Hotel- und Restaurantfachmann/-frau

Berufsbereiche: Büro, Marketing, Finanz, Recht, Sicherheit / Tourismus, Gastgewerbe, Freizeit
Ausbildungsform: Lehre
Infos zur Lehrlingsentschädigung (Lehrlingseinkommen)
Lehrzeit: 4 Jahre. Einstiegsgehalt lt. KV: € 1.500,- bis € 1.580,- * Arbeitsmarkttrend: keine Angabe
* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

Dieser neue Lehrberuf kann ab 1. Mai 2020 erlernt werden. Er ersetzt die Doppellehre "Hotelkaufmann/-frau + Restaurantfachmann/-frau". Lehrlinge, die bereits in dieser Doppellehre ausgebildet werden, können bei voller Lehrzeitanrechnung auf den neuen Lehrberuf Hotel- und Restaurantfachmann/-frau umsteigen (erforderlich ist dafür eine entsprechende Vereinbarung zwischen Lehrbetrieb und Lehrling).

Tätigkeitsmerkmale

Hotel- und Restaurantfachleute sind sowohl im Rezeptions- und Bürobereich als auch im Restaurantbereich (Service) von Hotels und sonstigen Beherbergungsbetrieben tätig. Im Rezeptions- und Bürobereich nehmen sie die Zimmer-Bestellungen (Reservierungen) entgegen, die über Telefon oder Computer bzw. über Zimmervermittlungsplattformen im Internet einlangen, und bearbeiten sie (Rückmeldung an die KundInnen, Eintrag in den Reservierungsplan). Sie begrüßen die einlangenden Gäste und erledigen die Anmeldeformalitäten. Sie geben den Gästen die erforderlichen Informationen über das Hotel und den Aufenthaltsort (Kultur- und Freizeitangebote, Einkaufsmöglichkeiten, touristische Attraktionen, Verkehrsmittel usw.) und unterstützen sie beim Reservieren und Mieten von Fahrzeugen, bei der Beschaffung von Eintrittskarten, bei der Zusammenstellung von Besichtigungsprogrammen und Ausflügen usw. Wenn es Reklamationen oder Beschwerden gibt, versuchen sie, diese Probleme im Sinne der KundInnen zu lösen. Wenn Gäste das Hotel verlassen, stellen sie mit Hilfe des betrieblichen Abrechnungssystems die Rechnungen aus und wickeln die Zahlungen ab (Barzahlung oder Zahlung mit Kredit-/Bankomatkarte). Im Bürobereich des Hotelbetriebs sind sie z.B. mit der Beschaffung der erforderlichen Getränke, Lebensmittel und sonstigen Waren befasst, wirken am Marketing und an der Angebotsentwicklung mit und sind an der Organisation und Durchführung von Veranstaltungen beteiligt. Im Restaurantbereich sind die Hotel- und Restaurantfachleute für die "Mise en place", die Gästebetreuung, das Servieren der Speisen und Getränke und die Abrechnung zuständig. Unter "Mise en place" versteht man im Restaurant die Vorbereitung der Tische durch Auftragen und Anordnen von Salz- und Pfefferstreuern, Kerzen, Blumengestecken, Servietten und Trinkgläsern. Die Gästebetreuung umfasst die Begrüßung der Gäste, die Beratung der Gäste bei der Getränke- und Speisenauswahl, das fachgerechte Servieren der Getränke und Speisen, das Abtragen der benutzten Gläser, Teller und Bestecke, das Ausstellen der Rechnung, das Kassieren der Rechnungsbeträge und schließlich das Verabschieden der Gäste.

