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Das Berufslexikon informiert über Aufgaben und Tätigkeiten in den Berufen, über Berufsanforderungen, Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Beschäftigungsmöglichkeiten, Berufsaussichten, Anfangseinkommen und vieles mehr.

Start | Visual Merchandiser (m/w)

* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Visual Merchandiser sind für die optische Gestaltung von Geschäften, Verkaufsflächen, Regalen und Auslagen sowie von Schauräumen und Messeständen verantwortlich. Dazu planen und realisieren sie Maßnahmen und Kampagnen, die die Aufmerksamkeit der KundInnen auf die Produkte und Dienstleistungen eines Unternehmens lenken und somit den Verkaufserfolg fördern. 

Für eine visuell ansprechende Präsentation von Produkten in Schaufenstern, Verkaufsbereichen und Regalen wählen Visual Merchandiser verschiedene Materialien zur Dekoration aus. Sie sorgen außerdem dafür, dass Produkte durch gezielte Beleuchtung und eine passende farbliche Gestaltung optimal zur Geltung kommen. In Geschäftsräumen achten sie darauf, dass die Verkaufsflächen sauber und übersichtlich gestaltet sind, sodass den KundInnen ein ansprechendes Einkaufserlebnis ermöglicht wird. Bei der Entwicklung von Ideen und Konzepten müssen Visual Merchandiser sowohl die unternehmensinternen Gestaltungsrichtlinien (Corporate Design) berücksichtigen als auch auf eine umgebungs- und zielgruppengerechte Gestaltung achten. 

Visual Merchandiser arbeiten eng mit dem Marketing und Vertrieb zusammen und setzen vorgegebene Marketingkonzepte kreativ in Verkaufs- und Warenpräsentationsräumen um. Darüber hinaus koordinieren sie Materialien, verwalten das zur Verfügung gestellte Budget und schulen teilweise auch Verkaufspersonal in der optimalen Warenpräsentation.

Typische Tätigkeiten sind z.B.:

  • Verkaufsflächen und Geschäftsräume gestalten
  • Planungsskizzen anfertigen
  • Verkaufsvorrichtungen anbringen
  • Dekorationen kontrollieren und instand halten
  • Warenlager betreuen
  • Evaluationen durchführen
Siehe auch:
  • EDV-Anwendungskenntnisse
  • Freude am Beraten
  • Gerne kreativ arbeiten
  • Gutes räumliches Vorstellungsvermögen
  • Interesse für Verkauf
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Organisationstalent
  • Selbstständiges Arbeiten
  • Sinn für Mode und Trends
  • Überzeugungsfähigkeit

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten z.B. folgende Unternehmen und Branchen:

  • Einzelhandelsunternehmen, z.B. im Möbel-, Elektronik- oder Modebereich
  • Markenunternehmen mit Flagship-Stores
  • Shopping-Center

Die Handelsbranche gehört zu den wichtigsten Wirtschaftsbereichen in Österreich, auch wenn die gestiegenen Preise die Kaufkraft der KonsumentInnen teilweise beeinträchtigen. Besonders viele Arbeitsplätze gibt es im Einzelhandel. Aber auch der Großhandel, also der Handel zwischen Unternehmen mit Waren, sowie der zunehmend wachsende Online-Handel bieten gute Jobperspektiven. Obwohl der Anteil der Online-Umsätze seit Jahren steigt, besteht weiterhin eine anhaltende Nachfrage nach Verkaufspersonal im stationären Handel. Aufgrund der vergleichsweisen hohen Fluktuation in diesem Bereich werden häufig Stellen frei, wobei Teilzeitbeschäftigung weit verbreitet ist. Immer mehr Einzelhandelsunternehmen mit Ladengeschäften betreiben zusätzlich einen Online-Shop, um den Einkaufsgewohnheiten der KundInnen gerecht zu werden, und um konkurrenzfähig zu sein. Digitale Technologien spielen aber auch im Verkaufslokal eine wichtige Rolle. Neben Computerkassen, Tablets und Barcodescanner, die schon länger standardmäßig verwendet werden, setzen immer mehr Geschäfte auf digitale Selbstbedienungskassen.

