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Start | Installations- und EnergietechnikerIn - Hauptmodul Lüftung

* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

Ältere Berufsbezeichnungen:

  • Installations- und GebäudetechnikerIn - (Hauptmodule Gas- und Sanitärtechnik, Heizungstechnik, Lüftungstechnik);
  • Sanitär- und KlimatechnikerIn - Gas- und Wasserinstallation;
  • Sanitär- und KlimatechnikerIn - Heizungsinstallation;
  • Sanitär- und KlimatechnikerIn - Lüftungsinstallation;
  • Sanitär- und KlimatechnikerIn - Ökoenergieinstallation;
  • Gas- und WasserleitungsinstallateurIn;
  • GasinstallateurIn;
  • WasserleitungsinstallateurIn;
  • ZentralheizungsbauerIn.

 

Der Lehrberuf "Installations- und EnergietechnikerIn" (Hauptmodule "Wasser und Wärme" und "Lüftung") ersetzt seit 1. Juli 2026 den Vorläufer-Lehrberuf "Installations- und GebäudetechnikerIn" (Hauptmodule "Gas- und Sanitärtechnik", "Heizungstechnik" und "Lüftungstechnik"); das neue Hauptmodul "Wasser und Wärme" ersetzt die beiden alten Hauptmodule "Gas- und Sanitärtechnik" und "Heizungstechnik", das neue Hauptmodul "Lüftung" ersetzt das alte Hauptmodul "Lüftungstechnik".

Lehrlinge des Vorläuferlehrberufs müssen nach der alten Ausbildungsordnung weiter ausgebildet werden, wenn ihr erstes Lehrjahr vor dem 1. Juli 2027, ihr zweites Lehrjahr vor dem 1. Juli 2028 oder ihr drittes Lehrjahr vor dem 1. Juli 2029 enden würde; sie können bis ein Jahr nach Ablauf der vereinbarten Lehrzeit zur Lehrabschlussprüfung nach der alten Prüfungsordnung antreten. Ausbildungszeiten, die im Vorläuferlehrberuf absolviert wurden, müssen bei einem Umstieg auf die Lehrzeit im neuen Lehrberuf "Installations- und Energietechnik" voll angerechnet werden.

Personen, welche die Lehrabschlussprüfung im Vorläufer-Lehrberuf "Installations- und Gebäudetechnik" oder in dessen früherem Vorläuferlehrberuf "Sanitär- und Klimatechnik" abgelegt haben, dürfen die folgenden neuen Berufsbezeichnungen führen:

LehrabschlussprüfungBerufsbezeichnung
  • Installations- und Gebäudetechniker/in – Hauptmodul Gas- und Sanitärtechnik
  • Installations- und Gebäudetechniker/in – Hauptmodul Heizungstechnik
  • Sanitär- und Klimatechniker/in – Gas- und Wasserinstallation
  • Sanitär- und Klimatechniker/in – Heizungsinstallation

Installations- und Energietechniker/in – Hauptmodul Wasser und Wärme

  • Installations- und Gebäudetechniker/in – Hauptmodul Lüftungstechnik
  • Sanitär- und Klimatechniker/in – Lüftungsinstallation

Installations- und Energietechniker/in – Hauptmodul Lüftung

 

Der Lehrberuf "Installations- und EnergietechnikerIn - Hauptmodul Lüftung" gehört zum Modul-Lehrberuf "Installations- und EnergietechnikerIn", der folgende zwei Hauptmodule und ein Spezialmodul hat:

Hauptmodule:

  • Wasser und Wärme (Lehrzeit: 3 1/2 Jahre)
  • Lüftung (Lehrzeit: 3 Jahre)

Spezialmodul:

  • Klima- und Automatisierungstechnik (Lehrzeit: 1/2 Jahr zusätzlich)

Kombinationsmöglichkeiten:

  • Hauptmodul Lüftung + Hauptmodul Wasser und Wärme (Lehrzeit: 4 Jahre)
  • Hauptmodul Lüftung + Spezialmodul Klima- und Automatisierungstechnik (Lehrzeit: 3 1/2 Jahre)
  • Hauptmodul Wasser und Wärme + Spezialmodul Klima- und Automatisierungstechnik (Lehrzeit: 4 Jahre)

