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Restaurantfachmann/-frau

Berufsbereiche: Hotel- und Gastgewerbe
Ausbildungsform: Lehre
Infos zur Lehrlingsentschädigung
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

Ältere Berufsbezeichnung(en): KellnerIn

Tätigkeitsmerkmale

Restaurantfachleute arbeiten in Betrieben des Gast- und Beherbergungsgewerbes (Gasthäuser, Restaurants, Kaffeehäuser, Bars, Hotels usw.) oder in Dienstleistungsbetrieben wie etwa im Catering- und Party-Service. Ihr Aufgabenbereich umfasst die Betreuung der Gäste. Das reicht von der Beratung bei der Menü- und Getränkeauswahl über die Organisation von Banketten und Empfängen bis zum fachgerechten Servieren (Flambieren, Filetieren, Tranchieren usw.), dem Decken von Tafeln und Tischen und den Abrechnungsarbeiten. Sie sind somit gleichzeitig die "VermittlerInnen" zwischen Gast und Küche als auch VertreterInnen des Hauses gegenüber dem Gast.

Die Aufgaben und Tätigkeiten der Restaurantfachleute unterscheiden sich je nach Art und Größe des Betriebes (Klein-, Mittel-, Großbetrieb; Restaurant, Hotel, Bar usw.) und nach der beruflichen Stellung (bisherige Bezeichnungen: AlleinkellnerIn, OberkellnerIn, WeinkellnerIn, BarmixerIn usw.). Den Schwerpunkt der Aufgaben der Restaurantfachleute bildet aber in jedem Fall das Servieren von Speisen und Getränken.

Im Rahmen der Vorbereitungstätigkeiten legen die Restaurantfachleute saubere Tischtücher und Servietten auf die Tische des Restaurants. Weiters stellen sie alle notwendigen Gegenstände und Materialien (z.B. Besteck, Salzstreuer) bereit und platzieren das Besteck und die Gläser nach einer festgelegten Anordnung am Tisch. Gläser werden z.B. in der Reihenfolge der aufzutragenden Getränke aufgedeckt. Auch das Polieren von Gläsern und Bestecken gehört zu den Vorbereitungsarbeiten der Restaurantfachleute.

Die Restaurantfachleute begrüßen die Gäste beim Betreten des Lokals und begleiten sie zum Tisch. Sie legen den Gästen die Speise- und Getränkekarte vor, beraten sie fachkundig bei der Auswahl von Speisen und Getränken und berücksichtigen dabei die persönlichen Wünsche, Neigungen und Bedürfnisse der Gäste. Nachdem die Gäste die Speisen und Getränke bestellt haben, tippen die Restaurantfachleute den entsprechenden Betrag an der Kassa ein (Bonieren). Anschließend leiten sie die Bestellungen an die Küche bzw. den Ausschank weiter. Die Restaurantfachleute nehmen die Speisen und Getränke vom Küchen- und Ausschankpersonal entgegen und servieren sie den Gästen.

Vor allem in der gehobenen Gastronomie führen die Restaurantfachleute auch verschiedene Arbeiten am Tisch der Gäste bzw. am Sideboard durch. Beim Filetieren/Tranchieren zerteilen sie Fleisch, Fisch oder Geflügel mit Filetier- oder Tranchierbesteck und legen die vorbereiteten Portionen auf die Teller. Beim Flambieren übergießen sie Fleisch- und Süßspeisen oder Obst mit Spirituosen und entzünden sie im Flambierwagen oder in der Flambierpfanne, um dem Gericht seinen typischen Geschmack zu verleihen.

Nach Beendigung der Speisenfolge servieren die Restaurantfachleute Teller, Besteck und Gläser ab, stellen die Rechnung aus und kassieren den Rechnungsbetrag oder rechnen Schecks/Kreditkarten ab. Dann verabschieden sie die Gäste und bereiten den Tisch für die nächsten Gäste vor.

