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Das Berufslexikon informiert über Aufgaben und Tätigkeiten in den Berufen, über Berufsanforderungen, Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Beschäftigungsmöglichkeiten, Berufsaussichten, Anfangseinkommen und vieles mehr.

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* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

FreizeitforscherInnen beschäftigen sich wissenschaftlich mit Freizeitgewohnheiten von Menschen. Sie gehen der Frage nach, wie Menschen ihre freie Zeit gestalten, welche Bedürfnisse dahinterstehen und wie sich das Freizeitverhalten verschiedener Zielgruppen im Laufe der Zeit verändert. Sie erforschen zudem Innovationen, Trends und Herausforderungen in der Freizeit- und Tourismusbranche und untersuchen beispielsweise auch, welche Auswirkungen Klimaveränderungen auf das Freizeitverhalten haben. Dabei wenden sie verschiedene wissenschaftliche Methoden an, wie z.B. qualitative und quantitative Analysen. 

Für ihre Forschungsvorhaben erheben und analysieren FreizeitforscherInnen systematisch verschiedene Daten, wie etwa demografische oder motivations- und verhaltensbezogene Daten. Sie führen z.B. Umfragen, Interviews sowie Beobachtungen durch und werten Statistiken aus. Für die Analyse der Daten nutzen sie meist spezielle digitale Tools und Statistik-Software. Darüber hinaus interpretieren sie die Ergebnisse und erstellen Berichte, Studien und Präsentationen. 

FreizeitforscherInnen präsentieren ihre Forschungsergebnisse auf wissenschaftlichen Fachtagungen sowie in Form von Vorträgen für die breite Öffentlichkeit, z.B. bei Tourismusverbänden oder bei politischen Veranstaltungen. Zur Finanzierung ihrer Forschung stellen sie oftmals Projektanträge für Förderungen oder nehmen an Ausschreibungen teil. 

Typische Tätigkeiten sind z.B.:

  • Freizeitverhalten und -trends erforschen
  • Qualitative und quantitative Methoden anwenden
  • Fragebögen erstellen
  • Interviews führen
  • Statistische Daten auswerten
  • Wissenschaftliche Literatur analysieren
  • Projektanträge stellen
Siehe auch:
  • EDV-Anwendungskenntnisse
  • Englischkenntnisse
  • Freude am Kontakt mit Menschen
  • Interesse für Forschung und Entwicklung
  • Interesse für Tourismus
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Logisch-analytisches Denken
  • Selbstständiges Arbeiten
  • Sinn für genaues Arbeiten

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten z.B. folgende Institutionen: 

  • Forschungsinstitute mit Schwerpunkt Freizeitforschung 
  • Universitäten
  • Fachhochschulen

Die Freizeitwirtschaft in Österreich bietet ein breites Spektrum an Indoor- und Outdoor-Aktivitäten. Das Angebot reicht von geführten Naturerlebnissen über freizeitpädagogische Angebote bis zu professionell organisierten Events. Allgemein geht der Trend weg von der massentauglichen Standardanimation hin zur hochspezialisierten Begleitung, die auch auf individuelle Freizeitbedürfnisse von Gästen aus dem In- und Ausland eingeht. Um den hohen Ansprüchen und Erwartungen gerecht zu werden, wird hochqualifiziertes Personal benötigt, das serviceorientiert, professionell und flexibel eine exzellente Dienstleistungsqualität sicherstellt. 

FreizeitforscherInnen tragen durch ihre Forschungen dazu bei, die steigenden Anforderungen im Freizeitsektor zu analysieren und zukünftige Trends zu identifizieren sowie Handlungsempfehlungen zu formulieren. Neben fundierten Anwendungskenntnissen verschiedener wissenschaftlicher Forschungsmethoden ist insbesondere Expertise über die Freizeit- und Tourismusbranche gefragt.