Tätigkeitsmerkmale

Der Aufgabenbereich der Installations- und EnergietechnikerInnen ist ganz allgemein die Versorgung von Gebäuden mit Wasser, Wärme, Frischluft und Kühlung. Die Wasserversorgung umfasst die Zuleitung von Wasser über Rohrleitungen und eine Reihe unterschiedlicher Wasser-Entnahmestellen; diese gibt es im Wohnbereich vor allem in der Küche (Spülbecken, Geschirrspüleranschluss), im Bad (Waschbecken, Dusche, Badewanne) und im Klosett (Spülvorrichtung) sowie teilweise auch im Gartenbereich (Bewässerung der Pflanzen); in Betrieben wird teilweise eine Reihe anderer Wasseranschlüsse benötigt, z.B. sogenannte "Prozesswasser-Anschlüsse" (Entnahmestellen, die direkt Maschinen, Kühlanlagen oder Produktionsstraßen mit Wasser versorgen), Zapfstellen für mobile Reinigungsgeräte (z.B. für Hochdruckreiniger oder Bodenreinigungsmaschinen) oder "Wandhydranten" (zum Anschließen von Feuerwehrschläuchen für die Brandbekämpfung). Die Zuständigkeit der Installations- und EnergietechnikerInnen in der Wärmeversorgung umfasst die Installation und Betreuung aller Arten von Heizsystemen, welche von einer zentralen Wärmequelle aus ganze Wohnungen und Gebäude über Rohrleitungen mit Heißwasser versorgen und beheizen, also sogenannte "Zentralheizungen". Zentralheizungen bestehen vor allem aus einer oder mehreren Wärmequellen, den Rohrleitungen, die das Warmwasser transportieren, und den Heizkörpern oder auch einer Fußbodenheizung, welche die Wärme an den Raum abgeben. Als Wärmequelle steht heute eine große Vielfalt an Heizsystemen zur Verfügung, z.B. Ölheizungen, Gassysteme (Gas-Brennwertgeräte, Gasthermen, Durchlauferhitzer), Wärmepumpen (Wärme aus Luft, Erde oder Grundwasser) oder Biomasse-Anlagen (Pellets-Öfen, Holzheizungen, Hackgutanlagen). Im Schwerpunkt Lüftung geht es vor allem um die Ableitung von verbrauchter Luft, von Dämpfen, Gerüchen, Schadstoffen oder Abgasen aus Gebäuden (Wohnräume, Büros, Fabrikshallen, Lager- und Verkaufsräume usw.) und die Zuleitung von Frischluft bzw. Sauerstoff in diese Räume. Teilweise spielt auch die Wärmerückgewinnung aus der Abluft eine Rolle (z.B. in der kalten Jahreszeit), wobei die Wärme der Abluft genutzt wird, um die frische Zuluft vorzuwärmen und damit Heizkosten zu sparen.

Hauptmodul Lüftung:

Installations- und EnergietechnikerInnen für Lüftung installieren Lüftungsgeräte und Lüftungssysteme und betreuen diese, indem sie regelmäßig alle Funktionen überprüfen, den Zustand Kontrollieren und nötigenfalls schadhafte oder abgenutzte Teile austauschen bzw. kaputte Teile reparieren. Man unterscheidet dezentrale und zentrale Lüftungssysteme: Eine dezentrale Lüftung besteht aus mehreren Einzelgeräten, welche in die Außenwände der Räume eines Gebäudes eingebaut werden; bei einer zentralen Lüftungsanlage versorgt ein einzelnes großes Lüftungsgerät mehrere Räume eines Gebäudes über fest installierte Lüftungskanäle mit Frischluft. Die Installations- und EnergietechnikerInnen für Lüftung planen solche Lüftungssysteme anhand der Baupläne der Gebäude und der selbst erhobenen Messwerte, wobei sie für die Erstellung der Verlege- und Montagepläne auch entsprechende Computerprogramme verwenden. Sie schätzen bzw. berechnen den Materialbedarf (z.B. Bleche, Rohre, vorgefertigte Luftkanal-Teile, Baumaterialien) und sorgen für die Bereitstellung aller erforderlichen Materialien, Werkzeuge und Arbeitsgeräte auf der Baustelle. Weiters kümmern sie sich darum, dass alle für die Verlegung der Lüftungskanäle erforderlichen Durchbrüche, Schlitze und Rillen im Mauerwerk vorhanden sind. Die Bleche, Rohre und vorgefertigten Luftkanal-Teile müssen in der richtigen Länge zugeschnitten und verbunden werden (durch Schweißen, Löten, Schrauben und andere Verbindungstechniken). Die Verlegung bzw. Befestigung der Lüftungskanäle und Lüftungsrohre am Mauerwerk erfolgt dann mittels verschiedener Vorrichtungen wie z.B. Montageschienen oder Metallwinkel ("Auslegerkonsolen"), die mit Dübeln in den Wänden verankert werden; daran werden Rohre oder Kanäle mithilfe von Rohrschellen, Kanalhaltern oder Gewindestangen montiert und gegen Vibrationen (Schwingungen) und Schall (Lärm) isoliert. Rohrleitungen und Lüftungskanäle müssen auch mit Dämm-Material ummantelt werden, damit sich die gewünschte Temperatur der transportierten Luft unterwegs nicht ändert und dass sie vor Beschädigungen geschützt sind.
Das Herzstück eines zentralen Lüftungssystems ist die Zentraleinheit, die frische Außenluft ansaugt, filtert und über das Kanalsystem (Lutschächte) in die gewünschten Räume leitet; gleichzeitig führt sie die verbrauchte Abluft nach außen. Wichtige Bestandteile der Zentraleinheit sind die Ventilatoren, welche die Luftströme in Bewegung halten, die Filter, welche die Außenluft von Staub, Pollen und Insekten reinigen, sowie die Wärmetauscher, welche im Winter die Wärme der Abluft auf die Frischluft übertragen. Installations- und EnergietechnikerInnen für Lüftung montieren diese Zentraleinheit, schließen sie an die Belüftungskanäle an und sorgen für den Einbau und die Einrichtung von Überwachungsinstrumenten (z.B. Messinstrumente zur Überwachung von Innen- und Außentemperatur ua.) und von automatischen Steuerung.
Nach der Erledigung aller Installationsarbeiten nehmen die Installations- und EnergietechnikerInnen die fertigen Anlagen in Betrieb und überprüfen alle Funktionen der Anlage. Wenn alles ordnungsgemäß funktioniert, schreiben sie ein Protokoll, in dem alle Installations- und Überprüfungsarbeiten verzeichnet sind ("Dokumentation").

Installations- und EnergietechnikerInnen für Lüftung sind auch für die laufende technische Betreuung und die Reparatur der gebäudetechnischen Anlagen im Lüftungsbereich verantwortlich. Sie führen regelmäßige Überprüfungen der Anlagen durch (Service), tauschen schadhafte oder abgenutzte Teile aus (z.B. Luftfilter) und erledigen Reparaturarbeiten an schadhaften Teilen. Die wichtigsten Anliegen einer regelmäßigen Wartung der Lüftungsinstallationen sind die Sicherheit (Vermeidung von Personen- und Sachschäden) und die Energie-Effizienz, also der möglichst sparsame Umgang mit Energie. Gerade die Erreichung von Energie-Effizienz ist heute ein Hauptaufgabengebiet der Installations- und EnergietechnikerInnen geworden, weil viele Kunden/Kundinnen ihre alten bzw. veralteten Lüftungsanlagen auf moderne, verbrauchsgünstigere und damit im Betrieb auch billigere Anlagen umbauen lassen.

