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Betriebs- und UnternehmensberaterIn

Berufsbereiche: Büro, Wirtschaft, Finanzwesen und Recht
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

UnternehmensberaterInnen beraten als externe DienstleisterInnen die ManagerInnen oder EigentümerInnen von Wirtschaftsunternehmen (und zugehörigen Betrieben) in allen betriebswirtschaftlichen Belangen.

Die Beratung kann sich sowohl auf das Unternehmen als Ganzes als auch auf einzelne Unternehmensbereiche (z.B. Management, Rechnungs- oder Personalwesen, Marketing, EDV) beziehen. Ein Unternehmen umfasst oft mehrere zugehörige Betriebe.

UnternehmensberaterInnen beraten und unterstützen ihre KundInnen bei der Entwicklung eines optimalen innerbetrieblichen Informationsflusses und bei der Gestaltung von Entscheidungsprozessen in der Unternehmensleitung.

Außerdem beraten sie ihre AuftraggeberInnen bei der Beurteilung und Auswahl betrieblicher Standorte und erarbeiten betriebswirtschaftliche und arbeitswissenschaftliche Projekte für Betriebe, Betriebsteile und Betriebsanlagen.

Die Aufgaben von UnternehmensberaterInnen umfassen daher:

  • Produktivitäts-, Wirtschaftlichkeits- und Rentabilitätsanalysen
  • Ermittlung von Verlustquellen und Rationalisierungsansatzpunkten
  • Entwicklung rationeller Methoden der Kosten- und Leistungserfassung
  • Aufbau und  Analyse von Unternehmensberechnungen und -statistiken
  • Vorschläge zur Produktivitätssteigerung, Erhöhung der Wirtschaftlichkeit und Rentabilitätsverbesserung
  • Beratung in der Geschäfts- und Finanzpolitik von Unternehmen
  • Personalberatung
  • Umsetzungsbegleitung
  • u.v.a.

 

In Abgrenzung zur Unternehmensberatung befassen sich OrganisationsberaterInnen mit den Strukturen und der Kommunikation, z.B. im Zusammenhang von Veränderung und der Entwicklung in einer Organisation.

Siehe auch EntwicklungsökonomIn, InnovationsmanagerIn und IT-OrganisationsberaterIn

Gutes Auftreten, Kontaktfreude, KundInnenorientierung, Kreativität, Beratungs- und Verhandlungskompetenz, logisch-systemisches Denkvermögen, gute Allgemeinbildung, gutes sprachliches Ausdrucksvermögen, Fremdsprachenkenntnisse (insbesondere Englisch), Diskretion, Bereitschaft zur Mobilität.

Zu den KundInnen von UnternehmensberaterInnen zählen sowohl privatwirtschaftliche und öffentliche Unternehmen als auch Körperschaften, Genossenschaften, Vereine und Verbände sowie die öffentliche Verwaltung.

Als Unternehmen wird die kleinste rechtliche Einheit bezeichnet, die Bücher führen und einen Jahresabschluss aufstellen muss (Handels- bzw. Steuerrecht). Ein Betrieb ist eine örtlich gebundene Einheit und einem Unternehmen zugeordnet.

UnternehmensberaterInnen können selbstständig oder unselbstständig tätig sein. Unselbstständig berufstätige UnternehmensberaterInnen sind bei Unternehmensberatungsunternehmen oder bei verschiedenen Kammern und Interessenvertretungen (v.a. Handelskammern) beschäftigt.

 

 

Manchmal übernehmen BeraterInnen leitende Funktionen im Designbereich: Sie beschäftigen sich mit der (neuen) Kollektionsgestaltung, übernehmen Wirtschaftlichkeitsanalysen, Marktbeobachtung und Trendanalysen.

Sie können sich auf die Umstrukturierung von Unternehmen bzw. von Betrieben mit mehreren Standorten spezialisieren: Erstellen von Planungsrichtlinien, beraten der einzelnen Abteilungen, Optimierungsvorschläge und Fehlerkorrektur, Definition von Zielsetzungen etc.