Weitere Aufgaben der Restaurantfachleute sind die Entgegennahme von Tischreservierungen und Vorbestellungen und die Mitwirkung an der Zusammenstellung der Speise- und Getränkekarten. Weiters sind sie auch mit der Abrechnung, Kalkulation und Lagerhaltung befasst. Sie führen die Kassa und rechnen die Tagesumsätze ab, führen die Umsatzstatistiken, kalkulieren die Getränkepreise, kontrollieren regelmäßig die Lagerbestände und sorgen für die Nachbestellung von Lebensmitteln und Getränken. Bei der Vorbereitung gastronomischer Sonderveranstaltungen (z.B. Festveranstaltungen wie Hochzeitstafeln, Banketts usw.) erstellen sie die Tischordnung, stellen die Speisen- und Getränkefolge zusammen und dekorieren die Tafel und das Lokal.

Siehe auch:

Restaurantfachleute arbeiten in Betrieben des Gast- und Beherbergungsgewerbes (Gasthäuser, Restaurants, Kaffeehäuser, Bars, Hotels usw.) oder in Dienstleistungsbetrieben wie etwa im Catering- und Party-Service. Ihr Aufgabenbereich umfasst die Betreuung der Gäste. Das reicht von der Beratung bei der Menü- und Getränkeauswahl über die Organisation von Banketten und Empfängen bis zum fachgerechten Servieren (Flambieren, Filetieren, Tranchieren usw.), dem Decken von Tafeln und Tischen und den Abrechnungsarbeiten. Sie sind somit gleichzeitig die "VermittlerInnen" zwischen Gast und Küche als auch VertreterInnen des Hauses gegenüber dem Gast.

Die Aufgaben und Tätigkeiten der Restaurantfachleute unterscheiden sich je nach Art und Größe des Betriebes (Klein-, Mittel-, Großbetrieb; Restaurant, Hotel, Bar usw.) und nach der beruflichen Stellung (bisherige Bezeichnungen: AlleinkellnerIn, OberkellnerIn, WeinkellnerIn, BarmixerIn usw.). Den Schwerpunkt der Aufgaben der Restaurantfachleute bildet aber in jedem Fall das Servieren von Speisen und Getränken.

Im Rahmen der Vorbereitungstätigkeiten legen die Restaurantfachleute saubere Tischtücher und Servietten auf die Tische des Restaurants. Weiters stellen sie alle notwendigen Gegenstände und Materialien (z.B. Besteck, Salzstreuer) bereit und platzieren das Besteck und die Gläser nach einer festgelegten Anordnung am Tisch. Gläser werden z.B. in der Reihenfolge der aufzutragenden Getränke aufgedeckt. Auch das Polieren von Gläsern und Bestecken gehört zu den Vorbereitungsarbeiten der Restaurantfachleute.

Die Restaurantfachleute begrüßen die Gäste beim Betreten des Lokals und begleiten sie zum Tisch. Sie legen den Gästen die Speise- und Getränkekarte vor, beraten sie fachkundig bei der Auswahl von Speisen und Getränken und berücksichtigen dabei die persönlichen Wünsche, Neigungen und Bedürfnisse der Gäste. Nachdem die Gäste die Speisen und Getränke bestellt haben, tippen die Restaurantfachleute den entsprechenden Betrag an de ...

Foto Restaurantfachmann/-frau
© AMS / DoRo Filmproduktion
Foto Restaurantfachmann/-frau
© AMS / DoRo Filmproduktion
Foto Restaurantfachmann/-frau
© AMS / DoRo Filmproduktion
  • Handgeschicklichkeit: Servieren von Speisen und Getränken
  • Auge-Hand-Koordination: Servieren, Einschenken von Getränken
  • Geruchs- und Geschmackssinn: Überprüfen der Qualität von Speisen und Getränken
  • mathematisch-rechnerische Fähigkeit: Erstellen der Rechnung, Kassieren
  • Organisationstalent: Platzreservierungen, Koordinieren der Serviertätigkeiten
  • Kontaktfähigkeit: Beraten und Betreuen der Gäste
  • Fähigkeit zur Zusammenarbeit: Arbeiten mit anderen Restaurantfachleuten und dem Küchenpersonal
  • Sprachfertigkeit mündlich: Beraten der Gäste
  • gestalterische Fähigkeit: Dekorieren von Tischen und Räumen
  • Merkfähigkeit: Kenntnis der Speisekarte, Aufnehmen von Bestellungen, Erstellen der Rechnung

Betriebe/Lehrbetriebe: Restaurantfachleute arbeiten in Betrieben des Hotel- und Gastgewerbes. Auch in Speisewägen oder im Bordservice von Bahnbetrieben finden sie Beschäftigung.

