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Das Berufslexikon informiert über Aufgaben und Tätigkeiten in den Berufen, über Berufsanforderungen, Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Beschäftigungsmöglichkeiten, Berufsaussichten, Anfangseinkommen und vieles mehr.

Start | WasserbautechnikerIn

* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

WasserbautechnikerInnen planen und konstruieren Bauprojekte im Bereich Wasserbau und sind für die technische Abwicklung verantwortlich. Beispiele dafür sind Flussbauten, Talsperren, Hochwasserschutzbauten, Wasserkraftanlagen, Kanäle, Staudämme, Brücken und Schleusen sowie Projekte, die auf Wasserversorgung, Abwasserreinigung oder Wasserverkehrswegebau ausgerichtet sind. Mithilfe von computergestützten Konstruktionsprogrammen, wie z.B. CAD (Computer Aided Design), erstellen sie Pläne, berücksichtigen dabei alle bauphysikalischen und -statischen Richtlinien und begleiten die Umsetzung.

WasserbautechnikerInnen entwickeln zudem Strategien zum Schutz vor Überschwemmungen und Erosion, einschließlich des Baus von Schutzbauwerken und Dämmen. Sie gestalten weiters Systeme zur Wasserversorgung, -aufbereitung und -verteilung für Städte, Gemeinden und Industriebetriebe und planen Abwassersysteme zur Behandlung und Entsorgung von Abwasser. Weiters führen WasserbautechnikerInnen auch Projekte zur Renaturierung von Flussufern durch. Darüber hinaus führen sie Untersuchungen der Wasserqualität durch, um die Umweltauswirkungen von Wasserbauprojekten zu bewerten und gegebenenfalls Maßnahmen zu setzen.

Typische Tätigkeiten sind z.B.:

  • Bauprojekte überwachen
  • Maßnahmen für den Hochwasserschutz entwickeln
  • Leitungen für die Wasserversorgung und -verteilung planen
  • Abwassersysteme konzipieren
  • Renaturierungen von Flussufern begleiten
  • Wasserqualität analysieren
Siehe auch:
  • Bereitschaft, an unterschiedlichen Orten zu arbeiten
  • EDV-Anwendungskenntnisse
  • Gutes räumliches Vorstellungsvermögen
  • Interesse für Bau
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Logisch-analytisches Denken
  • Problemlösungsfähigkeit
  • Sinn für Zahlen
  • Technisches Verständnis
  • Verantwortungsbewusstsein

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten z.B. folgende Unternehmen und Branchen:

  • Bauunternehmen
  • Planungsbüros
  • Architektur- und Ziviltechnikbüros
  • Baubehörden
  • Bauämter
  • Öffentliche Verwaltung

Die Entwicklung des Baubereichs ist stark von gesamtwirtschaftlichen Faktoren abhängig. Während der klassische Neubau besonders sensibel auf veränderte Rahmenbedingungen reagiert, gewinnt der Bereich Sanierung zunehmend an Bedeutung: ExpertInnen für Bauphysik, Sanierungstechnik und Umweltbautechnik sind aufgrund strenger Vorgaben für Klima- und Energieeffizienz besonders gefragt. Im Tiefbau stützen langfristige Infrastrukturprojekte, z.B. im Bahn- und Tunnelbau, die Beschäftigung, während der Straßenbau konstant bleibt. Ob in hochspezialisierten Ingenieursberufen oder im ausführenden Bereich wie dem Fertigteilbau oder der Fassadentechnik – der anhaltende Fachkräftebedarf sorgt branchenweit für eine hohe Arbeitsplatzsicherheit.

WasserbautechnikerInnen können insbesondere in den Bereichen Hochwasserschutz und Abwasserreinigung mit einer guten Nachfrage rechnen. Für die Planung von Wasserbauprojekten sind fundierte Kenntnisse in Hydraulik, etwa für hydraulische Berechnungen und Modellierungen, sowie ein sicherer Umgang mit Geoinformationssystemen (GIS) und CAD-Software gefragt. Zusätzliche Kompetenzen in digitalen Planungs- und Arbeitsmethoden, etwa in BIM (Building Information Modeling), können die Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern. Know-how in Projektmanagement und nachhaltigen Ansätzen im Wasserbau, z.B. in den Bereichen Renaturierung und Gewässerschutz, ist ebenfalls vorteilhaft.

Unter dem folgenden Link gelangen Sie zum AMS-JobBarometer. Dort finden Sie weiterführende Informationen zu den Arbeitsmarktaussichten für das Berufsbündel "KulturtechnikerIn", dem der Beruf "WasserbautechnikerIn" zugeordnet ist, wie z.B. Informationen zu Trends, Anzahl der Inserate oder häufig nachgefragten Kompetenzen:

AMS-JobBarometer

Stellenangebote in "alle jobs" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular in "alle jobs". Im Formular können Sie dann noch weitere Filter setzen.

offene Job-Angebote

Die Grundlage für diesen Beruf bildet ein erfolgreich abgeschlossenes Studium an einer Universität oder Fachhochschule, z.B. in den Bereichen Wasserwirtschaft oder Bauingenieurwesen. Für die Zulassung zum Studium muss, je nach Anbieter, ein Aufnahme- bzw. Bewerbungsverfahren absolviert werden. Wichtige Ausbildungsinhalte sind zum Beispiel Wasserbau, Geotechnik, Baustatik, Ingenieurbau, Physik, Mechanik und Mathematik.

Voraussetzung für ein Studium ist die Hochschulreife, die entweder durch eine erfolgreich abgeschlossene Matura, eine Studienberechtigungsprüfung oder die Berufsreifeprüfung erlangt werden kann. An Fachhochschulen ist es teilweise auch Personen ohne Hochschulreife möglich, ein Studium zu beginnen, sofern sie über eine einschlägige berufliche Qualifikation verfügen und Zusatzprüfungen in bestimmten Fächern ablegen. 

Dieser Beruf kann auch auf schulischem Niveau erlernt werden, siehe WasserbautechnikerIn (Mittlere/Höhere Schulen).

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen insbesondere an Universitäten und Fachhochschulen z.B. in Form von Lehrgängen sowie Seminaren in Bereichen wie:

  • Bauingenieurwesen
  • Kulturtechnik
  • Baumanagement
  • Geotechnik
  • Umwelttechnik
  • Bauökologie
  • Technisches Projektmanagement
  • Baunormen
  • Nachhaltiges Bauen

Je nach Struktur und Größe des Unternehmens bestehen Aufstiegsmöglichkeiten in Leitungsfunktionen. 

Eine selbstständige Berufsausübung ist z.B. im Rahmen des reglementierten Gewerbes "Ingenieurbüros (Beratende Ingenieure)" möglich.

Für reglementierte Gewerbe muss bei der Gewerbeanmeldung der jeweils vorgeschriebene Befähigungsnachweis, z.B. in Form einer Befähigungsprüfung, eines bestimmten Schul- oder Studienabschlusses oder einer fachlichen Tätigkeit, erbracht werden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Wirtschaftskammer Österreich sowie in der Liste der reglementierten Gewerbe.

Die Ablegung der Ziviltechnikerprüfung ermöglicht eine selbstständige Tätigkeit als ZiviltechnikerIn (IngenieurkonsulentIn). Nähere Informationen zur Ziviltechnikerprüfung finden Sie auf der Website der Kammer der ZiviltechnikerInnen, ArchitektInnen und IngenieurInnen.

* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

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