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Change ManagerIn

Berufsbereiche: Büro, Wirtschaft, Finanzwesen und Recht
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.150,- bis € 2.460,- * Arbeitsmarkttrend: gleichbleibend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Change Management verbindet die psychologische und strategische Perspektive im Rahmen einer sich verändernden Unternehmensstruktur.

Change ManagerInnen betreuen Führungskräfte und MitarbeiterInnen bei der operativen Umsetzung von betrieblichen Veränderungen. Dies kann sich einfach auf die Optimierung von Prozessen und Abläufen beziehen, um diese einfacher und daher effizienter zu gestalten. Hier erstellen Change ManagerInnen aussagekräftige Anforderungsprofile.

Komplexer ist ihre Aufgabe im Falle einer Fusion, Ausgliederung, Übernahme, Reorganisation oder Umstrukturierung eines Unternehmens. Hierbei kommt es erfahrungsgemäß zu Unverträglichkeiten der Unternehmenskulturen oder "Abteilungskulturen". Wenn MitarbeiterInnen umziehen müssen, einige Abteilungen aufgelöst oder neu organisiert werden, löst dies meist Irritationen, Enttäuschung, Ärger oder andere Emotionen aus, sodass MitarbeiterInnen auf geplante Veränderungen oft defensiv und abwehrend reagieren. Manchmal bewirkt die Beförderung eines einzigen Mitarbeiters eine Verschiebung der Kräfteverhältnisse in der internen Rangordnung.

Change ManagerInnen sorgen für die "Inszenierung" von Change-Prozessen um die "Dramaturgie" so MitarbeiterInnenfreundlich wie möglich zu gestalten und sog. Boiled-Frog-Effekte* zu verhindern.

Change-Prozesse sind oft sehr komplex und erfordern daher ein durchgängiges Veränderungskonzept, eine exakte Problemanalyse sowie funktionierende Lösungskonzepte. Auf Basis der Problemanalyse entwickeln Change ManagerInnen eine ganzheitliche Change-Architektur*. Eine funktionierende (neue) Struktur kann jedoch nicht allein am Papier entworfen werden.

Daher organisieren und moderieren sie Informationsveranstaltungen, Team-Meetings und erstellen Newsletter und Diskussionsforen zu aktuellen Veränderungsthemen mit Fakten und Details, um Fragen zu beantworten bzw. um den Sorgen der MitarbeiterInnen bei Veränderungsprozessen entgegenzuwirken. Sie konzipieren Veränderungsvorhaben nach Möglichkeit so, dass alle Beteiligten mit den ihnen zugewiesenen Rollen einverstanden sein können.

Change ManagerInnen müssen dazu mit den Strukturen und Abläufen in den einzelnen Abteilungen (Beschaffung, Fertigung, Vertrieb usw.) vertraut sein sowie mit den vor- und nachgelagerten Funktionen und auch mit den Anforderungen und Ängsten der KundInnen.

Change ManagerInnen verfügen über ein umfangreiches Methoden-Repertoire. Sie sind SpezialistInnen für vorbeugendes Krisenmanagement. Sie wissen über aktuelle Aktienkurse bescheid um den Einfluss von börsennotierten Unternehmen abschätzen zu können (die auch zu Fusionen führen können). Change ManagerInnen müssen auch über Grundkenntnisse im Arbeitsrecht verfügen und die Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats und ArbeitnehmerInnen beachten. Zudem müssen sie die "Sprache" der verschiedenen Abteilungen sprechen, um entsprechend akzeptiert zu werden.

Siehe auch die Berufe UnternehmensberaterIn, EntwicklungsökonomIn, InnovationsmanagerIn oder RisikomanagerIn.

 

*Boiled-Frog-Effekt: Vgl. wirtschaftslexikon24.com.

**Change-Architektur: Vgl. umsetzungsberatung.de.

Change Management verbindet die psychologische und strategische Perspektive im Rahmen einer sich verändernden Unternehmensstruktur.

Change ManagerInnen betreuen Führungskräfte und MitarbeiterInnen bei der operativen Umsetzung von betrieblichen Veränderungen. Dies kann sich einfach auf die Optimierung von Prozessen und Abläufen beziehen, um diese einfacher und daher effizienter zu gestalten. Hier erstellen Change ManagerInnen aussagekräftige Anforderungsprofile.

Komplexer ist ihre Aufgabe im Falle einer Fusion, Ausgliederung, Übernahme, Reorganisation oder Umstrukturierung eines Unternehmens. Hierbei kommt es erfahrungsgemäß zu Unverträglichkeiten der Unternehmenskulturen oder "Abteilungskulturen". Wenn MitarbeiterInnen umziehen müssen, einige Abteilungen aufgelöst oder neu organisiert werden, löst dies meist Irritationen, Enttäuschung, Ärger oder andere Emotionen aus, sodass MitarbeiterInnen auf geplante Veränderungen oft defensiv und abwehrend reagieren. Manchmal bewirkt die Beförderung eines einzigen Mitarbeiters eine Verschiebung der Kräfteverhältnisse in der internen Rangordnung.