Lehrstellensituation: Die Zahl der Lehrlinge hat in den letzten Jahren kontinuierlich abgenommen: Dies kann einerseits daran liegen, dass die Zahl der Jugendlichen im Lehrlingsalter abgenommen hat. Andererseits geht der Anteil der Ausbildungsbetriebe in der Gastronomie zurück. Hinzu kommt, dass es für viele Unternehmen nicht einfach ist Lehrlinge zu finden, weil die Arbeitsbedingungen und -zeiten schwierig sind. Die Zahl derer, die sich zu Restaurantfachleuten ausbilden lassen, liegt aber jährlich insgesamt immer noch bei über 2000 Personen.

Unterschiede nach Geschlecht: Der Lehrberuf Restaurantfachmann/-frau wird etwas häufiger von Frauen als von Männern erlernt: Ungefähr 6 von 10 Lehrlingen waren in den letzten Jahren weiblich.

Berufsaussichten: Beschäftigungsmöglichkeiten gibt es für Restaurantfachleute vor allem in den Tourismusregionen im Westen Österreichs sowie in größeren Städten. Generell wird für die nächsten Jahre mit einem steigenden Lehrstellen- und Arbeitsplatzangebot gerechnet. Offene Stellen können oft über einen längeren Zeitraum hinweg nicht besetzt werden.

Beschäftigungsaussichten: Für die Zukunft wird mit einer steigenden Nachfrage nach Restaurantfachleuten gerechnet. Ein Grund dafür sind unter anderem die schwierigen Arbeitsbedingungen, wie z.B. Nachtarbeit, Sonn- und Feiertagsarbeit und viele Überstunden. Daher wechseln viele Beschäftigte in einen anderen Beruf und auch viele Lehrlinge beenden vorzeitig ihre Lehrlingsausbildung. Neben Englisch-Kenntnissen gewinnen osteuropäische Sprachen, vor allem Russisch, weiter an Bedeutung.

Zusatzinformationen: Viele Restaurantfachleute sind nicht ganzjährig beschäftigt, da zahlreiche Stellen für die Hauptsaison, vor allem im Sommer und Winter, befristet vergeben werden.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "Restaurantfachmann/-frau", dem der Beruf "Restaurantfachmann/-frau" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

Restaurantfachmann/-frau
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Hotel- und Gastgewerbe (Wenn der Lehrbetrieb keine Dienstkleidung zur Verfügung stellt, kommt zu den angeführten Werten noch eine monatliche Dienstkleiderpauschale von 35,20 Euro dazu, bei Doppellehre 52,80 Euro!) (Arbeiter) 01.05.2018
Restaurantfachmann/-frau (inkl. Doppellehren)
Anz./Jahr 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
männlich 1.063 1.015 977 981 938 886 827 831 882 966
weiblich 2.318 2.190 2.031 1.866 1.767 1.613 1.498 1.350 1.207 1.167
gesamt 3.381 3.205 3.008 2.847 2.705 2.499 2.325 2.181 2.089 2.133
Frauenanteil 68,6% 68,3% 67,5% 65,5% 65,3% 64,5% 64,4% 61,9% 57,8% 54,7%
Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich
Restaurantfachmann/-frau
Verwandte Lehrberufe LAP-Ersatz *
Gastronomiefachmann/-frau ja >
Hotel- und GastgewerbeassistentIn nein
Koch/Köchin nein
Systemgastronomiefachmann/-frau nein
* LAP-Ersatz = Lehrabschlussprüfungs-Ersatz
> Die LAP des verwandten Lehrberufs ersetzt die LAP im beschriebenen Lehrberuf

Folgende berufsbildende Schulen bieten eine ähnliche Ausbildung wie der Lehrberuf:

Hotelfachschule; Schihotelfachschule (Ausbildungsschwerpunkt "Sport"); Tourismusfachschule; Fachschule für wirtschaftliche Berufe (Ausbildungsschwerpunkte "Betriebsorganisation und Wirtschaftsleitung", "Ernährungs- und Betriebswirtschaft", "Eventmanagement", "Gesundheit, Mode und Sport", "Gesundheit und Fitness", "Gesundheit und Soziales", "Humanökologie", "Informationsmanagement", "IT-Support", "Kulturtouristik", "Wellness und Bewegung", "Zweite lebende Fremdsprache"); Landwirtschaftliche Fachschule, Fachrichtung Gastronomie und Fremdenverkehrswirtschaft; Höhere Lehranstalt für Tourismus (Ausbildungsschwerpunkte "Dritte lebende Fremdsprache", "Fremdsprachen und Wirtschaft", "Hotelmanagement", "Hotelmanagement - Kulturelle Animation", "Medieninformatik", "Städtetourismus und Eventmanagement", "Touristisches Management", "Touristisches Management - Gesundheits- und Wellnesstourismus", "Touristisches Management - Marketing"); Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe.

Das Berufsförderungsinstitut (bfi) und das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) bieten verschiedene Fortbildungsmöglichkeiten an und führen Vorbereitungskurse für die Lehrabschlussprüfung und die Befähigungsprüfung im Gastgewerbe durch. Der Bund Österreichischer Gastlichkeit bietet Weiterbildungsveranstaltungen für Restaurantfachleute an.

Weiterführende Bildungsmöglichkeiten zur Erreichung höherer Bildungsabschlüsse bzw. zur Höherqualifizierung für AbsolventInnen dieses Lehrberufs sind vor allem der Hotelfachlehrgang für Erwachsene in Bischofshofen/Salzburg (2 Jahre) und der zur Reife- und Diplomprüfung führende Aufbaulehrgang für Tourismus (Ausbildungsschwerpunkte "Fremdsprachen und Wirtschaft", "Gastronomiemanagement", "Sport", "Touristisches Management") in Semmering/NÖ, Bad Ischl/OÖ, Innsbruck und St. Johann in Tirol (3 Jahre; zuvor muss ein halbjähriger Vorbereitungslehrgang in Bad Ischl absolviert werden).

Aufstiegsmöglichkeiten:

In größeren Betrieben reichen die Aufstiegsmöglichkeiten von "Chef de rang" (AbteilungskellnerIn) über "Maitre d'Hotel" (EmpfangschefIn) bis zu "Chef de Service" (RestaurantdirektorIn). In kleineren Betrieben ist für qualifizierte Kräfte nach längerer Berufspraxis ein Aufstieg zu OberkellnerInnen (bisherige Bezeichnung) und GeschäftsführerInnen möglich.

Selbstständige Berufsausübung:

Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung (als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschaftsführerIn) besteht für Restaurantfachleute im reglementierten Gewerbe "Gastgewerbe" (Befähigungsnachweis erforderlich).

Weiters können Restaurantfachleute in verschiedenen freien Gastgewerbe-Betriebsarten tätig sein, für die keine Gewerbeberechtigung erforderlich ist, z.B. wenn Speisen in einfacher Art verabreicht werden, nichtalkoholische Getränke ausgeschenkt werden, nicht mehr als acht Verabreichungsplätze eingerichtet werden oder es sich um eine Schutzhütte handelt.

Ein freies Gewerbe erfordert keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde. Weitere freie Gewerbe finden Sie hier: https://www.bmdw.gv.at/Unternehmen/Gewerbe/Documents/Bundeseinheitliche_Liste_der_freien_Gewerbe.pdf

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Tourismus und Freizeitwirtschaft (Broschüre)
Reihe: Berufe ...
Fundstelle: Gastronomie, Seite 41
Lehrberufe in Österreich - Ausbildungen mit Zukunft (Broschüre)
Reihe: Publikation des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) und der Wirtschaftskammer (WKÖ)
Fundstelle: Tourismus und Gastronomie, Seite 149
Schule oder Lehre? 2 Wege zum Wunschberuf (Broschüre)
Reihe: Berufswahl
Fundstelle: Gastgewerbe, Küche, Tourismus, Seite 56
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