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QualitätsmanagerIn in der Biotechnologie

Berufsbereiche: Büro, Wirtschaft, Finanzwesen und Recht / Lebensmittel
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.160,- bis € 2.790,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

QualitätsmanagerInnen sind üblicherweise erst nach einigen Jahren Berufserfahrung in ihrem Fachbereich tätig. Im Bereich Biotechnologie sind sie für die Erstellung und Einhaltung von Sicherheitsstandards bei der Entwicklung und Herstellung biotechnologischer Produkte verantwortlich.

QualitätsmanagerInnen beschäftigen sich mit der Festlegung und Kontrolle von Standards für betriebliche Leistungen. Grundlagen dafür können sowohl selbst definierte Ziele, als auch rechtliche Vorgaben und Normen - vor allem ISO 9000 - sein.

Im Bereich der Produktsicherheit sind sie vor allem für die Qualität von biotechnologischen Produkten, z.B. von Impfstoffen. Sie sind auch für die Einhaltung von Arbeitsabläufen zuständig. Außerdem sorgen sie für die Sicherheit aller beteiligten MitarbeiterInnen.

In der Qualitätssicherung unterscheidet man die Bereiche Qualitätsplanung,
Qualitätssteuerung (Qualitätslenkung bzw. -regelung) und Qualitätskontrolle, also die Qualitätsprüfung. Wichtig ist die Kenntnis berufsspezifischer rechtlicher Normen und Bestimmungen.

QualitätssicherungsmanagerInnen der Biotechnologie arbeiten hauptsächlich in der chemischen, pharmazeutischen und medizinischen Industrie, aber auch in der Lebensmittel- oder Kosmetikindustrie.

Hier geht`s zum Berufsbild Biotechnologie und allgemein zum Berufsbild Qualitätsmanagement.

Naturwissenschaftlich-technische Kenntnisse sind nötig - etwa zur Qualitätskontrolle von Nahrungsmitteln oder Industrieprodukten (z.B. Schutzanstriche, Waschmittel).

  • Analytisches Denkvermögen
  • Problemlösungskompetenz
  • Gute Sinneswahrnehmung (gutes Sehvermögen, guter Geruchssinn)
  • Kreativität
  • Strukturierte, genaue Arbeitsweise
  • Kommunikations- und Teamfähigkeit
  • Zuverlässigkeit
  • Kenntnis rechtlicher Normen und Bestimmungen (z.B. ISO 9000)

 

Häufig sind gute Deutsch- und Englischkenntnisse in Wort und Schrift erforderlich. Als QualitätsmanagerIn ist ein sicherer Umgang mit MS-Office und ERP-Systemen nötig sowie Lean Management-Kenntnisse.

Lean Management („schlankes Management“) bedeutet Prozessoptimierung. Es geht darum, sämtliche Prozesse und Aktivitäten aufeinander abzustimmen, z.B. damit Verschwendungen vermieden werden. Ebenso sollen Verantwortlichkeiten und Kommunikationswege logisch gestaltet werden.

Lebensmittel- und BiotechnologInnen sind aufgrund der Kombination der Disziplinen Chemie, Biologie und Technik breit ausgebildete GeneralistInnen. QualitätsmanagerInnen werden meistens aus dem eigenen Unternehmen rekrutiert, weil Berufserfahrung wichtig ist

Qualitätssicherung wird mittlerweile in Industrie-, Handelsbetrieben und Dienstleistungsunternehmen betrieben. Auch in der öffentlichen Verwaltung werden in zunehmendem Maße Qualitätsmanagement und Qualitätssicherungssysteme eingeführt.

Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen im Bereich von Forschung und Entwicklung an universitären und anderen wissenschaftlichen Instituten, in der lebensmittelproduzierenden und lebensmittelverarbeitenden Industrie und in der Gärungsindustrie (Molkereien, Getreide- und Fleischindustrie); in der Lebensmittelkontrolle; in der Pharmaindustrie (Erzeugung von Antibiotika und Enzymen); in der Gentechnologie; in der Umweltverfahrenstechnik (Schadstoffbeseitigung und Abwasseraufbereitung);

im Bereich der Mikrobiologie tätige BiotechnologInnen finden bei Hygieneeinrichtungen Beschäftigung; weitere Beschäftigungsmöglichkeiten gibt es in der Verfahrenstechnik sowie im Verkauf.

Das Wachstum von Biobanken erfordert die Ausbildung von Fachleuten. Zunehmend entstehen Lehrgänge im Bereich Biobanking, die entsprechendes Wissen für die Umsetzung von Biobanken vermitteln sollen.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "QualitätssicherungstechnikerIn", dem der Beruf "QualitätsmanagerIn in der Biotechnologie" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Von QualitätsmanagerInnen wird hier eine fundierte Ausbildung im Bereich Biotechnologie erwartet. Allerdings ist QualitätsmanagerIn kein erlernbarer Beruf, sondern eine Funktion, welche üblicherweise Berufserfahrung im spezifischen Bereichen voraussetzt.

Die Befähigung zur Qualitätskontrolle wird üblicherweise berufsbegleitend durch Aus- und Fortbildungslehrgänge erlangt. Nötig sind in jedem Fall fundierte Kenntnisse im Bereich Qualitätsmanagement und Prozessmanagement.

FH: Z.B. Biotechnologisches Qualitätsmanagement (FH Campus Wien), Pharmazeutisches Qualitätsmanagement (Uni Wien), Business Process Engineering & Management (FH Vorarlberg).

"Qualitätsmanagement" wird als meistens Lehrveranstaltung in den verschiedenen einschlägigen Studiengängen angeboten.

Uni: Z.B. Lebensmittel- und Biotechnologie, Biologie, Mikrobiologie, Molekulare Biologie, (Biologische) Chemie, Technische Chemie, Safety in the Food Chain.

FH: Z.B. Bioengineering, Biomedizinisches Ingenieurwesen/Biomedical Engineering, Biotechnische Verfahren, Biotechnologie und Lebensmitteltechnologie, Molekulare Biotechnologie, Bio- und Umwelttechnik, Medizinische und pharmazeutische Biotechnologie, Lebensmitteltechnologie & Ernährung (MSc).

Lehrgänge: Z.B. Qualitätsmanagement (Donau Uni Krems), Service Engineering & Management (FH der Wirtschaft, Graz).

Die TÜV Austria Akademie und das WIFI führen ebenso Kurse und Zertifizierungsprogramme. Beispiele: Prozessorientiertes Auditieren von Managementsystemen nach ISO 9001:2015.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten bieten Lehrgänge (z.B. Biotech und Pharmamanagement, Qualitätsbeauftragte/r für Lebensmittel- und Biotechnologie). Der Wissensaustausch findet auch auf Kongressen statt.

Oft ist eine Audit-Zertifizierung (Certified Internal Auditor - CIA) nötig.

Infos über aktuelle Seminare und Zertifizierungen (Auditor, CIA) bietet die Website des Instituts für Interne Revision Österreich IIA.

Beispiele: Massenspektrometrie und molekulare Analytik (MSc), FH Joanneum.
Der Universitätslehrgang "Master of Science Biobanking" (MedUni Graz) vermittelt Kenntnisse und Fertigkeiten für die praktische Umsetzung (Aufbau, Ausstattung) und das Management von Biobanken.

Für AbsolventInnen bestimmter Studienrichtungen besteht die Möglichkeit zur selbstständigen Tätigkeit als ZiviltechnikerIn.

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