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Land- und BaumaschinentechnikerIn - Schwerpunkt Landmaschinen

Berufsbereiche: Maschinen, Kfz und Metall
Ausbildungsform: Lehre
Infos zur Lehrlingsentschädigung
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

ACHTUNG: Der Lehrberuf Land- und BaumaschinentechnikerIn - Schwerpunkt Landmaschinen kann seit 1. Juni 2015 erlernt werden. Er ersetzt den Lehrberuf LandmaschinentechnikerIn.

 

Der Lehrberuf Land- und BaumaschinentechnikerIn hat zwei Schwerpunkte:

  • Baumaschinen
  • Landmaschinen

 

Ältere Berufsbezeichnung(en): LandmaschinentechnikerIn, LandmaschinenmechanikerIn

 


Tätigkeitsmerkmale

Land- und BaumaschinentechnikerInnen reparieren und warten alle Arten von Landmaschinen und Baumaschinen. Neben den Reparatur- und Wartungsarbeiten (Austauschen schadhafter Teile, Schmieren beweglicher Teile usw.) führen sie auch Prüf-, Montage- und Umbauarbeiten an diesen Maschinen und Anlagen durch und fertigen fallweise auch Einzelteile dafür an (händisch oder maschinell). Zu Ihren Aufgaben gehören weiters auch alle Einstell-, Nachstell- und Kontrollarbeiten an den elektrischen, pneumatischen und hydraulischen Bauteilen/Baugruppen. Sie warten/reparieren die Motoren, die Fahrwerke (Räder, Raupen), die Kraftübertragungseinrichtungen (Hydraulik, Pneumatik) und die Steuerungseinrichtungen sowie die Elektrik/Elektronik und erfassen/dokumentieren die technischen Daten der Arbeitsverläufe. Und schließlich sind sie auch für die Einschulung der KundInnen in der Handhabung/Anwendung der Maschinen/Anlagen und für die Information hinsichtlich der Service- und Wartungserfordernisse zuständig.

Land- und BaumaschinentechnikerInnen benötigen umfangreiche Kenntnisse auf vielen Gebieten der Maschinen-, Anlagen- und Fahrzeugtechnik: Antriebstechnik (Otto-Motoren, Dieselmotoren, Elektromotoren), Kraftübertragungstechnik (Kupplung, Getriebe), Elektrik und Elektronik der Maschinen/Fahrzeuge und Programmierung von Steuer- und Regeleinrichtungen, Hydraulik und Pneumatik (Kraftübertragung mittels Flüssigkeiten und Luft), Fahrwerk (Karosserie, Federung, Radführung, Radaufhängung, Lenkung, Bremsen, Räder und Bereifung, Ketten), Blechbearbeitung (Ausbessern von Blechschäden, Lackierung, Rostschutz), händische und maschinelle Metallbearbeitung (Bohren, Schleifen, Feilen, Gewindeschneiden, Drehen/Fräsen) und Schweißen in verschiedenen Schweißverfahren (Gas- und Elektro-Schweißen), technische Normen und rechtliche Vorschriften (Sicherheitsvorschriften, Vorschriften zum Umweltschutz).

Teilweise arbeiten Land- und BaumaschinentechnikerInnen auch in Unternehmen, die Landmaschinen oder Baumaschinen herstellen; hier werden sie in der Produktion, in der Montage oder im Service eingesetzt.

 

Schwerpunkt "Landmaschinen":

Zu den Landmaschinen gehören alle Arten von Fahrzeugen, Maschinen, Geräten und Anlagen, die in Landwirtschaft (Ackerbau, Viehzucht), Forstwirtschaft, Gartenwirtschaft und Kommunalwirtschaft (z.B. Landschaftspflege) verwendet werden: Traktoren, Pflüge, Sämaschinen, Pflanzgeräte, Dünger-Streuer, Gemüseanbaumaschinen, Erntemaschinen, Mähmaschinen, Fütterungs- und Stallreinigungs-Anlagen usw. In der Landmaschinentechnik müssen Reparaturen nicht nur im Betrieb, sondern häufig auch vor Ort, also auf dem Feld oder im Forst, bei jeder Witterung durchgeführt werden. Ein wichtiger Bereich ist heute die Betreuung der sogenannten Hof- und Innenmechanisierung, also aller automatischen Anlagen in den landwirtschaftlichen Wirtschaftsgebäuden, z.B. Fütterungs- und Entmistungsanlagen in den Stallungen oder Transporteinrichtungen (Förderbänder, Hebevorrichtungen).