Im Folgenden werden die wichtigsten Aufgabenbereiche der Hotel- und Restaurantfachleute genauer beschrieben.
Die Aufgabenbereiche sind:

  • Rezeption
  • Front- und Backoffice
  • Angebotsentwicklung
  • Marketing und E-Commerce
  • Veranstaltungsmanagement und -durchführung
  • Facility-Management/Haustechnik
  • Beschaffung/Warenwirtschaft
  • Mise en Place
  • Gästebetreuung im Service
  • Speisen und Getränke
  • Abrechnung

 

Rezeption

Hotel- und Restaurantfachleute beantworten Anfragen der KundInnen telefonisch, per E-Mail oder per Buchungsplattform. Sie beraten die Gäste bei der Zimmerauswahl und den Zusatzleistungen, nehmen die genauen Wünsche der Gäste entgegen und erstellen ihnen entsprechende Angebote. Sie nehmen Reservierungen, Buchungen und Stornierungen entgegen (telefonisch, über Buchungsplattformen, Reservierungssysteme oder per E-Mail) und führen sie durch. Beim Gästeempfang und Check-in begrüßen sie die Gäste, überprüfen die Reservierung und Buchung am Computer, nehmen die Gästedaten auf, übergeben den Zimmerschlüssel oder die Zimmerkarte und informieren über Frühstückszeiten, WLAN-Zugriff und Ähnliches. Die Hotel- und Restaurantfachleute betreuen die Gäste während ihres Aufenthalts, indem sie sie mit Informationen versorgen (über Wellnessangebote, Veranstaltungen, Kulturangebote, Einkaufsmöglichkeiten, touristische Attraktionen, Wegbeschreibungen, Restaurant- und Barangebot), Eintrittskarten beschaffen, Verkehrsmittel reservieren usw. Dazu gehört auch die professionelle Bearbeitung von Beschwerden und Reklamationen. Vor der Abreise werden alle Leistungen verbucht und abgerechnet; sodann wird die Endabrechnung erstellt und die Zahlung in Bar oder per Karte abgewickelt.

 

Front- und Backoffice

Im Bürobereich erledigen die Hotel- und Restaurantfachleute die Verwaltungsarbeiten des Hotelbetriebes. Dazu gehören der Schriftverkehr (Briefe, E-Mails), der Postein- und -ausgang, die Bearbeitung und Verbuchung der Eingangs- und Ausgangsrechnungen sowie der Zahlungsbelege, die Erstellung von Übersichten zur Entwicklung der betrieblichen Kosten und die Erstellung/Verwaltung der Dienstpläne/Einsatzpläne für das Personal.

 

Angebotsentwicklung

Der Erfolg eines Hotelbetriebs hängt davon ab, wie weit die Angebote den KundInnen zusagen. Um das feststellen zu können, müssen laufend die betrieblichen Daten analysiert und Statistiken erstellt werden (z.B. Nächtigungszahlen). Hotel- und Restaurantfachleute erstellen diese Entscheidungsgrundlagen, wirken an der Entwicklung und Umsetzung zielgruppengerechter Angebote mit und führen die Angebotskalkulation, eine wichtige Grundlage der Preisgestaltung, durch.

 

Marketing und E-Commerce

Unter "Marketing" versteht man alle Maßnahmen eines Unternehmens, die eigenen Angebote so zu gestalten und darzustellen, dass sie von den KundInnen wahrgenommen und nachgefragt werden. Wichtige Teilbereiche des Marketing sind z.B. Werbung und Öffentlichkeitsarbeit (z.B. in den Medien). Hotel- und Restaurantfachleute sind an der Gestaltung von Info- und Werbematerialien beteiligt, indem sie z.B. Newsletters, Direct-Mailings, Morgenpost, Tagesprogramme, Beiträge für die sozialen Netzwerke und Ähnliches erstellen und gestalten (teilweise auch mit speziellen Computer-Grafikprogrammen). Größte Bedeutung kommt dabei heute dem Online-Vertrieb und der Online-Präsentation im Internet zu. Hotel- und Restaurantfachleute nutzen dabei die touristischen E-Commerce-Systeme (virtuelle Reiseplattformen und Online-Verkaufsplattformen), und wirken bei der Suchmaschinenoptimierung und beim Suchmaschinenmarketing mit, indem sie Anzeigentexte und Online-Inhalte erstellen bzw. optimieren.

