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FlugzeugtechnikerIn

Berufsbereiche: Maschinen, Kfz und Metall
Ausbildungsform: Schule
∅ Einstiegsgehalt: € 2.130,- bis € 2.400,- * Arbeitsmarkttrend: sinkend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

Ein Flugzeug ist ein Luftfahrzeug, das schwerer als Luft ist und den, zum Fliegen benötigten dynamischen Auftrieb, mit nicht-rotierenden Auftriebsflächen erzeugt.
Vgl: Heinrich Mensen Handbuch der Luftfahrt, 2013, S. 78

Es gibt auch Luftfahrzeuge die leichter als Luft sind: Ballone, Luftschiffe, Luftsportgeräte.

Tätigkeitsmerkmale

FlugzeugtechnikerInnen bzw. LuftfahrtechnikerInnen befassen sich mit der Überprüfung, Instandhaltung und Reparatur von Flugzeugen (auch Drohnen und Helikopter).

Sie überprüfen und warten mechanische, hydraulische, pneumatische und elektronische Komponenten und Baugruppen. Sie führen regelmäßig Reinigungs- und Instandhaltungsarbeiten durch. Beipiele sind die Inspektion des Triebwerkes, das Nachfüllen von Hydraulikflüssigkeiten und das Schmieren mechanischer Teile. Sie übernehmen die Montage, Wartung und Reparatur von Motoren und Komponenten.

Das Durchführen von Fehleranalysen und deren Dokumentation (Monitoring, Root Cause Analysis*) gehört zu den täglichen Aufgaben. Zudem führen sie Tests am Motorprüfstand durch. Neben der Überprüfung sind sie für den Aus- und Einbau oder Tausch von Bauelementen der Luftfahrzeuge zuständig. Der Betrieb und die Verordnung zur Prüfung der Flugzeuge in Bezug auf Verkehrssicherheit ist im Luftverkehrsgesetz geregelt.

In größeren Flugzeugwerken spezialisieren sich FlugzeugtechnikerInnen oft auf bestimmte Teile des Flugzeugs wie Leitwerke, Triebwerke, Fahrwerk, Passagierkabine oder Bordarmierung (Mess- und Kontrolleinrichtungen).

FlugzeugtechnikerInnen können, je nach Ausbildung, auch technische Pläne für den Betrieb von Flugzeugen entwerfen. Forschungsaufgaben bestehen aktuell auch im Bereich Leichbauflugzeubau mit Verbundwerkstoffen (Composites).

Siehe auch den Beruf KonstrukteurIn, FlugzeugbautechnikerIn oder den Lehrberuf LeichtflugzeugbauerIn.

 

*Fehler-Ursachen-Analyse: Erfassung von Fehlern und deren Ursachen sowie die statistische Auswertung dieser Daten. Nach dem so genannten Paretoprinzip beruhen 80% der Fehler auf nur 20% der Fehlerursachen.

Freude an Physik/Mathematik/Informatik und sehr gute Kenntnisse in den Kernbereichen Thermik, Mechanik, Strömunglehre, Messtechnik, Technisches Zeichnen und Konstruktion.

  • Analytisches Denkvermögen
  • Teamfähigkeit!
  • Hohes Verantwortungsbewusstsein
  • Räumliches Vorstellungsvermögen
  • Handwerkliches Geschick
  • Körperliche Belastbarkeit: Montage schwerer Gegenstände wie z.B. Motoren
  • Bereitschaft zu unregelmäßigen Arbeitszeiten: Fehlersuche, Schichtdienst
  • Interesse am Umgang mit Softwaretools: Simulationen, Analysen, Statistik

Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen in Flugzeugbauunternehmen und deren Zulieferbetrieben. Hersteller in Österreich sind Diamond Aircraft und Schiebel. Weitere Arbeitgeber sind z.B. Betriebe im Bereich der Fahrzeugtechnik sowie Einrichtungen der technischen Prüfung, Abnahme und Kontrolle (z.B. TÜV).

Daneben in industriellen und gewerblichen Betrieben mit Fertigungs- und Produktionsabteilungen, in technischen Büros und Ingenieurbüros, im technischen Ein- und Verkauf sowie im Service (insbesondere in Unternehmen des Stahlbaus, des Maschinenbaus und der Metall verarbeitenden Industrie).