Change ManagerInnen sorgen für die "Inszenierung" von Change-Prozessen um die "Dramaturgie" so MitarbeiterInnenfreundlich wie möglich zu gestalten und sog. Boiled-Frog-Effekte* zu verhindern.

Change-Prozesse sind oft sehr komplex und erfordern daher ein durchgängiges Veränderungskonzept, eine exakte Problemanalyse sowie funktionierende Lösungskonzepte. Auf Basis der Problemanalyse entwickeln Change ManagerInnen eine ganzheitliche Change-Architektur*. Eine funktionierende (neue) Struktur kann jedoch nicht allein am Papier entworfen werden.

Daher organisieren und moderieren sie Informationsveranstaltungen, Team-Meetings und erstellen Newsletter und Diskussionsforen zu aktuellen Veränderungsthemen mit Fakten und Details, um Fragen zu beantworten bzw. um den Sorgen der MitarbeiterInnen bei Veränderungsprozessen entgegenzuwirken. Sie konzipieren Veränderungsvorhaben nach Möglichkeit so, dass al ...

Sytemisches Denken, analytisches Denkvermögen, gute Allgemeinbildung, gutes sprachliches Ausdrucksvermögen, Empathievermögen, gutes Auftreten, hohes Verantwortungsbewusstsein, Ausdauer und Entschlossenheit (Kritik von AbteilungsmitarbeiterInnen an Veränderungsprozessen), Durchsetzungs- und Verhandlungskompetenz, Fähigkeit zur Motivation anderer, interkulturelle Kompetenz.

Change ManagerInnenarbeiten für Unternehmensberatungen oder (selbstständig) als externe BeraterInnen für Unternehmen. In großen Unternehmen arbeiten Change ManagerInnen als interne Führungskräfte.

Unternehmen befinden sich heute mehr denn je in einem dynamischen Umfeld und sind mit ständiger Veränderung konfrontiert. Aufgrund sich (häufig) verändernder organisatorischer Abläufe, wandelner Strukturen und Rahmenbedingungen sowie der zunehmend dynamisch gestaltenden Unternehmenskulturen ist der Beruf bzw. die Funktion von Change-ManagerInnen gefragt.

Ob es um den Einsatz neuer EDV-Programme geht, um die Verknappung von technischen oder personellen Ressourcen, um (firmen)politische Veränderungen, demographische Veränderungen, Internationalisierung - die Auswirkung können Insolvenzen, Firmenzusammenlegungen, Entlassungen oder Steigerung der Komplexität mit starkem Veränderungsdruck sein.

Das alles kann zu einer plötzlichen Zäsur (Einschnitte) in einem Unternehmen führen (z.B. Kundenfluktuation, Mitarbeiterunzufriedenheit bis hin zum Mobbing), vor allem wenn schleichende Verschlechterungen und Warnsignale nicht rechtzeitig oder gar nicht erkannt werden.

Change Management verbindet hier die psychologische und strategische Perspektive um die laufende Anpassung von Unternehmensstrategien und -strukturen an veränderte Rahmenbedingungen bestmöglich zu gestalten

 

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "UnternehmensberaterIn", dem der Beruf "Change ManagerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Von Change ManagerInnen wird in Stellenausschreibungen - je nach Branche - eine technische Ausbildung (Technische Informatik, IT) oder ein betriebswirtschaftliches Studium mit Schwerpunkt im Bereich Organisationsberatung und/oder Change Management gefordert.

Es gibt auch das Fernstudium Wirtschaftspsychologie & Change Management (MSc, SRH FernHochschule Riedlingen).

Lehrgänge und Kurse: Change Management (MSc, Donau Uni Krems), Diplomierte/r Change-Manager/in, WIFI.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten eröffnen Universitätslehrgänge sowie eine Vielzahl an Kursen, Seminaren (z.B. Industrial Management, Export und Internationales Management).

Das planvolle Management von Veränderungsprozessen von einem Ausgangszustand hin zu einem Zielzustand umfasst alle Aspekte der Umsetzung. Daher müssen in Change-Prozessen die Einzelschritte strategisch sinnvoll geplant, gesteuert, kontrolliert und stabilisiert werden. Hierzu ist die Anwendung verschiedener Methoden, Konzepte und Instrumente nötig.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Sozial- und Wirtschaftswissenschaften (Broschüre)
Reihe: Jobchancen Studium
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