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Systemgastronomiefachmann/-frau

Berufsbereiche: Hotel- und Gastgewerbe
Ausbildungsform: Lehre
Infos zur Lehrlingsentschädigung
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

"Systemgastronomie" ist der Sammelbegriff für sogenannte Fast-Food-Restaurants (fast food = schnelles Essen), die Schnellgerichte und Schnellimbisse anbieten und meist als Filialen großer Restaurantketten geführt werden. Die weltweit größte und bekannteste Fast-Food-Kette ist das US-amerikanische Unternehmen "McDonald’s". Die Systemgastronomie zeichnet sich dadurch aus, dass die Speisen größtenteils nicht im Restaurant selbst zubereitet werden, sondern als Fertig- oder Halbfertiggerichte von zentralen Produktionsbetrieben bezogen werden. Da im Restaurant nur mehr wenige Handgriffe erforderlich sind (Erhitzen, Backen/Braten, Garnieren usw.), können Bestellungen sehr rasch erledigt werden. Für das Funktionieren dieses Systems ist natürlich eine perfekte Organisation sowohl der gesamten Restaurantkette als auch des einzelnen Filialbetriebes erforderlich. Daher werden heute vom Personal umfangreiche Kenntnisse und Fertigkeiten in allen Bereichen der Systemgastronomie verlangt.

Der Aufgabenbereich der Systemgastronomiefachleute ist sehr vielfältig. Im Küchenbereich bereiten die Systemgastronomiefachleute die Speisen zu bzw. sie verarbeiten die Halbfertigprodukte. Dazu gehört das Vorbereiten der Lebensmittel (vor allem durch Schneidetechniken) und das Herstellen und Anrichten der Speisen des betrieblichen Speisenangebotes. Systemgastronomiefachleute wissen über die gängigsten Rezepte sowie über die Verarbeitung von Halbfertig-Produkten ("Convenience") Bescheid. Oft erstellen sie jedoch auch einfache Menüs (z.B. Suppen, Süßspeisen und Mehlspeisen, kalte und warme Vorspeisen, Hauptspeisen, Salate und Saucen) oder verwenden zugekaufte Produkte und bereiten verschiedene Aufgussgetränke zu. Bei all diesen Tätigkeiten müssen sie sich streng an die Hygienevorschriften halten. (Sauberkeit, Ablaufdaten der Speisen berücksichtigen ...). Dafür führen sie laufend Qualitätskontrollen durch. Außerdem sind sie für die Wartung der Arbeitsgeräte und die fachgerechte Lagerhaltung zuständig. Die Systemgastronomiefachleute kontrollieren den Bestand der Waren, bestellen gegebenenfalls nach und wickeln die Lieferformalitäten ab. Sie prüfen die Lieferungen auf Gewicht, Menge und sichtbare Schäden und reklamieren, falls es erforderlich ist. Sie kontrollieren die Lagerbedingungen der Waren (vor allem Lagertemperaturen für Speisen und Getränke) und achten auf die Einhaltung einer ununterbrochenen Kühlkette. Sie führen von Zeit zu Zeit Inventuren durch und erstellen die Inventarlisten.

Im Servicebereich haben Systemgastronomiefachleute engen Kundenkontakt. Sie nehmen die Bestellungen entgegen, und geben die Speisen und Getränke aus, bzw. servieren sie. Danach stellen sie die Rechnungen aus und kassieren die Rechnungsbeträge.

Daneben erfüllen sie aber noch zahlreiche weitere Aufgaben wie etwa die Vorbereitung und Durchführung von Werbeaktionen oder das Dekorieren der Gasträume. Schließlich erledigen die Systemgastronomiefachleute auch verschiedene Verwaltungsaufgaben. Sie führen die Kassa-Abrechnung, erstellen Verkaufsstatistiken und bestreiten die Personalplanung und -verwaltung). Manchmal fällt auch die Vorbereitung und Durchführung von Schulungsmaßnahmen (z.B. für neues Personal) in ihren Aufgabenbereich.

Weiters sind die Systemgastronomiefachleute mit den gesetzlichen Vorschriften zur Abfallbewirtschaftung vertraut (Mülltrennung, Behandlung von Sonderabfällen, Behandeln biogener Abfälle). Sie setzen Maßnahmen zur Müllvermeidung, Müllverringerung und Müllverwertung (insbesondere beim Einkauf) und achten auf den wirtschaftlichen und Umwelt schonenden Einsatz von Energie und Gebrauchsgegenständen.