Spezialmodul Klima- und Automatisierungstechnik:

Installations- und EnergietechnikerInnen mit Ausbildung im Spezialmodul "Klima- und Automatisierungstechnik" haben zwei Aufgabenbereiche: Klimaanlagen (Installation und Reparatur) und die Automatisierungstechnik von Heizungs- und Lüftungsanlagen. Die Klimaanlagen-Technik gewinnt infolge der Klima-Erwärmung und der Zunahme extremer Hitzeperioden immer mehr an Bedeutung, sowohl im privaten Wohnbereich als vor allem auch in öffentlichen Gebäuden (Schulen, Amtsgebäude, Bürohäuser, Lagerhallen, Handelsbetriebe, Werksräume/Werkshallen von Gewerbe- und Industriebetrieben usw.). Dabei entstehen hohe Anforderungen an die Fachkräfte vor allem im Bereich der zentrale Lüftungs- und Klimaanlagen, die große Gebäude kühlen und heizen können. Eine Bauart ist z.B. die Kanal-Klimaanlage, die gekühlte Luft über ein Rohrsystem und über Decken- oder Wandauslässe im ganzen Gebäude verteilt. Immer wichtiger werden auch sogenannte Fernkälte-Systeme, bei denen kaltes Wasser aus einer Zentrale über unterirdische, isolierte Rohre zu Gebäuden geleitet und die Kälte an das gebäudeeigene Kühlsystem abgegeben wird (z.B. über einen Gebläse); das erwärmte Wasser fließt wieder zurück in die Zentrale, wo es wieder gekühlt wird. Installations- und EnergietechnikerInnen mit Ausbildung im Spezialmodul "Klima- und Automatisierungstechnik" installieren, reparieren und erweitern Klimaanlagen, führen Dichtheits- und Druckproben daran durch, nehmen die Anlagen in Betrieb und beraten/schulen die Kunden/Kundinnen hinsichtlich der Bedienung und Steuerung.
Die Automatisierungstechnik (Mess-, Steuerungs- und Regelungseinrichtungen) von Sanitär-, Gas-, Abgas-, Heizungs- oder Lüftungsanlagen sowie von Klimaanlagen hat die Aufgabe, einen ressourcenschonenden und nachhaltigen Betrieb der Anlagen sicherzustellen. Die ressourcenschonend Wirkung entsteht hier dadurch, dass der Energieeinsatz automatisch genau an den tatsächlichen Bedarf anpasst wird; der jeweilige Bedarf wird dabei durch den Einsatz intelligenter Sensorik gemessen (als "Sensorik" bezeichnet man Vorrichtungen zur Messung und Überwachung physikalischer oder chemischer Größen wie Temperatur, Druck, Abstand, Feuchtigkeit oder Bewegung) und damit die Heizungs- oder Lüftungsanlage bedarfsgerecht gesteuert. Installations- und EnergietechnikerInnen planen, installieren, warten und reparieren derartige Anlagen. Sie führen Wirtschaftlichkeitsberechnungen für unterschiedliche Heizungssysteme durch, wobei sie Gebäudegröße, Grundstücksgröße, notwendige Genehmigungen, Anschlusspflicht für Fernwärme und Fördermöglichkeiten berücksichtigen. Mittels Heiz- und Kühllastberechnungen ermitteln sie die benötigte Leistung, um Räume auf Wunschtemperatur zu halten. Sie schließen speicherprogrammierbare Steuerungen an und programmieren sie; und sie sorgen für die Einrichtung von Apps oder Sprachassistenten auf Smartphones oder Tablets zur Steuerung der Gebäudetechniksysteme (Stichwort "Smart Home"). Gerade in diesem Zusammenhang spielt auch die Kund/innen-Beratung eine große Rolle.