 

Veranstaltungsmanagement und -durchführung

Ein wichtiger Aufgabenbereich im Hotel- und Gastgewerbe ist die Organisation und Durchführung von Veranstaltungen, z.B. Hochzeiten, Geburtstagsfeiern usw. Hotel- und Restaurantfachleute reservieren die erforderlichen Räumlichkeiten, verfassen und verschicken die Einladungen, organisieren die erforderlichen Speisen und Getränke und kalkulieren die Preise. Während der Veranstaltungen empfangen und betreuen sie die Gäste und sorgen für die Bewirtung. Nach dem Ende der Veranstaltung wirken sie an den Aufräumarbeiten und der Endabrechnung mit.

 

Facility-Management/Haustechnik

Hotel- und Restaurantfachleute kontrollieren laufend den Zustand des Hotelgebäudes (Zimmer, Lager, Speisesäle, Sanitärbereiche) und der Einrichtungsgegenstände. Wenn sie Beschädigungen und Mängel feststellen, veranlassen sie die Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten. Sie überwachen auch die Zimmerreinigung und die Hygienemaßnahmen sowie die Sauberkeit der Wäsche. In diesen Aufgabenbereich fällt auch die Überprüfung der Sicherheitseinrichtungen (Feuerlöscher, Notausgänge, Fluchtwegbeleuchtung).

 

Beschaffung/Warenwirtschaft

Hotel- und Restaurantfachleute sorgen dafür, dass im Betrieb alle erforderlichen Materialien und Arbeitsmittel (Büromaterial, Getränke, Toilettenartikel usw.) in ausreichender Menge vorhanden sind. Sie ermitteln laufend den Bedarf, holen Anbote ein, Vergleichen die Preise und Konditionen, führen die Warenbestellungen durch und Überwachen die Liefer- und Leistungstermine. Sie vergleichen die Lieferung bzw. Leistung mit der Bestellung und kontrollieren die gelieferten Waren. Bei mangelhaften Lieferungen dokumentieren sie die Mängel und verfassen Reklamationsschreiben an die Lieferfirmen. Das Warenlager muss laufend kontrolliert werden, wobei vor allem das Verfallsdatum von Lebensmitteln und Getränken zu prüfen ist; verdorbene Waren werden aussortiert und entsorgt.

 

Mise en Place

Die "Mise en Place", also die Vorbereitung der Tische umfasst folgende Aufgaben: Abräumen, Reinigen und Aufdecken der Tische, Vorbereiten und Dekorieren (Schmücken) der Räume und Tafeln (Tische/Sessel ausrichten, Tischwäsche auflegen, Servietten falten, Gläser und Besteck polieren, verschiedene Gedecke auflegen, Tische und Räume dekorieren), Auf- und Abbau von Buffets und Buffettischen. Bei Veranstaltungen richtet sich die Mise en Place nach einem sogenannten "Function-Sheet"; das ist ein Veranstaltungsauftrag, der neben Angaben wie Ort, Räumlichkeiten, Datum, Uhrzeit/Dauer und Art der Veranstaltung vor allem auch Angaben zu Tischwäsche, Tischform, Dekoration, Gestaltung der Menükarten, Menü, Getränke usw. enthält

 

Gästebetreuung im Service

Im Service umfassen die Aufgaben der Hotel- und Restaurantfachleute vor allem den Gästeempfang, die Bearbeitung der Reservierungen, die Beratung der Gäste hinsichtlich der Getränke und Speisen, die Aufnahme der Bestellungen, das Servieren der Getränke und Speisen, das Abtragen des benutzten Geschirrs und schließlich die Ausstellung der Rechnung. Falls ein Buffet zu betreuen ist, müssen die Hotel- und Restaurantfachleute laufend dafür sorgen, dass ausreichend Geschirr, Besteck und Speisen vorhanden sind und dass alles sauber bleibt.