Sie können als Business-Analyst (w/m) tätig sein: Weiterentwicklung der Software und des IT-Systems indem sämtliche Geschäftsprozesse und Workflows abgebildet sind. Marktdaten recherchieren Branchenkennzahlen, Konjunkturdaten und Prognosen erstellen. Auf Basis der Marktdaten erstellen sie einen Strategieplan für das Unternehmen. Sie entwickeln präzise Marktstrategien auch um Zielgruppen (KäuferInnen) effektiv anzusprechen und um Produkte und Servicekonzepte zielgerecht zu realisieren.

Sie nutzen Online Market Data Services, Indexportale und Echtzeit-Datenbanken zu globalen Marktdaten. Sie pflegen den Umgang mit Geomarketing-Software (z.B. RegioGraph) zur Modellierung und Darstellung von Logistikstandorten, Warenströmen, Entfernungen zwischen Kunden und Lagern etc.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "UnternehmensberaterIn", dem der Beruf "Betriebs- und UnternehmensberaterIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Uni: Z.B. Betriebswirtschaft, Internationale Betriebswirtschaft, Wirtschaftswissenschaften, Internationale Wirtschaftswissenschaften, Industrial Management and Business Administration, Sozialwirtschaft, Volkswirtschaft und Sozioökonomie, Wirtschaftsrecht.

Privatuni: Z.B. Finance, Business Administration, International Business; Management, Communication & IT; Management & Recht, Change Management, weiters: Entrepreneurship & Innovation, Manual & Material Culture, Intellectual Property Rights & Innovation.

FH: Z.B. Wirtschaftsberatung, Unternehmensführung, Europäische Wirtschaft und Unternehmensführung, Human Resource Management und Arbeitsrecht MOEL, Unternehmensrestrukturierung & -sanierung, Management internationaler Geschäftsprozesse, Operations Management.

 

 

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Es gibt eine Vielzahl einschlägiger Weiterbildungsangebote, z.B. in den Bereichen: Akademischer Finanz- und Vermögensberater, Human Resource Management, Personal- und Organisationsentwicklung, Fach- und Verhaltenstrainer, Coaching, Kommunikation, Organisationsberatung, Projekt- und Prozesskompetenz.

UnternehmensberaterInnen sind üblicherweise selbstständig tätig. Da Unternehmen oft aus einem oder mehreren Betrieben bestehen, können sie z.B. speziell die Beratung einzelner Betriebe oder Teilbereiche übernehmen. Beispiel: Sie können für die Produktionsprozesse einer textilen Kette zuständig sein.

Ein Unternehmen kann nämlich aus einem oder mehreren Betrieben (z.B. Niederlassungen oder Werkstätten) bestehen. Als Unternehmen wird die rechtliche Einheit bezeichnet, die Bücher führen und einen Jahresabschluss aufstellen muss (Handels- bzw. Steuerrecht). Der Betrieb ist eine örtlich gebundene Einheit die einem Unternehmen zugeordnet ist (vgl. Gabler Wirtschaftslexikon).

Für die selbstständige Tätigkeit muss nach Abschluss einer facheinschlägigen Studienrichtung (oder einer Befähigungsprüfung) eine, mindestens einjährige facheinschlägige berufliche Tätigkeit nachgewiesen werden.

Die selbstständige Ausübung des Berufs im Bereich Unternehmensberatung bzw. Unternehmensorganisation gehört zum sogenannten reglementierten Gewerbe und ist an gesetzlich geregelte Voraussetzungen gebunden. Siehe die aktuelle Unternehmensberatungs-Verordnung.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

IT - Informationstechnologie (Broschüre)
Reihe: Berufe ...
Fundstelle: Beratung/Support/Schulung (Seiten 32-47), Seite 42
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