Angebote im AMS Berufslexikon

Das Berufslexikon informiert über Aufgaben und Tätigkeiten in den Berufen, über Berufsanforderungen, Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Beschäftigungsmöglichkeiten, Berufsaussichten, Anfangseinkommen und vieles mehr.

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* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

FreizeitbetreuerInnen sind für die kreative Gestaltung der Freizeit von Personen verschiedenen Alters zuständig, z.B. in den Bereichen Tourismus sowie Freizeit- und Kulturpädagogik, in der Jugendarbeit oder in der Seniorenbetreuung. Sie tragen zu einer aktiven Freizeitgestaltung von Kindern, Jugendlichen, Familien und älteren Menschen bei und regen diese zu einer sportlichen, kreativen oder handwerklichen Tätigkeit an.

Sie planen und organisieren verschiedene Freizeitangebote, wie z.B. Sportprogramme, kulturelle Unternehmungen, Tanzveranstaltungen oder Malkurse. Dabei müssen FreizeitbetreuerInnen stets auf die Bedürfnisse ihres Zielpublikums eingehen und entsprechende Aktivitäten anbieten. Die Angebote sollen im Einklang mit der Idee einer sinnvollen, selbstbestimmten Freizeit- oder Urlaubsgestaltung stehen.

Zur möglichst guten Unterhaltung ihrer Gäste und anvertrauten Gruppen bieten FreizeitbetreuerInnen oft ein breites Spektrum an Freizeitaktivitäten an, z.B. Sportübungen, Spiele, Malkurse, Theatergruppen, Ausflüge, Kochkurse, Kinderschminken, Tanzkurse, Wettbewerbe oder Bastelworkshops.

Typische Tätigkeiten sind z.B.:

  • Freizeitprogramme planen und organisieren
  • Hotelgäste empfangen
  • Über Freizeitangebote informieren
  • Ausflüge organisieren
  • Gäste zur Teilnahme an Angeboten animieren
  • Bewegungsspiele planen und durchführen
  • Abendveranstaltungen organisieren und moderieren
Siehe auch:
  • Begeisterungsfähigkeit
  • Fremdsprachenkenntnisse
  • Freude am Kontakt mit Menschen
  • Gerne kreativ arbeiten
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Organisationstalent
  • Physische Ausdauer
  • Problemlösungsfähigkeit
  • Reisebereitschaft
  • Überzeugungsfähigkeit

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten z.B. folgende Unternehmen und Branchen:

  • Hotels
  • Ferienclubs
  • Feriendörfer
  • Campingplätze
  • Seniorenheime
  • Freizeitparks
  • Reiseveranstaltungsunternehmen

Die Freizeitwirtschaft in Österreich bietet ein breites Spektrum an Indoor- und Outdoor-Aktivitäten. Das Angebot reicht von geführten Naturerlebnissen über freizeitpädagogische Angebote bis zu professionell organisierten Events. Allgemein geht der Trend weg von der massentauglichen Standardanimation hin zur hochspezialisierten Begleitung, die auch auf individuelle Freizeitbedürfnisse von Gästen aus dem In- und Ausland eingeht. Um den hohen Ansprüchen und Erwartungen gerecht zu werden, wird hochqualifiziertes Personal benötigt, das serviceorientiert, professionell und flexibel eine exzellente Dienstleistungsqualität sicherstellt. 

Mit den steigenden Anforderungen im Tourismus- und Freizeitbereich wächst auch die Nachfrage nach kreativen Freizeitprogrammen. Ein Gespür für aktuelle Trends im Bereich Sport- und Spielaktivitäten sowie ein ausgeprägtes Unterhaltungstalent können die Berufsaussichten von FreizeitbetreuerInnen zusätzlich verbessern. Gute Englisch- und weitere Fremdsprachenkenntnisse sowie interkulturelle Kompetenzen sind vor allem in touristischen Regionen mit vielen internationalen Gästen von Vorteil.