Siehe auch:

"Systemgastronomie" ist der Sammelbegriff für sogenannte Fast-Food-Restaurants (fast food = schnelles Essen), die Schnellgerichte und Schnellimbisse anbieten und meist als Filialen großer Restaurantketten geführt werden. Die weltweit größte und bekannteste Fast-Food-Kette ist das US-amerikanische Unternehmen "McDonald’s". Die Systemgastronomie zeichnet sich dadurch aus, dass die Speisen größtenteils nicht im Restaurant selbst zubereitet werden, sondern als Fertig- oder Halbfertiggerichte von zentralen Produktionsbetrieben bezogen werden. Da im Restaurant nur mehr wenige Handgriffe erforderlich sind (Erhitzen, Backen/Braten, Garnieren usw.), können Bestellungen sehr rasch erledigt werden. Für das Funktionieren dieses Systems ist natürlich eine perfekte Organisation sowohl der gesamten Restaurantkette als auch des einzelnen Filialbetriebes erforderlich. Daher werden heute vom Personal umfangreiche Kenntnisse und Fertigkeiten in allen Bereichen der Systemgastronomie verlangt.

Der Aufgabenbereich der Systemgastronomiefachleute ist sehr vielfältig. Im Küchenbereich bereiten die Systemgastronomiefachleute die Speisen zu bzw. sie verarbeiten die Halbfertigprodukte. Dazu gehört das Vorbereiten der Lebensmittel (vor allem durch Schneidetechniken) und das Herstellen und Anrichten der Speisen des betrieblichen Speisenangebotes. Systemgastronomiefachleute wissen über die gängigsten Rezepte sowie über die Verarbeitung von Halbfertig-Produkten ("Convenience") Bescheid. Oft erstellen sie jedoch auch einfache Menüs (z.B. Suppen, Süßspeisen und Mehlspeisen, kalte und warme Vorspeisen, Hauptspeisen, Salate und Saucen) oder verwenden zugekaufte Produkte und bereiten verschiedene Aufgussgetränke zu. Bei all diesen Tätigkeiten müssen sie sich streng an die Hygienevorschriften halten. (Sauberkeit, Ablaufdaten der Speisen berücksichtigen ...). Dafür führen sie laufend Qualitätskontrollen durch. Außerdem sind sie für die Wartung der Arbeitsgeräte und die fachgerechte Lage ...

  • Physische Ausdauer: Arbeiten im Stehen, Gehen; Belastung durch Hitze
  • Handgeschicklichkeit: Bearbeiten der Lebensmittel, z.B. Schneiden; Zubereiten von Speisen und Getränken
  • Geruchs- und Geschmackssinn: Kontrollieren der Lebensmittelqualität
  • Unempfindlichkeit der Haut: Belastung durch Hitze, Reinigungs- und Desinfektionsmittel
  • mathematisch-rechnerische Fähigkeit: Kassieren der Rechnungsbeträge und Herausgeben von Wechselgeld; Lagerhaltung
  • Organisationstalent: Lagerhaltung; Planung und Organisation der Arbeitsabläufe und Arbeitsvorbereitung; Personal-Einsatzplanung
  • Kontaktfähigkeit: Verkauf, Kundenberatung; Werbung und Verkaufsförderung
  • Fähigkeit zur Zusammenarbeit: Arbeiten im Team
  • Sprachfertigkeit mündlich: Verkauf, Kundenberatung; Werbung und Verkaufsförderung
  • Reaktionsfähigkeit: Unfallvermeidung bei der Zubereitung und Ausschank von Speisen und Getränken
  • Merkfähigkeit: Aufnehmen und Weitergeben von Bestellungen
  • generelle Lernfähigkeit: neue Produkte; Änderung der Angebotspalette
  • psychische Ausdauer: Arbeiten unter Zeitdruck bei großem Kundenandrang; Schichtarbeit

Betriebe/Lehrbetriebe: Systemgastronomiefachleute arbeiten in Gastgewerbebetrieben und Gastronomieketten, z.B. in Fast-Food-Lokalen, Restaurantketten in Einkaufszentren oder auf Autobahnraststätten. Auch in Speisewägen der ÖBB bestehen Beschäftigungsmöglichkeiten.

