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FahrradmechatronikerIn

Berufsbereiche: Maschinen, Kfz und Metall
Ausbildungsform: Lehre
Infos zur Lehrlingsentschädigung (Lehrlingseinkommen)
Lehrzeit: 3 Jahre. Einstiegsgehalt lt. KV: nicht bekannt Arbeitsmarkttrend: steigend

Hinweis

Dieser neue Lehrberuf kann ab 1. August 2019 erlernt werden. Er wird vorläufig als befristeter Ausbildungsversuch geführt; der Eintritt in die Ausbildung ist bis zum 31. August 2024 möglich.

Tätigkeitsmerkmale

FahrradmechatronikerInnen sind Fachleute für alle Arten von Fahrrädern und Elektrofahrrädern (eBikes) sowie für ähnliche Fahrgeräte wie Scooter, E-Scooter, Longboards, Hover-Boards, Segways usw. Sie sorgen für deren Instandhaltung und Wartung, Beheben Störungen und Fehler und führen Anpassungen an die von den KundInnen gestellten Anforderungen durch. Dabei kümmern sie sich um die zahlreichen Baugruppen und Komponenten, z.B. Rahmen, Fahrradbereifung, Beleuchtung, Bremsen, Schaltung, Stoßdämpfer und Federgabel und eine ganze Reihe weiterer mechanischer, elektrischer, elektronischer und hydraulischer Bauteile.

Die Hauptaufgabe der FahrradmechatronikerInnen ist die Fehlersuche sowie die Analyse und Behebung der Fehler an Fahrrädern. Zu diesem Zweck müssen sie meist einzelne Baugruppen und Bauteile demontieren/ausbauen, überprüfen, reparieren und wieder montieren/einbauen. Üblicherweise werden schadhafte Bauteile meist nicht mehr repariert, sondern durch neue ersetzt.

Ein relativ neues Aufgabengebiet in der Fahrradtechnik ergibt sich durch die zunehmende Verbreitung von elektrisch betriebenen Fahrrädern und Fahrgeräten. Die Elektromotoren und Kraftübertragungseinrichtungen sowie die elektrischen und elektronischen Anlagen erfordern eine Reihe zusätzlicher Prüf-, Ausbau-, Montage-, Instandsetzungs- und Wartungsarbeiten.

Eine zentrale Aufgabe der FahrradmechatronikerInnen ist auch die KundInnen-Beratung und der Verkauf. Diese Aufgabe erfordert ein umfassendes und aktuelles Wissen über alle Arten von einschlägigen Fahrzeugen und Fahrzeugkomponenten (Bremsanlagen, Schaltungen, Bereifungen, Sonderanfertigungen usw.) und ihrer Eigenschaften. Dazu kommt die Beratung über die richtige Verwendung, die Pflege und die Wartung der Fahrzeuge sowie über Zubehörartikel und Zusatzleistungen des Servicebetriebes.

 

In der Ausbildungsordnung dieses Lehrberufs ist folgendes BERUFSPROFIL festgelegt (Quelle: Fahrradmechatronik-Ausbildungsordnung 2019):

  1. Instandhalten und Warten von Fahrrädern und ähnlichen Fahrgeräten (z.B. Scooter, E-Scooter, Longboards, Hover-Boards, Segways) und einzelnen Baugruppen (z.B. Beleuchtungsanlage, Rahmen, Bremsanlagen, Schaltungen usw.) sowie deren Zubehör,
  2. Anpassen von Fahrrädern und ähnlichen Fahrgeräten an Kundenwünsche und ergonomische Anforderungen,
  3. Kontrollieren von Fahrradkomponenten, insbesondere der Fahrradbereifung,
  4. Überprüfen, Demontieren und Montieren von einzelnen Baugruppen wie Beleuchtungsanlagen, Bremsanlagen, Schaltungen, Dämpfern und Federgabeln sowie Zusammenbauen von Fahrrädern und ähnlichen Fahrgeräten aus Komponenten,
  5. Ausbauen, Einbauen und Prüfen von mechanischen, elektrischen, elektronischen oder hydraulischen Bauteilen,
  6. Suchen, Analysieren und Beheben von Fehlern an Fahrrädern und ähnlichen Fahrgeräten oder Fahrradkomponenten,
  7. Durchführen von Prüf-, Ausbau-, Montage-, Instandsetzungs- und Wartungsarbeiten an Zusatzantrieben wie Elektromotoren und Kraftübertragungseinrichtungen sowie an elektrischen und elektronischen Anlagen von Fahrrädern und ähnlichen Fahrgeräten,
  8. Informieren und Beraten von Kunden z.B. über Bremsanlagen, Schaltungen, Bereifung, Pflege und Wartung von Fahrrädern und ähnlichen Fahrgeräten usw. sowie Anbieten von Zusatzleistungen,
  9. Lesen und Anwenden technischer Unterlagen sowie Festlegen von Arbeitsmethoden und -abläufen unter Anwendung von Qualitätsmanagementsystemen,
  10. Ausführung der Arbeiten unter Berücksichtigung der einschlägigen Sicherheits- und Umweltstandards.