Unter dem folgenden Link gelangen Sie zum AMS-JobBarometer. Dort finden Sie weiterführende Informationen zu den Arbeitsmarktaussichten für das Berufsbündel „SozialwissenschafterIn“, dem der Beruf „FreizeitforscherIn“ zugeordnet ist, wie z.B. Informationen zu Trends, Anzahl der Inserate oder häufig nachgefragten Kompetenzen:

AMS-JobBarometer

Stellenangebote in "alle jobs" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular in "alle jobs". Im Formular können Sie dann noch weitere Filter setzen.

offene Job-Angebote

Eine gute Basis für diesen Beruf bilden Bachelor- und Masterstudiengänge an Universitäten und Fachhochschulen, z.B. in den Bereichen Soziologie, Kulturwissenschaften oder Tourismus- und Freizeitmanagement. Ebenso besteht die Möglichkeit, ein Doktoratsstudium zu absolvieren, in dem insbesondere vertiefte Kenntnisse des wissenschaftlichen Forschens im genannten Bereich erlangt werden, und das auf eine Laufbahn im wissenschaftlichen Bereich vorbereitet. 

Bachelorstudien im Bereich Soziologie vermitteln z.B. Ausbildungsinhalte wie Soziologische Theorie, Sozialwissenschaftliche Methoden, Empirische Sozialforschung, Statistik, Qualitative Forschung und Quantitative Methoden. Im Rahmen von aufbauenden Masterstudien werden die Kompetenzen im jeweiligen Fachgebiet nochmals vertieft, spezialisiert und erweitert. 

Voraussetzung für ein Bachelorstudium ist die Hochschulreife, die entweder durch eine erfolgreich abgeschlossene Matura, eine Studienberechtigungsprüfung oder eine Berufsreifeprüfung erlangt werden kann. An Fachhochschulen ist es teilweise auch Personen ohne Hochschulreife möglich, ein Studium zu beginnen, sofern sie über eine einschlägige berufliche Qualifikation verfügen und Zusatzprüfungen in bestimmten Fächern ablegen.

Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen insbesondere an Universitäten und Fachhochschulen, z.B. in Form von Lehrgängen sowie Seminaren in Bereichen wie Forschungsmethoden, Gesundheits- und Sporttourismus, Stadt- und Regionalentwicklung sowie Management von EU-Projekten.

Weiterbildungen können auch bei Erwachsenenbildungseinrichtungen wie BFI oder WIFI sowie bei privaten Aus- und Weiterbildungsinstituten absolviert werden, z.B. in den Bereichen Projektmanagement, Qualitätsmanagement und Zeitmanagement. 

Für FreizeitforscherInnen bestehen verschiedene Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten, z.B. in der Leitung eines Forschungsinstituts, in der Politikberatung sowie bei entsprechender Qualifikation als DozentInnen an Hochschulen.

Eine selbstständige Berufsausübung ist z.B. im Rahmen der freien Gewerbe "Durchführung von Interviews zur nachfolgenden Auswertung durch Markt- und Meinungsforschungsinstitute" und "Markt- und MeinungsforscherIn" möglich. Ein freies Gewerbe erfordert keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich die Erfüllung der allgemeinen Voraussetzungen zur Anmeldung eines Gewerbes. 

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Wirtschaftskammer Österreich sowie in der Liste der freien Gewerbe.

Zudem ist eine selbstständige Berufsausübung auch im Rahmen des freien Berufs "WissenschafterIn" möglich. Freie Berufe unterliegen nicht der Gewerbeordnung. Für manche freie Berufe, wie z.B. Arzt/Ärztin oder ArchitektIn, ist die Berufsausübung in eigenen Rechtsvorschriften gesetzlich geregelt und die selbstständige Tätigkeit muss bei der zuständigen Berufsvertretung gemeldet werden. Andere freie Berufe, z.B. KünstlerIn oder JournalistIn, sind nicht gesetzlich geregelt und können ohne Meldung ausgeübt werden. Wie bei jeder selbstständigen Tätigkeit muss diese jedoch beim Finanzamt bzw. bei der Sozialversicherung gemeldet werden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Bundeskonferenz der Freien Berufe Österreichs

* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

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