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BaumaschinentechnikerIn

Berufsbereiche: Maschinen, Kfz und Metall
Ausbildungsform: Schule
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

BaumaschinentechnikerInnen übernehmen Service- und Reparaturarbeiten von Maschinen, Fahrzeugen und Geräten, welche im Bauwesen verwendet werden. Beispiele sind Bagger, Aushubmaschinen, Fertigungs- und Transportmaschinen, Raupenfahrzeuge, Krananlagen u.a.

BaumaschinentechnikerInnen sind mit Wartung, Einbau und Austausch von pneumatischen, hydraulischen und elektronischen Steuerungen und Sicherheitsbauteilen für Baumaschinen betraut. Sie führen Reparatur-, Prüf-, Montage- und Umbauarbeiten am Fahrwerk durch.

Sie sorgen auch für das Aufstellen der Maschinen vor Ort (Baustelle). Teilweise übernehmen sie auch die Herstellung von Ersatzteilen. In diesem Fall führen sie die sog. Baumusterprüfung durch - diese dient zur Bewertung, ob ein zu ersetzender Bauteil mit der Baumaschine hinsichtlich Stromspannung und elektromagnetischer Verträglichkeit zusammenpasst (Konformitätsprüfung). Dazu kennen und beachten sie entsprechende Normen, Sicherheits- und Rechtsvorschriften der EU-Maschinenrichtlinienverordnung.

Zur Fehlersuche und Behebung von Störungsursachen an Motoren, Antrieben, Aggregaten und Zubehörteilen führen sie Messungen durch und führen ein Messprotokoll.

Spezialisierungsmöglichkeiten bestehen im Bereich bestimmter Maschinentypen, etwa Maschinen unter Tage (sog. Bergbaumaschinen) bei schienengeführten Baumaschinen, Maschinen zum hydraulischen Schild- oder Schreitausbau, Einbau von Verbrennungsmotoren etc.

Siehe auch den akademischen Kernberuf MaschinenbautechnikerIn oder Steuerungs- und RegelungstechnikerIn sowie den Lehrberuf Land- und BaumaschinentechnikerIn.

  • Freude an Physik (Mechanik, Kinematik, Hydraulik, Messtechnik) und
  • Mathematik (Darstellende Geometrie u.a.)
  • Grundsätzliches technisches Verständnis
  • Handwerkliches Geschick (feilen, fräsen schleifen, löten usw.)
  • Bereitschaft Erkenntnisse unterschiedlicher Disziplinen in die Arbeit einzubeziehen (interdisziplinäres Denken)
  • Durchsetzungsvermögen (wird in Jobausschreibungen meist verlangt)
  • Umgang mit Softwaretools (CAD, SPS, CANape u.a.)
  • Bereitschaft zu unregelmässigen Arbeitszeiten (Fehlersuche, tlw. Schichtdienst)
  • Weiterbildungsbereitschaft
  • tlw. körperliche Belastbarkeit (Montage schwerer Gegenstände, wie Motoren etc.)

 

Für BergbaumaschinentechnikerInnen

Räumliches Vorstellungsvermögen, absolute Kontakt- und Teamfähigkeit, rasche Reaktionsfähigkeit, logisches Denkvermögen, Schwindelfreiheit, Umgang mit IT- und GIS-Systemen.

Die Maschinen- und Anlagentechnik ist einer der größten industriellen Arbeitgeber in Österreich. Beschäftigungsmöglichkeiten für BaumaschinentechnikerInnen bestehen bei Baumaschinenherstellern, in Werkstätten, die für die Bauwirtschaft tätig sind, in allen industriellen und gewerblichen Betrieben mit Fertigungs- und Produktionsabteilungen, in Werkshallen, direkt auf der Baustelle (Montagearbeiten), in technischen Büros und Ingenieurbüros sowie im technischen Ein- und Verkauf.

Für BergbaumaschinentechnikerInnen:
Arbeitsmöglichkeiten bieten vor allem Bergbaubetriebe, auch Zulieferfirmen für Bergmaschinenbau. Im Umweltbereich sind sie u.a. in der Deponietechnik (z.B. für das maschinelle Abräumen von Materialien von Bergwerksbetrieben) tätig.

