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GießereitechnikerIn

Berufsbereiche: Maschinen, Kfz und Metall
Ausbildungsform: Lehre
Infos zur Lehrlingsentschädigung
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

Dieser Lehrberuf kann mit folgenden Ausbildungsschwerpunkten erlernt werden:
- Eisen- und Stahlguss
- Nichteisenmetallguss

Tätigkeitsmerkmale

In der Ausbildungsordnung (BGBl.II.Nr.194/2010) sind für die beiden Ausbildungsschwerpunkte (Eisen- und Stahlguss, Nichteisenmetallguss) folgende Ausbildungsinhalte festgelegt (Berufsprofil):

1. Ausbildungsschwerpunkt Eisen- und Stahlguss:
a) Herstellen von Formen und Kernen nach verschiedenen Formverfahren,
b) Abgießen der Formen und Vorbereiten des Gießprozesses,
c) Prüfen und Vorbereiten von Modellen sowie Instandsetzen von Modelleinrichtungen,
d) Aufbereiten und Auftragen von Form- und Kernüberzügen; Zusammenbauen von Formen, Einlegen von Kernen und Gießfertigmachen (Säubern, Verklammern, Beschweren) der Formen,
e) Rüsten, An- und Ausfahren und Bedienen der betriebsspezifischen Produktionsanlagen,
f) Ausleeren der Formen und Anwenden von Maßnahmen zum Entkernen,
g) Nachbearbeiten der Gussteile wie z.B. Strahlen, Reinigen, Putzen, Schleifen, Entgraten,
h) Setzen von Maßnahmen zum Abstellen von Gussfehlern,
i) Durchführen von werkstoffspezifischen Anschnitt-, Modul- und Speiserberechnungen,
j) Herstellen gießgerechter Zeichnungen,
k) Mitarbeit bei der Wartung, Pflege und Instandhaltung der betriebsspezifischen Maschinen, Geräte und Anlagen,
l) Mitarbeiten bei der Überwachung und Steuerung von Sandkreisläufen,
m) Mitarbeit bei der Schmelzführung, Schmelzbehandlung und Schmelzüberwachung von Eisen- und Stahlgusslegierungen,
n) Durchführen spezieller Wärme- und Nachbehandlungsmethoden für den Eisen- und Stahlguss,
o) Durchführen von Produktions- und Qualitätssicherungsmaßnahmen sowie Analysieren und Bewerten von Gussfehlern,
p) Ausführen der Arbeiten unter Berücksichtigung der einschlägigen Sicherheitsvorschriften, Normen, Umwelt- und Qualitätsstandards.

2. Ausbildungsschwerpunkt Nichteisenmetallguss:
a) Herstellen von Formen und Kernen nach verschiedenen Formverfahren,
b) Abgießen der Formen und Vorbereiten des Gießprozesses,
c) Prüfen und Vorbereiten von Modellen sowie Instandsetzen von Modelleinrichtungen,
d) Aufbereiten und Auftragen von Form- und Kernüberzügen; Zusammenbauen von Formen, Einlegen von Kernen und Gießfertigmachen (Säubern, Verklammern, Beschweren) der Formen,
e) Rüsten, An- und Ausfahren und Bedienen der betriebsspezifischen Produktionsanlagen,
f) Ausleeren der Formen und Anwenden von Maßnahmen zum Entkernen,
g) Nachbearbeiten der Gussteile wie zB Strahlen, Reinigen, Putzen, Schleifen, Entgraten,
h) Setzen von Maßnahmen zum Abstellen von Gussfehlern,
i) Durchführen von werkstoffspezifischen Anschnitt-, Modul- und Speiserberechnungen,
j) Herstellen gießgerechter Zeichnungen,
k) Mitarbeit bei der Wartung, Pflege und Instandhaltung der betriebsspezifischen Maschinen, Geräte und Anlagen,
l) Bedienen von Druck- und/oder Kokillengusseinrichtungen,
m) Mitarbeit bei der Schmelzführung, Schmelzbehandlung und Schmelzüberwachung von Nichteisenmetall-Gusslegierungen,
n) Durchführen spezieller Wärme- und Nachbehandlungsmethoden für den Nichteisenmetall- Guss,
o) Durchführen von Produktions- und Qualitätssicherungsmaßnahmen sowie Analysieren und Bewerten von Gussfehlern,
p) Ausführen der Arbeiten unter Berücksichtigung der einschlägigen Sicherheitsvorschriften, Normen, Umwelt- und Qualitätsstandards.

