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Game DesignerIn

Berufsbereiche: Medien, Kunst und Kultur
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.090,- bis € 2.390,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Game-DesignerInnen entwickeln und produzieren Computerspiele für verschiedene Endgeräte, wie Computer und Handys sowie für alle Arten von Spielekonsolen.

Sie schreiben das Storyboard eines Computerspiels. Im Storyboard erfolgt die Visualisierung der Geschichte und des Computerspiels (Schaubild-Design).

Meistens sind Game-DesignerInnen für das künstlerische Gesamtkonzept verantwortlich. Sie kreieren die Spielregeln, legen Personen und Handlungen fest (z.B. in Adventure Games). Durch Texte, Bilder, Animationen, Musik, Geräusche sowie durch Special Effects hauchen dem Spiel Leben ein. Sie müssen dabei die Budgetvorgaben und den Zeitrahmen berücksichtigen.

Ein starker Trend besteht in der Entwicklung und Nutzung sog. Serious Games. Hier werden die Lerninhalte zunehmend mit Spieleelementen angereichert um SchülerInnen oder MitarbeiterInnen zu motivieren.

Diese Spiele werden zur Lösung realer Probleme eingesetzt und sind mit Community-Funktionen angereichert. Serious Games zeichnen sich besonders durch ihren Motivationscharakter aus - im Gegensatz zum eLearning, das vorrangig einen pädagogischen Ansatz verfolgt.

Siehe auch die Berufe Anwendungssoftware-EntwicklerIn, GrafikerIn und InformatikerIn.

Mathematische Kenntnisse (angewandte bzw. diskrete Mathematik) und Abstraktionsvermögen, Kreativität, Empathievermögen, Offenheit für Trends und Zeitgeist, Kontakt- und Teamfähigkeit, gutes Sehvermögen, Kenntnis der Gestaltprinzipien, Beratungskompetenz, tlw. Bereitschaft zur Mobilität.

Notwendig sind gute Englischkenntnisse, die Bereitschaft zur regelmäßigen Weiterbildung (neue Technologien) und tlw. interkulturelle Kompetenzen (internationale Projekte, Kundenorientiertheit).

Wichtigste ArbeitgeberInnen für DesignerInnen sind spezialisierte Design-Büros und mittlere und große Industrieunternehmen (insbesondere in der Konsumgüterindustrie), wo sich Jobchancen entweder in eigenen Design-Abteilungen oder aber im Umfeld der Marketing-Abteilungen eröffnen.

Game-DesignerInnen arbeiten in der Softwareindustrie, die sich auf die Produktion von Computerspielen spezialisiert haben.

Als 3D-DesignerInnen arbeiten sie auch für Verlage, Grafik- und Werbebüros, Multimedia-Agenturen, Softwarehäuser und Technische Konzerne.

Thematisch verwandte Aufgabenbereiche, wie z.B. Web-Design oder E-Learning bieten weitere berufliche Möglichkeiten.

Moderne Technologien wie Augmented Reality und Virtual Reality erweitern die Möglichkeiten für Serious Games:

So wurden bereits Health Games für ältere und kranke Personen im Rahmen digitaler Behandlungskonzepte zur Verbesserung der Motorik, Konzentrations- und Aufmerksamkeitsschulung entwickelt oder zur Therapie von Arachnophobie (Spinnenangst).

Die Games Branche hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt und setzt vermehrt auf Online-Spiele und Applikationen. Die Segmente „Online-und Mobile-Gaming“ verzeichneten in den letzten Jahren einen positiven Trend [Stand: 2019].

Zu verzeichnen ist der zunehmende Einsatz von sogenannten Gamification Techniken z.B. die Nutzung von Spielcharakteristiken wie Skalenvergleiche und Belohnungssysteme.

Der Einsatz und die Entwicklung mobiler Endgeräte, der verstärkten Einsatz von Gamification und die vermehrte Nutzung und Beauftragung von digitalen Spielen für Unternehmensziele (Werbung, Rekrutierung, Schulung von Personal) könnte einen anhaltenden positiven Trend bewirken.

In der Expertenbefragung „MMB Learning Delphi“ wird dem betrieblichen Lernen mit Serious Games für die nächsten Jahre eine größere Relevanz vorausgesagt; Infos bietet das MMB-Institut für Medien- und Kompetenzforschung unter www.mmb-institut.de.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "Web-DesignerIn", dem der Beruf "Game DesignerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Uni: z.B. Mediengestaltung, Informatik, Technische Informatik, Software Engineering, Software & Information Engineering, Software Engineering/Internet Computing, Software Design, Softwareentwicklung-Wirtschaft.

FH: z.B. Informatik – Software and Information Engineering, Software Engineering, Hardware-Software-Design, Game Engineering und Simulation (MSc), Mediendesign, Design- und Produktmanagement, Digital Arts, Mobile Application Development.

Bei Informatikstudien wird oft ein bestimmter Anteil an Lehrveranstaltungen auf Englisch gehalten.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Die Weiterbildungsmöglichkeiten werden z.B. in den Bereichen Multimedia, Interactive Media Management oder Illustration angeboten. Game Design spielt zunehmend auch bei Themen wie Business Communications oder Einsatzkräftetraining für Feuerwehren und Katastrophendienste eine Rolle.

Eine besondere Beutung spielen auch die modernen Sensorik-Systeme mobiler Geräte, die es erlauben, angepasste Rückmeldungen zur Verbesserung von Trainings und Therapien etwa Gesundheits- und Pflegebereich zu geben. In diesem Bereich werden Seminare, Kurse und Workshops angeboten.

Auch Hochschulen bieten Studiengänge und Weiterbildungsprogramme an, z.B. "Health Assisting Engineering" (FH Joanneum) oder "Digital Healthcare" (FH St. Pölten).

Weiterbildung erfolgt aber auch im informellen Rahmen, z.B. auf internationalen Messen, Ausstellungen und Symposien, wo man durch den Kontakt mit FachkollegInnen neue Entwicklungen und Trends am Kunst- und Designsektor verfolgen kann. Die Praktisches Experimentieren und die Lektüre fachspezifischer Literatur sind weitere wichtige Impulsgeber.

Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten bieten z.B. Bereiche wie Technologiemanagement oder Industrial Engineering.

Mit mehrjähriger beruflicher Vorerfahrung sowie einem hohen Maß an Erfahrung, Reisebereitschaft und Belastbarkeit ist auch der Aufstieg in die Projektleitung, zum Backend Developer, Senior Game Designer, Level Designer, Art Designer oder als TesterIn möglich.

Gängige Berufsbezeichnungen für fortgeschrittene oder leitende Funktionen im EDV-Bereich sind z.B. System Engineer, Technical Support SpezialistIn, Junio- oder Senior-BeraterIn.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

IT - Informationstechnologie (Broschüre)
Reihe: Berufe ...
Fundstelle: Neue Medien (Seiten 78-101), Seite 86
Medien, Kultur, Unterhaltung (Broschüre)
Reihe: Berufe ...
Fundstelle: Neue Medien (Seiten 50-63), Seite 53
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