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MediaplanerIn

Berufsbereiche: Medien, Kunst und Kultur / Büro, Wirtschaft, Finanzwesen und Recht
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

MediaplanerInnen beraten und begleiten UnternehmerInnen bei der Erstellung von Werbekampagnen und Inhalten.

Sie entwickeln, planen und realisieren Mediakonzepte für KundInnen aus unterschiedlichen Branchen. Dabei kann es sich z.B. um Informationen zum Gesundheitswesen, Sport oder technische Produkte handeln. Sie unterstützen Unternehmen oder einzelne Personen dabei, deren Präsenz in den Medien (Zeitung, Radio, TV, Internet) optimal und gewinnbringend zu nutzen.

MediaplanerInnen sind im Grunde für alle Belange rund um die (Werbe)Kampagne verantwortlich. Sie ermitteln den Kundenwunsch, das Budget und die exakte Bedarfsanforderung. Dann erstellen sie Markt-, Konkurrenz- und Zielgruppenanalysen, weitere Aufgaben:

  • Auswahl der Medien, Buchung der Sendezeiten
  • Preisverhandlungen und Verträge
  • Planung und Überwachung der Termin- und Kostenpläne
  • Gestalten der Werbebotschaft
  • Kontrolle der geschalteten Anzeigen und Werbespots
  • Analysen: Einschaltquoten, Webnutzung und Verhalten von KundInnen
  • Suchmaschinenoptimierung
  • Auswertung von Daten und Statistiken
  • Erstellung von Reports (Erfolgsberichte)
  • Entwicklung oder Anpassung von Strategien
  • u.v.a.

 

Zu Beginn ihrer Tätigkeit müssen MediaplanerInnen wichtige Fragen berücksichtigen: Soll im Radio, im Fernsehen oder in Printmedien inseriert und promotet bzw. geworben werden? Wie sieht die Zielgruppe aus - Alter, Einkommen, Schulbildung, Interessen? Welche Anzeigenplätze oder Sendezeiten sollen gebucht werden? In welchem redaktionellen Umfeld soll ein TV-Spot geschaltet werden: Kurz vor den Nachrichten oder etwa im Umkreis von Spezialprogrammen?

Im Rahmen von Kampagnen (z.B. Online-Campaigning) bereiten sie das entsprechende Thema, die Botschaft bzw. die Geschichte auf. Für die Kommunikationsstrategie definieren sie die Inhalte wie z.B. Suchbegriffe, Texte, Bilder, Videos und interaktive Schaltflächen. Gemeinsam mit ProgrammiererInnen übernehmen sie die technische Umsetzung.

Siehe auch den Beruf Medienfachmann/-frau und MedientechnikerIn.

Kreativität und ein ausgeprägtes Gespür für Gestaltung und Usability (Gebrauchstauglichkeit von Websites und Werbeartikeln), Problemlösungsfähigkeit, Empathievermögen, Offenheit für Trends und Zeitgeist, gutes Sehvermögen, Kenntnis der Gestaltprinzipien (auch für barrierefreie Farben und Formen), Beratungskompetenz.

Notwendig sind gute Englischkenntnisse, die Bereitschaft zur regelmäßigen Weiterbildung (neue Technologien) und interkulturelle Kompetenzen für internationale Projekte.

Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen bei PR-, Werbe- und Mediaagenturen, Grafik-Studios, Werbe-, Verkaufs- und PR-Abteilungen von Unternehmen, Messegesellschaften, Verlagen, Rundfunk- und Fernsehanstalten, Markt- und Meinungsforschungsinstituten sowie in der Unternehmensberatung.

Afgaben bestehen zudem in der Medien- und Lernmittelgestaltung sowie in der Softwareberatung. Auch öffentliche Institutionen (Landesmedienanstalten, politische Parteien, zivile Vereine) bieten Beschäftigungsmöglichkeiten.

Der Einstieg in die Werbebranche erfolgt – idealerweise bereits während der Ausbildung – meist über Praktika und projektbezogene Mitarbeit.

