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Das Berufslexikon informiert über Aufgaben und Tätigkeiten in den Berufen, über Berufsanforderungen, Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Beschäftigungsmöglichkeiten, Berufsaussichten, Anfangseinkommen und vieles mehr.

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* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

E-Commerce-ManagerInnen sind für die Planung und Steuerung des Online-Verkaufs von Waren und Dienstleistungen zuständig. Sie beschäftigen sich mit der Entwicklung, Verwaltung und Optimierung von digitalen Vertriebskanälen, wie z.B. Onlineshops, Onlineverkaufsplattformen oder Apps. E-Commerce bedeutet elektronisch gesteuerter Handel (Online-Handel) und bezeichnet alle Ein- und Verkaufsvorgänge, die über das Internet abgeschlossen werden.

E-Commerce-ManagerInnen konzipieren und koordinieren die Online-Verkaufsstrategien eines Unternehmens. Sie definieren den Aufbau und die Funktionen von Online-Shops und entscheiden mit, welche Produkte präsentiert werden. Darüber hinaus betreiben sie Suchmaschinenoptimierung (SEO), um eine gute Platzierung auf Ergebnisseiten zu erreichen. Ihr Ziel ist die Steigerung der Verkaufszahlen, die Erhöhung der Kundenzufriedenheit sowie der reibungslose Ablauf des gesamten digitalen Verkaufsprozesses – von der Produktanzeige über die Bestellung und die Zahlung bis hin zur Lieferung und Reklamation.  

Zu ihren Aufgaben zählt auch, E-Commerce-Prozesse zu optimieren sowie neue Märkte zu erschließen und Onlinemarketing-Kampagnen zu erstellen. E-Commerce-ManagerInnen führen Markt- und Wettbewerbsanalysen durch und erheben Informationen zu den Verkaufszahlen oder Nutzungsdaten. Sie analysieren die Bedürfnisse und Interessen sowie das Kaufverhalten der KundInnen, werten die Daten aus und leiten daraus Strategien zur Verbesserung der E-Commerce-Prozesse ab. Dabei verwenden sie verschiedene softwaregestützte Tools und setzen auch zunehmend Künstliche Intelligenz ein. E-Commerce-ManagerInnen bilden die Schnittstelle zwischen Marketing, Produktmanagement, IT-Entwicklung, Logistik und Kundenservice. 

Typische Tätigkeiten sind z.B.:

  • E-Commerce-Prozesse konzipieren und optimieren
  • Kundendaten auswerten 
  • Markt- und Wettbewerbsanalysen durchführen
  • Onlineshops konzipieren und weiterentwickeln
  • Elektronische Verkaufsvorgänge abwickeln und optimieren
  • Digitale Verkaufsstrategien erarbeiten und umsetzen
  • Online-Kundenservice koordinieren
  • Kosten planen und kontrollieren 
  • Datenschutzrichtlinien einhalten 
Siehe auch:
  • EDV-Anwendungskenntnisse
  • Englischkenntnisse
  • Gerne im Büro arbeiten
  • Interesse für Internet 
  • Kommunikationsfähigkeit 
  • Logisch-analytisches Denken
  • Selbstständiges Arbeiten
  • Sinn für Zahlen
  • Technisches Verständnis
  • Unternehmerisches Denken

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten z.B. folgende Unternehmen und Branchen: 

  • Online-Handelsunternehmen
  • Handelsunternehmen verschiedener Branchen,  z.B. für Elektronik-, Mode-, Einrichtungs- oder Haushalts-Produkte
  • Herstellerbetriebe, z.B. der Bereiche IT, Maschinenbau oder Werkzeugbau
  • Marketingagenturen, die auch im Bereich E-Commerce tätig sind
  • Logistik- und Versandunternehmen
  • Banken
  • Versicherungen 
  • Dienstleistungsunternehmen

Die Handelsbranche gehört zu den wichtigsten Wirtschaftsbereichen in Österreich, auch wenn die gestiegenen Preise die Kaufkraft der KonsumentInnen teilweise beeinträchtigen. Besonders viele Arbeitsplätze gibt es im Einzelhandel. Aber auch der Großhandel, also der Handel zwischen Unternehmen mit Waren, sowie der zunehmend wachsende Online-Handel bieten gute Jobperspektiven. Obwohl der Anteil der Online-Umsätze seit Jahren steigt, besteht weiterhin eine anhaltende Nachfrage nach Verkaufspersonal im stationären Handel. Aufgrund der vergleichsweise hohen Fluktuation in diesem Bereich werden häufig Stellen frei, wobei Teilzeitbeschäftigung weit verbreitet ist. Immer mehr Einzelhandelsunternehmen mit Ladengeschäften betreiben zusätzlich einen Online-Shop, um den Einkaufsgewohnheiten der KundInnen gerecht zu werden, und um konkurrenzfähig zu sein. Digitale Technologien spielen aber auch im Verkaufslokal eine wichtige Rolle. Neben Computerkassen, Tablets und Barcodescanner, die schon länger standardmäßig verwendet werden, setzen immer mehr Geschäfte auf digitale Selbstbedienungskassen.

