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UmweltbautechnikerIn

Berufsbereiche: Bau, Baunebengewerbe und Holz / Umwelt
Ausbildungsform: Schule
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.010,- bis € 2.400,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

Während BauingenieurInnen auf der konstruktiv planenden Seite tätig sind, wirken BautechnikerInnen vorwiegend auf der ausführenden Seite (Tätigkeiten zur Bauabwicklung).

Tätigkeitsmerkmale

UmweltbautechnikerInnen sind BautechnikerInnen (z.B. für Abbruch, Deponiebau, Sanierungstechnik). Sie befassen sich auch mit der umweltschonenden Gestaltung und Ausführung von Bauprojekten.

Sie wirken bei der Planung und Berechnung von Gebäuden und Betriebsanlagen und anderen Objekten mit. Sie berücksichtigen dabei umwelttechnische und ökologische Gesichtspunkte, deren Grundzüge bereits von ArchitektInnen entworfen wurde. Ihre Tätigkeit umfasst den ganzen Lebenszyklus eines Gebäudes - von der Entstehung bis zum Rückbau (Abbruch, Recycling der Baustoffe).

Darüber hinaus beurteilen sie die Auswirkungen von Bauprojekten auf die Umwelt und suchen nach Möglichkeiten einer umweltschonenden Gestaltung und Ausführung von Bauprojekten.

UmweltbautechnikerInnen spezialisieren üblicherweise sich in verschiedenen Bereichen:

  • Hochbau - Revitalisierung, Rückbau
  • Wasserbau - Trinkwasserversorgung, Flussregulierung, Kanalisierung, Kraftwerksbau
  • Gebäudetechnik - Heizung, Lüftung, Klimatechnik, Installationstechnik
  • Verfahrenstechnik - Kläranlagen, Abgasentgiftung
  • Recyclingtechnik - Sondermüllentsorgung, Wiedergewinnung von Rohstoffen
  • Infrastrukturbau - ökologischer Bau von Tunnel, Straßen- und Eisenbahnanlagen
  • u.a.

 

Im Rahmen ihrer Planungstätigkeit führen sie auch chemische und biologische Untersuchungen im Labor durch. Weiters erstellen sie auch z.B. Abfallentsorgungskonzepte, Energieeinsparungskonzepte und arbeiten an ihrer Verwirklichung mit.

Siehe auch die Berufe UmwelttechnikerIn (Recyclingtechnik), VerfahrenstechnikerIn (Technischer Umweltschutz).

  • Naturwissenschaftlich-mathematisches Verständnis mit Spezialkenntnissen je nach Sparte
  • Freude an Physik (Mechanik, Thermik, Thermodynamik)
  • Räumliches Vorstellungsvermögen
  • Sehr hohes Verantwortungsbewusstsein
  • Problemlösungsfähigkeit und Kreativität
  • Kontaktfähigkeit und Teamkompetenz
  • Verhandlungskompetenz
  • interdisziplinäres Denken (verschiedene Fachbereiche)

UmweltbautechnikerInnen finden v.a. in Unternehmen des Baugewerbes, Architekturbüros, Ingenieurbüros und weiteren Ziviltechnikbüros, in Hoch- und Tiefbaubetrieben, in Konstruktionsbüros bei Planungsgesellschaften, in Planungsbüros der Industrie, in Bauämtern der Öffentlichen Bauträger, sowie als Selbstständige Beschäftigung.

Auf Grund des österreichischen Abfallwirtschaftsgesetzes ist es erforderlich, dass jeder Betrieb (ab 100 MitarbeiterInnen) einen betrieblichen Abfallbeauftragten der Behörde bekannt gibt.

Weitere Beschäftigungsmöglichkeiten für Beratungsberufe mit ökologischem Background gibt es vor allem bei Gemeinden und gemeinnützigen Vereinen, Interessengemeinschaften und Interessenvertretungen. Arbeitsmöglichkeiten gibt es auch in Form selbständiger Beratungstätigkeit.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "BautechnikerIn", dem der Beruf "UmweltbautechnikerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Spezialisierungen auf bestimmte Aufgabenbereiche, wie z.B. Bauökologie, Baurevitalisierung, Rückbau und Recyclingtechnik, erfolgen meist im Rahmen der beruflichen Tätigkeit.

AbsolventInnen einer HTL kann die Standesbezeichnung Ingenieur Ingenieurin verliehen werden (Nachweis über Ausbildung und Praxis erforderlich!).

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Ergänzend ist auch auf Weiterbildungsmöglichkeiten in Form von Fernschulen und Fernuniversitäten hinzuweisen.

Spezielle Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten bieten Kollegs sowie Berufsbildende Höhere Schulen für Berufstätige für Bautechnik, Chemie oder Wirtschaftstechnik mit Schwerpunkten in den Bereichen Umwelttechnik und Umweltschutzmanagement. Einschlägige Fachhochschul-Studiengänge sind z.B. Bio- und Umwelttechnik, Energie- und Umweltmanagement sowie Studiengang Verfahrens- und Umwelttechnik.

Bachelorstudien: Umwelt- und Bio-Ressourcenmanagement, Industrieller Umweltschutz, Entsorgungstechnik und Recycling sowie Umweltsystemwissenschaften.

Lehrgänge: Umweltmanagement, Management und Umwelt oder Projektmanagement, Öko-Auditing, Solararchitektur, Klimatechnik, Sanierungsmanagement, nachhaltige Entwicklung im Städtebaut.

Fachprüfungen und Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es darüber hinaus für Umweltbetriebsprüfer - Umweltgutachter, Bauökologie, Umwelt- und Energieberatung, Ökologische Beratungsberufe, Umwelt- und Energieberatung u.a.m. Darüber hinaus werden u.a. Universitätslehrgänge für Umweltmanagement, Umweltprüfung und Umweltgutachten von verschiedenen Veranstaltern angeboten.

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