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ChirurgieinstrumentenerzeugerIn

Berufsbereiche: Maschinen, Kfz und Metall
Ausbildungsform: Lehre
Infos zur Lehrlingsentschädigung
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Die Chirurgieinstrumentenerzeugung gründet sich traditionell auf der Feinwerktechnik und verlangt Präzisionsarbeit. Die Arbeitstechniken bei chirurgischen Eingriffen werden immer anspruchsvoller (z.B. Mikrochirurgie, minimalinvasive Chirurgie) und dementsprechend anspruchsvoller werden auch die chirurgischen und medizinischen Instrumente und Geräte. ChirurgieinstrumentenerzeugerInnen fertigen, warten und reparieren chirurgische und medizinische Instrumente sowie medizinische Geräte. Zu chirurgischen Instrumenten zählen sowohl Instrumente der Allgemeinchirurgie (z.B. Scheren, Pinzetten, Zangen) als auch spezieller Gebiete der Chirurgie (z.B. Feilen und Meißel für die Knochenchirurgie, Skalpelle und Klemmen für die Herzchirurgie), Instrumente für die zahnärztliche Chirurgie (z.B. Wurzelheber, Retraktoren) sowie für den veterinärmedizinischen Bereich (Instrumente zur Huf-, Klauen- und Hornbehandlung, Instrumente für die Fleischbeschau). Medizinische Instrumente sind z.B. Untersuchungsinstrumente wie Stethoskope (Hörrohre) oder Instrumente für spezielle medizinische Bereiche (z.B. Hals-Nasen-Ohren). Zu den medizinischen Geräten gehören z.B. Inhalatoren oder Blutdruckmessgeräte. Mittlerweile werden chirurgische Instrumente vorwiegend in industrieller Serienproduktion mittels computergesteuerter Maschinen (CNC = computer numeric control) erzeugt. Auch medizinische Instrumente und Geräte werden nur noch in Einzelfällen von ChirurgieinstrumentenerzeugerInnen hergestellt, da sich durch die ständige Weiterentwicklung der Medizintechnik ein eigener, darauf spezialisierter Industriezweig herausgebildet hat. Deshalb stehen vor allem Kleinserien, Abänderungen, Spezialanfertigungen sowie Reparatur- und Wartungstätigkeiten im Vordergrund des Aufgabenbereiches der ChirurgieinstrumentenerzeugerInnen. Die ChirurgieinstrumentenerzeugerInnen fertigen Zeichnungen mit den genauen Maßen des gewünschten Instrumentes an, wählen das Material (z.B. Stahl, Kupfer) aus und bearbeiten es in mehreren Arbeitsgängen. In der Regel stellen sie die Rohform der Instrumente nicht selbst her, sondern bearbeiten industriell vorgefertigte Rohlinge. Auch bei Spezialanfertigungen können sie diese verwenden, da sie die von der Norm abweichenden Maße durch Abschleifen bzw. Feilen erzielen können. Mit einer Anreißnadel übertragen sie die Abmessungen der Werkzeichnung auf die Metallrohlinge. Durch Drehen, Fräsen, Feilen, Schleifen, Löten und andere Metallbearbeitungstechniken bringen sie die Rohlinge gemäß den Angaben in der Zeichnung in die gewünschte Form. Dabei werden Handwerkzeuge und Maschinen (z.B. Fräsmaschine, Drehmaschine) verwendet. Bei mehrteiligen Instrumenten bohren sie Öffnungen für Schrauben und Nieten in die Einzelteile und kontrollieren durch ständiges Nachmessen das genaue Ineinanderpassen zusammengehöriger Teile. Anschließend härten die ChirurgieinstrumentenerzeugerInnen die Teilstücke, indem sie diese zum Glühen bringen und danach in Härteöl abschrecken. Die abgekühlten Instrumententeile glätten sie mit einer Schleifscheibe und erwärmen sie nochmals, bis ihre Oberfläche eine - je nach Verwendungszweck und Beanspruchung des Instrumentes - unterschiedliche Farbe aufweist. Dieser als "Anlassen" bezeichnete Vorgang bewirkt, dass das Material bei hohen Spannungsbelastungen nicht bricht. Nach einer weiteren Kontrolle der Maßgenauigkeit und des Ineinanderpassens verbinden die ChirurgieinstrumentenerzeugerInnen die Einzelteile durch Nieten, Schrauben, Löten oder Schweißen. In einer abschließenden Feinbehandlung polieren sie die Oberfläche der fertiggestellten Instrumente mit einer Polierscheibe oder überziehen sie durch Galvanisieren (elektrochemisches Verfahren) mit einer korrosionsschützenden Metallschicht (Nickel oder Chrom). Sie prüfen die Instrumente auf ihre Funktionsfähigkeit und nehmen notwendige Korrekturen vor. Zu den Wartungs- und Reparaturarbeiten der ChirurgieinstrumentenerzeugerInnen gehören das Nachschleifen von Schneideinstrumenten, das Ersetzen schadhafter Bestandteile, das Erneuern von Schrauben und Nieten, das Reinigen sowie das abschließende Polieren chirurgischer Instrumente. Außerdem beraten sie Ärzte und Krankenhauspersonal.
