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WaagenherstellerIn

Berufsbereiche: Maschinen, Kfz und Metall
Ausbildungsform: Lehre
Infos zur Lehrlingsentschädigung
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

WaagenherstellerInnen stellen Waagen und Gewichte aller Art (z.B. Laborwaagen, Präzisionswaagen, Kontroll- und Palettenwaagen, Großwaagen für Industrie und Handel) her und führen die Aufstellung/Montage, Wartung und Reparatur von Waagen und Gewichten durch.

Waagen dienen als Messgeräte zur Bestimmung unbekannter Massen oder Gewichte ("Lasten"). Bei Hebelwaagen wird die Last durch den Vergleich mit einem bekannten Gewicht ermittelt. Die einfachste Hebelwaage ist die gleicharmige Balkenwaage, bei der die Last in der einen Schale durch ein gleich schweres Gewichtsstück in der anderen Schale aufgewogen wird. Zum Wiegen schwerer Lasten werden Waagen mit verschieden langen Hebelarmen verwendet. Die am kürzeren Arm aufgelegte Last wird durch ein geringeres Gewicht, dem Längenverhältnis der Hebelarme ("Übersetzung") entsprechend, ausgeglichen. Bei Feder- und Torsionswaagen bewirkt das Gewicht der Messlast z.B. das Dehnen einer Feder oder das Verdrehen von Drähten oder Bändern, das dann als Maß dient. Bei elektromechanischen, elektromagnetischen und elektronischen Waagen wird das Gewicht der Last in elektrische bzw. elektronische Größen umgesetzt und mit entsprechenden Instrumenten gemessen.

Bei der Wartung und Reparatur einer mechanischen Waage kontrollieren die WaagenherstellerInnen die Gewichtsanzeige mit Prüfgewichten und stellen die Abweichungen fest. Sie zerlegen die Waage und reinigen die Bestandteile. Entsprechend dem festgestellten Schaden tauschen sie die fehlerhaften Bestandteile aus bzw. reparieren beschädigte Hebel und Lagerungen, wobei sie zum Teil auch Ersatzteile selbst anfertigen. Sie fetten die Lager ein und behandeln die Teile mit Rostschutzfarbe. Anschließend bauen sie die Waage wieder zusammen.

Bei der Reparatur elektronischer Waagen überprüfen die WaagenherstellerInnen zuerst elektrische Kenngrößen (z.B. Spannung, Widerstand) mit verschiedenen Messgeräten. Ein Oszillograph macht z.B. auf einem Bildschirm elektrische Schwingungen sichtbar. Aus den Messwerten lassen sich Rückschlüsse auf mögliche Fehlerquellen ziehen. Wenn der fehlerhafte Bestandteil mit Hilfe des Schaltplanes gefunden wurde, tauschen die WaagenherstellerInnen diesen auf der Printplatte, auf der die elektronischen Bauteile aufgelötet sind, aus.

Bei der Erzeugung einer Hebelwaage fertigen die WaagenherstellerInnen die einzelnen Hebel für die Hebelkombination aus Stahlprofilen an. Sie stellen die speziellen Lagerungen ("Schneiden" und "Pfannen") her, um die Reibung zwischen festen und beweglichen Teilen an den Drehpunkten möglichst gering zu halten. Dann montieren sie die Lagerungen und die Hebel im entsprechenden Waagengehäuse.

Bei der Neuanfertigung und nach jeder Wartung muss die Waage justiert (genau eingestellt) werden. Die WaagenherstellerInnen tarieren die Waage, sodass die Gewichtsanzeige genau den Nullpunkt anzeigt, wenn kein Gewicht aufliegt. Dann belasten sie die Waage in mehreren Schritten mit geeichten Gewichten bis zur Höchstlast. Anhand der Abweichungen der Gewichtsanzeige beim Belasten durch die Gewichte stellen sie die Fehlerquellen fest und stellen die Waage ein. Wenn die Gewichtsanzeige hinsichtlich Genauigkeit und Empfindlichkeit den Vorschriften entspricht, geben sie die Waage zur Eichung durch das Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen frei, das eine genaue Kontrolle durchführt.

WaagenherstellerInnen stellen Waagen und Gewichte aller Art (z.B. Laborwaagen, Präzisionswaagen, Kontroll- und Palettenwaagen, Großwaagen für Industrie und Handel) her und führen die Aufstellung/Montage, Wartung und Reparatur von Waagen und Gewichten durch.