FahrradmechatronikerInnen sind Fachleute für alle Arten von Fahrrädern und Elektrofahrrädern (eBikes) sowie für ähnliche Fahrgeräte wie Scooter, E-Scooter, Longboards, Hover-Boards, Segways usw. Sie sorgen für deren Instandhaltung und Wartung, Beheben Störungen und Fehler und führen Anpassungen an die von den KundInnen gestellten Anforderungen durch. Dabei kümmern sie sich um die zahlreichen Baugruppen und Komponenten, z.B. Rahmen, Fahrradbereifung, Beleuchtung, Bremsen, Schaltung, Stoßdämpfer und Federgabel und eine ganze Reihe weiterer mechanischer, elektrischer, elektronischer und hydraulischer Bauteile.

Die Hauptaufgabe der FahrradmechatronikerInnen ist die Fehlersuche sowie die Analyse und Behebung der Fehler an Fahrrädern. Zu diesem Zweck müssen sie meist einzelne Baugruppen und Bauteile demontieren/ausbauen, überprüfen, reparieren und wieder montieren/einbauen. Üblicherweise werden schadhafte Bauteile meist nicht mehr repariert, sondern durch neue ersetzt.

Ein relativ neues Aufgabengebiet in der Fahrradtechnik ergibt sich durch die zunehmende Verbreitung von elektrisch betriebenen Fahrrädern und Fahrgeräten. Die Elektromotoren und Kraftübertragungseinrichtungen sowie die elektrischen und elektronischen Anlagen erfordern eine Reihe zusätzlicher Prüf-, Ausbau-, Montage-, Instandsetzungs- und Wartungsarbeiten.

Eine zentrale Aufgabe der FahrradmechatronikerInnen ist auch die KundInnen-Beratung und der Verkauf. Diese Aufgabe erfordert ein umfassendes und aktuelles Wissen über alle Arten von einschlägigen Fahrzeugen und Fahrzeugkomponenten (Bremsanlagen, Schaltungen, Bereifungen, Sonderanfertigungen usw.) und ihrer Eigenschaften. Dazu kommt die Beratung über die richtige Verwendung, die Pflege und die Wartung der Fahrzeuge sowie über Zubehörartikel und Zusatzleistungen des Servicebetriebes.

 

In der Ausbildungsordnung dieses Lehrberufs ist folgendes BERUFSPROFIL festgelegt (Quelle: Fahrradmechatronik-Ausbildungsordnung 2019):

  1. Instandhalten und Warten von Fahrrädern und …
  • Handgeschicklichkeit: Wartungs- und Reparaturarbeiten an Fahrrädern; Ausbauen/Zerlegen/Einbauen der Fahrradbestandteile (teilweise feinmechanische Komponenten); Einstellarbeiten z.B. an Schaltung oder Bremsen;
  • Auge-Hand-Koordination: Exaktes Montieren aller Fahrradkomponenten; Überprüfen und genaues Einstellen aller Funktionen;
  • Sehvermögen: Fehlersuche; Kontrollieren der Fahrradkomponenten (z.B. Fahrradbereifung);
  • Unempfindlichkeit der Haut: Belastung durch Staub und verschmutzte Fahrradteile bei Wartungs- und Reparaturarbeiten; Arbeiten mit Reinigungsmitteln und Schmiermitteln;
  • technisches Verständnis: Zerlegen und Zusammenbauen von Antriebssystemen, Schaltungen, Bremsanlagen usw.;
  • Kontaktfähigkeit: Beraten und Informieren der KundInnen;
  • Fähigkeit zur Zusammenarbeit: Arbeiten im Team;
  • Sprachfertigkeit mündlich: Beraten und Informieren der KundInnen; Führen von Verkaufsgesprächen.

Betriebe/Lehrbetriebe: Ausbildungs- und Beschäftigungsbetriebe für FahrradmechatronikerInnen sind vor allem Fahrradwerkstätten, Fahrrad- und Sporthandelsbetriebe, Fahrradverleihunternehmen und Fahrradproduktionsunternehmen (meist Industriebetriebe).

Lehrstellensituation: Es wird erwartet, dass im neuen Lehrberuf "FahrradmechatronikerIn" vorläufig circa 40 Lehrlingen pro Lehrjahr aufgenommen werden. Allerdings geht die starke Aufwärtsentwicklung am Fahrradmarkt (vor allem bei E-Bikes und E-Scootern), die überhaupt erst zur Einführung des Lehrberufs geführt hat, munter weiter, sodass der Fachkräftebedarf durchaus auch noch größer werden kann.