In der Ausbildungsordnung (BGBl.II.Nr.194/2010) sind für die beiden Ausbildungsschwerpunkte (Eisen- und Stahlguss, Nichteisenmetallguss) folgende Ausbildungsinhalte festgelegt (Berufsprofil):

1. Ausbildungsschwerpunkt Eisen- und Stahlguss:
a) Herstellen von Formen und Kernen nach verschiedenen Formverfahren,
b) Abgießen der Formen und Vorbereiten des Gießprozesses,
c) Prüfen und Vorbereiten von Modellen sowie Instandsetzen von Modelleinrichtungen,
d) Aufbereiten und Auftragen von Form- und Kernüberzügen; Zusammenbauen von Formen, Einlegen von Kernen und Gießfertigmachen (Säubern, Verklammern, Beschweren) der Formen,
e) Rüsten, An- und Ausfahren und Bedienen der betriebsspezifischen Produktionsanlagen,
f) Ausleeren der Formen und Anwenden von Maßnahmen zum Entkernen,
g) Nachbearbeiten der Gussteile wie z.B. Strahlen, Reinigen, Putzen, Schleifen, Entgraten,
h) Setzen von Maßnahmen zum Abstellen von Gussfehlern,
i) Durchführen von werkstoffspezifischen Anschnitt-, Modul- und Speiserberechnungen,
j) Herstellen gießgerechter Zeichnungen,
k) Mitarbeit bei der Wartung, Pflege und Instandhaltung der betriebsspezifischen Maschinen, Geräte und Anlagen,
l) Mitarbeiten bei der Überwachung und Steuerung von Sandkreisläufen,
m) Mitarbeit bei der Schmelzführung, Schmelzbehandlung und Schmelzüberwachung von Eisen- und Stahlgusslegierungen,
n) Durchführen spezieller Wärme- und Nachbehandlungsmethoden für den Eisen- und Stahlguss,
o) Durchführen von Produktions- und Qualitätssicherungsmaßnahmen sowie Analysieren und Bewerten von Gussfehlern,
p) Ausführen der Arbeiten unter Berücksichtigung der einschlägigen Sicherheitsvorschriften, Normen, Umwelt- und Qualitätsstandards.

2. Ausbildungsschwerpunkt Nichteisenmetallguss:
a) Herstellen von Formen und Kernen nach verschiedenen Formverfahren,
b) Abgießen der Formen und Vorbereiten des Gießprozesses,
c) Prüfen und Vorbereiten von Modellen sowie Instandsetzen von Modelleinrichtungen,
d) Aufbereiten und Auftragen von Form- und Kernüberzügen; Zusammenbauen von Fo ...

Kräftiger Körperbau: Arbeiten mit schweren Werkzeugen/Geräten; teilweise händisches Heben/Transportieren schwerer Modellteile, Gussformen und Guss-Stücke

physische Ausdauer: Belastung durch große Hitze und starke Rauch- und Dampfentwicklung beim Gießen, Nachbearbeiten der Guss-Stücke durch Schleifen, Feilen, Schweißen usw.

körperliche Wendigkeit: Arbeiten in verschiedenen Körperpositionen beim Anfertigen großer Gussformen

Handgeschicklichkeit: Anfertigen/Feinbearbeiten der Gussformen, maßgenaues Zusammenbauen von Gussformteilen und Einbauen von Teilen für Hohlräume, Nachbearbeiten der Guss-Stücke

Auge-Hand-Koordination: Feinbearbeiten der Gussformen, maßgenaues Zusammenbauen von Gussformteilen, Nachbearbeiten der Guss-Stücke
Sehvermögen: Erkennen und Ausbessern kleiner Fehler an Gussform und Guss-Stück

Unempfindlichkeit der Haut: Verschmutzung durch Formsand, Schleifstaub, Reinigungsmittel usw.