Aufgabenfelder bestehen in leitenden Funktionen, z.B. Werkstättenführung (WerkstättenleiterInnen) oder technische Leitung von Verarbeitungsbetrieben. Aufstiegsmöglichkeiten bestehen in Funktionen wie LeitendeR KonstrukteurIn oder ProjektleiterIn bzw. ProjektmanagerIn.

Formale Aufstiegsmöglichkeiten in industriellen und gewerblichen Betrieben sind z.B. Funktionen wie kaufmännische LeiterIn, VerkaufsleiterIn oder AbteilungsleiterIn (z.B. für Produktionslogistik).

Branchenerfahrung bzw. Erfahrung in vergleichbaren Funktionen ist für solche Karriereschritte üblicherweise grundsätzlich erforderlich. Für kaufmännische Leitungsfunktionen sind darüber hinaus in der Regel eine kaufmännische (Grund )Ausbildung sowie in der Praxis erworbene Kenntnisse in den Bereichen Rechnungswesen, Finanzierung und Personalwesen notwendig. Für leitende Funktionen im Verkauf aber auch im Projektmanagement bei Auslandsvorhaben sind insbesondere Fremdsprachenkenntnisse erforderlich.

Forschung und Entwicklung auf den Gebieten der Sicherheits- und Umwelttechnik bieten erweiterte Perspektiven (z.B. Qualitätskontrolle, Unfallforschung und -analyse, Hybridantriebstechnik, Akkus, Treibstoffverbrauch, Aerodynamik) wie Industrial Design und Ergonomie (z.B. Lärmdämmung, Klimatisierung), Leichtbau und Composite-Werkstoffe für Luftfahrzeuge.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "FlugzeugbautechnikerIn", dem der Beruf "FlugzeugtechnikerIn " zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Ausbildungen in den Bereichen Flugtechnik, Luftfahrzeug-Mechanik, Aviation oder Maschinenbaugenieurwesen (diverse Spezialisierungen) bieten gute Voraussetzungen für dieses Berufsfeld.

AbsolventInnen einer HTL kann die Standesbezeichnung Ingenieur/Ingenieurin verliehen werden (Nachweis über Ausbildung und Praxis erforderlich!).

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen auch in Hinsicht auf Managementqualifikationen (z.B. Qualitätsmanagement, Sales-Management), aber auch in Hinsicht auf technische Aspekte (z.B. Werkstofftechnik, Tribologie). Relevante Bereiche sind auch Kontroll- und Abnahmetechnik, Unfallforschung und Unfallprävention sowie Schweißtechnik.

Spezialisierungen gibt es in mehreren Bereichen: Z.B. Luftfahrt/Aviation, Industrial Engineering, Materialwissenschaften und Tribologie*.

*Tribologie befasst sich mit der Minderung von Reibung, Materialverschleiß und Energieverlusten durch Optimierung von Reibungsbedingungen. Dies geschieht mittels Beeinflussung durch Schmierung oder Materialdesign. Infos über spezifische Lehrgänge bietet die Website der Gesellschaft für Tribologie GFT.

FH: Z.B. Leichtbau und Composite-Werkstoffe (sparsame Flugzeuge und Automobile).
Uni: Z.B. Material- und Nanowissenschaften (MSc).

Hochschullehrgänge: Z.B. Korrosions-Expert (Montanuni Leoben). Verbundwerkstoffe (akademisch geprüfteR Composite-IngenieurIn, FH OÖ)

Aufstiegsmöglichkeiten bestehen in leitenden Funktionen im Entwicklungs- und Konstruktionsbereich (z.B. ChefkonstrukteurIn, LeiterIn/Entwicklungstechnische Abteilung), PrüfingenieurIn, Qualitätsmanagement, Prozessmanagement oder kaufmännische Funktionen, wie z.B. Verkaufsleitung, internationales Marketing oder PR-Management.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Schule oder Lehre? 2 Wege zum Wunschberuf (Broschüre)
Reihe: Berufswahl
Fundstelle: Auto, Flugzeug, Transport, Seite 14
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