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FlugzeugbautechnikerIn

Berufsbereiche: Maschinen, Kfz und Metall
Ausbildungsform: Schule
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

Ein Flugzeug ist ein Luftfahrzeug, das schwerer als Luft ist und den, zum Fliegen benötigten dynamischen Auftrieb, mit nicht-rotierenden Auftriebsflächen erzeugt.
Vgl: Heinrich Mensen Handbuch der Luftfahrt, 2013, S. 78

Es gibt auch Luftfahrzeuge die leichter als Luft sind: Ballone, Luftschiffe, Luftsportgeräte.

Tätigkeitsmerkmale

FlugzeugbautechnikerInnen bzw. LuftfahrtechnikerInnen befassen sich mit der Konstruktion, Instandhaltung und Reparatur von Flugzeugen (tlw. auch Drohnen und Helikopter).

FlugzeugbautechnikerInnen entwerfen technische Pläne für den Betrieb von Flugzeugen. Sie übernehmen die Montage, Wartung und Reparatur von Motoren und deren Komponenten. Das Durchführen von Fehleranalysen und deren Dokumentation (Monitoring, Root Cause Analysis*) gehört zu den täglichen Aufgaben. Zudem führen sie Tests am Motorprüfstand durch. Der Betrieb und die Verordnung zur Prüfung der Flugzeuge (Verkehrssicherheit) ist im Luftverkehrsgesetz geregelt.

In größeren Flugzeugwerken spezialisieren sich FlugzeugbautechnikerInnen auch auf bestimmte Teile des Flugzeugs wie Leitwerke, Triebwerke, Fahrwerk, Passagierkabine oder Bordarmierung (Mess- und Kontrolleinrichtungen).

Forschungsaufgaben bestehen aktuell auch im Bereich Leichbauflugzeubau mit Verbundwerkstoffen (Composites).

Siehe auch den Beruf KonstrukteurIn im Fahrzeugbau oder den Lehrberuf LeichtflugzeugbauerIn.

 

*Fehler-Ursachen-Analyse: Erfassung von Fehlern und deren Ursachen sowie die statistische Auswertung dieser Daten. Nach dem sog. Paretoprinzip beruhen 80% der Fehler auf nur 20% der Fehlerursachen.

Logisch-analytisches Denken, Fähigkeit zu innovativem Denken, hohes Maß an Weiterbildungsbereitschaft (z.B. Qualitätskontrolle, Sicherheitstechnologie), Belastbarkeit und Einsatzbereitschaft (zum Teil unter belastenden physischen Arbeitsbedingungen), Umgang mit Softwaretools wie z.B. Autocad und CATIA V5.

Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen in Flugzeugbauunternehmen und deren Zulieferbetrieben. Hersteller in Österreich sind Diamond Aircraft und Schiebel. Weitere Arbeitgeber sind z.B. Betriebe im Bereich der Fahrzeugtechnik sowie Einrichtungen der technischen Prüfung, Abnahme und Kontrolle (z.B. TÜV).

Daneben in industriellen und gewerblichen Betrieben mit Fertigungs- und Produktionsabteilungen, in technischen Büros und Ingenieurbüros, im technischen Ein- und Verkauf sowie im Service (insbesondere in Unternehmen des Stahlbaus, des Maschinenbaus und der Metall verarbeitenden Industrie).

Aufgabenfelder bestehen in leitenden Funktionen können z.B. Werkstättenführung (WerkstättenleiterInnen), die technische Leitung von Verarbeitungsbetrieben u.ä. sein. Aufstiegsmöglichkeiten bestehen in Funktionen wie LeitendeR KonstrukteurIn oder ProjektleiterIn bzw. ProjektmanagerIn.

Formale Aufstiegsmöglichkeiten in industriellen und gewerblichen Betrieben sind z.B. Funktionen wie kaufmännische LeiterIn, VerkaufsleiterIn oder AbteilungsleiterIn (z.B. für Produktionslogistik).

Branchenerfahrung bzw. Erfahrung in vergleichbaren Funktionen ist für solche Karriereschritte üblicherweise grundsätzlich erforderlich. Für kaufmännische Leitungsfunktionen sind darüber hinaus in der Regel eine kaufmännische (Grund )Ausbildung sowie in der Praxis erworbene Kenntnisse in den Bereichen Rechnungswesen, Finanzierung und Personalwesen notwendig. Für leitende Funktionen im Verkauf aber auch im Projektmanagement bei Auslandsvorhaben sind insbesondere Fremdsprachenkenntnisse erforderlich.

Forschung und Entwicklung auf den Gebieten der Sicherheits- und Umwelttechnik bieten erweiterte Perspektiven (z.B. Qualitätskontrolle, Unfallforschung und -analyse, Hybridantriebstechnik, Akkus, Treibstoffverbrauch, Aerodynamik) wie Industrial Design und Ergonomie (z.B. Lärmdämmung, Klimatisierung), Leichtbau und Composite-Werkstoffe für Luftfahrzeuge.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "FlugzeugbautechnikerIn", dem der Beruf "FlugzeugbautechnikerIn " zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Ausbildungen in den Bereichen Flugtechnik, Luftfahrzeug-Mechanik, Aviation oder Maschinenbaugenieurwesen (div. Spezialisierungen) bieten gute Voraussetzungen für dieses Berufsfeld.

AbsolventInnen einer HTL kann die Standesbezeichnung Ingenieur/Ingenieurin verliehen werden (Nachweis über Ausbildung und Praxis erforderlich!).

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Relevante Bereiche: Kontroll- und Abnahmetechnik (Genehmigung und Überprüfung von Maschinen, Anlagen und deren Betriebssicherheit), Unfallforschung und Unfallprävention sowie Schweißtechnik.

Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen auch in Hinsicht auf Managementqualifikationen (z.B. Qualitätsmanagement, Sales-Management), aber auch in Hinsicht auf technische Aspekte (z.B. Werkstofftechnik, Tribologie).

Spezialisierungen gibt es in mehreren Bereichen: Z.B. Luftfahrt/Aviation, Industrial Engineering, Materialwissenschaften und Tribologie*.

*Tribologie befasst sich mit der Minderung von Reibung, Materialverschleiß und Energieverlusten durch Optimierung von Reibungsbedingungen. Dies geschieht mittels Beeinflussung durch Schmierung oder Materialdesign. Infos über spezifische Lehrgänge bietet die Website der Gesellschaft für Tribologie GFT.

FH: Z.B. Leichtbau und Composite-Werkstoffe (sparsame Flugzeuge und Automobile).
Uni: Z.B. Material- und Nanowissenschaften (MSc).

Hochschullehrgänge: Z.B. Korrosions-Expert (Montanuni Leoben). Verbundwerkstoffe (akademisch geprüfteR Composite-IngenieurIn, FH OÖ)

Aufstiegsmöglichkeiten für SpezialistInnen bestehen in leitenden Funktionen im Entwicklungs- und Konstruktionsbereich (z.B. ChefkonstrukteurIn, LeiterIn/Entwicklungstechnische Abteilung), PrüfingenieurIn, Qualitätsmanagement, Prozessmanagement oder kaufmännische Funktionen, wie z.B. Verkaufsleitung, PR-Management.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Schule oder Lehre? 2 Wege zum Wunschberuf (Broschüre)
Reihe: Berufswahl
Fundstelle: Auto, Flugzeug, Transport, Seite 14
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