räumliche Vorstellungsfähigkeit: Arbeiten nach Werkstückzeichnungen, Anfertigen von Formen für komplizierte Werkstücke, Platzieren des Einguss- und Entlüftungssystems

technisches Verständnis: Bestimmen des geeigneten Gießverfahrens, der richtigen Platzierung des Einguss- und Entlüftungssystems und der Gießtemperatur, Warten/Reparieren der Gießereianlagen

Fähigkeit zur Zusammenarbeit: Arbeiten im Team beim Anfertigen großer Gussformen und beim Gießen

Reaktionsfähigkeit: Unfallgefahr beim Eingießen des flüssigen Metalls in die Gussform und beim Transportieren großer Formen und Guss-Stücke mit dem Kran

psychische Belastbarkeit: häufig Termin- und Zeitdruck bei der Gussformenherstellung, Unfallgefahr bei Arbeiten am Schmelzofen und beim Gießen, Schichtarbeit/Nachtschicht in der Gießereiindustrie

GießereitechnikerInnen arbeiten sowohl in Klein- und Mittelbetrieben des Gießereigewerbes als auch in Großbetrieben der Gießereiindustrie (z.B. Maschinen- und Stahlbauindustrie, Fahrzeugindustrie).

Bezüglich der Beschäftigungsperspektiven ist zu beachten, dass die Gießerei immer mehr von anderen Techniken der Teilefertigung zurückgedrängt wird, in der Maschinenindustrie z.B. durch teil- und vollautomatische Metallbearbeitungszentren. Ganz allgemein ist die wirtschaftliche Lage der Gießereiindustrie eher schlecht, sodass die längerfristigen Berufsaussichten in diesem Beruf als ungünstig zu beurteilen sind.

Wegen der hohen körperlichen Anforderungen und Belastungen (z.B. Heben und Tragen, Hitze) arbeiten in diesem Beruf hauptsächlich Männer.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "GießereitechnikerIn", dem der Beruf "GießereitechnikerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:
In folgenden Bundesländern befinden sich Berufsschulen für den Lehrberuf:
Quelle: Berufsschulverzeichnis des BMB (Bundesministerium für Bildung)

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

GießereitechnikerIn - Eisen- und Stahlguss
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Metall- und Elektrogewerbe (Arbeiter) 01.01.2017
Metallindustrie (Arbeiter) 01.11.2017
GießereitechnikerIn - Nichteisenmetallguss
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Metall- und Elektrogewerbe (Arbeiter) 01.01.2017
Metallindustrie (Arbeiter) 01.11.2017
GießereitechnikerIn - Gesamt (inkl. Doppellehren)

Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich

Anz./Jahr 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
männlich k.A. k.A. k.A. 12 24 34 48 44 44 41
weiblich k.A. k.A. k.A. 0 0 2 4 4 4 4
gesamt k.A. k.A. k.A. 12 24 36 52 48 48 45
Frauenanteil k.A. k.A. k.A. 0,0% 0,0% 5,6% 7,7% 8,3% 8,3% 8,9%
Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich
GießereitechnikerIn - Gesamt
Verwandte Lehrberufe LAP-Ersatz *
Konstrukteur/in - Werkzeugbautechnik nein
Metallgießer/in ja <
Metalltechniker/in - Zerspanungstechnik nein
Metallurg/in und Umformtechniker/in nein
Modellbauer/in nein
* LAP-Ersatz = Lehrabschlussprüfungs-Ersatz
< Die LAP im beschriebenen Lehrberuf ersetzt die LAP des verwandten Lehrberufs.

Folgende berufsbildende Schulen bieten teilweise eine ähnliche Ausbildung wie der Lehrberuf:

 


- Fachschule für Maschinen- und Anlagentechnik.
- Fachschule für Maschinen- und Fertigungstechnik.
- Fachschule für Maschinenbau - Fertigungstechnik (mit Betriebspraktikum).
- Fachschule für Maschinenbau (Ausbildungszweige Allgemeiner Maschinenbau, Fertigungstechnik; Kraftfahrzeugbau).
- Fachschule für Sehbehinderte und Blinde - Ausbildungszweig Metallbearbeitung und Fertigungstechnik.
- Fachschule für Berufstätige für Maschinenbau (Voraussetzung: Positiver Abschluss der 8. Schulstufe, Mindestalter 16 Jahre, Aufnahmegespräch)
- Fachschule für Berufstätige für Maschinenbau - Produktionstechnik (Voraussetzung: Positiver Abschluss der 8. Schulstufe, Mindestalter 16 Jahre, Aufnahmegespräch)
- Höhere Lehranstalt für Maschineningenieurwesen (Ausbildungsschwerpunkt Metallurgie).
- Höhere Lehranstalt für Maschineningenieurwesen.
- Höhere Lehranstalt für Landtechnik.
- Höhere Lehranstalt für Werkstoffingenieurwesen (vor allem Ausbildungsschwerpunkt Metallische Werkstoffe).