Unterschiede nach Geschlecht: Bisher wurden technische Berufe traditionellerweise überweigend von Burschen erlernt, wenn auch die Zahl der Frauen in diesen Lehrberufen laufend zunimmt. Jedenfalls ist der Lehrberuf "FahrradmechatronikerIn" für Burschen und Mädchen gleichermaßen geeignet, da er keine besonderen Anforderungen an die Körperkraft stellt. Bleibt also abzuwarten, wie die diesbezügliche Entwicklung in diesem neuen Lehrberuf verlaufen wird.

Berufsaussichten: Die Berufsaussichten sind gut, da sich derzeit der Trend zum Fahrrad und zum e-Bike sowie zu allen möglichen ähnlichen Fortbewegungsmitteln (E-Scooter, Segways usw.) weiter fortsetzt und daher auch der entsprechende Bedarf an Service- und Beratungs-Fachkräften stetig zunimmt.

Beschäftigungsaussichten: Die Beschäftigungsaussichten in der Fahrrad-Branche sind stabil bis steigend. Der Bedarf an Fachkräften wird in den nächsten Jahren voraussichtlich steigen.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "ZweiradtechnikerIn", dem der Beruf "FahrradmechatronikerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Folgende Ausbildungen und berufsbildende Schulen bieten teilweise eine ähnliche Ausbildung wie der Lehrberuf:

  • WIFI-Ausbildung zum/zur FahrradmechanikerIn (Grundausbildung für BerufseinsteigerInnen, QuereinsteigerInnen und interessierte Personen): WIFI - Fahrradtechnik.
  • Fachschule für Mechatronik
  • Höhere Lehranstalt für Mechatronik

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

FahrradmechatronikerIn
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Handelsgewerbe (Angestellte)
gültig ab 01.01.2019
01.01.2019
Metall- und Elektrogewerbe (Arbeiter)
gültig ab 01.01.2019
01.01.2019
Metallindustrie: Fahrzeugindustrie (Arbeiter)
gültig ab 01.11.2019
01.11.2019
FahrradmechatronikerIn (inkl. Doppellehren)
Dieser Lehrberuf wurde erst am 1. August 2019 eingerichtet!
Anz./Jahr 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
männlich k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A.
weiblich k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A.
gesamt k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A.
Frauenanteil k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A.
Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich

In der Fahrradtechnik gibt es laufend neue technische Entwicklungen, z.B. auf dem Gebiet der hydraulischen, hydropneumatischen und elektronische Komponenten, der elektrischen Antriebe und Hybridantriebe, der Batterie- bzw. Akku-Technik oder der verwendeten Werkstoffe (z.B. Leichtmetalle). Außerdem werden ständig neue Fahrrad- und Fahrzeug-Modelle entwickelt und verkauft, und die Ansprüche der KundInnen werden immer vielfältiger, die Anforderungen an die Qualität immer höher. Daher ist in diesem Beruf ständige Weiterbildung hinsichtlich neuer Produkte und neuer Techniken unbedingt erforderlich. Berufsspezifische Weiterbildungskurse werden vor allem vom Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) und vom Berufsförderungsinstitut (BFI) durchgeführt.

Aktuelle Weiterbildungsangebote sind in der AMS-Weiterbildungsdatenbank enthalten - siehe unter www.ams.at/weiterbildungsdatenbank.

Weiterführende Bildungsmöglichkeiten zur Erreichung höherer Bildungsabschlüsse bzw. zur Höherqualifizierung für AbsolventInnen dieses Lehrberufs:

  • Werkmeisterschule für Berufstätige (Dauer: 2 Jahre, Abendunterricht) mit der Fachrichtung Mechatronik.

Aufstiegsmöglichkeiten:

Aufstiegspositionen in Gewerbebetrieben sind "WerkstättenleiterIn" oder "LeiterIn der Serviceabteilung", in Industriebetrieben "ObermonteurIn", "MontageleiterIn", "ProduktionsleiterIn" oder "WerkmeisterIn", wofür natürlich entsprechende Qualifikation erforderlich sind.

Selbstständige Berufsausübung:

Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung (als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschäftsführerIn) besteht für FahrradmechatronikerInnen im freien Gewerbe "Fahrradtechnik" (ein freies Gewerbe erfordert keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde). Weiters ist es auch möglich, ein Fahrradgeschäft oder einen Fahrradverleih zu eröffnen, wenn dies auch wegen der starken Konkurrenz nicht besonders erfolgversprechend ist; jedenfalls handelt es sich auch hierbei um freie Gewerbe ohne Befähigungsnachweis.

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