 

Speisen und Getränke

Hotel- und Restaurantfachleute sind ExpertInnen für Getränke und Speisen aller Art. Sie wählen die passenden Gläser für die verschiedenen Getränke aus und bereiten auch selbst alkoholfreie und alkoholische Getränke und Mixgetränke zu. Auch die Zubereitung von Kaffee und andere Heißgetränke gehört zu ihren Aufgaben. Viel Geschick und Erfahrung ist schließlich auch erforderlich, wenn Speisen (teilweise vor dem Gast) für den Verzehr vorbereitet werden müssen; dabei kommen folgende Techniken zur Anwendung: Tranchieren (Zerteilen von Fleisch, Fisch oder Geflügel), Filetieren (Herauslösen der Filetstücke), Flambieren (Entzünden der mit alkoholischen Getränken übergossenen Speisen), Marinieren (Einlegen von Fleisch in eine Flüssigkeit aus Essig, Gewürzen und Ölen) und Portionieren (Aufteilen von Speisen in kleinere Portionen).

 

Abrechnung

Am Ende eines jeden Tages gilt es Bilanz zu ziehen. Die Tages- oder Schichtabrechnungen werden heute meist mit einem digitalen Abrechnungssystem durchgeführt. Der Kassenstand hinsichtlich der verkauften Speisen und Getränke muss aber kontrolliert werden; die bonierten und kassierten Umsätze werden ausgewertet und das Bargeld wird gezählt, um Differenzen feststellen zu können. Die Hotel- und Restaurantfachleute übergeben den Tagesumsatz an die Vorgesetzten, erfassen die Zahlungseingänge und -ausgänge und überprüfen den Kassastand.

Hotel- und Restaurantfachleute sind sowohl im Rezeptions- und Bürobereich als auch im Restaurantbereich (Service) von Hotels und sonstigen Beherbergungsbetrieben tätig. Im Rezeptions- und Bürobereich nehmen sie die Zimmer-Bestellungen (Reservierungen) entgegen, die über Telefon oder Computer bzw. über Zimmervermittlungsplattformen im Internet einlangen, und bearbeiten sie (Rückmeldung an die KundInnen, Eintrag in den Reservierungsplan). Sie begrüßen die einlangenden Gäste und erledigen die Anmeldeformalitäten. Sie geben den Gästen die erforderlichen Informationen über das Hotel und den Aufenthaltsort (Kultur- und Freizeitangebote, Einkaufsmöglichkeiten, touristische Attraktionen, Verkehrsmittel usw.) und unterstützen sie beim Reservieren und Mieten von Fahrzeugen, bei der Beschaffung von Eintrittskarten, bei der Zusammenstellung von Besichtigungsprogrammen und Ausflügen usw. Wenn es Reklamationen oder Beschwerden gibt, versuchen sie, diese Probleme im Sinne der KundInnen zu lösen. Wenn Gäste das Hotel verlassen, stellen sie mit Hilfe des betrieblichen Abrechnungssystems die Rechnungen aus und wickeln die Zahlungen ab (Barzahlung oder Zahlung mit Kredit-/Bankomatkarte). Im Bürobereich des Hotelbetriebs sind sie z.B. mit der Beschaffung der erforderlichen Getränke, Lebensmittel und sonstigen Waren befasst, wirken am Marketing und an der Angebotsentwicklung mit und sind an der Organisation und Durchführung von Veranstaltungen beteiligt. Im Restaurantbereich sind die Hotel- und Restaurantfachleute für die "Mise en place", die Gästebetreuung, das Servieren der Speisen und Getränke und die Abrechnung zuständig. Unter "Mise en place" versteht man im Restaurant die Vorbereitung der Tische durch Auftragen und Anordnen von Salz- und Pfefferstreuern, Kerzen, Blumengestecken, Servietten und Trinkgläsern. Die Gästebetreuung umfasst die Begrüßung der Gäste, die Beratung der Gäste bei der Getränke- und Speisenauswahl, das fachgerechte Servieren der Getränke und Speisen…

