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Das Berufslexikon informiert über Aufgaben und Tätigkeiten in den Berufen, über Berufsanforderungen, Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Beschäftigungsmöglichkeiten, Berufsaussichten, Anfangseinkommen und vieles mehr.

Start | LehrerIn für die Sekundarstufe Allgemeinbildung - Bewegung und Sport

* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

Dieser Beruf ist eine Spezialisierung des Berufs LehrerIn für die Sekundarstufe Allgemeinbildung. Weiterführende Informationen finden Sie in der Beschreibung von LehrerIn für die Sekundarstufe Allgemeinbildung (UNI/FH/PH).

Dieser Beruf kann nur ausgeübt werden, wenn die gesetzlich vorgeschriebene Ausbildung abgeschlossen wurde. Auch die beruflichen Tätigkeiten orientieren sich an den gesetzlich vorgegebenen Inhalten der Ausbildung.

Tätigkeitsmerkmale

LehrerInnen für Bewegung und Sport unterrichten SchülerInnen von der 5. bis zur 13. Schulstufe im Unterrichtsfach "Bewegung und Sport". Sie vermitteln sowohl theoretische Grundlagen als auch praktische Übungen und regen die SchülerInnen zu einem sportlich aktiven und gesunden Lebensstil an. Zudem leisten sie auch Erziehungsarbeit, indem sie SchülerInnen neben Fachkompetenzen auch soziale Fähigkeiten vermitteln.

LehrerInnen für Bewegung und Sport bereiten ihren Unterricht nach dem Lehrplan vor und wählen die geeigneten Übungseinheiten und Sportutensilien aus, z.B. Sprungkästen, Bälle oder Turnmatten. Sie planen die Bewegungsabläufe und vermitteln den SchülerInnen unterschiedliche Sportarten. Dazu zählen sowohl Teamsportarten wie Fußball oder Basketball als auch Einzelsportarten wie Leichtathletik oder Turnen. Sie trainieren die Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit der SchülerInnen.

Neben den körperlichen und motorischen Fähigkeiten schulen LehrerInnen für Bewegung und Sport insbesondere durch Teamsportarten auch die sozialen Kompetenzen der SchülerInnen. Zudem vermitteln sie durch sportliche Übungen Körperbewusstsein und Entspannungstechniken. Weiters organisieren sie Sportwettkämpfe, Sportwochen und -feste sowie z.B. Ski- und Snowboardkurse.

Typische Tätigkeiten sind z.B.:

  • Sportarten und -übungen vermitteln
  • Sportunterricht planen
  • SchülerInnen bei sportlichen Aktivitäten anleiten
  • Sportwochen organisieren und durchführen
  • Leistungen der SchülerInnen beurteilen
  • Aufzeichnungen zum Unterrichtsverlauf führen
  • Besprechungen mit KollegInnen durchführen
Siehe auch:
  • Begeisterungsfähigkeit
  • Didaktische Fähigkeiten
  • Durchsetzungsvermögen
  • Freude am Kontakt mit Menschen
  • Interesse für Gesundheit
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Körperliche Fitness
  • Organisationstalent
  • Reaktionsfähigkeit
  • Verantwortungsbewusstsein

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten z.B. folgende Institutionen:

  • Mittelschulen (MS)
  • Allgemeinbildende höhere Schulen (AHS)
  • Berufsbildende mittlere und höhere Schulen (BMS/BHS)
  • Polytechnische Schulen (PTS)
  • Öffentliche und private Tagesbetreuungseinrichtungen
  • Sportverbände und -vereine
  • Erwachsenenbildungseinrichtungen
  • Freizeitbetreuungseinrichtungen

In ganz Österreich zeigt sich ein regional unterschiedlicher, teils sehr hoher Bedarf an Lehrkräften. Die Berufsaussichten für LehrerInnen für Bewegung und Sport sind gut. Je nach Unterrichtsfach kann das Angebot an freien Stellen in den verschiedenen Regionen und Schulen unterschiedlich sein. Nähere Informationen über den aktuellen Bedarf bietet der Bedarfsrechner und das Fächerranking auf der Website KLASSEJOB.AT des Bildungsministeriums.

Die meisten offenen Stellen werden nicht über klassische Stellenanzeigen, sondern direkt über die Bildungsdirektionen sowie auch über die Website des Bildungsministeriums ausgeschrieben. 

Zum Teil bestehen Aussichten auf eine Karriere in unterschiedlichen Bereichen, die einen Bildungsbezug aufweisen, etwa im Verlagswesen, in der Gestaltung von Medien für den Unterricht oder für die Vermittlung von Sport im außerschulischen Bereich.

Stellenangebote in "alle jobs" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular in "alle jobs". Im Formular können Sie dann noch weitere Filter setzen.

offene Job-Angebote

Die Lehramtsausbildung der Sekundarstufe Allgemeinbildung für das Unterrichtsfach "Bewegung und Sport" erfolgt in Zusammenarbeit von Pädagogischen Hochschulen (PH), Universitäten und privaten Hochschulen. Das Studium ist in ein Bachelorstudium im Ausmaß von 240 ECTS-Punkten (mindestens 8 Semester) und ein Masterstudium im Ausmaß von 120 ECTS-Punkten (mindestens 4 Semester) gegliedert. Neben dem Unterrichtsfach "Bewegung und Sport" muss im Rahmen des Lehramtsstudiums für die Sekundarstufe Allgemeinbildung noch ein zweites Unterrichtsfach oder eine Spezialisierung gewählt werden. Nach dem LehrerInnen-Dienstrecht ist es für JunglehrerInnen notwendig, 5 Jahre nach ihrem Bachelorabschluss ein Masterstudium abzuschließen, um in ein unbefristetes Dienstverhältnis eintreten zu können.

