkehr. Sie beraten ihre KundInnen zu Reiseangeboten, wie z.B. Pauschalreisen, finden für sie die schnellsten und kostengünstigsten Verbindungen und führen Reservierungen durch. Zudem informieren sie auch über Zusatzangebote und verkaufen z.B. Reiseversicherungen oder organisieren Mietautos vor Ort. Bei internationalen Reisen informieren sie über länderspezifische Besonderheiten und sinnvolle Sicherheitsvorkehrungen, wie z.B. Impfungen.

Weiters erstellen sie je nach Dienstleistungsangebot auch individuelle Reise- und Freizeitangebote. Dabei übernehmen ReiseberaterInnen die gesamte Reiseorganisation von der Angebotslegung über das Buchen von Verkehrsmitteln und Unterkünften bis zur Abrechnung und eventuellen Nachbetreuung der KundInnen.

Typische Tätigkeiten sind z.B.:

  • Tickets für nationale und internationale Reisen verkaufen
  • Anfragen von KundInnen beantworten
  • Reklamationen und Beschwerden bearbeiten
  • Kundendaten verwalten
  • KundInnen akquirieren
  • Verkaufsfördernde Maßnahmen entwickeln
  • Umbuchungen durchführen
  • Gästeinformationen zusammenstellen
Siehe auch:
  • Bereitschaft, an unterschiedlichen Orten zu arbeiten
  • Bereitschaft, in den Abendstunden zu arbeiten
  • EDV-Anwendungskenntnisse
  • Englischkenntnisse
  • Freude am Beraten
  • Interesse für Tourismus
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Organisationstalent
  • Problemlösungsfähigkeit
  • Überzeugungsfähigkeit

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten z.B. folgende Unternehmen und Branchen:

  • Reisebüros
  • Reiseveranstalter
  • Bahnunternehmen
  • Flugunternehmen
  • Busunternehmen
  • Schiffsreiseunternehmen
  • Tourismusverbände

Österreich zählt zu den meistbesuchten Ländern der Welt. Umgekehrt ist auch die Reiselust der österreichischen Bevölkerung sehr groß. Während die Digitalisierung einfache Buchungsprozesse übernimmt, steigt der Wert einer individuellen Reiseplanung und regionalen Steuerung massiv an. Es besteht ein starker Trend hin zu maßgeschneiderten, authentischen Erlebnissen, die eine tiefe Ortskenntnis und professionelles Management auf regionaler Ebene erfordern. Gleichzeitig ist nicht zuletzt aufgrund des gestiegenen Sicherheitsbedürfnisses die Nachfrage nach Pauschalreisen weiterhin groß. Daher werden gut ausgebildete und spezialisierte Tourismusprofis gebraucht, die für jedes Reisebedürfnis das passende Angebot finden.

Obwohl heute viele Reisen direkt über Online-Portale gebucht werden, ist die Expertise von ReiseberaterInnen nach wie vor gefragt. Vor allem bei der Planung und Buchung komplexer und maßgeschneiderter Reisen vertrauen viele KundInnen auf deren Fachwissen. Neben einer ausgeprägten Kundenorientierung sind fundierte Kenntnisse aktueller Buchungs- und Reservierungssysteme unbedingt erforderlich. Gute Englisch- und weitere Fremdsprachenkenntnisse und Spezialisierungen, z.B. auf nachhaltigen Tourismus oder Luxusreisen, können die Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen.