Waagen dienen als Messgeräte zur Bestimmung unbekannter Massen oder Gewichte ("Lasten"). Bei Hebelwaagen wird die Last durch den Vergleich mit einem bekannten Gewicht ermittelt. Die einfachste Hebelwaage ist die gleicharmige Balkenwaage, bei der die Last in der einen Schale durch ein gleich schweres Gewichtsstück in der anderen Schale aufgewogen wird. Zum Wiegen schwerer Lasten werden Waagen mit verschieden langen Hebelarmen verwendet. Die am kürzeren Arm aufgelegte Last wird durch ein geringeres Gewicht, dem Längenverhältnis der Hebelarme ("Übersetzung") entsprechend, ausgeglichen. Bei Feder- und Torsionswaagen bewirkt das Gewicht der Messlast z.B. das Dehnen einer Feder oder das Verdrehen von Drähten oder Bändern, das dann als Maß dient. Bei elektromechanischen, elektromagnetischen und elektronischen Waagen wird das Gewicht der Last in elektrische bzw. elektronische Größen umgesetzt und mit entsprechenden Instrumenten gemessen.

Bei der Wartung und Reparatur einer mechanischen Waage kontrollieren die WaagenherstellerInnen die Gewichtsanzeige mit Prüfgewichten und stellen die Abweichungen fest. Sie zerlegen die Waage und reinigen die Bestandteile. Entsprechend dem festgestellten Schaden tauschen sie die fehlerhaften Bestandteile aus bzw. reparieren beschädigte Hebel und Lagerungen, wobei sie zum Teil auch Ersatzteile selbst anfertigen. Sie fetten die Lager ein und behandeln die Teile mit Rostschutzfarbe. Anschließend bauen sie die Waage wieder zusammen.

Bei der Reparatur elektronischer Waagen überprüfen die WaagenherstellerInnen zuerst elektrische Kenngrößen (z.B. Spannung, Widerstand) mit verschiedenen Messgeräten. Ein Oszillograph macht z.B. auf einem Bildschirm elektrische Schwingungen sichtbar. Aus den Mess ...

  • Kräftiger Körperbau: Justieren von Großwaagen, Heben von Bauteilen und Gewichten
  • körperliche Wendigkeit: Arbeiten im Unterwerk von Großwaagen
  • Handgeschicklichkeit: Warten, Reparieren und Anfertigen von Waagenbauteilen
  • Fingerfertigkeit: feinmechanische Arbeiten an Waagen, Montieren kleiner Teile
  • Auge-Hand-Koordination: Einbauen von Kleinteilen, feinmechanische Arbeiten
  • Sehvermögen: Präzisionsarbeiten beim Zusammenbau von Waagen
  • Unempfindlichkeit der Haut: Arbeiten mit Reinigungsmitteln, Schmiermitteln, Lacken
  • mathematisch-rechnerische Fähigkeit: Schwerpunktbestimmungen, Einstellen von Skalen
  • technisches Verständnis: Herstellen und Reparieren von Waagen, Einstellarbeiten
  • Organisationstalent: Koordinieren mehrerer Aufträge
  • Fähigkeit zur Zusammenarbeit: Teamarbeit an Großwaagen
  • logisch-analytisches Denken: Fehlersuche, vor allem an elektronischen Waagen
  • Merkfähigkeit: Zusammenbauen und Justieren von Waagen
  • Selbständigkeit: Herstellen, Warten und Reparieren
  • generelle Lernfähigkeit: Warten und Reparieren von elektronischen Waagen

Der Großteil der WaagenherstellerInnen ist in Klein- und Mittelbetrieben des Gewerbes beschäftigt, wo hauptsächlich Wartungs- und Reparaturarbeiten durchgeführt werden. Die Zahl der in Industriebetrieben Beschäftigten ist relativ klein, da es in Österreich nicht sehr viele Betriebe gibt, die auf die Waagenherstellung spezialisiert sind.

Die Nachfrage nach Wartungs- und Reparaturleistungen wird in Zukunft stabil bleiben, weswegen mit einem gleich bleibenden Bedarf an FacharbeiterInnen gerechnet wird.

Frauen sind in diesem Beruf nur in geringem Maß beschäftigt, was auf die zum Teil hohen körperlichen Anforderungen (z.B. Tragen von Waagen und Gewichten) zurückzuführen ist.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "FeinmechanikerIn", dem der Beruf "WaagenherstellerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:
In folgenden Bundesländern befinden sich Berufsschulen für den Lehrberuf:
Quelle: Berufsschulverzeichnis des BMB (Bundesministerium für Bildung)