Die allgemeine Voraussetzung für ein Bachelorstudium ist die Hochschulreife, die entweder durch eine erfolgreich abgeschlossene Matura, eine Studienberechtigungsprüfung oder die Berufsreifeprüfung erlangt werden kann. Um für das Lehramtsstudium zugelassen zu werden, müssen weiters Aufnahme- und Eignungsfeststellungsverfahren durchlaufen werden, in denen die studien- und berufsbezogene Eignung überprüft wird. Für das Lehramt im Unterrichtsfach "Bewegung und Sport" muss zudem eine fachliche Eignungsprüfung zur Feststellung der sportlichen Eignung abgelegt werden.

Im ersten Dienstjahr werden LehrerInnen im Rahmen der sogenannten "Induktionsphase" in den Beruf eingeführt. Mehr Informationen dazu sowie zu Zugangsregelungen und Kooperation der verschiedenen Hochschulen finden Sie in der Beschreibung des Berufs LehrerIn für die Sekundarstufe Allgemeinbildung (UNI/FH/PH) im Abschnitt Ausbildung sowie auf der Website KLASSEJOB.AT des Bildungsministeriums.

Weiters berechtigt eine Ausbildung zum/zur DiplomsportlehrerIn an der Bundessportakademie Wien (BSPA) als SportlehrerIn an Volksschulen sowie als VertragslehrerIn an Pflichtschulen und Berufsschulen zu unterrichten. Weitere Informationen zu der Ausbildung finden Sie auf der Website der Bundessportakademie Wien

Eine weitere Möglichkeit, um als LehrerIn für die Sekundarstufe Allgemeinbildung tätig zu sein, bietet der Hochschullehrgang "Quereinstieg", der an Pädagogischen Hochschulen durchgeführt wird. Dieser dauert 4 bis 6 Semester und qualifiziert für ein bestimmtes Unterrichtsfach. Das Angebot der Hochschullehrgänge für den Quereinstieg richtet sich jeweils nach dem bestehenden Bedarf. Der Einstieg als QuereinsteigerIn ist nur unter bestimmten Voraussetzungen und nach Absolvierung eines mehrstufigen Aufnahmeverfahrens möglich. Weitere Informationen finden Sie auf der Website KLASSEJOB.AT des Bildungsministeriums.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Weiterbildungsmöglichkeiten für AbsolventInnen von Hochschulen mit einem Diplom- oder Master-Abschluss bieten Doktoratsstudien an Universitäten, z.B. im Bereich Bildungswissenschaften. Zudem besteht die Möglichkeit, im Rahmen eines sogenannten Erweiterungsstudiums ein zusätzliches Unterrichtsfach oder eine Spezialisierung zu studieren. Diese Zusatzqualifikation berechtigt dazu, in diesem Unterrichtsfach oder dieser Spezialisierung zu unterrichten.

Für PflichtschullehrerInnen besteht in ganz Österreich eine verpflichtende Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen im Ausmaß von 15 Jahresstunden, die im Zusammenhang mit der Lehrtätigkeit stehen.

Berufliche Weiterbildungsmöglichkeiten für alle Schulformen bieten vor allem die Pädagogischen Hochschulen und Universitäten in Form von Seminaren und Hochschullehrgängen an. Viele Lehrgänge sind zertifiziert und meist mit neuen Qualifikationen verbunden, die dazu berechtigen, erweiterte Aufgaben im Schulwesen zu übernehmen. Weiterbildungsinhalte an Hochschulen für LehrerInnen für Bewegung und Sport sind z.B.:

  • Volleyball
  • Schwimmen
  • Wintersportarten
  • Badminton
  • Inklusiver Sportunterricht
  • Turnen
  • Tanz
  • Schulmanagement
  • Fachdidaktik

Zudem können Weiterbildungen an den Bundessportakademien, bei Erwachsenenbildungseinrichtungen wie BFI und WIFI sowie bei privaten Aus- und Weiterbildungsinstituten absolviert werden, z.B. in den Bereichen Konfliktmanagement, Erlebnispädagogik oder Bewegungspädagogik.

Im Schuldienst können LehrerInnen eine Position als SchulleiterIn anstreben. Entwicklungsmöglichkeiten bestehen auch im Rahmen zusätzlicher Funktionen, z.B. in der Fach-/Abteilungsleitung, als SchulbibliothekarIn oder im Schulqualitätsmanagement.

Weiters bestehen berufliche Entwicklungsmöglichkeiten in verschiedenen Bereichen, z.B. in der Bildungspolitik, in der Bildungsverwaltung, im Sportjournalismus, in der Freizeitpädagogik oder in Wissenschaft und Forschung.

* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

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