Sowohl die berufliche Situation als auch die Karrierechancen für qualifiziertes technisches Personal (auch im Bergbau/Montanistik) sind nach wie vor sehr gut. Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen im In- und Ausland.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "BaumaschinentechnikerIn", dem der Beruf "BaumaschinentechnikerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Basisausbildung für BaumaschinentechnikerInnen ist in der Regel eine Ausbildung im Bereich Maschineningenieurwesen, Maschinen- und Anlagentechnik, Fahrzeugbautechnik o.Ä.

AbsolventInnen einer HTL kann die Standesbezeichnung Ingenieur / Ingenieurin verliehen werden (Nachweis über Ausbildung und Praxis erforderlich!). Zuständig für die Verleihung ist das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft.

 

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Weitereführende Ausbildungsinformationen

Berufsgruppe: "Maschinenbau, Maschineningenieurwesen"

Fachschulen

 

  • Fachschule für Flugtechnik (Dauer: 4 Jahre; Standort: Langenlebarn).
  • Fachschule für Maschinen- und Anlagentechnik (Dauer: 4 Jahre; Standorte: Hollabrunn; Mödling; Vöcklabruck; 1100 Wien; Zeltweg).
  • Fachschule für Maschinen- und Anlagentechnik, Ausbildungsschwerpunkt Installation und Ökoenergie (Dauer: 4 Jahre; Standort: Pinkafeld).
  • Fachschule für Maschinenbau - Fertigungstechnik (Dauer: 4 Jahre; Standorte: Andorf: Bregenz; Ferlach; Fulpmes; Hallein; Waidhofen; 1030 Wien).
  • Fachschule für Maschinenbau - Fertigungstechnik (mit Betriebspraktikum) (Dauer: 4 Jahre; Standorte: Kapfenberg; Weiz).
  • Fachschule für Maschinenbau, Ausbildungszweig Allgemeiner Maschinenbau (Dauer: 4 Jahre; Standorte: Eisenstadt; Linz).
  • Fachschule für Maschinenbau, Ausbildungszweig Fertigungstechnik (Dauer: 4 Jahre; Standort: St. Pölten).
  • Fachschule für Maschinenbau, Ausbildungszweig Kraftfahrzeugbau (Dauer: 4 Jahre; Standorte: Mödling; Steyr).
  • Fachschule für Mechatronik (mit Betriebspraktikum) (Dauer: 4 Jahre; Standorte: Haslach; Klagenfurt; Lienz).
  • Fachschule für Sehbehinderte und Blinde, Ausbildungszweig Metallbearbeitung und Fertigungstechnik (Dauer: 4 Jahre; Standort: Graz).
  • Fachschule für Berufstätige für Maschinenbau (Dauer: 3,5 Jahre; Standort: St. Pölten).
  • Fachschule für Berufstätige für Maschinenbau - Produktionstechnik (Dauer: 3,5 Jahre; Standort: Innsbruck).
  • Fachschule für Berufstätige für Mechatronik (Dauer: 3,5 Jahre; Standorte: Graz-Gösting; 1200 Wien).

 

Berufsbildende höhere Schulen

 