Die Chirurgieinstrumentenerzeugung gründet sich traditionell auf der Feinwerktechnik und verlangt Präzisionsarbeit. Die Arbeitstechniken bei chirurgischen Eingriffen werden immer anspruchsvoller (z.B. Mikrochirurgie, minimalinvasive Chirurgie) und dementsprechend anspruchsvoller werden auch die chirurgischen und medizinischen Instrumente und Geräte. ChirurgieinstrumentenerzeugerInnen fertigen, warten und reparieren chirurgische und medizinische Instrumente sowie medizinische Geräte. Zu chirurgischen Instrumenten zählen sowohl Instrumente der Allgemeinchirurgie (z.B. Scheren, Pinzetten, Zangen) als auch spezieller Gebiete der Chirurgie (z.B. Feilen und Meißel für die Knochenchirurgie, Skalpelle und Klemmen für die Herzchirurgie), Instrumente für die zahnärztliche Chirurgie (z.B. Wurzelheber, Retraktoren) sowie für den veterinärmedizinischen Bereich (Instrumente zur Huf-, Klauen- und Hornbehandlung, Instrumente für die Fleischbeschau). Medizinische Instrumente sind z.B. Untersuchungsinstrumente wie Stethoskope (Hörrohre) oder Instrumente für spezielle medizinische Bereiche (z.B. Hals-Nasen-Ohren). Zu den medizinischen Geräten gehören z.B. Inhalatoren oder Blutdruckmessgeräte. Mittlerweile werden chirurgische Instrumente vorwiegend in industrieller Serienproduktion mittels computergesteuerter Maschinen (CNC = computer numeric control) erzeugt. Auch medizinische Instrumente und Geräte werden nur noch in Einzelfällen von ChirurgieinstrumentenerzeugerInnen hergestellt, da sich durch die ständige Weiterentwicklung der Medizintechnik ein eigener, darauf spezialisierter Industriezweig herausgebildet hat. Deshalb stehen vor allem Kleinserien, Abänderungen, Spezialanfertigungen sowie Reparatur- und Wartungstätigkeiten im Vordergrund des Aufgabenbereiches der ChirurgieinstrumentenerzeugerInnen. Die ChirurgieinstrumentenerzeugerInnen fertigen Zeichnungen mit den genauen Maßen des gewünschten Instrumentes an, wählen das Material (z.B. Stahl, Kupfer) a ...
  • Handgeschicklichkeit: Feilen, Bohren und andere Metallbearbeitungstechniken, Ineinanderpassen der Teile
  • Fingerfertigkeit: feinmechanische Arbeiten
  • Auge-Hand-Koordination: Bearbeiten von Metallen
  • Sehvermögen: Feinarbeiten in der Formgebung, Prüfen der Instrumente
  • Unempfindlichkeit der Haut: Schleifarbeiten, Galvanisieren
  • räumliche Vorstellungsfähigkeit: Arbeiten nach Werkzeichnungen, Bearbeiten der Metallrohlinge
  • technisches Verständnis: Herstellen und Reparieren chirurgischer Instrumente
  • Kontaktfähigkeit: Beraten der Kunden
  • Sprachfertigkeit mündlich: Beraten und Betreuen der Kunden
  • Selbständigkeit: eigenverantwortliches Herstellen und Reparieren von Instrumenten
  • generelle Lernfähigkeit: Herstellen von Spezialanfertigungen und von neuen Instrumenten
ChirurgieinstrumentenerzeugerInnen arbeiten hauptsächlich in Klein- und Mittelbetrieben des Chirurgieinstrumentenerzeugergewerbes. Weitere Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen in auf Ärzte- und Krankenhausbedarf spezialisierten Industriebetrieben. Die Betriebe konzentrieren sich vorwiegend auf größere Städte. Die Zahl der Lehrlinge ist gering. Die Berufsaussichten sind aber relativ günstig, da die Gewerbebetriebe, die auf Spezialanfertigungen und Reparaturen spezialisiert sind, weiterhin mit einer guten Auftragslage rechnen können. Der Frauenanteil im Lehrberuf "ChirurgieinstrumentenerzeugerIn" ist - wie auch in anderen Metallberufen - äußerst gering, obwohl keine Einschränkungen für eine Ausübung dieses Berufes durch Frauen bestehen.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "FeinmechanikerIn", dem der Beruf "ChirurgieinstrumentenerzeugerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:
In folgenden Bundesländern befinden sich Berufsschulen für den Lehrberuf:
Quelle: Berufsschulverzeichnis des BMB (Bundesministerium für Bildung)

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

ChirurgieinstrumentenerzeugerIn
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Metall- und Elektrogewerbe (Arbeiter) 01.01.2017
Metallindustrie (Arbeiter) 01.11.2017
ChirurgieinstrumentenerzeugerIn (inkl. Doppellehren)
Anz./Jahr 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
männlich 2 3 3 4 3 3 2 2 1 2
weiblich 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
gesamt 2 3 3 4 3 3 2 2 1 2
Frauenanteil 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% 0,0%
Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich
ChirurgieinstrumentenerzeugerIn
Verwandte Lehrberufe LAP-Ersatz *
Konstrukteur/in - Werkzeugbautechnik nein
Metalltechniker/in - Zerspanungstechnik nein
* LAP-Ersatz = Lehrabschlussprüfungs-Ersatz
Folgende berufsbildende Schulen bieten eine ähnliche Ausbildung wie der Lehrberuf: Fachschule für Feinwerktechnik - Präzisionstechnik; Fachschule für Maschinenbau, Ausbildungszweig "Fertigungstechnik"; Höhere Lehranstalt für Elektronik (Ausbildungsschwerpunkt "Biomedizinische Technik"); Höhere Lehranstalt für Mechatronik (Ausbildungsschwerpunkte "Automatisierung" oder "Präzisionstechnik"); Höhere Lehranstalt für Maschineningenieurwesen, Ausbildungsschwerpunkt "Fertigungstechnik".
Berufsspezifische Weiterbildungsveranstaltungen werden für ChirurgieinstrumentenerzeugerInnen nicht angeboten. Sie können jedoch Kurse aus den Bereichen Metallbearbeitung und Mechanik (z.B. CNC-Drehen und -Fräsen) besuchen, die vom Berufsförderungsinstitut (bfi) und Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) angeboten werden. Weiterführende Bildungsmöglichkeiten zur Erreichung höherer Bildungsabschlüsse bzw. zur Höherqualifizierung für AbsolventInnen dieses Lehrberufs sind vor allem die Werkmeisterschule für Berufstätige mit den Fachrichtungen "Maschinenbau", "Maschinenbau - Automatisierungstechnik", "Maschinenbau - Betriebstechnik", "Maschinenbau - Kraftfahrzeugtechnik" oder "Kunststofftechnik" (2 Jahre, Abendunterricht) und die folgenden zur Reife- und Diplomprüfung führenden Schulen: Aufbaulehrgang für Berufstätige für Wirtschaftsingenieurwesen (3 Jahre); Aufbaulehrgang für Berufstätige für Wirtschaftsingenieurwesen (3 Jahre); Höhere Lehranstalt für Berufstätige für Maschineningenieurwesen, Ausbildungsschwerpunkte "Maschinen- und Anlagentechnik", "Automatisierungstechnik" oder "Haustechnik" (4 Jahre); Höhere Lehranstalt für Berufstätige für Wirtschaftsingenieurwesen (4 Jahre); Höhere Lehranstalt für Berufstätige für Wirtschaftsingenieurwesen, Ausbildungsschwerpunkte "Betriebsinformatik", "Betriebsmanagement", "Qualitätsmanagement" und "Umweltökonomie" (4 Jahre).
ChirurgieinstrumentenerzeugerInnen können zu VorarbeiterInnen, WerkstättenleiterInnen, WerkmeisterInnen und AbteilungsleiterInnen aufsteigen (vor allem in Industriebetrieben).

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Elektronik, Elektrotechnik, Mechatronik (Folder)
Reihe: Jobchancen Lehre
Fundstelle: Eher selten ausgebildete Lehrberufe in diesem Bereich
Lehrberufe in Österreich - Ausbildungen mit Zukunft (Broschüre)
Reihe: Publikation des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) und der Wirtschaftskammer (WKÖ)
Fundstelle: Metalltechnik und Maschinenbau, Seite 104
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