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

Hotel- und Restaurantfachmann/-frau
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Hotel- und Gastgewerbe (Angestellte)
gültig ab 01.05.2019
01.05.2019
  • physische Ausdauer: Abend- und Nachtdienste; Dauereinsatz bei starkem Gästeandrang und bei Veranstaltungen;
  • Handgeschicklichkeit: Servieren von Getränken und Speisen; Vorbereiten von Speisen zum Verzehr (Tranchieren, Filetieren, Flambieren, Marinieren, Portionieren)
  • Fingerfertigkeit: Bedienen der Computer-Tastatur (Rezeption, Büro), Bedienen der Bürogeräte (Kopierer, Drucker ua.); im Service: Bedienen der Funkbonierungsgeräte beim Aufnehmen von Bestellungen und beim Ausstellen der Rechnungen;
  • Auge-Hand-Koordination: Einschenken der Getränke, Servieren;
  • Geruchs- und Geschmackssinn: Überprüfen der angelieferten Lebensmittel und Getränke (Art und Qualität);
  • Sehvermögen: Bildschirmarbeit (Eintragen von Daten, Schriftverkehr, Gestaltung von Informations- und Werbematerialien); Bedienen der Funkbonierungsgeräte;
  • Hörvermögen: genaues Erfassen der Fragen, Wünsche und Angaben der Gäste an der Rezeption und im Restaurant; Führen von Telefongesprächen;
  • mathematisch-rechnerische Fähigkeit: Überprüfen von Rechnungen; Abwickeln des Zahlungsverkehrs; Erstellen von Preiskalkulationen; Kassieren der Rechnungsbeträge;
  • Organisationstalent: Planen und Abstimmen der Zimmerbelegung; Durchführen der Zimmerreservierungen und der Platzreservierungen im Restaurant; Erstellen der Personaleinsatzpläne; Planen von Veranstaltungen;
  • Kontaktfähigkeit: Betreuen der Gäste an der Rezeption und im Restaurant; Informieren und Beraten der Gäste bezüglich Freizeitgestaltung usw.;
  • Fähigkeit zur Zusammenarbeit: Arbeiten im Team mit dem Personal von Küche, Restaurant, Zimmerreinigung usw.;
  • Sprachfertigkeit mündlich: Informieren und Beraten der Gäste an der Rezeption und im Restaurant (meist auch in Fremdsprachen);
  • Sprachfertigkeit schriftlich: Erledigen des Schriftverkehrs; Erstellen von Texten für Informations- und Werbematerialien; Erstellen von Berichten;
  • Merkfähigkeit: persönliches Eingehen auf die Gäste (wichtig vor allem bei Dauergästen); Informieren über zahlreiche Freizeitangebote, Sehenswürdigkeiten usw.; im Restaurant: Informieren/Beraten über die Getränke (z.B. zahlreiche Weinsorten) und die Speisen;
  • Selbständigkeit: Erteilen verbindlicher Auskünfte; Durchführen von Bestellungen; Behandeln von Reklamationen;
  • generelle Lernfähigkeit: rasches Erlernen des Umgangs mit neuen Reservierungssystemen, Reiseplattformen, Informationssystemen usw.

Betriebe/Lehrbetriebe: Hotel- und Restaurantfachleute werden in mittleren bis großen Hotels ausgebildet und beschäftigt. Diese Betriebe gibt es vor allem in größeren Städten wie in Wien und in den Landeshauptstädten sowie in Tourismusregionen.

Lehrstellensituation: Der Lehrberuf "Hotel- und Restaurantfachmann/-frau" ersetzt die Doppellehre "Hotelkaufmann/-frau + Restaurantfachmann/-frau", welche zuletzt nur sehr selten erlernt wurde (3 Lehrlinge im Jahr 2019). Umso häufiger ist allerdings die Doppellehre "Hotel- und GastgewerbeassistentIn + Restaurantfachmann/-frau" (100 Lehrlinge im Jahr 2019). Es kann sein, dass sich der Lehrberuf "Hotel- und Restaurantfachmann/-frau" eher als Ersatz für diese Doppellehre etablieren wird und dann in Richtung dieser Lehrstellen-Anzahl gehen könnte. Dadurch wird sich möglicherweise eine Umverteilung der Lehrlinge zwischen den verschiedenen Hotel- und Gastgewerbe-Lehrberufen und -Lehrberufskombinationen ergeben. Die Lehrberufe im Hotel- und Gastgewerbe sind (in Klammer die Lehrlingsgesamtzahl im Jahr 2019, jeweils inklusive Doppellehren): Hotel- und GastgewerbeassistentIn (1448), Hotelkaufmann/-frau (149), Hotel- und Restaurantfachmann/-frau (-), Restaurantfachmann/-frau (2089), Koch/Köchin (3658), Gastronomiefachmann/-frau (1278).