 

Berufsprofil laut Ausbildungsordnung:

 

  1. Durchführen von Reparatur-, Wartungs-, Prüf-, Montage- und Umbauarbeiten sowie Neuanfertigen von Teilen für Fahrzeuge, Maschinen, Geräte, Motorgeräte und Anlagen der Land-, Forst-, Gartenbau- und Kommunalwirtschaft sowie des privaten Bereiches,
  2. Durchführen von Reparatur-, Wartungs-, Prüf-, Montage- und Umbauarbeiten, verbunden mit den dazu notwendigen Einstell-, Nachstell- und Kontrollarbeiten, an elektrischen, pneumatischen, hydraulischen und kältetechnischen Bauteilen und Baugruppen von Fahrzeugen, Maschinen, Geräten, Motorgeräten und Anlagen der Land-, Forst-, Gartenbau-, und Kommunalwirtschaft sowie des privaten Bereiches,
  3. Herstellen von einschlägigen Werkstücken und Bauteilen unter Anwendung von manuellen und maschinellen Be- und Verarbeitungsmethoden,
  4. Durchführen von Reparatur-, Wartungs-, Prüf-, Montage- und Umbauarbeiten an Motoren und an Einzelbaugruppen sowie an Kraftübertragungseinrichtungen,
  5. Durchführen von Reparatur-, Wartungs-, Prüf-, Montage- und Umbauarbeiten am Fahrwerk,
  6. Suchen, Beurteilen und Diagnostizieren von Fehlern auch mittels computergestützter Diagnosemethoden,
  7. Erfassen und Dokumentieren von technischen Daten über den Arbeitsverlauf und die Arbeitsergebnisse,
  8. Ausführen der Arbeiten unter Berücksichtigung der einschlägigen Sicherheitsvorschriften, Normen, Umwelt- und Qualitätsstandards,
  9. Einschulen von Kunden auf die Handhabung und Anwendung von Fahrzeugen, Maschinen, Geräten, Motorgeräten und Anlagen der Land-, Forst-, Gartenbau- und Kommunalwirtschaft sowie des privaten Bereiches.

Land- und BaumaschinentechnikerInnen reparieren und warten alle Arten von Landmaschinen und Baumaschinen. Neben den Reparatur- und Wartungsarbeiten (Austauschen schadhafter Teile, Schmieren beweglicher Teile usw.) führen sie auch Prüf-, Montage- und Umbauarbeiten an diesen Maschinen und Anlagen durch und fertigen fallweise auch Einzelteile dafür an (händisch oder maschinell). Zu Ihren Aufgaben gehören weiters auch alle Einstell-, Nachstell- und Kontrollarbeiten an den elektrischen, pneumatischen und hydraulischen Bauteilen/Baugruppen. Sie warten/reparieren die Motoren, die Fahrwerke (Räder, Raupen), die Kraftübertragungseinrichtungen (Hydraulik, Pneumatik) und die Steuerungseinrichtungen sowie die Elektrik/Elektronik und erfassen/dokumentieren die technischen Daten der Arbeitsverläufe. Und schließlich sind sie auch für die Einschulung der KundInnen in der Handhabung/Anwendung der Maschinen/Anlagen und für die Information hinsichtlich der Service- und Wartungserfordernisse zuständig.

Land- und BaumaschinentechnikerInnen benötigen umfangreiche Kenntnisse auf vielen Gebieten der Maschinen-, Anlagen- und Fahrzeugtechnik: Antriebstechnik (Otto-Motoren, Dieselmotoren, Elektromotoren), Kraftübertragungstechnik (Kupplung, Getriebe), Elektrik und Elektronik der Maschinen/Fahrzeuge und Programmierung von Steuer- und Regeleinrichtungen, Hydraulik und Pneumatik (Kraftübertragung mittels Flüssigkeiten und Luft), Fahrwerk (Karosserie, Federung, Radführung, Radaufhängung, Lenkung, Bremsen, Räder und Bereifung, Ketten), Blechbearbeitung (Ausbessern von Blechschäden, Lackierung, Rostschutz), händische und maschinelle Metallbearbeitung (Bohren, Schleifen, Feilen, Gewindeschneiden, Drehen/Fräsen) und Schweißen in verschiedenen Schweißverfahren (Gas- und Elektro-Schweißen), technische Normen und rechtliche Vorschriften (Sicherheitsvorschriften, Vorschriften zum Umweltschutz).

Teilweise arbeiten Land- und BaumaschinentechnikerInnen auch in Unternehmen, die Landmaschinen oder Baumaschinen ...