Unter dem folgenden Link gelangen Sie zum AMS-JobBarometer. Dort finden Sie weiterführende Informationen zu den Arbeitsmarktaussichten für das Berufsbündel "TourismusmanagerIn", dem der Beruf "ReiseberaterIn" zugeordnet ist, wie z.B. Informationen zu Trends, Anzahl der Inserate oder häufig nachgefragten Kompetenzen:

AMS-JobBarometer

Stellenangebote in "alle jobs" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular in "alle jobs". Im Formular können Sie dann noch weitere Filter setzen.

offene Job-Angebote

Eine gute Grundlage für diesen Beruf sind Ausbildungen an berufsbildenden mittleren und höheren Schulen, insbesondere mit Tourismusschwerpunkt. Die schulischen Ausbildungen an Tourismusschulen beinhalten je nach Ausrichtung oftmals das Erlernen von mehreren Fremdsprachen sowie Qualifikationen in den Bereichen Reisemanagement, Tourismusmarketing und Kundenmanagement. Zudem werden im Rahmen von mehrwöchigen Betriebspraktika erste berufliche Erfahrungen gesammelt.

Eine weitere Zugangsmöglichkeit sind Lehrausbildungen im Bereich Tourismus. Große Tourismusbetriebe bilden darüber hinaus ihr Personal betriebsintern aus.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Weiterbildungsmöglichkeiten für AbsolventInnen von Fachschulen bieten beispielsweise Aufbaulehrgänge, die zur Matura führen, sowie eine Studienberechtigungsprüfung oder die Berufsreifeprüfung. Diese ermöglichen den Zugang zu Kollegs oder Universitäten, z.B. im Bereich Tourismus. Auch einschlägige Fachhochschul-Studiengänge bieten eine Weiterbildungsperspektive.

Weiterbildungen können bei Erwachsenenbildungseinrichtungen wie BFI und WIFI sowie bei privaten Aus- und Weiterbildungsinstituten absolviert werden, z.B. für folgende Bereiche:

  • Destinationsmanagement
  • Marketing
  • Eventmanagement
  • Rechnungswesen
  • Freizeitwirtschaft
  • Fremdsprachen
  • Reiseleitung

Seit Herbst 2023 können an Universitäten, Fachhochschulen, Pädagogische Hochschulen sowie Privatuniversitäten zusätzlich zum bisherigen Studienangebot auch berufsbegleitende Weiterbildungsstudien absolviert werden. Diese bieten auch Personen, die keine Hochschulreife (Matura, Berufsreife- oder Studienberechtigungsprüfung) besitzen, die Möglichkeit den akademischen Titel „Bachelor Professional (BPr)" oder „Master Professional (MPr)" zu erwerben.

Für die Zulassung zu einem Bachelor Professional-Studium ist ein einschlägiger beruflicher Ausbildungsabschluss (z.B. Lehre, BMS-Abschluss) oder eine mehrjährige Berufserfahrung im Studienbereich erforderlich.

Personen, die einen Master Professional abgeschlossen haben, können in der Folge dann auch ein Doktoratsstudium absolvieren.

Aufstiegsmöglichkeiten bestehen in Managementfunktionen, wie z.B. im Veranstaltungsmanagement oder Eventmanagement. Entwicklungsmöglichkeiten bieten ähnliche Berufe im Tourismusbereich, wie z.B. ReiseleiterIn. Zudem können sich ReiseberaterInnen auf bestimmte Angebote bzw. Zielgruppen spezialisieren sowie eine Tätigkeit im Bereich Travel-Management für die Organisation von Geschäftsreisen bei großen Unternehmen anstreben.

Eine selbstständige Berufsausübung ist z.B. im Rahmen des freien Gewerbes "Reisebetreuung" sowie im reglementierten Gewerbe "FremdenführerIn" möglich. Für reglementierte Gewerbe muss bei der Gewerbeanmeldung der jeweils vorgeschriebene Befähigungsnachweis, z.B. in Form einer Befähigungsprüfung, eines bestimmten Schul- oder Studienabschlusses oder einer fachlichen Tätigkeit, erbracht werden. Ein freies Gewerbe erfordert keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich die Erfüllung der allgemeinen Voraussetzungen zur Anmeldung eines Gewerbes.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Wirtschaftskammer Österreich sowie in der Liste der reglementierten Gewerbe und der Liste der freien Gewerbe.

* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

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