Lehrstellensituation: Die Zahl der Lehrlinge liegt insgesamt im mittleren dreistelligen Bereich pro Jahr und hat in den letzten Jahren wieder leicht zugenommen.

Unterschiede nach Geschlecht: Der Lehrberuf Systemgastronomiefachmann/-frau wird etwas öfter von Frauen als von Männern erlernt: Rund 6 von 10 Lehrlingen in den letzten Jahren waren weiblich.

Berufsaussichten: In der Systemgastronomie, wie Fast-Food-Ketten, Selbstbedienungsrestaurants in Möbelhäusern und Supermärkten, ist der Umsatz in den letzten Jahren gestiegen, wobei fast die Hälfte der Umsätze auf Fast-Food-Ketten entfällt. Generell sind die Berufsaussichten sowohl für Lehrlinge als auch für Fachkräfte gut. In Fast-Food-Restaurants werden jedoch auch oft kostengünstigere angelernte Hilfskräfte beschäftigt.

Beschäftigungsaussichten: Gut qualifizierte Systemgastronomiefachleute können in leitende Positionen aufsteigen, die meisten beruflichen Angebote beschränken sich aber auf das einfache Zubereiten und den Verkauf von Fertigspeisen. Kenntnisse im Umgang mit elektronischen Bonierungs- und Abrechnungssystemen können die Beschäftigungsaussichten verbessern.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "Systemgastronomiefachmann/-frau", dem der Beruf "Systemgastronomiefachmann/-frau" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

Systemgastronomiefachmann/-frau
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Hotel- und Gastgewerbe (Wenn der Lehrbetrieb keine Dienstkleidung zur Verfügung stellt, kommt zu den angeführten Werten noch eine monatliche Dienstkleiderpauschale von 35,20 Euro dazu, bei Doppellehre 52,80 Euro!) (Arbeiter) 01.05.2018
McDonald's (Zusatz-Kollektivvertrag zum Hotel- und Gastgewerbe) (Arbeiter) 01.05.2018
Systemgastronomiefachmann/-frau (inkl. Doppellehren)
Anz./Jahr 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
männlich 260 223 198 186 184 150 144 148 157 184
weiblich 380 399 358 319 300 249 269 260 274 242
gesamt 640 622 556 505 484 399 413 408 431 426
Frauenanteil 59,4% 64,1% 64,4% 63,2% 62,0% 62,4% 65,1% 63,7% 63,6% 56,8%
Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich
Systemgastronomiefachmann/-frau
Verwandte Lehrberufe LAP-Ersatz *
Gastronomiefachmann/-frau nein
Hotel- und GastgewerbeassistentIn nein
Koch/Köchin nein
Restaurantfachmann/-frau nein
* LAP-Ersatz = Lehrabschlussprüfungs-Ersatz

Folgende berufsbildende Schulen bieten eine ähnliche Ausbildung wie der Lehrberuf:

Hotelfachschule; Schihotelfachschule (Ausbildungsschwerpunkt "Sport"); Tourismusfachschule; Fachschule für wirtschaftliche Berufe (Ausbildungsschwerpunkte "Betriebsorganisation und Wirtschaftsleitung", "Ernährungs- und Betriebswirtschaft", "Eventmanagement", "Gesundheit, Mode und Sport", "Gesundheit und Fitness", "Gesundheit und Soziales", "Humanökologie", "Informationsmanagement", "IT-Support", "Kulturtouristik", "Wellness und Bewegung", "Zweite lebende Fremdsprache"); Landwirtschaftliche Fachschule mit Fachrichtung Gastronomie und Fremdenverkehrswirtschaft; Höhere Lehranstalt für Tourismus (Ausbildungsschwerpunkte "Dritte lebende Fremdsprache", "Fremdsprachen und Wirtschaft", "Hotelmanagement", "Hotelmanagement - Kulturelle Animation", "Medieninformatik", "Städtetourismus und Eventmanagement", "Touristisches Management", "Touristisches Management - Gesundheits- und Wellnesstourismus", "Touristisches Management - Marketing"); Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe (Ausbildungsschwerpunkte "Betriebsorganisation und Wirtschaftsleitung", "Dritte lebende Fremdsprache", "Ernährungs- und Betriebswirtschaft", "Ernährungs- und Gesundheitsmanagement", "Europa", "Fremdsprachen und Wirtschaft", "Gesundheit und Soziales", "Humanökologie", "Kommunikations- und Mediendesign", "Kultur- und Kongressmanagement", "Kulturtourismus und Eventmanagement", "Kulturtouristik", "Medieninformatik", "Produktionsmanagement und Präsentation", "Sozialmanagement", "Sozialverwaltung", "Umweltökonomie", "Umwelt und Wirtschaft", "Unterrichtssprache Deutsch und Slowenisch"); Höhere Lehranstalt für Land- und Ernährungswirtschaft.