  • Höhere Lehranstalt für Maschineningenieurwesen, Ausbildungsschwerpunkt Automatisierungstechnik (Dauer: 5 Jahre; Standorte: Bregenz; Jenbach; Kaindorf; Kapfenberg; Neufelden; St. Pölten; Waidhofen an der Ybbs; Wolfsberg; Wiener Neustadt).
  • Höhere Lehranstalt für Maschineningenieurwesen, Ausbildungsschwerpunkt Automatisierungstechnik, schulautonome Vertiefung: Mechatronik (Dauer: 5 Jahre; Standort: Weiz).
  • Höhere Lehranstalt für Maschineningenieurwesen, Ausbildungsschwerpunkt Fahrzeugtechnik (Dauer: 5 Jahre; Standorte: Graz-Gösting; Mödling; Steyr; 1200 Wien).
  • Höhere Lehranstalt für Maschineningenieurwesen, Ausbildungsschwerpunkt Fertigungstechnik (Dauer: 5 Jahre; Standorte: Ferlach; Fulpmes; Graz-Gösting; Ried im Innkreis; Zeltweg).
  • Höhere Lehranstalt für Maschineningenieurwesen, Ausbildungsschwerpunkt Flugtechnik (Dauer: 5 Jahre; Standort: Eisenstadt).
  • Höhere Lehranstalt für Maschineningenieurwesen, Ausbildungsschwerpunkt Industriedesign (Dauer: 5 Jahre; Standorte: Ferlach; St. Pölten).
  • Höhere Lehranstalt für Maschineningenieurwesen, Ausbildungsschwerpunkt Kunststofftechnik und Produktentwicklung (Dauer: 5 Jahre; Standorte: Bregenz; Fulpmes).
  • Höhere Lehranstalt für Maschineningenieurwesen, Ausbildungsschwerpunkt Maschinen- und Anlagentechnik (Dauer: 5 Jahre; Standorte: Eisenstadt; Graz-Gösting; Hollabrunn; Innsbruck; Jenbach; Kapfenberg; Klagenfurt; Linz; Mödling; Salzburg; Vöcklabruck; Weiz; Wels; 1100 Wien; 1160 Wien; 1200 Wien; Zeltweg).
  • Höhere Lehranstalt für Maschineningenieurwesen, Ausbildungsschwerpunkt Metallurgie (Dauer: 5 Jahre; Standort: Leoben).
  • Höhere Lehranstalt für Maschineningenieurwesen, Ausbildungsschwerpunkt Technische Gebäudeausrüstung und Energieplanung (Dauer: 5 Jahre; Standorte: Jenbach; Mistelbach; Vöcklabruck).
  • Höhere Lehranstalt für Maschineningenieurwesen, Ausbildungsschwerpunkt Umwelttechnik (Dauer: 5 Jahre; Standorte: Hollabrunn; Salzburg; Weiz; 1100 Wien).
  • Höhere Lehranstalt für Maschineningenieurwesen, Ausbildungsschwerpunkt Waffentechnik (Dauer: 5 Jahre; Standort: Ferlach).
  • Höhere Lehranstalt für Mechatronik, Ausbildungsschwerpunkt Automatisierung (Dauer: 5 Jahre; Standorte: Braunau am Inn; Eisenstadt; Kaindorf; Karlstein; Klagenfurt; Lienz; Linz; Wels; 1030 Wien; 1100 Wien).
  • Höhere Lehranstalt für Mechatronik, Ausbildungsschwerpunkt Präzisionstechnik (Dauer: 5 Jahre; Standorte: Mödling; Saalfelden; Steyr).

 

Kollegs

 

  • Kolleg für Maschineningenieurwesen, Ausbildungsmodul Industriedesign (Dauer: 2 Jahre; Standort: Graz-Gösting).
  • Kolleg für Maschineningenieurwesen für Frauen, Ausbildungsschwerpunkt Maschinen- und Anlagentechnik (Dauer: 2 Jahre; Standort: Graz-Gösting).
  • Kolleg für Berufstätige für Maschineningenieurwesen, Ausbildungsschwerpunkt Fahrzeugtechnik sowie Ausbildungsschwerpunkt Maschinen- und Anlagentechnik (Dauer: 3 Jahre; Standort: Graz-Gösting).
  • Kolleg/Aufbaulehrgang für Maschineningenieurwesen, Ausbildungszweig Automatisierungstechnik (Dauer: 2 Jahre; Standorte: Bregenz; Pflach; 1100 Wien).
  • Kolleg/Aufbaulehrgang für Maschineningenieurwesen, Ausbildungszweig Energieplanung, Gebäude- und Kältetechnik (Dauer: 2 Jahre; Standort: Mödling).

 

Berufsbildende höhere Schulen (einschließlich Kollegs) für Berufstätige

 

  • Höhere Lehranstalt für Berufstätige für Maschineningenieurwesen, Ausbildungsschwerpunkt Allgemeiner Maschinenbau (Dauer: 4 Jahre; Standort: Klagenfurt).
  • Höhere Lehranstalt für Berufstätige für Maschineningenieurwesen, Ausbildungsschwerpunkt Automatisierungstechnik (Dauer: 4 Jahre; Standort: St. Pölten).
  • Höhere Lehranstalt für Berufstätige für Maschineningenieurwesen, Ausbildungsschwerpunkt Fahrzeugtechnik (Dauer: 4 Jahre; Standort: Graz-Gösting).
  • Höhere Lehranstalt für Berufstätige für Maschineningenieurwesen, Ausbildungsschwerpunkt Maschinen- und Anlagentechnik (Dauer: 4 Jahre; Standorte: Graz-Gösting; Kapfenberg; Salzburg; Vöcklabruck).
  • Höhere Lehranstalt (einschließlich Kolleg) für Berufstätige für Maschineningenieurwesen, Ausbildungsschwerpunkt Automatisierungstechnik (Dauer: 4 bzw. 3 Jahre; Standorte: Linz; Ried im Innkreis; Wolfsberg; Wiener Neustadt).
  • Höhere Lehranstalt (einschließlich Kolleg) für Berufstätige für Maschineningenieurwesen, Ausbildungsschwerpunkt Maschinen- und Anlagentechnik (Dauer: 4 bzw. 3 Jahre; Standorte: Innsbruck; Linz; 1160 Wien).