E-Commerce-ManagerInnen müssen über ein ausgeprägtes Gespür für Online-Trends verfügen, um das Angebot auf Online-Plattformen optimal an die Wünsche der KundInnen anzupassen. Dabei gewinnen soziale Medien als Vertriebskanal zunehmend an Bedeutung, sodass Kenntnisse im Bereich Social Commerce vorteilhaft sind. Neben einem sicheren Umgang mit E-Commerce-Systemen können zusätzliche Qualifikationen in den Bereichen Online-Marketing und Projektmanagement sowie Kompetenzen im Umgang mit Webanalyse-Tools und KI-gestützten Anwendungen die Arbeitsmarktchancen erhöhen. 

Unter dem folgenden Link gelangen Sie zum AMS-JobBarometer. Dort finden Sie weiterführende Informationen zu den Arbeitsmarktaussichten für den Beruf "E-Commerce-ManagerIn", wie z.B. Informationen zu Trends, Anzahl der Inserate oder häufig nachgefragten Kompetenzen:

AMS-JobBarometer

Stellenangebote in "alle jobs" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular in "alle jobs". Im Formular können Sie dann noch weitere Filter setzen.

offene Job-Angebote

Eine gute Basis für diesen Beruf bilden Bachelor- und Masterstudiengänge an Universitäten und Fachhochschulen, z.B. in den Bereichen E-Commerce, Marketing, Handel, Medien, Betriebswirtschaft, Kommunikation, Wirtschaftsinformatik oder Management. Ebenso besteht die Möglichkeit, ein Doktoratsstudium zu absolvieren. 

Bachelorstudien im Bereich Marketing vermitteln Ausbildungsinhalte wie z.B. Betriebswirtschaft, Wirtschaftsmathematik, Vertrieb, Controlling und Finance, Angewandtes Marketing, Digital Marketing, Sales und Management.

Die Fachhochschule Wiener Neustadt bietet das Masterstudium E-Commerce an. In diesem werden z.B. Ausbildungsinhalte wie Onlineshop-Management, Marktforschung, Content-Marketing, Softwareentwicklung, Datenbanken, Sortimentsmanagement, Web Analytics, Online-Marketing und Webdesign vermittelt.

Voraussetzung für ein Bachelorstudium ist die Hochschulreife, die entweder durch eine erfolgreich abgeschlossene Matura, eine Studienberechtigungsprüfung oder eine Berufsreifeprüfung erlangt werden kann. An Fachhochschulen ist es teilweise auch Personen ohne Hochschulreife möglich, ein Studium zu beginnen, sofern sie über eine einschlägige berufliche Qualifikation verfügen und Zusatzprüfungen in bestimmten Fächern ablegen.

Dieser Beruf kann auch auf schulischem Niveau erlernt werden, siehe dazu den Beruf E-Commerce-ManagerIn (Mittlere/Höhere Schulen).

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen an Universitäten und Fachhochschulen, z.B. in Form von Lehrgängen sowie Seminaren in Bereichen wie Marketingmanagement, Business Analytics, Datenbanken, Vertriebsmanagement, Produktmanagement, IT-Sicherheit, UX-Development, Digital Future Management und Künstliche Intelligenz. 

Weiterbildungen können auch bei Erwachsenenbildungseinrichtungen wie BFI oder WIFI sowie bei privaten Aus- und Weiterbildungsinstituten absolviert werden, z.B. in den Bereichen Change Management, Projektmanagement, Prozessmanagement und SAP.

Aufstiegsmöglichkeiten für E-Commerce-ManagerInnen bestehen in leitenden Funktionen, z.B. in der Bereichs- und Geschäftsleitung, sowie in Senior-Positionen. Je nach Weiterbildung und Qualifizierung können sich auch Entwicklungsmöglichkeiten in den Bereichen Produktmanagement, Online-Marketing-Management oder im strategischen Controlling ergeben. 

Eine selbstständige Berufsausübung ist z.B. im Rahmen der freien Gewerbe "Handelsgewerbe mit Ausnahme der reglementierten Handelsgewerbe" und "Dienstleistungen in der automatischen Datenverarbeitung und Informationstechnik" möglich. Ein freies Gewerbe erfordert keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich die Erfüllung der allgemeinen Voraussetzungen zur Anmeldung eines Gewerbes. 

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Wirtschaftskammer Österreich sowie in der Liste der freien Gewerbe.

* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

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