Um Geschäftsräume ansprechend und verkaufsfördernd zu gestalten, müssen Visual Merchandiser über aktuelle Trends informiert sein und über ein ausgeprägtes ästhetisches Gefühl verfügen. Zudem können Kenntnisse im Bereich Raumausstattung die Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen.

Unter dem folgenden Link gelangen Sie zum AMS-JobBarometer. Dort finden Sie weiterführende Informationen zu den Arbeitsmarktaussichten für den Beruf "Visual Merchandiser", wie z.B. Informationen zu Trends, Anzahl der Inserate oder häufig nachgefragten Kompetenzen.

AMS-JobBarometer

Stellenangebote in "alle jobs" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular in "alle jobs". Im Formular können Sie dann noch weitere Filter setzen.

offene Job-Angebote

Eine gute Grundlage für diesen Beruf bietet eine kaufmännische oder wirtschaftliche Ausbildung an berufsbildenden Schulen oder eine Ausbildung an höheren Lehranstalten im Bereich Kunst und Textil. Visual Merchandiser fertigen bei der Planung ihrer Konzepte Skizzen an und müssen daher über entsprechendes grafisches Know-how verfügen. Daher sind Qualifikationen in den Bereichen Grafik, Design und Raumdesign vorteilhaft.

Dieser Beruf kann auch im Rahmen einer Kurz- und Spezialausbildung sowie einer akademischen Ausbildung erlernt werden, siehe dazu die Berufe Visual Merchandiser (m/w) (Kurz-/Spezialausbildung) und Visual Merchandiser (m/w) (UNI/FH/PH).

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Weiterbildungsmöglichkeiten für AbsolventInnen von Fachschulen oder Handelsschulen bieten Aufbaulehrgänge, die zur Matura führen, sowie eine Studienberechtigungsprüfung oder die Berufsreifeprüfung. Diese ermöglichen den Zugang zu Kollegs und Universitäten, z.B. im Bereich Design. Auch einschlägige Fachhochschul-Studiengänge bieten für berufserfahrene FachschulabsolventInnen sowie für BHS-AbsolventInnen eine Weiterbildungsperspektive.

Weiterbildungen können bei Erwachsenenbildungseinrichtungen wie BFI und WIFI sowie bei privaten Aus- und Weiterbildungsinstituten absolviert werden, z.B. für folgende Bereiche:

  • Marketing
  • Verkauf
  • Produktmanagement
  • Mode
  • Sales Management
  • Rechnungswesen
  • Handel

Seit Herbst 2023 können an Universitäten, Fachhochschulen, Pädagogische Hochschulen sowie Privatuniversitäten zusätzlich zum bisherigen Studienangebot auch berufsbegleitende Weiterbildungsstudien absolviert werden. Diese bieten auch Personen, die keine Hochschulreife (Matura, Berufsreife- oder Studienberechtigungsprüfung) besitzen, die Möglichkeit, den akademischen Titel "Bachelor Professional (BPr)" oder "Master Professional (MPr)" zu erwerben.

Für die Zulassung zu einem Bachelor Professional-Studium ist ein einschlägiger beruflicher Ausbildungsabschluss (z.B. Lehre, BMS-Abschluss) oder eine mehrjährige Berufserfahrung im Studienbereich erforderlich.

Personen, die einen Master Professional abgeschlossen haben, können in der Folge dann auch ein Doktoratsstudium absolvieren.

Aufstiegsmöglichkeiten bestehen in leitenden Funktionen wie Team- oder Abteilungsleitung sowie im Area-Management, Product-Management oder Key-Account-Management.

Eine selbstständige Berufsausübung ist z.B. im Rahmen des freien Gewerbes "Handelsgewerbe" möglich. Ein freies Gewerbe erfordert keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich die Erfüllung der allgemeinen Voraussetzungen zur Anmeldung eines Gewerbes.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Wirtschaftskammer Österreich sowie in der Liste der freien Gewerbe.

* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

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