 

Werkmeisterschulen

 

  • Werkmeisterschule für Berufstätige für Maschinenbau (Dauer: 2 Jahre; Standorte: Böhlerwerk; Jenbach; Reutte; Salzburg; St. Pölten; St. Stefan/Kärnten; Villach; 1040 Wien; Wiener Neustadt)
  • Werkmeisterschule für Berufstätige für Maschinenbau - Automatisierungstechnik (Dauer: 2 Jahre; Standorte: Eisenstadt; Gänserndorf; Gmünd; Mödling; Neutal; Rottenmann; Salzburg; St. Pölten.
  • Werkmeisterschule für Berufstätige für Maschinenbau - Betriebstechnik (Dauer: 2 Jahre; Standorte: Bad Ischl; Braunau am Inn; Dornbirn; Graz; Kirchdorf an der Krems; Köflach; Leibnitz; Linz; Oberwart; Perg; Ried im Innkreis; Schärding; Steyr; Vöcklabruck; Weiz; Wels; Graz; Dornbirn; 1200 Wien).
  • Werkmeisterschule für Berufstätige für Maschinenbau - Betriebstechnik, Vertiefung Fertigung und Montage (Dauer: 2 Jahre; Standort: Weiz).
  • Werkmeisterschule für Berufstätige für Maschinenbau - Kraftfahrzeugtechnik (Dauer: 2 Jahre; Standorte: Salzburg; 1040 Wien; 1180 Wien).
  • Werkmeisterschule für Berufstätige für Sanitär- und Heizungstechnik (Dauer: 2 Jahre; Standorte: 1060 Wien; 1180 Wien).
  • Werkmeisterschule für Berufstätige für Mechatronik (Dauer: 2 Jahre. Standorte: Braunau; Gmunden; Jenbach; Lienz; Linz; Ried; Salzburg; Steyr; Villach).

 

Baumaschinentechnik gehört zum Maschinenbau - dieser zählt grundsätzlich zu den technischen Universalbereichen.

Daher sind Spezialisierungen und Weiterbildungen in einer Vielzahl von Bereichen möglich und je nach Unternehmen meist erwünscht:
Von der Mikrotechnik bis hin zu industriellen Großanlagen, in Bereichen welche mit anderen Fachbereichen zusammenarbeitet (z.B. Mechatronik) und wo Bereichsgrenzen interdisziplinär überschritten werden, Technische Mechanik, Maschinenynamik, Hydraulik u.v.m.

Eine Möglichkeit zur facheinschlägigen Weiterbildung liegt im Bau oder in der Reparatur bestimmter Maschinentypen, in der Motordiagnostik, als LandmaschinenmechanikerIn, im Sprengingenieurwesen u.v.m.

 

BaumaschinentechnikerInnen können bei entsprechender (Zusatz)qualifikation und persönlicher Kompetenz als BetriebsingenieurIn in einem Mittel- oder Großbetrieb tätig sein oder als SicherheitsingenieurIn in Kraftwerken, als VersuchsingenieurIn, in der Kontroll- und Abnahmetechnik (Genehmigung und Überprüfung von Maschinen, Anlagen und deren Betriebssicherheit), Unfallforschung und Unfallprävention sowie in der Schweißtechnik.

Aufstiegsmöglichkeiten bestehen zudem in Funktionen wie LeitendeR KonstrukteurIn oder ProjektleiterIn bzw. ProjektmanagerIn. Formale Aufstiegsmöglichkeiten in industriellen und gewerblichen Betrieben sind z.B. kaufmännische LeiterIn, VerkaufsleiterIn oder AbteilungsleiterIn.

 

 

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Technik (Broschüre)
Reihe: Berufe ...
Schule oder Lehre? 2 Wege zum Wunschberuf (Broschüre)
Reihe: Berufswahl
Fundstelle: Maschinen, Werkstatt, Seite 96
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