Als Weiterbildungsmöglichkeiten für GießereitechnikerInnen kommen die zahlreichen vom Berufsförderungsinstitut (bfi) und vom Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) angebotenen Weiterbildungsveranstaltungen für Metallberufe in Frage (z.B. Schweißkurse, Werkstoffprüfung, Metallbearbeitung).

Weiterführende Bildungsmöglichkeiten zur Erreichung höherer Bildungsabschlüsse bzw. zur Höherqualifizierung für AbsolventInnen dieses Lehrberufs:

 


Werkmeisterschule für Berufstätige (2 Jahre, Abendunterricht) mit folgenden Fachrichtungen:
- Hüttenindustrie (2 Semester - geblockter Unterricht)
- Mineralrohstoffindustrie (2 Semester - geblockter Unterricht)
- Maschinenbau
- Maschinenbau - Automatisierungstechnik
- Maschinenbau - Betriebstechnik (auch als 2-semestrige Tagesform)
- Maschinenbau - Betriebstechnik, schulautonome Vertiefung "Fertigung und Montage" (5 Semester)
- Maschinenbau - Kraftfahrzeugtechnik
- Bau-, Landmaschinentechnik und Mechatronik
- Installations- und Gebäudetechnik (2 Semester - geblockter Unterricht)
- Metall- und Stahlbautechnik
- Kunststofftechnik

 


Fachschule für Berufstätige für Maschinenbau (Voraussetzung: Positiver Abschluss der 8. Schulstufe, Mindestalter 16 Jahre, Aufnahmegespräch)

Fachschule für Berufstätige für Maschinenbau - Produktionstechnik (Voraussetzung: Positiver Abschluss der 8. Schulstufe, Mindestalter 16 Jahre, Aufnahmegespräch)

Höhere Lehranstalt für Berufstätige für Maschineningenieurwesen, Ausbildungsschwerpunkte "Allgemeiner Maschinenbau", "Maschinen- und Anlagentechnik", "Automatisierungstechnik" oder "Fahrzeugtechnik" (4 Jahre)

Aufbaulehrgang für Maschineningenieurwesen, Ausbildungsschwerpunkte "Automatisierungstechnik", "Energieplanung, Gebäude- und Kältetechnik".

GießereitechnikerInnen können zu VorarbeiterInnen, MeisterInnen, WerkmeisterInnen, ArbeitsvorbereiterInnen und BetriebsleiterInnen aufsteigen; die Aufstiegschancen sind allerdings gering.

 


Die Möglichkeit einer selbständigen Berufsausübung (als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschäftsführerIn) besteht für GießereitechnikerInnen in den Gewerben "Metall- und Eisengießer" und "Zinngießer", die als "freie Gewerbe" eingestuft sind (kein Befähigungsnachweis erforderlich!) sowie in den Handwerken "Mechatroniker für Maschinen- und Fertigungstechnik" oder "Metalltechnik für Metall- und Maschinenbau" (Voraussetzung: Meisterprüfung). Weiters können GießereitechnikerInnen folgende Teilgewerbe (Voraussetzung: Lehrabschlussprüfung) ausüben: "Anfertigung von Schlüsseln mittels Kopierfräsmaschinen", "Fahrradtechnik", "Nähmaschinentechnik", "Schleifen von Schneidwaren".

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Technik (Broschüre)
Reihe: Berufe ...
Maschinenbau und Metallbearbeitung (Folder)
Reihe: Jobchancen Lehre
Lehrberufe in Österreich - Ausbildungen mit Zukunft (Broschüre)
Reihe: Publikation des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) und der Wirtschaftskammer (WKÖ)
Fundstelle: Metalltechnik und Maschinenbau, Seite 105
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