Start | AbwassertechnikerIn

Hinweis

Ältere Berufsbezeichnung(en): Recycling- und EntsorgungstechnikerIn, Entsorgungs- und Recylclingfachmann/-frau - Abwasser, seit 1.5.2023 AbwassertechnikerIn

Tätigkeitsmerkmale

Die Reinhaltung der Gewässer und des Grundwassers ist heute eine der wichtigsten Aufgaben des Umweltschutzes. Und die Mengen verschmutzten Wassers werden durch die gigantischen Abwassermengen der Großstädte und vieler Industriezweige (z.B. Chemische Industrie, Papierindustrie) immer größer. Daher gibt es eine Fülle von gesetzlichen Auflagen und Normen zur Regelung der Abwassersammlung und -behandlung. So verfügt heute nahezu jede Gemeinde und jeder größere Betrieb über die erforderlichen Kanalisations- und Kläranlagen. Die AbwassertechnikerInnen stellen die laufende Betreuung, Kontrolle und Wartung dieser Anlagen sicher und achten dabei auch auf die ökologischen Grundlagen in der Wasserwirtschaft, wie der Wichtigkeit der Trinkwasserversorgung. AbwassertechnikerInnen arbeiten in allen Bereichen der Abwasserentsorgung und -wiederaufbereitung. Ihre wichtigsten Aufgaben sind das sichere und fachgerechte Betreiben der abwassertechnischen Geräte, Maschinen und Anlagen, die Instandhaltung und Wartung der Geräte, Maschinen und Anlagen im Bereich der Abwasser- und Schlammbehandlung, die Festlegung der Behandlungsmethoden anhand der Art und Beschaffenheit der Abwässer und die regelmäßige Analyse und Klassifizierung der Abwässer im Labor. Der Schwerpunkt der Tätigkeit der AbwassertechnikerInnen betrifft die Abwasserbehandlung. Sie verfügen über die erforderlichen Kenntnisse im Bereich der Vermeidung, Verminderung, Trennung und Behandlung von Abwässern und flüssigen Abfällen. Mit Hilfe von mechanischen, biologischen und chemischen Abwasserreinigungsverfahren (chemische Arbeitsstoffe, Mikrobiologie, Biotechnologie) warten sie Kanalisationsanlagen. Dieser Tätigkeit kommt besonders im Fall von gefährlichen Abwässern eine große Bedeutung zu. Ein weiterer Aufgabenbereich liegt in der Behandlung des Schlamms, der nach der Abwasserbehandlung zurückbleibt, sowie in der Verwertung und Entsorgung aller Abfallstoffe aus der Abwasserreinigung. In allen Phasen der Abwasserbehandlung spielt die Abwasseranalytik - also die regelmäßige Kontrolle des Wassers - eine wichtige Rolle, wobei die AbwassertechnikerInnen allfällige Abwasseruntersuchungen im Labor durchführen. Bei all ihren Tätigkeiten achten sie auf die strenge Einhaltung aller Sicherheits- und Hygienebestimmungen sowie aller sonstigen Auflagen (abfallwirtschaftliche, wasserrechtliche und einschlägige umweltschutzbezogene Vorschriften, Normen und technische Anleitungen). AbwassertechnikerInnen sind auch für die Instandhaltung der Abwasserbehandlungsanlagen zuständig. Das heißt sie sind für die Steuerung und Wartung der Geräte, Maschinen und Anlagen verantwortlich. Sie bearbeiten einfache Werkstücke (Maschinen- und Anlagenteile) mit verschiedenen Bearbeitungstechniken (z.B. Fügen, Trennen) und führen Arbeiten im Bereich des Montierens, Demontierens und Abdichtens durch. Des Weiteren lesen sie technische Zeichnungen und Skizzen und verfügen über die technischen Grundlagenkenntnisse im Bereich der Mechanik, Elektrotechnik, Hydraulik und Pneumatik sowie über Aufbau und Wirkungsweise der Geräte, Maschinen und Anlagen. Die von ihnen verwendeten Geräte sind Elektromotoren, Verbrennungsmotoren, Gebläse, Verdichter, Pumpen, aber auch Mess- und Prüfgeräte, mit deren Hilfe sie bestimmte physikalische Größen (Druck, Temperatur) bestimmen und regeln können. Sie bedienen Transport- und Hebeeinrichtungen (Förderbänder, Krananlagen u.a.) sowie Anlagen zur Schlammbehandlung. Darüber hinaus verwenden sie digitale Geräte, betriebliche Software und digitale Kommunikationsformen. Besondere Bedeutung kommt schließlich auch der regelmäßigen Reinigung und Wartung der Maschinen zu: sie schmieren bewegliche Teile, füllen die Schmier- und Kühlflüssigkeit auf, bzw. tauschen diese aus und sie wechseln Verschleißteile. AbwassertechnikerInnen müssen auch über Kenntnisse im rechtlichen (abfall- und wasserrechtliche Bestimmungen) sowie im betriebswirtschaftlichen Bereich (sie planen und analysieren betriebliche Abläufe und führen Protokolle und Betriebstagebücher) verfügen.