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

Schwerpunkt Tabelle
Installations- und EnergietechnikerIn - Hauptmodul Lüftung - Lüftung
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) 1. Lj 2. Lj 3. Lj 4. Lj gültig ab
Metallgewerbe und Elektrogewerbe (Arbeiter)
gültig ab 01.01.2026
Metallgewerbe und Elektrogewerbe (Arbeiter)
Brutto-Einkommen 1. Lj 2. Lj 3. Lj 4. Lj
1.000 1.149 1.493 2.000
1.000 1.149 1.493 2.000 01.01.2026
  • gute körperliche Verfassung: Arbeiten mit schweren Werkzeugen, Handmaschinen und Materialien; Installieren von Lüftungsgeräten, Rohrleitungen, Lüftungsschächten usw.;
  • physische Ausdauer: Belastung durch Maschinenlärm, Staub und Dämpfe; teilweise Arbeiten im Freien und auf Baustellen;
  • körperliche Wendigkeit: Installations- und Reparaturarbeiten an schwer zugänglichen Stellen von Gebäuden und Kellern;
  • Gleichgewichtsgefühl: Arbeiten auf Baustellen; Arbeiten teilweise auf Leitern und Gerüsten;
  • Handgeschicklichkeit: händisches Bearbeiten von Rohren und Lüftungsschächten; Installieren von Lüftungsgeräten und Lüftungsanlagen; Einstellen von Lüftungsgeräten; Einrichten automatischer Steuerungen;
  • Fingerfertigkeit: Programmieren automatischer Steuerungen; Tippen von Installations- und Reparatur-Dokumentationen und von Rechnungen;
  • Auge-Hand-Koordination: Zuschneidearbeiten (Rohre, Lüftungskanäle, Metall- und Kunststoffteile);
  • Sehvermögen: genaues Ablesen von Kontroll- und Messgeräten; Erstellen von Installationsplänen am Computerbildschirm; Durchführen von Sichtkontrollen an den installierten Anlagen;
  • Unempfindlichkeit der Haut: Belastung durch Mauer- und Metallstaub, Isoliermaterialien, Reinigungsmittel, Schmiermittel, Lötmittel;
  • räumliche Vorstellungsfähigkeit: Erstellen von Montageplänen;
  • mathematisch-rechnerische Fähigkeit: Berechnen des Materialbedarfs (z.B. Anzahl der Rohre und Lüftungskanal-Elemente, Baumaterialien); Durchführen von Wirtschaftlichkeitsberechnungen für unterschiedliche Lüftungssysteme und für verschiedene Raum- und Gebäudegrößen; Durchführen von Heiz- und Kühllastberechnungen (Ermittlung der für eine Wunschtemperatur benötigten Leistung);
  • technisches Verständnis: Installieren, Warten und Reparieren technischer Geräte (Lüftungsgeräte und -anlagen, automatische Steuerungen);
  • Kontaktfähigkeit: Beraten, Informieren und Schulen der Kunden/Kundinnen; Lehrlingsausbildung;
  • Fähigkeit zur Zusammenarbeit: Arbeiten im Team mit anderen Fachkräften und mit Hilfskräften; Lehrlingsausbildung;
  • Sprachfertigkeit mündlich: Beraten, Informieren und Schulen der Kunden/Kundinnen; Lehrlingsausbildung;
  • logisch-analytisches Denken: Fehlersuche vor Reparaturarbeiten; Programmieren elektronischer Steuerungen;
  • Reaktionsfähigkeit: Vermeiden von Unfällen auf Baustellen; rasches Eingreifen bei Störungen, z.B. bei Kontroll- und Wartungsarbeiten;
  • Selbständigkeit: eigenständiges Festlegen der Arbeitsabläufe und Arbeitsschritte auf der Baustelle, bei Reparaturarbeiten, bei dringlichen Notfällen (Ausfall der Lüftungsanlage im Sommer, Abgasbelastung);
  • generelle Lernfähigkeit: Erfordernis der ständigen Weiterbildung hinsichtlich neuer Entwicklungen in der Heiz-, Kühl- und Lüftungstechnik, z.B. Wärmepumpen, Solaranlagen, Fernwärme/Fernkälte, neue Lüftungssysteme usw.;

Betriebe/Lehrbetriebe:
Installations- und EnergietechnikerInnen mit dem Hauptmodul "Lüftung" arbeiten vor allem in Klein- und Mittelbetrieben des Lüftungsanlagenbaus sowie in Servicebetrieben für Lüftungsanlagen (Handwerk "Lüftungstechnik" und Handwerk "Kälte- und Klimatechnik"). Weitere Beschäftigungsmöglichkeiten gibt es in Betrieben des Gas- und Sanitärtechnik-Gewerbes, wenn sie auch im Bereich Lüftungsanlagenbau tätig sind, sowie in Unternehmen des Baugewerbes und der Bauindustrie, wenn sie selber Lüftungsinstallationen anbieten.

