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ValidierungstechnikerIn

Berufsbereiche: Büro, Wirtschaft, Finanzwesen und Recht
Ausbildungsform: Schule
Einstiegsgehalt lt. KV: € 1.610,- bis € 2.570,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

ValidierungstechnikerInnen (PrüftechnikerInnen) arbeiten meist im Maschinenbau, Anlagenbau, in der technischen Produktentwicklung oder in der Verfahrenstechnik und sind dort mit Planungsarbeiten, Testverfahren, Kontrollaufgaben und der Qualitätssicherung befasst.

Sie analysieren und bewerten die geforderten Funktionen der herzustellenden Anlagen, Maschinen, Geräte und Automaten. Sie planen die Produkterprobung in der Entwicklungsphase eines Produktes und um Kundenabnahmeprüfungen.

Oft geht es um ergonomische Fragen im Rahmen der Produktentwicklung oder um das Testen einzelner Komponenten (Steuerungen, Antriebskomponenten). Auch die Durchführung von Untersuchungen (Schweißnahtprüfungen, Endoskopie) von Rohrleitungen gehört zu ihren Aufgaben. Ebenso die Kalibrierung von Sensoren z.B. in Bezug auf Temperatur und Druck.

ValidierungstechnikerInnen wählen das geeignete Validierungsverfahren, mit dem sie die Daten ermitteln können. Dann werten sie diese aus und interpretieren das Prüfergebnis. Sie verfassen den Testbericht (manchmal in englischer Sprache) und präsentieren die Testresultate den AuftraggeberInnen. Zudem verfassen sie Gebrauchsanweisungen und Listen mit häufig gestellten Fragen und Antworten (FAQs).

ValidierungstechnikerInnen verfügen über Kenntnisse im Bereich Konstruktion und Messtechnik. Sie pflegen den Umgang mit MS-Excel und spezifischer Validierungs- bzw. Simulations-Software.

Siehe auch die Berufe WerkstofftechnikerIn, VerfahrenstechnikerIn, LebensmitteltechnikerIn und BiotechnologIn.

Wichtig ist ein naturwissenschaftlich-technisches Interesse und mathematisches Geschick, sowie

  • Analytisches Denkvermögen
  • strukturierter und selbstständiger Arbeitsstil
  • Problemlösungskompetenz und Kreativität
  • Strukturierte, genaue Arbeitsweise
  • Koordinationsgeschick
  • Kommunikations- und Teamkompetenz
  • Handgeschicklichkeit
  • Zuverlässigkeit
  • Kenntnis rechtlicher Normen und Bestimmungen (z.B. ISO 9000)
  • Durchsetzungs- und Verhandlungskompetenz

 

Bei Exportaufträgen oder öffentlichen Aufträgen ist Englisch (oder eine andere Fremdsprache) nötig, sowie Kommunikationsgeschick.

Prüf- und ValidierungstechnikerInnen arbeiten in Produktions- und Fertigungsbetrieben in den unterschiedlichsten Branchen (Haushaltselektronik, Elektrotechnik, Anbieter von Licht- und Scheinwerfersystemen für die Automobil-Industrie), bei HerstellerInnen von Messwandlern (Energie- oder Anlagentechnik).

Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen vor allem bei mittleren und größeren gewerblichen und industriellen Betrieben, vor allem in Großunternehmen im industriellen Sektor, auch in Unternehmen des Maschinenbaues oder der Produktions- und Anlagentechnik, insbesondere im industriellen Wirtschaftssektor, auch in der Pharmaindustrie, bei Sicherheits- und Kontrollinstituten (wie z.B. TÜV) sowie in Ziviltechnikbüros.

Für Personen mit einer europaweit anerkannten Ingenieursausbildung und mehrjähriger berufspraktischer Erfahrung besteht auch die Möglichkeit bei der FEANI um den Titel einer/eines EURO-Ingenieurin/-Ingenieurs anzusuchen.

Mit einem Beschluss im Nationalrat wird der Titel "Ingenieur" für HTL-AbsolventInnen nun dem Bachelor gleichgestellt. Infos bieten die Websites des Parlaments und des BMDW.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "QualitätssicherungstechnikerIn", dem der Beruf "ValidierungstechnikerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Eine technische Ausbildung (z.B. Wirtschaftsingenieurwesen) der Fachrichtung Elektronik, Elektrotechnik, Mechatronik, Fahrzeugtechnik, Automatisierungstechnik, Maschinen/Anlagentechnik, Informationstechnik o.Ä. dient als gute Grundlage für diesen Beruf.

Um als Prüf- und ValidierungstechnikerIn tätig sein zu können, ist Berufserfahrung als TechnikerIn (z.B. im Industrieanlagenbau) sowie anwendbare Kenntnisse in der Entwicklungsüberprüfung nötig.

Auch LaborantInnen mit technischer Ausrichtung (z.B. Biotechnologie, Chemie, Verfahrenstechnik) können eine Funktion als ValidierungstechnikerIn anstreben.

AbsolventInnen einer HTL kann die Standesbezeichnung Ingenieur/Ingenieurin verliehen werden (Nachweis über Ausbildung und Berufspraxis erforderlich). Nähere Infos auf help.gv.at.

Höhere Technische Lehranstalten gelten als Sekundarschule. Das Reifeprüfungszeugnis einer österreichischen HTL wird jedoch europaweit im Sinne der EU-Richtlinie 92 als Diplom anerkannt.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Fort- und Weiterbildunganforderungen hängen vom konkreten Berufsfeld ab.
Relevante Themen sind vor allem Qualitätssicherung, Werkstoffprüfung, Meisterprüfung, technisches Management, Innovationsmanagement, Qualitätssicherung, Sicherheitstechnik, Arbeitsorganisation, Innovations- und Technologiemanagement.

Ein Beispiel ist auch die sogenannte REFA-Ausbildung: REFA umfasst ein umfangreiches Ausbildungsprogramm, wobei jeder Qualifikationsschritt mit einer international anerkannten und einheitlichen Urkunde (REFA-Schein) bestätigt wird. Infos auf Refa-austria.at

TechnikerInnen können, mit entsprechender Qualifikation, auch wirtschaftliche Aufgabenstellungen (z.B. Controlling, Produktmanagement, technischer Einkauf oder Verkauf, Qualitätsmanagement, Organisation) übernehmen.

Sie können als ProjektleiterIn arbeiten oder als BetriebsleiterIn oder QualitätsmanagerIn, Data Analyst, AbteilungsleiterIn (z.B. für Produktionslogistik).

Nach Abschluss der 5-jährigen Ingenieurausbildung (HTL) steht der Zugang zu verschiedenen freien und gebundenen Gewerben und Handwerken lt. Gewerbeordnung offen. Die Unternehmerprüfung ist inkludiert.

Es gibt Freie Gewerbe und Reglementierte Gewerbe. Nähere Infos bietet die Website der Wirtschaftskammer Österreich WKO. Die aktuelle Liste der reglementierten Gewerbe ist auf der Website des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort BMDW abrufbar.

Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen in Form beratender Tätigkeit, als Teilbereich der Unternehmensberatung (selbständig oder in entsprechenden Unternehmen angestellt) sowie als KonsulentIn oder GutachterIn.

Die gesetzlich geregelte Voraussetzungen zur selbstständigen Ausübung des Berufs UnternehmensberaterIn finden sich in der aktuellen Unternehmensberatungs-Verordnung.

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