Land- und BaumaschinentechnikerInnen mit Schwerpunkt "Landmaschinen" arbeiten meist in kleinen und mittleren gewerblichen Reparatur- und Wartungsbetrieben für Landmaschinen. Oft ist an diese Betriebe auch ein Landmaschinenhandel angeschlossen. Der Großteil dieser Beschäftigungsbetriebe befindet sich in ländlichen Gebieten, da für die Berufsausübung die Nähe zu landwirtschaftlichen Betrieben entscheidend ist. Beschäftigungsmöglichkeiten gibt es weiters auch bei den Herstellerfirmen für land- und forstwirtschaftliche Geräte und Maschinen (industrielle Mittel- und Großbetriebe). Die Beschäftigungsaussichten sind relativ gut; Gründe dafür sind der hohe und nach wie vor steigende Technisierungsgrad der landwirtschaftlichen Betriebe sowie die Entstehung neuer Aufgabengebiete im Zusammenhang mit Umweltschutz- und Energiespartechniken in der Landwirtschaft. Die Chancen in diesem Beruf hängen aber auch davon ab, ob die technischen Kenntnisse in den Bereichen Elektronik, Regeltechnik, Hydraulik und Pneumatik auf dem letzten Stand sind. Günstig sind auch kaufmännische Zusatzqualifikationen (vor allem in Betrieben mit angeschlossenem Landmaschinenhandel).

Die Beschäftigungsmöglichkeiten sind saisonabhängig: Im Winter steigt die Zahl der Arbeitsuchenden regelmäßig an, weil dann sowohl im Baubereich als auch in der Landwirtschaft ein geringerer Bedarf an Reparatur- und Wartungsleistungen besteht. In der warmen Jahreszeit dagegen erreicht der Maschineneinsatz in diesen Bereichen sein Maximum, sodass entsprechend viele Reparaturarbeiten anfallen.

Aufstiegsmöglichkeiten für Land- und BaumaschinentechnikerInnen sind die Positionen VorarbeiterIn, MeisterIn und WerkmeisterIn.

Frauen sind in diesem Beruf nur selten beschäftigt, da er als typischer Männerberuf gilt und auch die körperlichen Anforderungen hier tatsächlich relativ hoch sind.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "LandmaschinentechnikerIn", dem der Beruf "Land- und BaumaschinentechnikerIn - Schwerpunkt Landmaschinen" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:
In folgenden Bundesländern befinden sich Berufsschulen für den Lehrberuf:
Quelle: Berufsschulverzeichnis des BMB (Bundesministerium für Bildung)

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

Land- und BaumaschinentechnikerIn - Schwerpunkt Landmaschinen
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Metall- und Elektrogewerbe (Arbeiter) 01.01.2018
Metallindustrie (Arbeiter) 01.11.2017
Gemeinde WIEN (gemäß Dienstvorschrift für Lehrlinge); die angeführten Werte enthalten die monatliche Pauschalabgeltung für Nebengebühren (Gemeindebedienstete) 01.11.2017
Land- und BaumaschinentechnikerIn - Schwerpunkt Landmaschinen (inkl. Doppellehren)
ACHTUNG: In den angeführten Werten sind die Lehrlingszahlen des Vorläufer-Lehrberufs "LandmaschinentechnikerIn" enthalten!

Anz./Jahr 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
männlich 1.039 1.090 1.104 1.088 1.074 1.114 1.114 1.084 1.015 957
weiblich 4 7 10 6 7 6 8 8 11 12
gesamt 1.043 1.097 1.114 1.094 1.081 1.120 1.122 1.092 1.026 969
Frauenanteil 0,4% 0,6% 0,9% 0,5% 0,6% 0,5% 0,7% 0,7% 1,1% 1,2%
Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich
Land- und BaumaschinentechnikerIn - Schwerpunkt Landmaschinen
Verwandte Lehrberufe LAP-Ersatz *
Berufskraftfahrer/in - Personenbeförderung nein
Karosseriebautechniker/in nein
Konstrukteur/in - Werkzeugbautechnik nein
Kraftfahrzeugtechniker/in - Personenkraftwagentechnik nein
Luftfahrzeugtechniker/in nein
Metallbearbeiter/in nein
Metalltechniker/in - Zerspanungstechnik nein
Wagner/in nein
* LAP-Ersatz = Lehrabschlussprüfungs-Ersatz

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Technik (Broschüre)
Reihe: Berufe ...
Auto (Folder)
Reihe: Jobchancen Lehre
Lehrberufe in Österreich - Ausbildungen mit Zukunft (Broschüre)
Reihe: Publikation des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) und der Wirtschaftskammer (WKÖ)
Fundstelle: Metalltechnik und Maschinenbau, Seite 110
Schule oder Lehre? 2 Wege zum Wunschberuf (Broschüre)
Reihe: Berufswahl
Fundstelle: Maschinen, Werkstatt, Seite 96
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