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ÖkosystemwissenschafterIn

Berufsbereiche: Wissenschaft, Forschung und Entwicklung / Umwelt
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.340,- bis € 2.960,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

ÖkosystemwissenschaftlerInnen (UmweltsystemwissenschaftlerInnen) beschäftigen sich mit den Folgen menschlicher Eingriffe in die komplexen Zusammenhänge von Struktur, Funktion und Dynamik der Ökosysteme.

Sie versuchen die Auswirkungen menschlichen Handelns abzuschätzen und unter Umständen Maßnahmen zur Minderung dieser Umweltauswirkungen (z.B. Klima) zu erarbeiten. Im Vordergrund steht die Fragestellung: wie funktionieren Ökosysteme wie Seen, Wüsten, Wälder, Tundren, Savannen, Korallenriffe, tropische Regenwälder usw.

ÖkosystemwissenschaftlerInnen versuchen Erkenntnisse zu gewinnen, welche die wissenschaftliche Grundlage für Landschaftspflege und Naturschutz bilden. Anwendung finden diese Erkenntnisse z.B. in der Planung, Einrichtung, Aufbau und Betrieb von Umweltbeobachtungssystemen, in der Auswertung und Interpretation von Umweltbeobachtungsdaten und bei Umweltverträglichkeitsprüfungen.

ÖkowissenschafterInnen präsentieren Forschungsergebnisse und beraten zudem öffentliche Einrichtungen, Unternehmen und Privatpersonen (z.B. zur Flächenwidmung, Planung und Entwicklung umweltschonender Produkte).

Siehe auch die Berufe HydrotechnikerIn, Human- und SozialökologIn und LandschaftsökologIn.

Interesse und Freude an der Natur, naturwissenschaftlich-technisches Verständnis für die Anwendung systemanalytischer und mathematischer Methoden sowie

  • Mathematische Begabung: Berechnungen, Messungen
  • Analytisches Denkvermögen
  • Räumliches Vorstellungsvermögen und Schwindelfreiheit
  • Körperliche Fitness und Ausdauer: Übernachtungen, Untersuchungen, Beobachtungen im freien Feld

 

Für internationale Projekte (Forschungsaufträge) sind gute Fremdsprachenkenntnisse erforderlich. Englisch ist hier die Wissenschaftssprache und Projektsprache.

Bereitschaft zur Teamarbeit mit Forschern wie etwa AtmosphärenwissenschaftlerInnen, Klimatologen/Klimatologinnen, ChemikerInnen und TechnikerInnen.

Neben der Tätigkeit bei (internationalen) Umweltorganisationen bieten sich berufliche Möglichkeiten in Anwendungsbereichen wie z.B. Umweltverträglichkeitsgutachten, Öko-Management, Umweltberatung und Öko-Auditing sowie Wissenschaft, Forschung und Lehre und in der Medienarbeit.

Aufgaben bestehen auch in der Betreuung von Umweltschutzeinrichtungen bei Gemeinden, Bezirken, Ländern und Bund sowieim Rahmen von Entwurf, Aufbau, Betrieb, Auswertung und Interpretation von Umweltbeobachtungssystemen.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "Ökologe/Ökologin", dem der Beruf "ÖkosystemwissenschafterIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Umweltsystemwissenschaften kann als eigenständiges Studium absolviert werden - zudem auch als Modul oder Schwerpunkt der Studienrichtungen Ökologie oder Biologie.

Uni: Z.B. Umweltsystemwissenschaften (div. Schwerpunkte: Betriebswirtschaft, Geographie, Naturwissenschaften-Technologie, Physik, Chemie, Volkswirtschaftslehre oder Nachhaltigkeitsorientiertes Management; Ökologie, Ökologie und Biodiversität, Umwelt- und Bioressourcenmanagement; Biologie (div. Schwerpunkte: Limnologie, Meeresbiologie, Natur- und Landschaftsschutz, Terrestrische Ökologie, Vegetations- und Landschaftsökologie oder Mikrobielle Ökologie).

Uni-Masterstudien:
Z.B. Applied Limnology -Aquatic ecosystem management, Ecology and Ecosystems, Environmental Management of Mountain Areas (EMMA), Environmental Sciences, Natural Resources Management and Ecological Engineering (DDP).

FH: Z.B. Technisches Umweltmanagement und Ökotoxikologie, Umwelt- Verfahrens- und Energietechnik, Öko-Energietechnik, Bio- und Umwelttechnik.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Universitätslehrgänge in den Bereichen Umweltmanagement, Projektmanagement und Internationales Projektmanagement bieten Spezialisierungsmöglichkeiten. Weiterbildungen gibt es ferner z.B. im Bereich Bauökologie. FH: Z.B. Nachhaltiges Ressoucenmanagement.

Für AbsolventInnen einer technischen, naturwissenschaftlichen, montanistischen oder einer Studienrichtung der Bodenkultur besteht darüber hinaus die Möglichkeit zur selbstständigen Tätigkeit als ZiviltechnikerIn.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Bodenkultur (Broschüre)
Reihe: Jobchancen Studium
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