Unterschiede nach Geschlecht: Im Tourismus und Gastgewerbe sind insgesamt mehr Frauen als Männer tätig. Auch unter den Lehrlingen sind Frauen deutlich in der Überzahl: Im Lehrberuf "Hotelkaufmann/-frau" betrug der Frauenanteil zuletzt 80 Prozent, im Lehrberuf "Restaurantfachmann/-frau" 52 Prozent und im Lehrberuf "Hotel- und Gastgewerbekaufmann/-frau" 75 Prozent. Aber die Burschen holen schon seit einigen Jahren stetig etwas auf.

Berufsaussichten:

Der österreichische Tourismus hat sich in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt. Sowohl Lehrlinge, als auch Fach- und Hilfskräfte werden in vielen Regionen dringend gesucht. Nicht alle verfügbaren Lehrstellen und Stellen können jedoch besetzt werden. Insbesondere bei Lehrberufen in der Beherbergung und Gastronomie zeigt sich, dass das Angebot an Lehrstellen die Zahl der LehrstelleninteressentInnen deutlich übersteigt.

Beschäftigungsaussichten:

Die Beschäftigungschancen sind gut, da aufgrund der guten wirtschaftlichen Lage der österreichischen Tourismusbranche ein ständiger Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften im Hotelbereich besteht. Neben Englisch-Kenntnissen gewinnen osteuropäische Sprachen, vor allem Russisch, weiter an Bedeutung.

Zusatzinformationen:

Viele Beschäftigte im Hotel- und Gastgewerbe sind nicht ganzjährig beschäftigt, da zahlreiche Stellen für die Hauptsaison, vor allem im Sommer und Winter, befristet vergeben werden.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "Hotel- und Gastgewerbekaufmann/-frau", dem der Beruf "Hotel- und Restaurantfachmann/-frau" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Hotel- und Restaurantfachmann/-frau (inkl. Doppellehren)
Anz./Jahr 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019
männlich k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A.
weiblich k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A.
gesamt k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A.
Frauenanteil k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A.
Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich
Hotel- und Restaurantfachmann/-frau
Verwandte Lehrberufe LAP-Ersatz *
Archiv-, Bibliotheks- und InformationsassistentIn nein
AssistentIn in der Sicherheitsverwaltung nein
Bankkaufmann/-frau nein
BetriebsdienstleisterIn nein
Betriebslogistikkaufmann/-frau nein
Buch- und MedienwirtschafterIn - Buch- und Musikalienhandel nein
Buch- und MedienwirtschafterIn - Buch- und Pressegroßhandel nein
Buch- und MedienwirtschafterIn - Verlag nein
Bürokaufmann/-frau ja <
DrogistIn nein
E-Commerce-Kaufmann/-frau nein
EDV-Kaufmann/-frau nein
EinkäuferIn nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Schwerpunkt Allgemeiner Einzelhandel nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Schwerpunkt Baustoffhandel nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Schwerpunkt Einrichtungsberatung nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Schwerpunkt Eisen- und Hartwaren nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Schwerpunkt Elektro-Elektronikberatung nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Schwerpunkt Feinkostfachverkauf nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Schwerpunkt Gartencenter nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Schwerpunkt Kraftfahrzeuge und Ersatzteile nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Schwerpunkt Lebensmittelhandel nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Schwerpunkt Parfümerie nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Schwerpunkt Schuhe nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Schwerpunkt Sportartikel nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Schwerpunkt Telekommunikation nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Schwerpunkt Textilhandel nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Schwerpunkt Uhren- und Juwelenberatung nein
Eventkaufmann/-frau nein
Finanz- und RechnungswesenassistentIn nein
Finanzdienstleistungskaufmann/-frau nein
Foto- und Multimediakaufmann/-frau nein
Gastronomiefachmann/-frau nein
Großhandelskaufmann/-frau nein
Hotel- und GastgewerbeassistentIn nein
Hotelkaufmann/-frau ja <
Immobilienkaufmann/-frau - Schwerpunkt Bauträger nein
Immobilienkaufmann/-frau - Schwerpunkt Makler nein
Immobilienkaufmann/-frau - Schwerpunkt Verwalter nein
Industriekaufmann/-frau nein
KanzleiassistentIn - Schwerpunkt Notariatskanzlei nein
KanzleiassistentIn - Schwerpunkt Rechtsanwaltskanzlei nein
Koch/Köchin nein
Medizinproduktekaufmann/-frau nein
Mobilitätsservicekaufmann/-frau nein
Personaldienstleistungskaufmann/-frau nein
Pharmazeutisch-kaufmännisch(er/e) AssistentIn nein
ReisebüroassistentIn nein
Restaurantfachmann/-frau ja <
Speditionskaufmann/-frau nein
SpeditionslogistikerIn nein
SportadministratorIn nein
SteuerassistentIn nein
Systemgastronomiefachmann/-frau nein
Versicherungskaufmann/-frau nein
VerwaltungsassistentIn nein
Waffen- und MunitionshändlerIn nein
* LAP-Ersatz = Lehrabschlussprüfungs-Ersatz
< Die LAP im beschriebenen Lehrberuf ersetzt die LAP des verwandten Lehrberufs.

