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3D-DesignerIn

Berufsbereiche: Medien, Kunst und Kultur
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

3D-DesignerInnen entwerfen und erstellen dreidimensionale Bilder und räumlich wirkende Darstellungen z.B. für Computerspiele, Lern-Software, Websites, Online-Dienste, Technische Dokumentationen oder multimediagestützte Orientierungssysteme (z.B. Leitsysteme, Städteinformationssysteme). 

Durch die physikalische Simulation von Licht, Partikeln und Bewegungsabläufen lassen sich 3D Modelle in verschiedene Szenen einsetzen. 3D Animationen lassen sich auch mit Realfilm-Szenen kombinieren etwa beim sog. "Augmented Reality", das ist das Einblenden virtueller Objekte in die reelle Welt.

Anwendungsgebiete sind Visualisierungen in den Bereichen Medizin, Architektur, Produktdesign oder Industrial Design, oder die Animation von Objekten (Figuren, Dinge) und Effekten im Videobereich.

Besondere Bedeutung hat die Gestaltung sogenannter virtueller Realitäten (visuelle Darstellung einer realen Umgebung bzw. Personen, Tiere, Dinge), die vor allem im technischen und pädagogischen Bereich zum Einsatz kommen. Diese werden in verschiedene 3D-Projekten eingesetzt.

  • Augmented Reality: Projekte zur Navigation in einem Gebäude (bei der Wartung von Industrieanlagen), im Auto (Projektion von Navigationshinweisen an die Windschutzscheibe oder im Flugzeug), Head-Up-Displays in Kampfflugzeugen etc
  • Kinect: Hardware mit Sensoren zur Steuerung einer Lernvideospielkonsole
  • Oculus Rift: Virtual Reality System als Headset (Head-Mounted Display)
  • Arduino: Physical Computing Plattform für Grafik, Simulation und Animation
  • Leap Motion: Bewegungsteuerung die Hände und Gestern erkennt
  • Verbindung von 3D-Simulation mit Telekommunikation (z.B. Second Life)
  • jede erdenkliche Web-Technologie
  • u.a.

 

3D-DesignerInnen müssen auch über Grundkenntnisse im Bereich Medienrecht, Urheberrecht und Patentrecht verfügen.

Siehe auch den Beruf MedieninformatikerIn und Industrial DesignerIn.

Kreativität und künstlerisches Talent, Offenheit für Trends und Zeitgeist, Kontakt- und Teamfähigkeit, gutes Sehvermögen, zunehmend wichtiger werden wirtschaftliche Grundkenntnisse (Budgetkalkulation, etc), tlw. Bereitschaft zur Mobilität.

Wichtigste ArbeitgeberInnen für 3D-DesignerInnen sind spezialisierte Design-Büros und mittlere und große Industrieunternehmen (insbesondere in der Konsumgüterindustrie), wo sich Jobchancen entweder in der Design-Abteilung oder im Umfeld der Marketing-Abteilung eröffnen.

3D-DesignerInnen arbeiten zudem für Verlage, Grafik- und Werbebüros, Multimedia-Agenturen, Softwarehäuser und Technische Konzerne. 3D-DesignerInnen finden auch im Kunststoff- und Werkzeugbau Beschäftigung, etwa im Bereich 3D CAD und FEM*-Simulation (z.B. Software Creo/Abaqus).

*FEM: Finite-Elemente-Methode zur der Berechnung und Simulation von physikalischen Vorgängen in der Kunst, Bautechnik, Fahrzeugtechnik und in vielen anderen Bereichen.

Über aktuelle Arbeitsmarkttrends der Berufsbereiche Medien und Kunst sowie Grafik und Druck informiert das AMS-Qualifikationsbarometer auf ams.or.at/qualibarometer.

Typische 3D-Anwendungen entstanden auch in der Stadtplanung, Aussen- und Innenarchitektur, Möbelausstattung etc. In der 3D-Realität können auch Veränderungen vorab visualisiert, analysiert und optimiert werden. Augmented Reality wurde unter anderem durch das Spiel Pokemon GO weltbekannt.

Die Computerspielindustrie setzt vermehrt auf Online-Spiele und Applikationen. Vor allem die Segmente „Online-und Mobile-Gaming“ verzeichneten in den letzten Jahren einen positiven Trend. Zu verzeichnen ist der zunehmende Einsatz von sogenannten Gamification Techniken z.B. Nutzung von Spielcharakteristiken wie Skalenvergleiche und Belohnungssysteme [Stand: 2017].

In der Expertenbefragung „MMB Learning Delphi" sagen ExpertInnen dem betrieblichen Lernen mit Serious Games für die nächsten Jahre eine größere Relevanz voraus; Infos bietet das MMB-Institut für Medien- und Kompetenzforschung unter www.mmb-institut.de, Direktlink

 

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "Multimedia-DesignerIn", dem der Beruf "3D-DesignerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Uni: Z.B. Medieninformatik, Visuelle Mediengestaltung, Bildende Kunst, Computergrafik & Digitale Bildverarbeitung, Software & Information Engineering, Digital Art – Compositing, Medienkunst (Studienzweige Digitale Kunst oder Transmediale Kunst).

Privatuni: Z.B. Interactive Media Management.

FH: Z.B. Medieninformatik, Medientechnik und -design, Game Engineering und Simulation, Digitale Medien, Informationsdesign, InterMedia, Mediengestaltung, MultiMediaArt, MultiMediaTechnology, Digital Arts.

 

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Die Weiterbildungsmöglichkeiten werden z.B. in den Bereichen Multimedia, Interactive Media Management oder Illustration angeboten. Game Design spielt zunehmend auch bei Themen wie Business Communications oder Einsatzkräftetraining für Feuerwehren und Katastrophendienste eine Rolle.

Eine besondere Beutung spielen auch die modernen Sensorik-Systeme mobiler Geräte, die es erlauben, angepasste Rückmeldungen zur Verbesserung von Trainings und Therapien etwa Gesundheits- und Pflegebereich (z.B. Health Games) zu geben. In diesem Bereich werden Seminare, Kurse und Workshops angeboten. Moderne Technologien wie Augmented Reality und Virtual Reality erweitern die Möglichkeiten.

Weiterbildung erfolgt zudem auch im informellen Rahmen, z.B. auf internationalen Messen, Ausstellungen und Symposien, wo man durch den Kontakt mit FachkollegInnen neue Entwicklungen und Trends am Kunst- und Designsektor verfolgen kann.

 

 

Mit mehrjähriger beruflicher Erfahrung, Reisebereitschaft und Belastbarkeit ist der Aufstieg zur/zum ProjektleiterIn, Backend Developer, Tester, Senior Game Designer, Level Designer oder Art Designer (w/m) möglich. Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten bieten z.B. Bereiche wie Technologiemanagement oder Industrial Engineering.

Es besteht die Möglichkeit zur selbstständigen Berufsausübung im Rahmen eines Gewerbes (freie oder reglementierte Gewerbe). Nähere Infos bietet die Website der Wirtschaftskammer Österreich WKO.

Die aktuelle Liste der reglementierten Gewerbe ist sowie die Bundeseinheitliche Liste der freien Gewerbe auf der Website des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft - BMWF abrufbar.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

IT - Informationstechnologie (Broschüre)
Reihe: Berufe ...
Fundstelle: Neue Medien (Seiten 78-101), Seite 80
Medien, Kultur, Unterhaltung (Broschüre)
Reihe: Berufe ...
Fundstelle: Neue Medien (Seiten 50-63), Seite 60
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