Lehrstellensituation:
Der Lehrberuf "Installations- und EnergietechnikerIn" (zwei Schwerpunkte) gehört mit derzeit über 4.000 Lehrlingen zu den am häufigsten erlernten Lehrberufen. Bei den männlichen Lehrlingen liegt er an fünfter Stelle. Die jährliche Gesamtzahl der Installations- und EnergietechnikerIn-Lehrlinge ist außerdem in den letzten Jahren ziemlich gestiegen (von unter 4.000 auf bis zu fast 4.600 Personen), zuletzt aber wieder erheblich gesunken (4.055 Lehrlinge). Am häufigsten wird das Hauptmodul "Wasser und Wärme" (fast 4.040 Lehrlinge) erlernt. Das zweite Hauptmodul "Lüftungstechnik" wird vergleichsweise selten erlernt (knapp 50 Lehrlinge), und wenn, dann auch meist in Kombination mit dem anderen Hauptmodul (30 Lehrlinge).

Unterschiede nach Geschlecht:
Der Lehrberuf "Installations- und EnergietechnikerIn" wird größtenteils von Männern erlernt; der Anteil der weiblichen Lehrlinge ist zwar in den letzten Jahren leicht gestiegen, liegt aber immer noch bei rund 2 Prozent (das sind derzeit etwas mehr als 100 weibliche Lehrlinge von insgesamt 4.055 Lehrlingen).

Berufsaussichten:
Im Bereich Installations- und Energietechnik kann mit guten Berufsaussichten gerechnet werden. Allgemein besteht ein starker Trend zu nachhaltigem und ökologischem Bauen und Sanieren. Dabei spielen vor allem die Nutzung von erneuerbaren Energien, neue Technologien zur Wärmedämmung sowie energiesparende Systeme und Anlagen eine maßgebliche Rolle. Zudem steigt die Zahl an Aufträgen im Bereich der Althaussanierung, und auch der Wunsch nach mehr Komfort bei der Ausstattung von Wohnungen und Häusern ist ungebrochen.

Beschäftigungsaussichten:
Installations- und GebäudetechnikerInnen mit dem Hauptmodul "Lüftung" werden sowohl in der Instandhaltung als auch in der Sanierung sowie bei neuen Bauprojekten eingesetzt. Daher sind die Beschäftigungsaussichten gut. Vorteilhaft sind aber auf jeden Fall zusätzliche Qualifikationen, z.B. Zusatzprüfungen für besondere Schweißtechniken, Elektronikkenntnisse oder Kompetenzen im Bereich Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik sowie im Bereich neuer Energiequellen und Heiztechnologien (Wärmepumpen zur Gewinnung von Wärme aus dem Erdreich und der Außenluft, Solarenergie).

Stellenangebote in "alle jobs" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular in "alle jobs". Im Formular können Sie dann noch weitere Filter setzen.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

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Lehrlingszahlen Tabelle
Installations- und EnergietechnikerIn - Hauptmodul Lüftung - Lüftung (inkl. Doppellehren)
Der Lehrberuf "Installations- und EnergietechnikerIn - Hauptmodul Lüftung" ist seit 1.7.2026 gültig; er ist die neu geregelte Form des Vorläufer-Lehrberufs "Installations- und GebäudetechnikerIn - Hauptmodul Lüftungstechnik". Die nachfolgend angeführten Zahlen stammen von diesem Vorläufer-Lehrberuf!
Anz./Jahr 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025
männlich 47 46 52 60 65 64 72 55 53 49
weiblich 1 2 3 4 2 2 2 2 1 0
gesamt 48 48 55 64 67 66 74 57 54 49
Frauenanteil 2,1% 4,2% 5,5% 6,3% 3,0% 3,0% 2,7% 3,5% 1,9% 0,0%
Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich
f

Folgende berufsbildende Schulen bieten teilweise eine ähnliche Ausbildung wie der Lehrberuf:

