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Das Berufslexikon informiert über Aufgaben und Tätigkeiten in den Berufen, über Berufsanforderungen, Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Beschäftigungsmöglichkeiten, Berufsaussichten, Anfangseinkommen und vieles mehr.

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Tätigkeitsmerkmale

IndustrietaucherInnen sind meist im Baubereich tätig, wo sie unter Wasser z.B. Bohr-, Schweiß-, Montage- oder Sprengarbeiten an Wasserbauwerken ausführen. Beispiele dafür sind Wasserkraftwerke, Hafenanlagen, Staumauern oder Schleusen. Sie warten und reparieren auch bereits unter Wasser liegende Bauwerke, wie z.B. Brückenpfeiler.

Weiters überprüfen IndustrietaucherInnen unter Wasser befindliche Teile von Booten oder Schiffen, reinigen diese oder reparieren Lecks. Im Bereich der Erdöl- und Erdgasförderung verlegen und verschweißen sie Pipelines unter Wasser und beseitigen Geröll, Felsen und Ablagerungen unter anderem durch Sprengung.

IndustrietaucherInnen tauchen meist in Teams. Im Rahmen ihrer Tätigkeiten hantieren sie sowohl mit tauchbezogenen Gerätschaften wie speziellen Tauchanzügen oder Atemgasflaschen als auch mit Maschinen wie Bohrern oder Schweißgeräten.

Typische Tätigkeiten sind z.B.:

  • Bauwerke und Anlagen unter Wasser installieren, warten und reparieren
  • Montagearbeiten unter Wasser durchführen
  • Unter Wasser bohren, schweißen und sprengen
  • Werkzeuge und Maschinen bedienen
  • Regelmäßig Tauchübungen durchführen
  • Tauchausrüstung kontrollieren und warten
  • Bauteile von Wasserfahrzeugen überprüfen, reinigen und reparieren
  • Schleusenanlagen und Wasserkraftwerke überprüfen und kontrollieren
Siehe auch:
  • Auge-Hand-Koordination
  • Fingerfertigkeit
  • Gutes Sehvermögen
  • Handwerkliche Geschicklichkeit
  • Interesse für Maschinenbau
  • Konzentrationsfähigkeit
  • Körperliche Fitness
  • Reaktionsfähigkeit
  • Technisches Verständnis
  • Unempfindlich gegenüber Kälte sein

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten z.B.:

  • Unternehmen im Bereich Wasserbau
  • Energiewirtschaftsunternehmen
  • Bohrgesellschaften

Im Baunebengewerbe zeichnet sich eine stabile Entwicklung ab. Da Bauvorhaben immer anspruchsvoller werden, besteht ein großer Bedarf an hochspezialisiertem Personal, um Projekte auch unter schwierigen geologischen oder räumlichen Bedingungen sicher umzusetzen. Besonders dynamisch entwickelt sich der Bereich rund um die Gebäudehülle und den Schutz der Bausubstanz. Gründe dafür sind der große Sanierungsbedarf und die wachsende Bedeutung von Recycling und Nachhaltigkeit in der Bauwirtschaft. Trotz des technologischen Wandels bleibt das Baunebengewerbe aufgrund der Unverzichtbarkeit spezialisierter handwerklicher und technischer Leistungen ein krisensicherer Bereich mit einer dauerhaft hohen Nachfrage nach qualifiziertem Personal.

IndustrietaucherInnen benötigen je nach Einsatzbereich neben einer entsprechenden Tauchausbildung spezifische Fachkompetenzen in den Bereichen Bau, Metalltechnik oder Elektrotechnik. Darüber hinaus sind Erfahrung im Umgang mit Unterwasserwerkzeugen und -geräten sowie ein hohes Sicherheitsbewusstsein gefragt. Auch Kenntnisse in der Wartung und Instandhaltung technischer Anlagen können je nach Einsatzgebiet von Vorteil sein.

Unter dem folgenden Link gelangen Sie zum AMS-JobBarometer. Dort finden Sie weiterführende Informationen zu den Arbeitsmarktaussichten für das Berufsbündel "MaurerIn", dem der Beruf "IndustrietaucherIn" zugeordnet ist, wie z.B. Informationen zu Trends, Anzahl der Inserate oder häufig nachgefragten Kompetenzen:

AMS-JobBarometer

Stellenangebote in "alle jobs" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular in "alle jobs". Im Formular können Sie dann noch weitere Filter setzen.

offene Job-Angebote

Es gibt keine gesetzlich geregelte Ausbildung für diesen Beruf. Die nötigen Kenntnisse und Fertigkeiten können betriebsintern und im Rahmen einer Tauchausbildung erworben werden. Je nach Institution und Einsatzgebiet wird von IndustrietaucherInnen eine abgeschlossene Berufsausbildung, wie z.B. eine Lehrausbildung im handwerklichen bzw. technischen Bereich, erwartet. Ein Bootsführerschein ist von Vorteil. Weiters gelten folgende Voraussetzungen:

  • Strafregisterbescheinigung
  • Mindestalter von 19 Jahren
  • Körperliche Eignung bzw. gesunde Atmungsorgane

Das WIFI bietet den Lehrgang Allgemeine Taucharbeiten“ an. Teilnahmevoraussetzungen sind unter anderem eine Sporttauchausbildung, mindestens 100 Tauchgänge und die Vorlage eines medizinischen Attests. Weiters bietet das WIFI auch eine Berufstaucherausbildung an. Dazu muss ein bestimmtes Auswahlverfahren positiv absolviert werden. Nähere Informationen finden Sie auf der Webseite des WIFI.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

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