Die Reinhaltung der Gewässer und des Grundwassers ist heute eine der wichtigsten Aufgaben des Umweltschutzes. Und die Mengen verschmutzten Wassers werden durch die gigantischen Abwassermengen der Großstädte und vieler Industriezweige (z.B. Chemische Industrie, Papierindustrie) immer größer. Daher gibt es eine Fülle von gesetzlichen Auflagen und Normen zur Regelung der Abwassersammlung und -behandlung. So verfügt heute nahezu jede Gemeinde und jeder größere Betrieb über die erforderlichen Kanalisations- und Kläranlagen. Die AbwassertechnikerInnen stellen die laufende Betreuung, Kontrolle und Wartung dieser Anlagen sicher und achten dabei auch auf die ökologischen Grundlagen in der Wasserwirtschaft, wie der Wichtigkeit der Trinkwasserversorgung. AbwassertechnikerInnen arbeiten in allen Bereichen der Abwasserentsorgung und -wiederaufbereitung. Ihre wichtigsten Aufgaben sind das sichere und fachgerechte Betreiben der abwassertechnischen Geräte, Maschinen und Anlagen, die Instandhaltung und Wartung der Geräte, Maschinen und Anlagen im Bereich der Abwasser- und Schlammbehandlung, die Festlegung der Behandlungsmethoden anhand der Art und Beschaffenheit der Abwässer und die regelmäßige Analyse und Klassifizierung der Abwässer im Labor. Der Schwerpunkt der Tätigkeit der AbwassertechnikerInnen betrifft die Abwasserbehandlung. Sie verfügen über die erforderlichen Kenntnisse im Bereich der Vermeidung, Verminderung, Trennung und Behandlung von Abwässern und flüssigen Abfällen. Mit Hilfe von mechanischen, biologischen und chemischen Abwasserreinigungsverfahren (chemische Arbeitsstoffe, Mikrobiologie, Biotechnologie) warten sie Kanalisationsanlagen. Dieser Tätigkeit kommt besonders im Fall von gefährlichen Abwässern eine große Bedeutung zu. Ein weiterer Aufgabenbereich liegt in der Behandlung des Schlamms, der nach der Abwasserbehandlung zurückbleibt, sowie in der Verwertung und Entsorgung aller Abfallstoffe aus der Abwasserreinigung. In allen Phasen der Abwasserbehandlu…