Unter dem folgenden Link gelangen Sie zum AMS-JobBarometer. Dort finden Sie weiterführende Informationen zu den Arbeitsmarktaussichten für das Berufsbündel "AnimateurIn", dem der Beruf "FreizeitbetreuerIn" zugeordnet ist, wie z.B. Informationen zu Trends, Anzahl der Inserate oder häufig nachgefragten Kompetenzen:

AMS-JobBarometer

Stellenangebote in "alle jobs" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular in "alle jobs". Im Formular können Sie dann noch weitere Filter setzen.

offene Job-Angebote

Eine gute Grundlage für diesen Beruf sind Ausbildungen an berufsbildenden mittleren und höheren Tourismusschulen. Auch manche Fachschulen sowie höhere Lehranstalten für wirtschaftliche Berufe bieten Ausbildungsschwerpunkte in den Bereichen Tourismus und Freizeitmanagement an. FreizeitbetreuerInnen bieten meist sportliche Aktivitäten an, sodass eine sportliche Ausbildung an einer Bundessportakademie vorteilhaft ist. Große Reiseveranstaltungsunternehmen und Hotelketten bilden FreizeitbetreuerInnen darüber hinaus auch betriebsintern aus. Im Bereich der Kinderbetreuung wird meist eine pädagogische Ausbildung vorausgesetzt.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Weiterbildungsmöglichkeiten für AbsolventInnen von Fachschulen bieten beispielsweise Aufbaulehrgänge, die zur Matura führen, sowie eine Studienberechtigungsprüfung oder die Berufsreifeprüfung. Diese ermöglichen den Zugang zu Kollegs im Bereich Tourismus oder zu Universitäten, z.B. im Bereich Sport- und Bewegungswissenschaften. Auch einschlägige Fachhochschul-Studiengänge bieten eine Weiterbildungsperspektive.

Weiterbildungen können bei Erwachsenenbildungseinrichtungen wie BFI und WIFI sowie bei privaten Aus- und Weiterbildungsinstituten absolviert werden, z.B. für folgende Bereiche:

  • Freizeitmanagement
  • Tourismusmanagement
  • Sportmanagement
  • Fitnesstraining
  • Seniorenanimation
  • Kinderbetreuung
  • Outdoortraining

Seit Herbst 2023 können an Universitäten, Fachhochschulen, Pädagogische Hochschulen sowie Privatuniversitäten zusätzlich zum bisherigen Studienangebot auch berufsbegleitende Weiterbildungsstudien absolviert werden. Diese bieten auch Personen, die keine Hochschulreife (Matura, Berufsreife- oder Studienberechtigungsprüfung) besitzen, die Möglichkeit den akademischen Titel „Bachelor Professional (BPr)" oder „Master Professional (MPr)" zu erwerben.

Für die Zulassung zu einem Bachelor Professional-Studium ist ein einschlägiger beruflicher Ausbildungsabschluss (z.B. Lehre, BMS-Abschluss) oder eine mehrjährige Berufserfahrung im Studienbereich erforderlich.

Personen, die einen Master Professional abgeschlossen haben, können in der Folge dann auch ein Doktoratsstudium absolvieren.

Aufstiegsmöglichkeiten bestehen in der Leitung bzw. im Management von Freizeitangeboten. In Zusammenhang mit Sport-, Gesundheits- und Kreativangeboten bestehen auch Entwicklungsmöglichkeiten im Veranstaltungsmanagement, im Wellnessbereich oder im Tourismus.

Eine selbstständige Berufsausübung ist z.B. im Rahmen der freien Gewerbe "Betrieb eines Fitnessstudios (Zurverfügungstellen von Fitnessgeräten)" oder "Planung einer sinnvollen Freizeitgestaltung (Animation)" möglich. Ein freies Gewerbe erfordert keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich die Erfüllung der allgemeinen Voraussetzungen zur Anmeldung eines Gewerbes.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Wirtschaftskammer Österreich sowie in der Liste der freien Gewerbe.

* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

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