  • Fachschule für Maschinenbau
  • Höhere Lehranstalt für Gebäudetechnik
  • Höhere Lehranstalt für Maschinenbau

Das Berufsförderungsinstitut (BFI), das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) und die Landesinnungen der Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechniker bieten in den meisten Bundesländern zahlreiche Weiterbildungsveranstaltungen für Installations- und EnergietechnikerInnen an, die für eine umfassende Berufsbildung von Bedeutung sind, z.B. Spezialschweißkurse, Klimaanlagentechnik, Kälteanlagentechnik, Trinkwasserhygiene, Wärmepumpen- und Solaranlagen, Heizungs- und Regelungstechnik, Erneuerbare Energien (Wärmepumpe, Solaranlagentechnik), Steuerungstechnik für Heiz- und Lüftungssysteme, Vorbereitung auf die Meisterprüfung in Heizungstechnik, Vorbereitung auf die Befähigungsprüfung für Gas- und Sanitärtechnik.

Weiterführende Bildungsmöglichkeiten zur Erreichung höherer Bildungsabschlüsse bzw. zur Höherqualifizierung für AbsolventInnen dieses Lehrberufs:

  • Werkmeisterschule für Berufstätige für Sanitär- und Heizungstechnik
  • Werkmeisterschule für Berufstätige für Lüftungs- und Klimatechnik
  • Werkmeisterschule für Berufstätige für Maschinenbau
  • Kolleg für Berufstätige für Gebäudetechnik
  • Kolleg für Berufstätige für Maschinenbau
  • Höhere Lehranstalt für Berufstätige für Maschinenbau

In größeren Gewerbebetrieben können Installations- und EnergietechnikerInnen bei entsprechender Weiterbildung folgende Aufstiegspositionen erreichen: ObermonteurIn, MontageleiterIn, ServiceleiterIn, GebäudetechnikplanerIn, WerkmeisterIn, MeisterIn.

Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung (als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschäftsführerIn) besteht für Installations- und EnergietechnikerInnen in folgenden Gewerben:

  • reglementierte Gewerbe (Befähigungsnachweis erforderlich, z.B. Befähigungsprüfung, Handwerks-Meisterprüfung)
    • Gas- und Sanitärtechnik
    • Heizungstechnik; Lüftungstechnik (verbundenes Handwerk)
    • Kälte- und Klimatechnik (Handwerk)
  • freie Gewerbe (kein Befähigungsnachweis erforderlich) - Auswahl:
    • Entkalken von Heißwasserbereitern
    • Reinigung von Rohren mit Ausnahme von Rauch- und Abgasrohren, Wasser- und Abwasserleitungen, Lüftungsleitungen, Heizungsleitungen, Dampfleitungen, Kraftstoffleitungen, Gasleitungen, Ölleitungen unter Ausschluss von Installations- und Reparaturarbeiten sowie über die Reinigung hinausgehenden Wartungstätigkeiten an Rohren und Rohrleitungen jeglicher Art
    • Ein- und Ausschalten von Heizungs- und Lüftungsanlagen, Funktionskontrolle derselben durch Ablesen der Temperatur und der Druckanzeige
    • Demontage von Heizungsanlagen, Heizkesseln und Tanks samt Zu- und Ableitungen unter Ausnahme des Abschließens von Versorgungsnetzen für Gas, Wasser und Strom sowie sämtlicher statisch belangreicher Arbeiten

Für reglementierte Gewerbe muss bei der Gewerbeanmeldung der jeweils vorgeschriebene Befähigungsnachweis, z.B. in Form einer Befähigungsprüfung, eines bestimmten Schul- oder Studienabschlusses oder einer fachlichen Tätigkeit erbracht werden. Ein freies Gewerbe erfordert keinen Befähigungsnachweis, sondern nur die Erfüllung der allgemeinen Voraussetzungen zur Anmeldung eines Gewerbes.
Weitere Informationen zum Gewerberecht finden Sie auf der Internet-Seite der Wirtschaftskammer Österreich (Thema "Gewerbeanmeldung") und des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus (Thema "Gewerbetätigkeiten" - Liste der freien und reglementierten Gewerbe).

* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

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