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

Schwerpunkt Tabelle
AbwassertechnikerIn
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Beispiel für Gemeinden: GRAZ - Holding GRAZ - Kommunale Dienstleistungen GmbH (Angestellte+Arbeiter)
gültig ab 01.11.2023
01.11.2023
Beispiel für Gemeinden: KÄRNTEN (alle Gemeinden) (Angestellte+Arbeiter)
gültig ab 01.01.2024
01.01.2024
Beispiel für Gemeinden: LINZ - Stadtwerke LINZ (Angestellte+Arbeiter)
gültig ab 01.02.2024
01.02.2024
Beispiel für Gemeinden: INNSBRUCK - Innsbrucker Kommunalbetriebe (Angestellte+Arbeiter)
gültig ab 01.01.2024
01.01.2024
Beispiel für Gemeinden: WIEN (gemäß Dienstvorschrift für Lehrlinge) (Gemeindebedienstete)
gültig ab 01.01.2024
01.01.2024
Beispiel für Industriebetriebe: CHEMISCHE INDUSTRIE (Chemische, Kunststoff verarbeitende und pharmazeutische Industrie) (Arbeiter)
gültig ab 01.05.2023
01.05.2023
Beispiel für Industriebetriebe: METALLINDUSTRIE (Arbeiter)
gültig ab 01.11.2023
01.11.2023
Beispiel für Industriebetriebe: PAPIERINDUSTRIE (Arbeiter)
gültig ab 01.05.2023
01.05.2023
  • gute körperliche Verfassung: Wartungs- und Reparaturarbeiten, Arbeiten mit schweren Werkzeugen und Geräten
  • physische Ausdauer: Belastungen wie Verschmutzung, Maschinenlärm, Gerüche, auch Witterung bei Außenarbeiten körperliche Wendigkeit: Arbeiten an schwer zugänglichen Maschinen- und Anlagenteilen
  • Handgeschicklichkeit: Bearbeiten von Metallteilen, Wartungs- und Reparaturarbeiten an Maschinen/Anlagen, Installieren und Anschließen von Leitungen
  • Unempfindlichkeit der Haut: Verschmutzung bei Wartungs- und Reparaturarbeiten an den Maschinen/Anlagen
  • technisches Verständnis: Einstellen/Steuern und Warten der Maschinen/Anlagen, Feststellen und Beheben von Maschinenstörungen logisch-analytisches Denken: Durchführen von Wasser- und Schlammanalysen, Klassifizieren der Materialien und Festlegen der Behandlungsart
  • Reaktionsfähigkeit: Bedienen, Steuern und Überwachen der Maschinen/Anlagen, rasches Eingreifen bei Maschinenstörungen
  • generelle Lernfähigkeit: regelmäßiges Aneignen von Kenntnissen über neue technische und rechtliche Entwicklungen in der Abwasserbewirtschaftung

Betriebe/Lehrbetriebe: AbwassertechnikerInnen arbeiten in Unternehmen der Abwasserentsorgung und -wiederaufbereitung, z.B. in der öffentlichen Kanalisation, Kläranlagen oder Einrichtungen zur Abwasserkontrolle. Des Weiteren sind sie in Unternehmen beschäftigt, die auf die Behandlung besonderer Abwässer spezialisiert sind, wie z.B. Industrieabwässer. Sie finden auch in Industriebetrieben mit eigenen Entsorgungs- und Wiederaufbereitungsanlagen oder in Unternehmen, die Abwasserentsorgungsanlagen errichten, Beschäftigungsmöglichkeiten.

Lehrstellensituation: Dieser Lehrberuf wird sehr selten erlernt. Die jährliche Gesamtzahl der Lehrlinge in der Abwassertechnik (und deren Vorgängerlehrberufen) macht seit 10 Jahren meist nicht mehr als 5 Personen aus. Oft wird dieser Lehrberuf auch in Doppellehre mit dem Lehrberuf "Entsorgungs- und Recyclingfachmann/-frau" erlernt.

Unterschiede nach Geschlecht: Dieser Lehrberuf wird fast ausschließlich von Männern erlernt. Unter den Lehrlingen hat es schon seit einigen Jahren nur sehr wenige Frauen gegeben.

Berufsaussichten: Die Abwasserentsorgung und -wiederaufbereitung gewinnt weiterhin an Bedeutung und nach wie vor werden erhebliche Investitionen in diesem Bereich getätigt. Daher sind die Berufsaussichten in diesem Bereich auch längerfristig günstig.