Online-Campaigning professionalisiert sich zunehmend auch bei zivilgesellschaftlichen Organisationen. Hier kommen verstärkt Mappingwerkzeuge, Umfragetools und Visualisierungstechniken zum Einsatz. Zudem werden verschiedene Kollaborationstools genutzt, die zum "Mitmachen" anregen, um gemeinsam Inhalte zu gestalten.

In der Werbung, Öffentlichkeitsarbeit, Kampagnenarbeit geht es verstärkt darum, verschiedene Kanäle miteinander zu verknüpfen. Zentral ist dabei ein integriertes Kommunikationskonzept, in dem sich Online- und Offline-Elemente ergänzen.

Auch die Einbindung von Facebook, Twitter, Youtube etc. in die Unternehmenskommunikation erfordert das professionelle Monitoring (Überwachung, Betreuung) von Kommentaren, Anregungen, positiven und negativen Debatten.

 

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "PR-BeraterIn", dem der Beruf "MediaplanerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Als Basis für diesen Beruf bietet sich eine Ausbildung im wirtschaftlichen oder wirtschaftlich-technischen Bereich an (Medienwirtschaft, E-Commerce, Marketing, PR- und Werbekommunikation) auch Sportjournalismus, Modemarketing oder Ähnliches.

In Stelleninseraten wir häufig eine Ausbildung im Bereich Kommunikationswissenschaften, Medienwissenschaften, Marketing, Journalismus oder ein Digital-Media-Lehrgang gefordert.

Uni: Z.B. Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Marketing. Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Visuelle Mediengestaltung, Marketing.

FH: Z.B. Kommunikationswirtschaft, Media- und Kommunikationsberatung, Kommunikations- und Mediendesign, Journalismus und Public Relations (PR), Mediengestaltung, Digitale Medien, Informationsdesign, Produktmarketing und Innovationsmanagement, Produktmarketing und Projektmanagement, Internationales Weinmarketing, InterMedia, Digitale Medien, MultiMediaTechnology, Digital Arts, Marketing und Sales, Marketing- & Salesmanagement, Global Sales Management.

Weiters: Industrial Design (Uni oder FH).

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Fort- und Weiterbildungsprogramme bietet einerseits der wirtschaftliche Bereich, wie IT-Marketing, E-Commerce, Öffentlichkeitsarbeit, Markt- und Meinungsforschung, Werbung und Verkauf, Digital Marketing and Social Media).

Andererseits betreffen sie den grafischen Bereich (Marketing, PR- und Werbekommunikation) und der technischen Bereich Audio- und Videotechnik, Kameraführung, Schnittechnik, Kommunikationsdesign, Visuelle Mediengestaltung

Fort- und Weiterbildungsprogramme bestehen z.B. in Form von Kursen, Seminaren, Workshops und Lehrgängen, z.B. "Interactive Media Management", "Strategisches Informationsmanagement", "Qualitätsjournalismus", "Public Relations PR PLUS Austria", "Marketing und Sales".

Die Aufstiegsmöglichkeiten in diesem Bereich sind sehr vielfältig, was sich auch in den entsprechenden Berufsbezeichnungen für leitende Funktionen widerspiegelt wie z.B. Creative DirectorIn, Account SupervisorIn, Account Group Head, Konzept-TeamleiterIn, Etat-DirektorIn, TeamleiterIn, ProjektmanagerIn (Unternehmensfilme, Imagefime, Messefilme), Art Director (Ideen und kreative Konzepte für ein breites Spektrum an Projekten), MediendesignerIn z.B. für E-Learning - mit entsprechender pädagogische Zusatzqualifikation, Content Developer (w/m).

Es besteht die Möglichkeit zur selbstständigen Berufsausübung. Es gibt Freie Gewerbe und Reglementierte Gewerbe. Nähere Infos bietet die Website der Wirtschaftskammer Österreich - WKO.

Die aktuelle Liste der freien sowie der reglementierten Gewerbe ist auf der Website des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort - BMDW abrufbar.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Handel, Marketing, E-Commerce (Broschüre)
Reihe: Berufe ...
Fundstelle: Werbung und Public Relations (Seiten 108-133), Seite 121
Medien, Kultur, Unterhaltung (Broschüre)
Reihe: Berufe ...
Fundstelle: Werbung und Public Relations (Seiten 86-95), Seite 94
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