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

WaagenherstellerIn
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Metall- und Elektrogewerbe (Arbeiter) 01.01.2018
Metallindustrie (Arbeiter) 01.11.2017
WaagenherstellerIn (inkl. Doppellehren)
Anz./Jahr 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
männlich 1 1 1 1 0 1 1 2 1 0
weiblich 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
gesamt 1 1 1 1 0 1 1 2 1 0
Frauenanteil 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% - 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% -
Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich
WaagenherstellerIn
Verwandte Lehrberufe LAP-Ersatz *
Konstrukteur/in - Werkzeugbautechnik nein
Metalltechniker/in - Zerspanungstechnik nein
* LAP-Ersatz = Lehrabschlussprüfungs-Ersatz

Folgende berufsbildende Schulen bieten eine ähnliche Ausbildung wie der Lehrberuf:

Höhere Lehranstalt für Maschineningenieurwesen, Ausbildungsschwerpunkte "Allgemeiner Maschinenbau" und "Maschinen- und Anlagentechnik"; Höhere Lehranstalt für Mechatronik (Ausbildungsschwerpunkte "Automatisierung" oder "Präzisionstechnik").

Durch den Einsatz elektronischer Bauteile bei Waagen sind Kenntnisse auf diesem Gebiet für Wartungs- und Reparaturarbeiten unbedingt erforderlich. Das Berufsförderungsinstitut (bfi) und das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) bieten zahlreiche Weiterbildungsveranstaltungen für Elektronik, Mikroelektronik und Digitaltechnik sowie in der Metallverarbeitung an.

Weiterführende Bildungsmöglichkeiten zur Erreichung höherer Bildungsabschlüsse bzw. zur Höherqualifizierung für AbsolventInnen dieses Lehrberufs sind vor allem die Werkmeisterschule für Berufstätige mit den Fachrichtungen "Maschinenbau", "Maschinenbau - Automatisierungstechnik", "Maschinenbau - Betriebstechnik", "Maschinenbau - Kraftfahrzeugtechnik", "Kunststofftechnik", "Elektrotechnik", "Elektrotechnik und Maschinenbau", "Industrielle Elektronik" oder "Mechatronik" (2 Jahre, Abendunterricht) und die folgenden zur Reife- und Diplomprüfung führenden Schulen: Aufbaulehrgang für Berufstätige für Wirtschaftsingenieurwesen (3 Jahre); Höhere Lehranstalt für Berufstätige für Maschineningenieurwesen, Ausbildungsschwerpunkte "Maschinen- und Anlagentechnik", "Automatisierungstechnik" oder "Haustechnik" (4 Jahre); Höhere Lehranstalt für Berufstätige für Wirtschaftsingenieurwesen (4 Jahre); Höhere Lehranstalt für Berufstätige für Wirtschaftsingenieurwesen, Ausbildungsschwerpunkte "Betriebsinformatik", "Betriebsmanagement", "Qualitätsmanagement" und "Umweltökonomie" (4 Jahre); Aufbaulehrgang für Elektronik (4 Jahre, auch für Berufstätige); Höhere Lehranstalt für Berufstätige für Elektronik, Ausbildungsschwerpunkte "Angewandte Mechatronik", "Technische Informatik" oder "Telekommunikation" (4 Jahre); Höhere Lehranstalt für Berufstätige für Elektronische Datenverarbeitung und Organisation, Ausbildungsschwerpunkte "Digitale Medientechnik und Medienwirtschaft", "Kommerzielle Datenverarbeitung", "Netzwerktechnik" und "Softwareengineering" (4 Jahre).

Bei entsprechender Weiterbildung können WaagenherstellerInnen zu VorarbeiterInnen, MontageleiterInnen, KundendienstleiterInnen und WerkstättenleiterInnen aufsteigen.

Die Möglichkeit einer selbständigen Berufsausübung (als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschäftsführerIn) besteht für WaagenherstellerInnen in den Handwerken "Mechatroniker für Maschinen- und Fertigungstechnik" oder "Metalltechnik für Metall- und Maschinenbau" (Voraussetzung: Meisterprüfung). Weiters können WaagenherstellerInnen folgende Teilgewerbe (Voraussetzung: Lehrabschlussprüfung) ausüben: "Anfertigung von Schlüsseln mittels Kopierfräsmaschinen", "Fahrradtechnik", "Nähmaschinentechnik", "Schleifen von Schneidwaren".

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Technik (Broschüre)
Reihe: Berufe ...
Maschinenbau und Metallbearbeitung (Folder)
Reihe: Jobchancen Lehre
Fundstelle: Eher selten ausgebildete Lehrberufe in diesem Bereich
Lehrberufe in Österreich - Ausbildungen mit Zukunft (Broschüre)
Reihe: Publikation des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) und der Wirtschaftskammer (WKÖ)
Fundstelle: Metalltechnik und Maschinenbau, Seite 118
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