Das Berufsförderungsinstitut (bfi) und das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) bieten im Gastronomie-Bereich neben Vorbereitungskursen für die Lehrabschlussprüfung und für die Gastgewerbe-Befähigungsprüfung vielfältige Weiterbildungskurse an.

Weiterführende Bildungsmöglichkeiten zur Erreichung höherer Bildungsabschlüsse bzw. zur Höherqualifizierung für AbsolventInnen dieses Lehrberufs sind vor allem die Werkmeisterschule für Berufstätige mit der Fachrichtung "Bio- und Lebensmitteltechnologie" des WIFI in Wien und Dornbirn (2 Jahre, Abendunterricht), der Hotelfachlehrgang für Erwachsene in Bischofshofen/Salzburg (2 Jahre) und der zur Reife- und Diplomprüfung führende Aufbaulehrgang für Tourismus (Ausbildungsschwerpunkte "Fremdsprachen und Wirtschaft", "Gastronomiemanagement", "Sport", "Touristisches Management") in Semmering/NÖ, Bad Ischl/OÖ, Innsbruck und St. Johann in Tirol (3 Jahr; zuvor muss ein halbjähriger Vorbereitungslehrgang in Bad Ischl absolviert werden).

Aufstiegsmöglichkeiten:

In den Filialbetrieben eines systemgastronomischen Unternehmens bestehen nur geringe Aufstiegsmöglichkeiten für Systemgastronomiefachleute, z.B. FilialleiterIn. Im Gesamtunternehmen bestehen mehr Möglichkeiten, die aber eine entsprechende Weiterbildung voraussetzen (z.B. in betriebswirtschaftlichen Belangen oder im Marketing). Entsprechende Positionen gibt es etwa in der regionalen oder überregionalen Filialkoordination und -inspektion, im zentralen Produktions- und Lagerbereich sowie in der Zulieferung an die Filialen, im Einkauf oder im Bereich "Marketing/Werbung".

Selbstständige Berufsausübung:

Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung (als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschäftsführerIn) besteht für Systemgastronomiefachleute im reglementierten Gewerbe "Gastgewerbe" (Befähigungsnachweis erforderlich).

Weiters können Systemgastronomiefachleute in verschiedenen freien Gastgewerbe-Betriebsarten tätig sein, für die keine Gewerbeberechtigung erforderlich ist, z.B. wenn Speisen in einfacher Art verabreicht werden, nichtalkoholische Getränke ausgeschenkt werden, nicht mehr als acht Verabreichungsplätze eingerichtet werden oder es sich um eine Schutzhütte handelt.

Ein freies Gewerbe erfordert keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde. Weitere freie Gewerbe finden Sie hier: https://www.bmdw.gv.at/Unternehmen/Gewerbe/Documents/Bundeseinheitliche_Liste_der_freien_Gewerbe.pdf

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Tourismus und Freizeitwirtschaft (Broschüre)
Reihe: Berufe ...
Fundstelle: Gastronomie, Seite 44
Lehrberufe in Österreich - Ausbildungen mit Zukunft (Broschüre)
Reihe: Publikation des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) und der Wirtschaftskammer (WKÖ)
Fundstelle: Tourismus und Gastronomie, Seite 149
Schule oder Lehre? 2 Wege zum Wunschberuf (Broschüre)
Reihe: Berufswahl
Fundstelle: Gastgewerbe, Küche, Tourismus, Seite 56
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