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UmweltmanagerIn

Berufsbereiche: Umwelt
Ausbildungsform: Schule
Einstiegsgehalt lt. KV: € 1.830,- bis € 2.520,- * Arbeitsmarkttrend: gleichbleibend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

UmweltmanagerInnen kontrollieren und koordinieren alle ökologischen Aspekte in einem Unternehmen. Dabei versuchen sie, notwendige Maßnahmen für den Umweltschutz in Einklang mit den ökonomischen Zielen des Unternehmens und den Wünschen der KundInnen zu bringen.

Innerhalb eines Unternehmens erfassen sie alle relevanten ökologischen Daten, wie z.B. die Auswirkung des betrieblichen Schadstoffausstoßes oder des anfallenden Abfalls auf die Umwelt. Darauf aufbauend erarbeiten sie ein passendes Konzept zur Verbesserung der Nachhaltigkeit des unternehmerischen Handelns. Mögliche Maßnahmen, die UmweltmanagerInnen erarbeiten, sind z.B. die Reduzierung des Stromverbrauchs innerhalb eines Betriebs oder auch der Umstieg auf erneuerbare Energien.

UmweltmanagerInnen sind für die erfolgreiche Umsetzung der vorgeschlagenen Strategien im Unternehmen verantwortlich und führen daher regelmäßige Kontrollen durch. Sie sind auch dafür zuständig, Vorgaben zum Erhalt von Umwelt-Zertifikaten umzusetzen und stellen die dafür notwendigen Daten zur Verfügung.

Typische Aufgaben sind z.B.:

  • Umweltfreundliche Unternehmensstrategien entwickeln und planen
  • Einführung von Umweltmanagementsystemen organisieren
  • Unternehmensführung in Umweltaspekten beraten
  • Ökobilanzen für Unternehmen erstellen und überprüfen
  • Optimierungsvorschläge präsentieren
  • Abfallmanagement organisieren
  • Evaluationen von Konzepten durchführen
  • Umwelt- und Nachhaltigkeitsberichte erstellen
  • Team-Meetings abhalten und leiten
Siehe auch:
  • Durchsetzungsvermögen
  • EDV-Anwendungskenntnisse
  • Englischkenntnisse
  • Freude am Kontakt mit Menschen
  • Interesse für Umweltschutz
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Konfliktfähigkeit
  • Logisch-analytisches Denken
  • Problemlösungsfähigkeit
  • Technisches Verständnis

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten z.B. folgende Unternehmen und Branchen:

  • Gewerbliche Betriebe
  • Energieversorgungsunternehmen
  • Technisch-industrielle Wirtschaftsunternehmen
  • Dienstleistungsunternhemen
  • Öffentliche Verwaltung

Da umweltfreundliche Produktionsverfahren und energieeffizientes Wirtschaften zunehmend an Bedeutung gewinnen, steigt auch die Nachfrage nach qualifizierten Fachleuten im Bereich Umweltconsulting. Betriebe werden zunehmend umweltbewusster und beziehen Aspekte des Umweltschutzes immer häufiger in ihre Unternehmensentscheidungen mit ein. Die Nachfrage im Bereich Umweltmanagement ist daher stabil.

UmweltmanagerInnen befassen sich damit, unternehmerische Handlungen umweltschonender und energieeffizienter zu gestalten und müssen sich dabei auch an gesetzliche Richtlinien halten. Daher sind Grundkenntnisse im Umweltrecht vorteilhaft. Auch Kompetenzen im Bereich Projektmanagement können die Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "UmweltmanagerIn", dem der Beruf "UmweltmanagerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Eine gute Grundlage für UmweltmanagerInnen bieten Handelsakademien, höhere Schulen für wirtschaftliche Berufe oder höhere technische Lehranstalten mit entsprechenden Schwerpunkten. Neben umweltrelevanten Kenntnissen sind Qualifikationen in den Bereichen Betriebswirtschaft und Nachhaltigkeit von Vorteil.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Weiterbildungsmöglichkeiten bieten Kollegs und Universitäten, z.B. in den Bereichen Umweltmanagement und Umweltsystemwissenschaften. Auch einschlägige Fachhochschul-Studiengänge bieten eine Weiterbildungsperspektive.

Weiterbildungen werden für unterschiedliche Bereiche angeboten, z.B.:

  • Nachhaltiges Bauen
  • Bio- und Umwelttechnik
  • Erneuerbare Energien
  • Corporate Responsibility Management
  • Marketing
  • Ressourcenmanagement
  • Nachhaltige Entwicklung

 

Weiterbildungsmöglichkeiten in verschiedenen Management-Systemen bieten neben BFI und WIFI auch andere Institutionen und Anbieter, wie z.B. Quality Austria.

Personen mit technischer Ausbildung und mehrjähriger Berufstätigkeit können den Berufstitel "IngenieurIn“ erwerben. Es handelt sich dabei um einen international vergleichbaren Bildungsabschluss, der seit Inkrafttreten des Ingenieurgesetzes 2017 als berufliche Qualifikation, entsprechend dem Bachelor-Niveau (NQR 6), anerkannt ist.

Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Website des Verbands Österreichischer Ingenieure sowie auf der Website des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort.

Aufstiegsmöglichkeiten bestehen vor allem in der Funktion der Betriebsleitung. Grundsätzlich sind gute Branchenkenntnisse und Erfahrungen in vergleichbaren Funktionen für einen weiteren beruflichen Aufstieg notwendig. Berufliche Entwicklungsmöglichkeiten bestehen auch in Berufsbildern wie AuditorIn.

Eine selbstständige Berufsausübung ist nach Abschluss einer Ziviltechnikerprüfung als IngenieurkonsulentIn sowie im Rahmen des reglementierten Gewerbes "Ingenieurbüros (Beratende IngenieurInnen)" möglich.

Nähere Informationen zur Ziviltechnikerprüfung finden Sie auf der Website der Kammer der ZiviltechnikerInnen, ArchitektInnen und IngeneurInnen.

Für reglementierte Gewerbe muss bei der Gewerbeanmeldung der jeweils vorgeschriebene Befähigungsnachweis, z.B. in Form einer Befähigungsprüfung, eines bestimmten Schul- oder Studienabschlusses oder einer fachlichen Tätigkeit, erbracht werden. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Wirtschaftskammer Österreich sowie in der Liste der reglementierten Gewerbe (BMDW).

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