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3D-DesignerIn

Berufsbereiche: Medien, Kunst und Kultur
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.090,- bis € 2.390,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

3D-DesignerInnen entwerfen und erstellen dreidimensionale Bilder und räumlich wirkende Darstellungen z.B. für Computerspiele, Lern-Software, Online-Dienste, multimediagestützte Orientierungssysteme und technische Dokumentationen.

Durch die physikalische Simulation von Licht, Partikeln und Bewegungsabläufen lassen sich 3D-Modelle in verschiedene Szenen einsetzen. 3D-Animationen lassen sich auch mit Realfilm-Szenen kombinieren. Ein Beispiel dazu ist "Augmented Reality", das ist das Einblenden virtueller Objekte in die reelle Welt. Besondere Bedeutung hat diese Gestaltungsform vor allem im technischen und pädagogischen Bereich.

Anwendungsgebiete sind z.B. Visualisierungen in den Bereichen Medizin, Architektur, Produktdesign, Industrial Design, Leitsysteme, Städte- und Umweltinformationssysteme oder die Animation von Objekten (Figuren, Dinge) und Effekten im Videobereich.

3D-DesignerInnen können in verschiedene Projekten mitwirken, z.B:

  • Augmented Reality: Projekte zur Navigation in einem Gebäude (bei der Wartung von Industrieanlagen), im Auto (Projektion von Navigationshinweisen an die Windschutzscheibe oder im Flugzeug), Head-Up-Displays in Kampfflugzeugen etc.
  • Industrie: Datenbrillen, Video-Tutorials, Exoskelette
  • Kinect: Hardware mit Sensoren zur Steuerung einer Lernvideospielkonsole
  • Oculus Rift: Virtual Reality System als Headset (Head-Mounted Display)
  • Arduino: Physical Computing Plattform für Grafik, Simulation und Animation
  • Leap Motion: Bewegungsteuerung die Hände und Gestern erkennt
  • Verbindung von 3D-Simulation mit Telekommunikation (z.B. Second Life)
  • jede erdenkliche Web-Technologie

 

3D-DesignerInnen müssen auch über Grundkenntnisse im Bereich Medienrecht, Urheberrecht und Patentrecht verfügen.

Siehe auch den Beruf MedieninformatikerIn und Industrial DesignerIn.

Eine innovative Ideenfindung und ein gewisses Maß an künstlerischer Begabung sind von Vorteil. Die Arbeiten erfolgen manchmal unter Zeitdruck, wobei KundInnen trotzdem eine detailorientierte Arbeit einfordern.

Der Beruf erfordert die Kenntnis der Gestaltprinzipien (barrierefreie Farben, Formen usw).

  • Interesse an Mathematik und Technik: Bildverarbeitung, Audio- und Videotechnik
  • Blick für Details
  • Gutes Sehvermögen
  • Rasche Auffassungsgabe
  • Strukturiertes Arbeiten
  • Räumliches Vorstellungsvermögen
  • Abstraktionsvermögen

 

Je nach Branche sind auch andere Belange wichtig, etwa ein Interesse an Kunst, Kultur und Design (z.B. für Arbeiten in der Retail- oder Luxusgüter Industrie).

Auftraggebende sind spezialisierte Design-Büros und mittlere und große Industrieunternehmen (insbesondere in der Konsumgüterindustrie), wo sich Jobchancen entweder in der Design-Abteilung oder im Umfeld der Marketing-Abteilung eröffnen.

3D-DesignerInnen arbeiten zudem für Verlage, Grafik- und Werbebüros, Multimedia-Agenturen, Softwarehäuser und Technische Konzerne. 3D-DesignerInnen finden auch im Gesundheitswesen und im Kunststoff- und Werkzeugbau Beschäftigung, etwa im Bereich 3D CAD und FEM*-Simulation (z.B. Software Creo/Abaqus).

*FEM: Finite-Elemente-Methode zur der Berechnung und Simulation von physikalischen Vorgängen in der Kunst, Bautechnik, Fahrzeugtechnik und in vielen anderen Bereichen.

Über aktuelle Arbeitsmarkttrends der Berufsbereiche Medien und Kunst sowie Grafik und Druck informiert das AMS-Qualifikationsbarometer auf ams.or.at/qualibarometer.