Beschäftigungsaussichten: Die laufende technische und rechtliche Weiterentwicklung in der Abwasserbewirtschaftung lässt einen zunehmenden Bedarf an gut qualifizierten Fachkräften erwarten. In den kommenden Jahren wird die Beschäftigungszahl von AbwassertechnikerInnen voraussichtlich leicht ansteigen.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "Entsorgungs- und RecyclingtechnikerIn", dem der Beruf "AbwassertechnikerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:
Lehrlingszahlen Tabelle
AbwassertechnikerIn (inkl. Doppellehren)
Dieser Lehrberuf kann seit 1.5.2023 erlernt werden! Die angeführten Werte der Vorjahre stammen vom Vorläufer-Lehrberuf "Entsorgungs- und Recyclingfachmann/-frau - Abwasser" (auslaufend seit 1.5.2023)!
Anz./Jahr 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023
männlich 5 4 4 3 5 4 5 6 7 4
weiblich 1 1 1 0 0 0 0 1 1 0
gesamt 6 5 5 3 5 4 5 7 8 4
Frauenanteil 16,7% 20,0% 20,0% 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% 14,3% 12,5% 0,0%
Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich
Verwandte Lehrberufe Tabelle
AbwassertechnikerIn
Verwandte Lehrberufe LAP-Ersatz *
ChemieverfahrenstechnikerIn nein
GerberIn nein
LabortechnikerIn - Hauptmodul Biochemie nein
LabortechnikerIn - Hauptmodul Chemie nein
LabortechnikerIn - Hauptmodul Lack- und Anstrichmittel nein
ProzesstechnikerIn nein
SchädlingsbekämpferIn nein
* LAP-Ersatz = Lehrabschlussprüfungs-Ersatz

Folgende berufsbildende Schulen bieten eine ähnliche Ausbildung wie der Lehrberuf:

z.B.: Höhere Lehranstalt für Maschineningenieurwesen (Ausbildungsschwerpunkte "Umwelttechnik" oder "Kunststoff- und Umwelttechnik"); Fachschule für Chemie, Ausbildungszweig "Biochemie und biochemische Technologie"; Höhere Lehranstalt für Chemie (Ausbildungsschwerpunkte "Technische Chemie - Umwelttechnik" oder "Biochemie, Bio- und Gentechnologie"); Höhere Lehranstalt für Chemie-Ingenieurwesen, Ausbildungsschwerpunkt "Umwelttechnik"; Höhere Lehranstalt für Werkstoffingenieurwesen, Ausbildungsschwerpunkt "Kunststoff- und Umwelttechnik"; Höhere Lehranstalt für Betriebsmanagement (Ausbildungszweige "Qualitäts- und Umweltmanagement" oder "Textilchemie und Ökologie"); Höhere Lehranstalt für Bautechnik, Ausbildungsschwerpunkt "Umwelttechnik"; Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe, Ausbildungsschwerpunkt "Umweltökonomie"; Höhere Lehranstalt für Umwelt und Wirtschaft.

Weiterführende Bildungsmöglichkeiten zur Erreichung höherer Bildungsabschlüsse bzw. zur Höherqualifizierung für AbsolventInnen dieses Lehrberufs sind vor allem die Werkmeisterschule für Berufstätige mit den Fachrichtungen "Technische Chemie" oder "Maschinenbau" (2 Jahre, Abendunterricht) und eventuell auch die folgende zur Reife- und Diplomprüfung führende Schule: Höhere Lehranstalt für Berufstätige für Chemie (Ausbildungsschwerpunkte "Biochemie und Biochemische Technologie", "Chemische Betriebstechnik", "Molekularbiologie und Gentechnologie", "Technische Chemie - Instrumentelle Analytik" und "Umwelttechnik - Umweltschutzmanagement"; 4 Jahre).

Weiterbildung: Weiterbildungsmöglichkeiten für Fachkräfte von Abwassertechnik werden von den Unternehmen der Abwasserwirtschaft sowie von Weiterbildungseinrichtungen, vor allem vom Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) und vom Berufsförderungsinstitut (BFI), angeboten. Weiterbildung ist vor allem auf rechtlichem Gebiet (Umweltschutz- und Abwasserbestimmungen und -normen) sowie hinsichtlich neuer Methoden der Abwasserbehandlung erforderlich. Mit entsprechender Weiterbildung können Fachkräfte für Abwassertechnik auch die Berechtigung für eine Tätigkeit als Klärwärter in Abwasseraufbereitungsanlagen erwerben.

Selbstständige Berufsausübung:

Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung (als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschäftsführerIn) besteht für AbwassertechnikerInnen in folgenden freien Gewerben:

  • Sammeln und Behandeln von Abfällen und Abwässern
  • Abfallbeauftragte/Abfallbeauftragter
  • Abfallberatung, eingeschränkt auf die Erteilung von Informationen über Möglichkeiten der Vermeidung, Entsorgung und Lagerung von Abfällen sowie die Abwasserentsorgung und -reinigung unter Ausschluss der Erstellung von Abfallkonzepten

Ein freies Gewerbe erfordert keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde.

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