Folgende berufsbildende Schulen bieten teilweise eine ähnliche Ausbildung wie der Lehrberuf:

Normalformen (für 14-Jährige):

 

Sonderformen (für Erwachsene), die auch als Weiterbildung für LehrabsolventInnen geeignet sind:

Weiterbildungskurse, die für Hotel- und Restaurantfachleute in Frage kommen, werden vor allem vom Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI - www.wifi.at) und vom Berufsförderungsinstitut (BFI - www.bfi.at) angeboten, z.B. Bürokurse, Hotel-Software-Kurse, Sprachkurse, Kurse über Weinsorten usw.

Weiterführende Bildungsmöglichkeiten zur Erreichung höherer Bildungsabschlüsse bzw. zur Höherqualifizierung für AbsolventInnen dieses Lehrberufs:

Aufstiegsmöglichkeiten:

Hotel- und Restaurantfachleute können im Rezeptionsbereich zu ChefrezeptionistInnen aufsteigen. Im Restaurantbereich gibt es z.B. folgende Aufstiegspositionen: Chef de rang (AbteilungskellnerIn), Maitre d'Hotel (EmpfangschefIn) oder Chef de Service (RestaurantdirektorIn). In kleineren Betrieben kann nach längerer Berufspraxis eine Position als GeschäftsführerIn erreicht werden.

Selbstständige Berufsausübung:

Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung (als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschaftsführerIn) besteht für Restaurantfachleute im reglementierten Gewerbe "Gastgewerbe" (Befähigungsnachweis erforderlich).

Weiters können Hotel- und Restaurantfachleute in verschiedenen freien Gastgewerbe-Betriebsarten tätig sein, für die keine Gewerbeberechtigung erforderlich ist, z.B. wenn Speisen in einfacher Art verabreicht werden, nichtalkoholische Getränke ausgeschenkt werden, nicht mehr als acht Verabreichungsplätze eingerichtet werden oder es sich um eine Schutzhütte handelt. (Ein freies Gewerbe erfordert keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde. Weitere freie Gewerbe finden Sie hier: www.bmdw.gv.at/Services/Publikationen/Bundeseinheitliche-Liste-der-freien-Gewerbe.html.)

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