Typische 3D-Anwendungen entstanden auch in der Stadtplanung, Aussen- und Innenarchitektur, Möbelausstattung etc. In der 3D-Realität können auch Veränderungen vorab visualisiert, analysiert und optimiert werden. Augmented Reality wurde unter anderem durch das Spiel Pokemon GO weltbekannt.

Die Computerspielindustrie setzt vermehrt auf Online-Spiele und Applikationen. Vor allem die Segmente „Online-und Mobile-Gaming“ verzeichneten in den letzten Jahren einen positiven Trend. Zu verzeichnen ist auch der Einsatz von sogenannten Gamification Techniken z.B. Nutzung von Spielcharakteristiken wie Skalenvergleiche und Belohnungssysteme [Stand: 2018].

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "InformatikerIn", dem der Beruf "3D-DesignerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Üblicherweise bieten Studienrichtungen aus dem Bereich Wirtschaftsinformatik, Medieninformatik bzw. Medientechnik eine Grundlage für diesen Beruf.

Beispiele für Studiengangsbezeichnungen:

  • Wirtschaftsinformatik - verschiedene Schwerpunkte
  • Medieninformatik und Visual Computing
  • Bildende Kunst, Computergrafik & Digitale Bildverarbeitung
  • Digital Art–Compositing
  • Game Engineering und Simulation
  • InterMedia und MultiMediaArt

 

Im Bereich Industriedesign gibt es die Studienrichtung Industrial Design (Kunstuniversität oder FH). Das Studium Industrial Design ist neben dem künstlerischen Anteil durch vorwiegend technisch-wissenschaftlichen Inhalte bestimmt. Daher erfolgte die Neu-Zuteilung von den künstlerischen zu den ingenieurwissenschaftlichen Studien (UniStG, Anlage 1Z.2.11a).

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

3D und Game Design spielen zunehmend auch bei Themen wie Business Communications oder Einsatzkräftetraining für Feuerwehren und Katastrophendienste eine Rolle.

Eine besondere Beutung spielen auch die modernen Sensorik-Systeme mobiler Geräte, die es erlauben, angepasste Rückmeldungen zur Verbesserung von Trainings und Therapien etwa Gesundheits- und Pflegebereich (z.B. Health Games) zu geben. Moderne Technologien wie Augmented Reality und Virtual Reality erweitern die Möglichkeiten. In diesem Bereich werden Seminare, Kurse und Workshops angeboten.

Die Weiterbildungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten sind vielfältig und versprechen eine Karriere in allen möglichen Bereichen: E-Business, E-Government, Business-Intelligence, Supply Chain Management, E-Learning, Multi Media Design, Risiko Management.

Daneben existieren wichtige Querschnittsbereiche in denen eine Weiterbildung erfolgen kann, wie beispielsweise Artificial Intelligence, welche sich mit der Simulation, Nachahmung und Automatisierung intelligenten Verhaltens befasst (z.B. Spracherkennung oder Robotik).

Masterstudiengänge sind z.B. Applied Image and Signal Processing (MSc, Uni Salzburg), Wirtschaftsinformatik (mit Schwerpunkt Medien, versch. Anbieter), Eco Design (MSc, FH Wr. Neustadt/Wieselburg).

Fort- und Weiterbildung erfolgt zudem auch im informellen Rahmen, z.B. auf internationalen Messen, Ausstellungen und Symposien, wo man durch den Kontakt mit FachkollegInnen neue Entwicklungen und Trends am Kunst- und Designsektor verfolgen kann.

Mit mehrjähriger beruflicher Erfahrung ist - je nach Qualifikation - der Aufstieg in die Projektleitung, als Backend Developer, TesterIn, Senior Game Designer, Level Designer oder Art Designer möglich. Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten bieten sich in Bereichen der Medientechnik, Medizininformatik oder Industrial Design.

Es besteht die Möglichkeit zur selbstständigen Berufsausübung im Rahmen eines Gewerbes (freie oder reglementierte Gewerbe). Nähere Infos bietet die Website der Wirtschaftskammer Österreich WKO.

Die aktuelle Liste der reglementierten Gewerbe ist sowie die Bundeseinheitliche Liste der freien Gewerbe auf der Website des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort - BMDW abrufbar.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

IT - Informationstechnologie (Broschüre)
Reihe: Berufe ...
Fundstelle: Neue Medien (Seiten 78-101), Seite 80
Medien, Kultur, Unterhaltung (Broschüre)
Reihe: Berufe ...
Fundstelle: Neue Medien (Seiten 50-63), Seite 60
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