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Mediafachmann/-frau

Berufsbereiche: Büro, Wirtschaft, Finanzwesen und Recht / Medien, Kunst und Kultur
Ausbildungsform: Schule
Einstiegsgehalt lt. KV: € 1.750,- bis € 2.570,- * Arbeitsmarkttrend: keine Angabe
* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Mediafachleute beraten KundInnen und konzipieren den Entwurf und die Gestaltung von PR- und Werbeauftritten für Fernseh- und Radiowerbung, Websites, Druckmedien und elektronische Werbeartikel. Sie entwickeln das Design und Layout für gedruckte und digitale Medienprodukte, wie z.B. Werbeplakate, Flyer, Magazine, Kataloge und Websites. Ziel ist es, die Produkte ansprechend und zielgruppengerecht zu präsentieren.

Je nach Werbebotschaft legen Mediafachleute die Gestaltungs- und Designelemente fest und entwickeln geeignete Werbekonzepte. Meist entstehen dabei verschiedene Prototypen, aus denen sie gemeinsam mit den KundInnen ein Medienprodukt auswählen. Daraufhin erstellen sie z.B. Logos, Video- oder Audiobeiträge sowie 2D- oder 3D-Animationen.

Ein weiterer wichtiger Tätigkeitsbereich ist die Analyse und Bewertung von Werbeträgern und -mitteln sowie der Reaktionen der jeweiligen Zielgruppen. Dazu ermitteln sie die Reichweite der gesetzten Werbemaßnahmen, erstellen Media-Analysen und berechnen unterschiedliche Kennzahlen, um die Wirkung der Kampagne zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen.

Typische Tätigkeiten sind z.B.:

  • Kosten kalkulieren
  • Werbekampagnen planen
  • Ablauf von Werbemaßnahmen kontrollieren
  • Anzeigenplätze und Sendezeiten buchen
  • Abrechnungen erstellen
  • Budget kontrollieren
  • Einschaltquoten beobachten
  • Medienanalysen erstellen und präsentieren
Siehe auch:
  • EDV-Anwendungskenntnisse
  • Freude am Beraten
  • Gerne kreativ arbeiten
  • Interesse für Medien
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Logisch-analytisches Denken
  • Organisationstalent
  • Problemlösungsfähigkeit
  • Überzeugungsfähigkeit

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten z.B. folgende Unternehmen und Branchen:

  • Werbeagenturen
  • Multimedia-Agenturen
  • Werbe- und PR-Abteilungen von Unternehmen und Institutionen aller Art
  • Markt- und Meinungsforschungsinstitute

Die österreichische Werbebranche hat in den letzten Jahren ein leichtes Plus in den Werbeausgaben verzeichnet, was sich grundsätzlich positiv auf die Beschäftigung in diesem Bereich auswirkt. Aufgrund der starken Anziehungskraft von Kreativberufen ist die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt jedoch sehr groß. Besonders die Online-Werbung wächst weiterhin dynamisch. In diesem Zusammenhang gewinnt auch das sogenannte Influencer Marketing an Bedeutung. Dabei werben einflussreiche Personen im Online-Bereich, wie z.B. YoutuberInnen, für ein Produkt. Aufgrund der relativ breiten Beschäftigungsmöglichkeiten und vielfältigen Spezialisierungsmöglichkeiten, z.B. auf den Bereich Social Media, sind die Berufsaussichten für Mediafachleute stabil. Erweiterte Kenntnisse im Bereich Media-Analysen können die Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "PR-BeraterIn", dem der Beruf "Mediafachmann/-frau" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Eine gute Basis für diesen Beruf bilden Ausbildungen an berufsbildenden Schulen, z.B. in den Bereichen Mediendesign oder Werbekommunikation. Ebenso bietet die Lehre zum/zur Medienfachmann/-frau mit verschiedenen Schwerpunkten eine Zugangsmöglichkeit. Mediafachleute verfügen über Kenntnisse in den Bereichen Kommunikationsstrategie sowie Webdesign und nutzen verschiedene Softwareprogramme für die Bildbearbeitung, das Layout, Audio-Effekte oder auch für den Videoschnitt. Daher sind vertiefende Qualifikationen im Umgang mit Bildbearbeitungs- und Grafikprogrammen vorteilhaft.

Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten in unterschiedlichen Bereichen der Werbebranche bietet auch die Werbe Akademie des WIFI Wien.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Weiterbildungsmöglichkeiten für AbsolventInnen von Fachschulen bieten beispielsweise Aufbaulehrgänge, die zur Matura führen, sowie eine Studienberechtigungsprüfung oder die Berufsreifeprüfung. Diese ermöglichen den Zugang zu Kollegs und Universitäten, z.B. im Bereich Mediendesign. Auch einschlägige Fachhochschul-Studiengänge bieten für BHS-AbsolventInnen eine Weiterbildungsperspektive.

Weiterbildungen können auch bei Erwachsenenbildungseinrichtungen wie BFI und WIFI sowie bei privaten Aus- und Weiterbildungsinstituten absolviert werden, z.B. für folgende Bereiche:

  • Medientechnik
  • Medienmanagement
  • Online-Marketing
  • Content-Marketing
  • Kommunikationswissenschaften
  • Public Relations (PR)
  • Projektmanagement
  • Social-Media-Management

Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten bestehen in leitenden Funktionen, wie z.B. Creative Director (m/w), Account Supervisor (m/w), Account Group Head (m/w) oder Konzept-TeamleiterIn.

Eine selbstständige Berufsausübung ist z.B. im Rahmen der freien Gewerbe "Werbeagenturen", "Werbearchitektur", "Werbegrafik-DesignerIn", "WerbevermittlerIn", "WerbetexterIn" und "Multimedia-Agentur" möglich. Ein freies Gewerbe erfordert keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich die Erfüllung der allgemeinen Voraussetzungen zur Anmeldung eines Gewerbes.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Wirtschaftskammer Österreich sowie in der Liste der freien Gewerbe (BMDW).

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